Ist das so? Finde ich einen interessanten Gedankengang. Laut dir muesste Lionel Messi damit fuer Spanien spielen, richtig?
Ja, damit hätte ich nun überhaupt kein Problem, im Gegenteil. Wäre für ihn wohl auch die bessere Entscheidung gewesen, dann würde er jetzt sogar völlig unumstritten als bester Spieler aller Zeiten gelten...
Wieviele Spieler gibt es denn, die a)lange genug in D leben und gut genug deutsch sprechen, um auf ganz normalem Weg die deutsche Staatsbürgerschaft zu erlangen? b)noch kein Pflichtspiel für eine andere NM absolviert haben? und c)gut genug für die deutsche NM sind?
In Deutschland wegen Punkt C nicht viele. Ich sehe es aber nicht nur in Bezug auf Deutschland so, sondern generell, insofern
Harnik raus aus dem österreichischen Team, die halbe türkische NM muss sowieso ausschließlich für Deutschland spielberechtigt sein und die Kovac-Brüder hätten nie für Kroatien spielen dürfen. Etc etc etc.
stimme ich dem
in der Tendenz tatsächlich zu. Zumindest insofern, dass es mir persönlich lieber wäre, wenn solche Beispiele nicht derart häufig wären. Wechseltheater gibt es bei Vereinen schon mehr als genug.
Wobei ich das Spielern mit Migrationshintergrund weit weniger kritisch sehe als bei Fällen wie Rafinha, die vor ihrem Wechsel als Profi in das betreffende Land mit diesem nichts zu tun hatten.
Die hätten demnach ja alle für Deutschland spielen müssen, obwohl sie sich nicht so fühlen - weil sie ja hier ausgebildet wurden. Jemand, der seit 10 Jahren hier lebt und Deutscher werden will, darf das aber nicht? Da habe ich ein anderes Verständins davon, was Sinn und Zweck einer N11 ist.
Ob das mit dem "Fühlen" immer tatsächlich der Grund ist, da habe ich meine Zweifel. Viele hatten ja schlicht im dem Sinne gar keine Wahl, da sie bei D kaum eine Perspektive gehabt hätten, insofern stellte sich die Frage gar nicht. Auch wenn das so natürlich niemand sagen würde.
Aber noch mal: Bei Migrationshintergrund kann ich schon verstehen warum sich einer so oder so entscheidet. Mit ist
lieber, wenn diejenigen für das Land spielen, wo sie geboren/aufgewachsen sind und fußballerisch ausgebildet wurden, aber wenn sie dann für das Land spielen (aus welchen Gründen auch immer), aus dem ihre Familie (oder ein Teil) kommt, ok. Ist letztlich natürlich deren Entscheidung, die ich respektiere. Das setze ich auf keinen Fall mit Fällen wie Diego Costa gleich.