Online-Scoring Andy Cruz vs. Raymond Muratalla u. Undercard, DAZN 🇺🇸 ❤


Lord Krachah

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Muratalla vs. Cruz

9:10 Muratalla bigger, Cruz sharper.
10:9 eng, Cruz sehr defensiv.
10:9 Muratallas Stil ist mehr meins.
9:10 präziser von Cruz.
10:9
10:9 keine Ahnung. Kann man auch anders sehen.
9:10 Konzessionsrunde.
10:9 Kann man würfeln. Beide blocken und meiden eigentlich alles.
9:10 kann Muratalla am Ende aber gestohlen haben.
9:10 Cruz ist gerade ganz gut.
10:9 sofort kommt ne starke Runde von Muratalla.
10:9 Muratalla kann mehr zusetzen.

115:113

War ein hochklassiger Fight. Mich hat überrascht, dass Muratalla hier boxerisch mithalten kann. War ne sehr starke Leistung. Er sollte den Titel behalten. Cruz hatte gute Runden, war aber zu viele Runden nur mit der Defensive beschäftigt.

Draw, 118, 116 für Muratalla. 118? Aber der richtige Sieger.
 

Lord Krachah

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Die anderen 3 Fights hab ich nicht gescored. Für mich wirkte Hart gerade am Ende besser, sicherlich fragwürdig Coe besonders nach dem Wiegen dann auch noch den Sieg zu geben. Hab aber nicht mitgescored. Aber der wirkt nicht so als würde er was werden.
Jones war ne klare Sache, hat Baxter aber irgendwie nicht aus dem Kampf bekommen. Schlechtes Zeichen?
Und Moses soll der Cousin von Stevenson sein. Da musste ich direkt schaudern. Er braucht noch.

Das ist nicht solide... sondern eine Farce. Dazu drei völlig langweilige Aufbaukämpfe. Deshalb verfolgt kein Mensch mehr Boxen, weil das zu langweilig ist.
Ansonsten will ich auch nicht die Cards schlecht reden, aber diese Muster sind nur noch ärgerlich im Boxen. Da sind große Promotions, die alles bieten könnten... und dann halt nur Mismatches aufstellen.
Finde ich etwas übertrieben.
Muratalla vs. Cruz war ein Knaller auf dem Papier und das hielt der Kampf auch.
Und das Co-Main Event war auf dem Papier grundsolide und im Ring auch ausgeglichen. Dank des Wiegens war das alles irregulär und zu kritisieren. Aber beim Ansetzen der Card konnte man das ja nicht wissen.
Madrimovs Fight war ein Mismatch, keine Frage. Aber der war halt ewig verletzt und für die Prelims wahrscheinlich einfach zu teuer. Und so war er halt auf Platz 3 der Card. Als ehemaliger Main Eventer. Hätte aber sicherlich einen besseren Gegner verdient gehabt.
Und bei Jones gilt das Gleiche wie bei Tiafack. Der ist Medaillengewinner, soll sich im Profibusiness akklimatisieren, aber gleichzeitig auch bekannt werden. Da ist das schon ok den auf die Main Card als Opener z.B. zu setzen.
Moses war eher was für die Prelims, ist aber Kampf Nr. 5. Und 4 Kämpfe reichen auf der Main Card für mich jedenfalls locker aus. Da war das halt ein Bonus.

Und so ganz richtig, dass die großen Promotions alles bieten können, ist es ja nicht. Das war ja nun wahrlich keine große Card von Matchroom. Cruz war noch nie Hauptkämpfer, entsprechend winzig wirkte die Halle. und die mussten sicherlich ordentlich in die Tasche greifen, um Muratalla zu bezahlen. Wie hätte man denn da noch ausgeglichene Fights für Madrimov (als Top 10 Mann) oder Jones als Medaillengewinner bei Olympia bezahlen können? Das gibt die Gehaltsstruktur im Boxen (anders als bei der UFC) einfach nicht her. Natürlich kann man dann irgendwie ausgeglichene Clubfights auf Platz 3 und 4 setzen, aber ob das nun wirklich die Zuschauer mehr interessiert als Madrimov und Jones in showcase fights?

Ich persönlich bin halt auch eher noch geprägt von der TV-Zeit im Boxen. Da gab es halt 2, maximal 3 Kämpfe (bei PPVs 4) und wer da auf den tiefen Undercards so rumlief, um den Rekord zu verbessern, hat keine Sau interessiert. War eher ärgerlich, wenn da was signifikantes lief, weil man das im Zweifel gar nicht sehen konnte. Und jetzt bin ich aus Zeitgründen auch nicht so böse, wenn man nicht bei jeder 08/15 Card die ganze Undercard laufen lassen muss. Da hat sich wahrscheinlich durch die UFC das Anspruchsdenken verändert, aber da dauern die Kämpfe doch auch nur 3 Runden, oder? Wer guckt sich denn im Boxen 6-7 ausgeglichene 10-12Runder am Stück an? Lohnt es sich wirklich jedes Wochenende so eine Card aufzustellen?
 

Young Kaelin

merthyr matchstick
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Wer guckt sich denn im Boxen 6-7 ausgeglichene 10-12Runder am Stück an?
Ich

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Deontay

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Finde ich etwas übertrieben.
Muratalla vs. Cruz war ein Knaller auf dem Papier und das hielt der Kampf auch.

Ich richtete mich ja explizit nach der Undercard, das Mainevent war natürlich auf dem Papier exzellent. Es wäre aber wünschenswert, wenn man als Boxfan nicht genötigt wäre, erst beim Hauptkampf einzuschalten.

Und das Co-Main Event war auf dem Papier grundsolide und im Ring auch ausgeglichen. Dank des Wiegens war das alles irregulär und zu kritisieren. Aber beim Ansetzen der Card konnte man das ja nicht wissen.

Zwar konnte Hart überraschen und war der Sieger der Herzen, aber im Boxen muss man es immer einkalkulieren, dass eine Nummer ausfällt. Ist es der Hauptkampf, wie nun nächsten Samstag bei Boxxer, dann kann man herzlich wenig machen - aber eine Undercard sollte im Idealfall einen Ausfall verkraften können.

Auch wenn Hart geliefert hat... so hätte der Kampf dennoch nicht stattfinden dürfen. Zumeist geht die b-side in solchen Konstellationen baden, das ist nicht in Ordnung.

Madrimovs Fight war ein Mismatch, keine Frage. Aber der war halt ewig verletzt und für die Prelims wahrscheinlich einfach zu teuer. Und so war er halt auf Platz 3 der Card. Als ehemaliger Main Eventer. Hätte aber sicherlich einen besseren Gegner verdient gehabt.
Und bei Jones gilt das Gleiche wie bei Tiafack. Der ist Medaillengewinner, soll sich im Profibusiness akklimatisieren, aber gleichzeitig auch bekannt werden. Da ist das schon ok den auf die Main Card als Opener z.B. zu setzen.
Moses war eher was für die Prelims, ist aber Kampf Nr. 5. Und 4 Kämpfe reichen auf der Main Card für mich jedenfalls locker aus. Da war das halt ein Bonus.

Und so ganz richtig, dass die großen Promotions alles bieten können, ist es ja nicht. Das war ja nun wahrlich keine große Card von Matchroom. Cruz war noch nie Hauptkämpfer, entsprechend winzig wirkte die Halle. und die mussten sicherlich ordentlich in die Tasche greifen, um Muratalla zu bezahlen. Wie hätte man denn da noch ausgeglichene Fights für Madrimov (als Top 10 Mann) oder Jones als Medaillengewinner bei Olympia bezahlen können?

Aber das meine ich eben. Die liefern einen empfehlenswerten Kampf + ein solides Co-Mainevent, ansonsten findet ein stay busy-Kampf statt + 2 Prospect-Kämpfe, die die a-sides in 98 von 100 Fällen nicht verlieren. Wer will denn sowas sehen? Von mir aus kann ich einem Prospect so ein Showcase-spot geben, dann sollte Madrimov aber zumindest einen halbwegs soliden Gegner erhalten. Ist das zu teuer, dann gebe ich einem Prospect einen halbwegs gefährlichen Gegner, vielleicht in einem wirklich guten Prospect-Duell.

Man stelle sich nur vor, dass das Co-Mainevent ausgefallen wäre, was es hätte tun sollen, was hätte man da?
Madrimov 1,01
Jones 1,03
Moses 1,03

Und das soll halt eine Elite Promotion sein, wo die Leute weltweit einschalten? Sind wir doch ehrlich, diese Promotions wollen nur irgendwelche Stars aufbauen.

Wieso tut man Jungs wie Jones oder Moses auf solche Maincards - und auch Madrimov in einem Mismatch? Damit sie sich zeigen und die Leute ihre Siege bestaunen. Das ist verständlich und die Promotion muss Gesichter hinter dem Hauptkämpfer aufbauen, aber wieso sollte ich nur solche Aufbaukämpfe verfolgen als Zuschauer, wo der Sieg zu 98 % eh feststeht. Wo besteht dort mein Mehrwert?
Es hat nichts mit den Kosten zu tun. Gib mir wenig Geld, ich stelle ein tolles Top 100 Duell auf, was stilistisch kracht und ausgeglichen erscheint. Man kann das machen, sogar mit lokaler Verwurzelung.

Die Promotions wollen das nicht tun, weil ihr Geschäftsfeld eben das Promoten ist. Die agieren gegen die Zuschauer und gute Kämpfe, sind nur erpicht darauf, dass ihre eigenen Schützlinge gut ausschauen und überzeugend gewinnen. Das ist das große Problem ist Boxen, was die gestrige Card mal wieder gezeigt hat. Deswegen sollte man solche Konstrukte auch nicht unterstützen, egal was die für ein Mainevent bieten. Das schadet langfristig dem Profiboxen.
 
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Deontay

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Noch was dazu.

Und jetzt bin ich aus Zeitgründen auch nicht so böse, wenn man nicht bei jeder 08/15 Card die ganze Undercard laufen lassen muss. Da hat sich wahrscheinlich durch die UFC das Anspruchsdenken verändert, aber da dauern die Kämpfe doch auch nur 3 Runden, oder? Wer guckt sich denn im Boxen 6-7 ausgeglichene 10-12Runder am Stück an? Lohnt es sich wirklich jedes Wochenende so eine Card aufzustellen?

Davon sprach ja keiner. Gestern waren 2x 6 Ründer auf der Maincard. Ich würde ohnehin nicht zu viele 10-12 Ründer auf eine Card platzieren, das ist zu viel. Lieber zahlreiche 6-8 Ründer.

Wie könnte denn eine gelungene Card ausschauen? 4 Maincard-Kämpfe:

1. Starkes Main-Event.
2. Ausgeglichenes Co-Main
3. Prospect-Showcase
4. Als Einstieg ein 50/50 Kampf, im Idealfall mit lokaler Präsenz.

Fertig. Lass die Undercard-Kämpfe 8-10 Ründer sein, der Prospect-Kampf 6.

Auf den Prelims sind dann eben auch Aufbaukämpfe, eventuell bietet man ein gelungenes ausgeglichenes Prelims-Mainevent, was bei einem Ausfall auf die Maincard aufrücken kann.

Das reicht doch und wäre total attraktiv.
 

JerryCotton

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Finde ich etwas übertrieben.
Muratalla vs. Cruz war ein Knaller auf dem Papier und das hielt der Kampf auch.
Und das Co-Main Event war auf dem Papier grundsolide und im Ring auch ausgeglichen. Dank des Wiegens war das alles irregulär und zu kritisieren. Aber beim Ansetzen der Card konnte man das ja nicht wissen.
Madrimovs Fight war ein Mismatch, keine Frage.
War auch überrascht über das negarive Zeugnis für einen meiner Meinung abgesehen vom klaren Fehlurteil bei Hart gelungenen Boxabend. Das Madrimov ein Missmatch war, habe ich nicht gesehen. Er hat auch bei mir alle Runden gewonnen, aber kaum eine dominant. Sein Gesicht sah entsprechend aus und Körperlich schien er auch aus dem letzten Loch zu pfeifen. Glaube ein besserer Gegner hätte ihm nicht gut getan.
 

Young Kaelin

merthyr matchstick
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Wie meinen :confuse: Was die Vorbereitung angeht oder in den Rundempausen? Wobei ich persönlich jetzt nicht den Zusammenhang zu meiner Sicht hinsichtlich der Rundenbewertung erkennen kann?

@HamburgBuam will wohl wissen, was für einen game plan Du Muratalla mit auf den weg gegeben hättest. Mich würde interessieren, was Du Cruz geraten hättest.

P.S. keine Sorge. Ich will Dich nicht"legen" (ebenso gilt das sicher auch für @HamburgBuam . Ist n ehrlicher junge, aber weisste ja eh). Ist doch interessant, Deine Ansicht dazu zu hören.
 

timeout4u

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Und selbst wenn, finde ich es nicht ok zu glauben, dass "Boxpraktiker" einen "Erkenntnisvorteil" gegen regelmässige Boxzuschauer (wie hier viele auf SF) haben, wenn es um die Analyse von Kämpfe und Kämpfern geht.
Was spricht dagegen, dass sie ab einem gewissen Level keinen haben? Dinge wie z.B. effektive Agression, Trefferwirkung, Ringführung, Boxtechniken usw. bewertet mancher eben anders als ein Zuschauer. Von dem her finde ich die Unterstellung realitätsfremd etwas :rolleyes:
 

timeout4u

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will wohl wissen, was für einen game plan Du Muratalla mit auf den weg gegeben hättest. Mich würde interessieren, was Du Cruz geraten hättest.
Kann ich leider nicht beantworten. Wäre im Kampf z.B. immer runden/situationsabhängig. Hängt alles ab vom Zustand des Boxers, dem Punktestand, den Sachen, was man in der Vorbereitung besprochen/trainiert hat.
Ich kenne oder arbeite auch nicht mit einem Plan A oder B bzw. Stärken/Schwächen des Gegners spielen aus meiner Sicht im Training und für die eigenen Strategien eher eine untergeordnete Rolle. Wichtiger wären für mich die Konzentration auf das eigene Boxen, die Psyche und die ständige Erweiterung/Verbesserung des Waffenarsenals, kurz gesagt.
Viel falsch gemacht haben beide Kämpfer nicht und es war ein technisch hochklassiges Gefecht von beiden. Da gibts nicht viel zu bemängeln oder anders zu machen. Für mich war Cruz schlicht der bessere Boxer mit den klareren, sauberen Treffern und der Ringkontrolle. Wenn: dann hätte ich vielleicht nur dazu geraten, dass er seine Treffer besser "verkaufen/vermarkten" soll, so wie es eben seinem Gegner gelungen ist.
Meine "Kritik" bezog sich auch nur darauf, dass durch dieses Urteil eben das technisch bessere und anspruchsvollere Boxen benachteiligt wurde und stattdessen wieder einmal der körperliche Faktor, die Härte und das Angreifen belohnt wurde ohne dabei eben auf die Effektivität, die sauberen, klaren Treffer zu achten.
 

JerryCotton

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Wenn: dann hätte ich vielleicht nur dazu geraten, dass er seine Treffer besser "verkaufen/vermarkten" soll, so wie es eben seinem Gegner gelungen ist.
So wie ich es gesehen habe, hat Muratalla seine Treffer garnicht gesondert vermarktet. Während gleichzeitig selbst wenn man klar zumindest Kontakt über die Ringmikrophone zu hören war den Schlägen demonstrativ hinterhergesehen hat, als würde Muratalla nen Meter vorbeischlagen, oder irgendwelche Jubelgesten, wenn er zur Abwechselung auch mal ne halbwegs gelungene Aktion hatte.
Dazu die Frage: Was verstehst du unter Ringkontrolle? Muratalla hat Cruz die ganze Zeit durch den Ring getrieben und ihm den Weg abgeschnitten, wenn Cruz sich vom Druck befreien wollte.
 

Deontay

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Was spricht dagegen, dass sie ab einem gewissen Level keinen haben? Dinge wie z.B. effektive Agression, Trefferwirkung, Ringführung, Boxtechniken usw. bewertet mancher eben anders als ein Zuschauer. Von dem her finde ich die Unterstellung realitätsfremd etwas :rolleyes:

Ich finde auch, dass man Boxen ausgeübt haben muss, um gewisse Szenarien besser nachempfinden zu können. Vermutlich kann man es nicht wirklich beurteilen, wenn man nie im Ring stand. Das heißt aber nicht, dass man ein Spitzensportler sein muss (war hier nicht gefragt, ich weiß), um entsprechende Dinge beurteilen zu können. Genauso wenig ist es eine Garantie, dass ehemalige Spitzenboxer zwingend eine gute Beurteilung abgeben.

Bei @wicked meine ich mal gelesen zu haben, dass er zumindest geboxt hat und sich sogar eine (ziemlich kleine) Ausrüstung anschaffen wollte. Von daher würde ich ihm zumindest ein gewisses Grundverständnis für die Sportart attestieren. Dazu kommt noch eine überdurchschnittliche Interessenlage auf Twitter und in Sportforen – so schlecht ist er meiner Meinung nach nicht aufgestellt.

Natürlich konkurriert das kaum mit einem glanzvollen Trainer auf Topniveau, aber das sollte auch nicht zwingend der Maßstab sein.

Apropos glanzvoller Trainer: Letztens hat mich Dominik Junge wütend angerufen wegen eines Birardi-Artikels. Es ging um folgende Angelegenheit.
Er warf mir vor, dass ich keine Ahnung von der Praxis habe. Die Schläge seien in der Bewegung erfolgt, nicht voll durchgezogen gewesen und hätten nicht einmal getroffen. Es könne nur von einem Boxfremden stammen, so etwas zu kritisieren.

Zudem warf er mir vor, dass ich gezielt das Negative suche und den deutschen Boxsport sowie seine Athleten nicht unterstützen würde. Daraufhin sagte ich ihm, dass man mich gerne als ahnungslos bezeichnen dürfe, es aber niemanden in diesem verdammten Land gebe, der den deutschen Profiboxsport unentgeltlich mehr supporte als meine Wenigkeit.

Ich nehme Junge das nicht krumm. Er liest einen negativen Artikel über seinen Schützling und verteidigt ihn. Aus seiner Sicht ist es jedoch auch so, dass er als Trainer alles besser weiß und die Schreiber dadurch schnell abwerten kann, da diese seiner Meinung nach ohnehin nur über maximal theoretisches Wissen der Materie verfügen. Hier sollte man sich zumindest in der Mitte treffen.

Im Fußball darf jeder eine Meinung haben und diese auch kundtun. Nur im Kampfsport wird daraus oft eine elitäre Diskussion geführt. Mag sein, dass Kampfsport komplexer erscheint, aber das sollte nicht dazu führen, dass sich nur ein kleiner Prozentsatz darüber unterhalten darf.
 
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