Rundfahrten 2019

Angliru

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Ganz starkes Zeitfahren von Buchmann, damit wird er sehr vielen anderen Klassementfahrern Zeit abnehmen.
 

theGegen

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Zum Sportlichen bei der Dauphinee:

Wout van Aert gewinnt das Zeitfahren. :eek: (y)
Solche ITT (nicht zu lang, eine Welle drin) finde ich gut, die sind fair für alle.
Adam Yates in Gelb, weil er ein guter Zeitfahrer ist.


Das betrifft z.B. auch die Expertisen von Migels oder Jean-Claude, die öfter mal manch anderen Allroundern entsprechende Qualitäten absprechen.
Nibali oder Valverde oder Kruijswijk sind auf einem "fairen" Terrain oft genug vorne mit dabei und nehmen der Konkurrenz von reinen Bergfexen Zeit ab.
Die Yates Bros kommen von der Bahn, sie fahren bei Mitchelton-Scott und müssen das Tempo bei den TTT mitfahren.

Klar gibt es Unterschiede zu reinen Spezialisten für ein 45 km langes topfebenes Zeitfahren.
Da würden sie vermutlich einiges an Zeit auf Roglic, Dumoulin, Campenaerts, Dennis oder Geraint Thomas verlieren. Dafür aber auch einer Konkurrenz von Romain Bardet, Dan Martin, Mikel Landa, Nairo Quintana, Warren Barguil so 3-4 Minuten mitgeben.
Wenn man irgendein Zeitfahren/einen Prolog zugrunde legt, wo erwähnte Fahrer mit Ambitionen antreten, dann landen sie meist vor ihrer Konkurrenz der Kategorie Berg.
 

thedoctor46

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Würde auch mal davon ausgehen, dass er noch nicht am Anschlag ist. Hatte ja jetzt gut einen Monat Pause nach der Romandie. Wenn er die Form noch ausbaut, dürfte Top10 bei der Tour drin sein, eventuell sogar Richtung Top5.
Top 10 sollte das Ziel sein und ist denk ich auch möglich. Ist schwierig zu prognostizieren, aber Formaufbau scheint zu passen, langfristige Entwicklung der letzten Jahre passt, Konkurrenz wirkt nicht übermächtig. Von daher kann ich mir Top 10 ganz gut vorstellen.

Allgemein gefällt mir die Situation vor der Tour dieses Jahr. Offenes Feld mit vielen Fragezeichen. INEOS wird auf dem Papier wieder das stärkste Team haben, aber eben mit vielen Fragezeichen hinter der Form. Bei den Giro-Fahrern weiß man nicht ob überhaupt auf Klassement gefahren wird (Nibali, Dumoulin, Landa). Dann die üblichen Verdächtigen, die man immer nennt , die es aber mehr oder weniger "nie" zusammenbekommen wie Porte, Quintana, Pinot, Bardet. Leute die immer ne solide Form haben, aber irgendwer ist halt immer besser, wie Uran, Kruijswijk oder D.Martin. Dazu dann ein Fuglsang in der Form seines Lebens, der für mich Stand jetzt fast sogar der Favorit ist. Mein "Geheimtipp" ist übrigens Mas (hier habt ihrs zuerst gelesen :D).

Am Ende machts dann doch Thomas easy und Bernal ist stärker, darf aber nicht und wird nur 2. ;):D
 

Wurzelsepp

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Schade: Bei der Tour de Suisse fällt am Sonntag die Königsetappe aus, bzw. wird modifiziert: Geplant wäre eine klassische Dreipässefahrt mit Furka-Susten-Grimsel, nun liegt aber am Susten noch zu viel Schnee (und das gegen Ende Juni...). Die Organisatoren werden sich umschauen müssen, was überhaupt möglich ist, denn auch der Nufenen ist laut TCS noch zu, könnte aber am Wochenende geöffnet werden. Und Furka-Gotthard-Nufenen wäre eigentlich fast noch besser, denn die Nufenen-Passhöhe ist näher am Ziel als die Grimselpasshöhe.

Sollte der Nufenen auch geschlossen bleiben, so ist das Ziel (oder der Start) in Ullrichen kaum mehr zu machen, da kein vernünftiger Kurs mit anständig Höhenmetern mehr zu machen ist, da ist starke Flexibilität gefragt.
 

Wurzelsepp

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Neue Strecke steht fest:

Ullrichen - Nufenen - Gotthard - Furka - Ullrichen. Morgen geht der Nufenen auf, damit kein Problem damit... aber mir wäre die Strecke in umgekehrter Reihenfolge noch fast lieber gewesen. Aber auch so nicht schlecht!
 

Wurzelsepp

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Der Regisseur bei der TdS muss heute besoffen gewesen sein... keine Ahnung, warum der im Schlussanstieg kilometerlang den Leader sowie die völlig bedeutungslose Verfolgergruppe zeigt und kaum je das Feld mit den Favoriten. Darum auch kein Wunder, dass er jegliche Angriffe und Tempoverschärfungen verpasst hat. Kurz: Einfach schwach!!
 

theGegen

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War auf jeden Fall ein Statement von Bernal heute.
Wenn's steil berghoch geht, hat der so eine Tempoverschärfung drauf, da kann niemand mit.

Oder Landa kommt noch nach, mit Quintana im Schlepp. Dann schläft alles wieder ein, weil Quintana nur Kringel dreht, bis sämtliche Aspiranten auf eine Top-Ten-Platzierung im vorübergehend gesprengten Peloton dank Helfern wieder herangebüffelt kommen. ;)
 

Wurzelsepp

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Nun hat Bernal also doch noch seine Etappe geholt, ganz schön beeindruckend, wie er die gesamte Konkurrenz abgehängt hat. Für die Königsetappe vom Sonntag wäre es besser, wenn Dennis morgen das Leadertrikot erobern könnte, weil dann muss Ineos am Sonntag in die Offensive gehen, sonst werden sie wohl eher defensiv unterwegs sein. Mit Rückstand dürfte schon am Gotthard das Tempo ziemlich verschärft werden, um bis auf Pozzovivo alle Dennis-Helfer loszuwerden, damit Bernal dann an der Furka seinen Angriff lancieren kann und nur noch gegen Pozzovivo/Dennis die nötige Zeit herausholen zu müssen und nicht gegen das halbe BM-Team.
Bleibt Bernal Leader, so wird Ineos bald eine ungefährliche Gruppe fahren lassen und dann gemächlich über die Pässe gondeln... spätestens an der Furka werden dann ein paar Angriffe (Pozzovivo) folgen, die von Ineos oder halt von Bernal persönlich neutralisiert werden.

41 Sekunden auf 19.5 flachen Kilometern (aber auf ca 1400 müM) aufzuholen wird aber nicht einfach werden.... trotzdem drücke ich Dennis (auch wenn ich Bernal den Gesamtsieg viel eher gönne) die Daumen, einfach der Spannung wegen.
 

Angliru

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Krasses Solo übrigens von Carthy gestern über alle drei Berge. Sieht man in der Form ganz selten. Einfach mal ca. 100km alleine an der Spitze und am Ende noch eine Minute vor Bernal und Dennis gehalten.

Bora-Konrad mit Platz 3 auch sehr stark, obwohl man wirklich sagen muss, dass die Rundfahrt im Vergleich zur Dauphine sehr schwach besetzt war. Dennoch ein toller Erfolg für den Österreicher und für Bora, die damit bei beiden Tour-Vorbereitungsrennen Platz 3 im Gesamtklassement belegt haben.

Valverde hat die kleine Rundfahrt in den Pyrenäen zur Tourvorbereitung gewonnen, knapp vor Sosa (Ineos) und Uran.
 

Wurzelsepp

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Übrigens hat die Organisation der TdS schon vor Jahren und seither immer wieder den Antrag auf Terminverschiebung gestellt: Man möchte die TdS parallel zum Dauphiné durchführen, also eine Woche nach vorne schieben. So hätte man wohl mehr Tour-GKler am Start, da die Woche Unterschied nicht ganz unwichtig sein soll.
Dagegen ist aber die ASO, die uA die Tour und den Dauphiné organisiert: Da hat man vor genau dem Angst, was die Hoffnung der TdS ist: Dass mehr GKler statt beim Dauphiné bei der TdS an den Start gehen.
 

campos

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Neben der Tour de France gibt es ja zur Zeit auch die längste & wichtigste Rundfahrt bei den Frauen, den Giro Rosa.

1. Etappe: Auftaktsieg im sehr hügligen MZF fürs deutsche Team Canyon-SRAM.

2. Etappe: Marianne Vos doing Marianne Vos things:

3. Etappe Marianne Vos doing Marianne Vos things mit einem bitteren Gastauftritt der Australierin Lucy Kennedy.

Ein stündliche und jeden Tag zunächst live ausgestrahlte Zusammenfassung gibts immer hier: https://www.youtube.com/channel/UCCuNpZUFKAaQIlyLt5-bp_g/videos?view=2&sort=dd&live_view=502&shelf_id=9
Wenn man sich weiter durchklickt kommt man auch zu den archivierten Langzusammenfassungen sowie den Kurzversionen.
 
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campos

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4. Etappe

Die reinen Sprinterinnen verpassen ihre Chance auf einen Massensprint.
3 Italienerinnen kommen durch. Am Ende freuen sich 2. Eine zu früh, die andere zu Recht. Geht auch nichts über einen schönen Tigersprung.

 

campos

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Nachklapp zu den Etappen 5 & 6: Die Van Vleuten - Festspielen

Nach der 4. Etappe hatte AvV 47 Sekunden Rückstand auf die Führende Niewiadoma.

Eine Bergetappe ...
die Attacke in Gänze:

und ein Bergzeitfahren ...

... später, hat sie 4.17 Min. Vorsprung auf die Polin und die zeitgleiche Weltmeisterin van der Breggen.


Van Vleuten hat zwar vor 2 Jahren mal den Gesamtsieg auf einer windigen Flachetappe weggeworfen aber ich sag mal ... #JochenBreyer.
 

campos

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Alles beim Alten in Italien: Vos gewinnt in gewohnter Manier, van Vleuten weiter in Rosa.


Morgen geht am Kitzbüheler Horn die Österreich-Rundfahrt zu Ende.
Aus deutscher Sicht interessant:
  • Jonas Koch (26) von CCC mit drei Tagespodien und zwischenzeitlicher Gesamtführung
  • Jannik Steimle (23) von Vorarlberg mit seinen Saisonsigen 5 und 6
  • Georg Zimmermann (21) von Tirol KTM führt in der Bergwertung
 

sc1988

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Van Vleuten hat doch bei Olympia ihre verdiente gold Medaille auch mit einem Sturz verloren, das war so ein ganz übles Ding die Bilder kann man leider nicht vergessen.
Die ist in ihrer eigenen Liga trotz dem recht hohen Alters.
 

campos

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Gestern war ein guter Tag für das schweizer Bigla Team: Der Sponsor verlängert um ein weiteres Jahr und beim Giro gab's den Doppelsieg durch die stets attackierende Lizzie Banks auf 1 und Leah Thomas auf 2.

Und heute hat "die Außerirdische" menschliche Züge gezeigt.
Van Vleuten wieder fast den ganzen Anstieg von vorn, um zunächst das Rennen so auseinander zu reißen, dass Teamkollegin Spratt noch aufs Podium klettern kann. Der Teil des Plans ging am Ende auch auf. Der Versuch dann auch noch die Etappe abzuschießen ging dann aber in die Hose:

Morgen dann die letzte Etappe: flach mit einem kleinen Hügelchen am Ende - also Vos Territorium. Wirklich spannend ist nur die Frage ob WNT den 2 Sekunden Vorsprung auf Mitchelton in der Teamwertung ins Ziel bringen kann. Die Einzeltrikots sind bei van Vleuten (Gesamt, Berg, Punkte), Longo Borghini (beste Italienerin) und Labous (Nachwuchs) in sicheren Händen.
 

campos

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10. und letzte Etappe

Eine meiner zwei Lieblingsfahrerinnen zusammen mit Romy Kasper auf der Flucht. (Im Tourfunk und den darauf basierenden Tickern haben die es mindestens zweimal in dieser Woche geschafft Kapser mit der japansichen Meisterin Yonamine zu verwechseln. Muss man auch erstmal schaffen.)
Und am Ende dann wie erwartet Vos mit ihrem 4. Etappensieg in diesem Jahr - der 25. ingesamt. Die hätte sicher nichts dagegen, wenn morgen schon WM wäre.


In der Gesamtwertung eigentlich keine großen Überraschungen. Auf Platz 11 mit großer Nähe zu den engen Top10 die erste kleinere Überraschung mit der 20 jährigen Labous. Gut das da bei den Französinnen nochmal ein großes Talent nachkommt. Gerade solange sich PFP so aufs MTB konzentriert.

Der Shootingstar der Saison Vollering bei ihrem ersten Giro auch auf einem beachtlichen 13. Platz. Uttrup Ludwig auf 14. ist eigentlich so die einzige Fahrerin die etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Bei anderen Fahrerinnen wie Bertizzolo, Guderzo, Nilsson oder Gillow hatte es sich zumindestens schon vorher abgezeichnet, dass die hier nicht in absoluter Bestform unterwegs sein könnten/würden.


Fürs nächste Jahr würde ich mir einen etwas abwechslungsreicheren Kurs wünschen. MZF und EZF müssen nicht auch noch beides Bergzeitfahren sein. Und so schön die ansteigenden Ankünfte durch schmale Gassen auch aussschauen, darfs gerne auch ein, zwei mal mehr flach ins Ziel gehen. Also unterm Strich ein Kurs bei dem auch van Dijk, Brennauer, Wiebes und D'hoore ernsthaft überlegen (wieder) mal vorbeizuschauen.

Und eine van der Breggen die sich genauso auf die Straße und den Giro konzentriert wie van Vleuten wäre auch nicht verkehrt.


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Starkes Wochenende der deutschen Junioren:
Maurice Ballerstedt :smoke: gewann den GP Luxemburg, Marco Brenner den GP Genral Patton und Georg Steinhauser (Sohn von Tobias) hat die Ain Bugey Valromey Tour in Frankreich gewonnen.