Absolut herausragend und Man of the Match aus Würzburger Sicht war unser Felix Hoffmann, der eigentlich für die PRO B gedacht war. Der Junge hat heute gegen die großen Profis ein Superspiel gemacht. Gekämpft wie ein Löwe. Rebounds geholt. Dahin gegangen wo es weh tun. Emotionen gezeigt. Saustark - Danke Felix.
Ich finde schon, dass auch unseren anderen Spieler Kampfgeist gezeigt haben. Lane allerdings so was von der Rolle. Der steht sich selbst im Weg und ist seit Wochen schwach - das heute muss der Tiefpunkt seiner Karriere gewesen sein. Mihailovic - da bin ich nur noch sprachlos. Er macht das nicht extra. Auch er will - aber er kann nicht. Warum auch immer. Symptomatisch die beiden verworfenen Freiwürfe.
Warum Spradley diesen total verunsicherten Spieler dann auch noch über weite Phasen dem Druck des Ballvortrags aussetzt kann ich nicht beurteilen. Er wird seine Gründe haben, die er uns nicht mitteilen wird. Gleiches gilt für Stuckey. Stuckey und Mihailovic mussten heute gefühlt zusammen öfter den Ball über die Mittelline bringen als Odum. Klar Odum wurde oft gedoppelt, aber dann muss ich doch als Coach meinem Team verklickern können, dass durch das Doppeln von Odum beim Anspiel aus der eigenen Hälfte sich auch Chancen eröffnen wenn man schnell spielt. Aber das wissen wir ja inzwischen, dass Spradley seine Probleme hat seinen vorher festgelegten Gameplan im Match zu ändern.
Southerland wird bezahlt - spielt aber keine Minute. Alle anderen konnten sich im Dreierwerfen versuchen und nichts treffen. Aber Herr Spradley wird wissen warum er es dann nicht mit Southerland probiert, dessen Stärke der Wurf von Downtown ist.
5:19 noch zu spielen: Spielstand 60:77
Innerhalb von 2 Minuten folgt ein 7:0 Lauf von WÜ und man ist 3 Minuten vor Spielende wieder auf 10 dran. Die Mannschaft ist heiß und will es noch einmal wissen. Herr Spradley unterbricht den den Lauf seiner Mannschaft mit einer Auszeit. Er wird wissen warum er das getan hat. Verstehen muss man es wahrscheinlich nicht. Nach der Auszeit zieht Alba auf +13 davon und bei noch 2 Minuten Spielzeit ist der Drops endgültig gelutscht.
Powell hat seine beste Phase in den ersten 5 Minuten des 4. Viertels. In diesen 5 Minuten macht er 8 Punkte und holt 2 Rebounds. Er hatte bis dahin nur 7 Minuten gespielt, was ich nach seiner langen Verletzungspause verstehen kann. Aber warum nimmt Spadley ihn wieder raus (er wurde doch mit nur 7 Min. Spielzeit in den ersten 30 Min. geschont) wo er gerade dabei war der Mannschaft richtig gut zu tun? Er wird es wissen. Powell wirkte zum Zeitpunkt seiner Auswechslung keineswegs ausgepumpt auf mich. Wie sein Arbeitgeber allerdings in den letzten Wochen zuschauen konnte wie Powell sich (angeblich) 10kg Übergewicht angefressen hat ist mir ein Rätsel. In erster Linie ist dieses Verhalten eine Frechheit von Powell, aber da muss ich doch als Arbeitgeber nicht dabei zuschauen, wie ein Profisportler aufgeht wie eine Hefeteig.
Ich befürchte so Sachen wie "die Mannschaft hat gezeigt dass sie will", "nie aufgegeben", "zum Schluss nochmal stark herangekämpft" blabla... so wird man wohl noch weiter mit Spradley herumwurschteln.
Ich hoffe Du behältst nicht recht. Wenn Liebler richtig clever ist und sich einen Plan für den Fall einer Niederlage zurecht gelegt hat und auch schon einen Coach in der Hinterhand hat dann könnte man das ganz elegant lösen und jeder würde sein Gesicht wahren. Wie? Spradley bekommt seine Abfindung und erklärt spätestens morgen selbst seinen Rücktritt.
Eines kann man aber auf jeden Fall sagen - die Mannschaft hat gekämpft, ist aber total verunsichert und glaubt auch nicht mehr an sich - es wird von Woche zu Woche schlimmer. Diesen psychischen Knoten kann unmöglich der aktuelle Trainer lösen. Er hat es wahrscheinlich seit Wochen versucht aber nicht geschafft. Man muss jetzt endlich handeln, sonst ist sogar der Klassenerhalt in Gefahr.