...und Crawford dabei auch paar mal hart getroffen, was zuvor 2-3 der Fall in 9 Runden war. Das ist eben Risiko eingehen: Wenn du chancenlos zurückliegst, dann musst du rechtzeitig alles auf eine Karte setzen oder zumindestens deinen Gameplan ändern. Postol ist 10 Runden hinterhergelaufen und hat sich an die Situation überhaupt nicht anpassen können. Risikobereitschaft war einfach nicht da außer in RUnde 10-12. Wenn Crawford das Geschehen kontrolliert, dann sorge wenigstens für Chaos und gehe das Risiko ein, wenn du kein Plan B oder C hast.
Das Chaos wäre aber Crawford zu Gute gekommen. Die Gründe stehen in meinen vorherigen Posts.
Das mit dem Gameplan ändern stimmt, Postol war überhaupt nicht in der Lage zu adaptieren und sich dem Gegner anzupassen. Da besteht für mich jetzt der Verdacht, dass er einer dieser eindimensionalen Fighter ist, die zwar gut ausschauen, wenn sie ihre Stärken auspielen können, aber denen mann mit dem richtigen Gameplan und dazugehörigen boxerischen Skills "leicht" den Zahn ziehen kann.
Edith:
http://www.badlefthook.com/2016/7/2...sses-what-went-wrong-against-terence-crawford
Gerade gelesen, geht ja in die selbe Richtung wie mein Geschreibsel.
Kampf war wie erwartet, Postol ist gruselig für den Zuschauer und Crawford bringt kein Feuer, dafür ist der Gegner zuständig. Sehe nicht wie er Pacquiao KO schlägt, das wäre ein ganz anderer Kampf. Gegen schnelle Gegner sah Crawford bisher nicht gut aus und dass Manny defensiv und als Gesamtpaket mehr zu bieten hat als Gamboa sollte klar sein.
Was den Kampf gegen Pacquiao interessant machen würde wären Crawfords Konterskills. Gegen den Konterpuncher Marquez hatte der ja schon in seiner Prime Probleme. Und Crawford besitz wie dieser oder auch Mayweather ein starkes Auge für den Gegner und wann er schlagen muss. Könnte mir vorstellen, dass er mit Pacquiaos Broken Rythm besser zurecht kommt als die meisten.
Crawford dürfte seit Gamboa weiter gereift sein, auch wenn er seit dem deutlich kleineren Kubaner keinen Gegner vor den Fäusten hatte, der ansatzweise boxerisch so viel drauf hat wie der. Crawford ist jemand, der etwas braucht, bis er ein Gefühl für den Gegner hat und genau in der Anfangsphase hat ihm Gamboa das Leben am schwersten gemacht. Gegen einen attackierenden Pacman könnte das auch böse in die Hose gehn. Wäre eine spannende Ansetzung, in der der Pacman für micht leichter Favorit wäre, da ich ihn die ersten 3-4 Runden gewinnen sehe. Danach denke ich wird es recht ausgeglichen zugehen. Aber weder ein Konter-KO für Crawford ab Runde 5 noch ein früher KO für Pacquiao würde mich überraschen.
Wäre zu geil, falls der Kampf wirklich kommt. Und falls Crawford gewinnt, dann hätten wir einen neuen US-Superstar, was dem Boxen insgesamt bestimmt nicht schaden würde.