Skisprung-News: Neuigkeiten aller Art


Domen4Fan

Bankspieler
BeitrÀge
3.837
Punkte
113
Woran es auch immer genau liegt. Das wir dabei sind mit Harrachov einen Traditionsausrichter zu verlieren, ist keine gute Nachricht fĂŒr "alle" Skispringfans!
 

Finn-Lady

Bankspieler
BeitrÀge
32.516
Punkte
113
Und dennoch darf man es schade finden, dass StĂŒck fĂŒr StĂŒck traditionelle Schanzen und Skisprungorte aus dem Kalender verschwinden und vieles auf eine Verlagerung auf die LĂ€nder Deutschland, Österreich, Polen und Norwegen hindeutet. Klar, man hat Planica, Rasnov, Lahti, Nizhny Tagil... aber generell hat die Corona-Situation diese Tendenz noch einmal weiter verschĂ€rft. Die nĂ€chste Saison wird es womöglich auch fĂŒr viele Organisatoren schwierig sein.
NĂŒchtern betrachtet magst du @Biathlon-Fan recht haben, aber ich als Fan finde das auch bedenklich. Gerade fĂŒr die Sportler der "kleineren Nationen", die vielleicht auch gerne mal ein Heimspringen hĂ€tten.
 

SprungbÀrchen

Nachwuchsspieler
BeitrÀge
465
Punkte
43
Ich stelle mir gerade die Frage, ob es so eine Art Paten-Situation geben könnte, wo grĂ¶ĂŸere Weltcup-Orte fĂŒr kleine Orte Pate stehen, und insbesondere mit Logistik und Know-how unterstĂŒtzen. Ist zwar wahrscheinlich zu idialistisch gedacht, aber vielleicht eine Chance fĂŒr Orte wie z.B. Liberec wieder rein zu kommen, wenn da z.B. Klingenthal hilft. Aber ich befĂŒrchte, alleine die Schanzen in Schuss zu halten ist fĂŒr viele da schon schwer genug.
 

Benjamin

Moderator Wintersport
Teammitglied
BeitrÀge
32.389
Punkte
113
Das Problem an der WM 2014 war ja vor allem der Wind - obwohl die Schanze ja durchaus ein Windnetz hat. Dadurch ist ja der zweite Wettkampftag im Einzel und das gesamte Teamspringen ausgefallen. DafĂŒr konnte aber der Veranstalter nichts - und das machte die Schanze aus meiner Sicht auch nicht weltcupuntauglich.
Bezeichnend finde ich ja, dass man direkt vor der Skiflug-WM 2014 noch einige Modernisierungen bei der Infrastruktur durchgefĂŒhrt hat, die sicher auch einiges gekostet haben und die dann tatsĂ€chlich genau einmal genutzt wurden. Das Geld wĂ€re im Nachhinein anders auch besser angelegt gewesen.

So schade es um die Flugschanze ist: Die Tschechen haben im Skispringen leider mittlerweile ganz andere Probleme; eventuell vorhandenes Geld sollte wahrscheinlich eher in die Erhaltung kleinerer Anlagen gesteckt werden, um wenigstens eine gewisse Restchance auf Nachwuchs zu haben.
Ich stelle mir gerade die Frage, ob es so eine Art Paten-Situation geben könnte, wo grĂ¶ĂŸere Weltcup-Orte fĂŒr kleine Orte Pate stehen, und insbesondere mit Logistik und Know-how unterstĂŒtzen. Ist zwar wahrscheinlich zu idialistisch gedacht, aber vielleicht eine Chance fĂŒr Orte wie z.B. Liberec wieder rein zu kommen, wenn da z.B. Klingenthal hilft. Aber ich befĂŒrchte, alleine die Schanzen in Schuss zu halten ist fĂŒr viele da schon schwer genug.
Das zum einen - und zum anderen ist ja gerade Klingenthal auch nicht unbedingt Stammgast im Weltcup-Kalender. Auch in diesem Winter stand der Ort ja ursprĂŒnglich nicht auf dem Programm und ist dann nur durch die Absage der WettkĂ€mpfe in Fernost reingerutscht.
Daher weiß ich nicht, ob der Vorschlag aus Sicht von Klingenthal so attraktiv ist - denn man wĂŒrde dadurch die Chance, selbst im Weltcup-Kalender aufzutauchen, schmĂ€lern.
 

Masmiseim

Nachwuchsspieler
BeitrÀge
1.032
Punkte
83
Ich fĂŒrchte auch, dass hier weniger das Know How als vielmehr das Geld fehlt.
Und fĂŒr nen kleineren Verband, der nicht auf Rosen gebettet ist, ist nunmal der Erhalt einer Skiflugschanze so ziemlich das aberwitzigste was man als SportstĂ€tte betreiben kann.
 

Benjamin

Moderator Wintersport
Teammitglied
BeitrÀge
32.389
Punkte
113
Die SĂŒddeutsche Zeitung wagt sich an einen kleinen SaisonrĂŒckblick, vorwiegend aus der Sicht von Karl Geiger - aber auch andere Springer werden fĂŒr ihre Leistungen gewĂŒrdigt. Trotz kleinerer Ungenauigkeiten (wann zwischen der WM und dem Saisonfinale hat Karl Geiger genau nachgelassen) ein gut lesbarer Artikel:

 

janafan

Nachwuchsspieler
BeitrÀge
1.821
Punkte
48
Die SĂŒddeutsche Zeitung wagt sich an einen kleinen SaisonrĂŒckblick, vorwiegend aus der Sicht von Karl Geiger - aber auch andere Springer werden fĂŒr ihre Leistungen gewĂŒrdigt. Trotz kleinerer Ungenauigkeiten (wann zwischen der WM und dem Saisonfinale hat Karl Geiger genau nachgelassen) ein gut lesbarer Artikel:

schön geschrieben
 

Biathlon-Fan

Nachwuchsspieler
BeitrÀge
10.790
Punkte
83
Das Problem an der WM 2014 war ja vor allem der Wind - obwohl die Schanze ja durchaus ein Windnetz hat. Dadurch ist ja der zweite Wettkampftag im Einzel und das gesamte Teamspringen ausgefallen. DafĂŒr konnte aber der Veranstalter nichts - und das machte die Schanze aus meiner Sicht auch nicht weltcupuntauglich.
Bezeichnend finde ich ja, dass man direkt vor der Skiflug-WM 2014 noch einige Modernisierungen bei der Infrastruktur durchgefĂŒhrt hat, die sicher auch einiges gekostet haben und die dann tatsĂ€chlich genau einmal genutzt wurden. Das Geld wĂ€re im Nachhinein anders auch besser angelegt gewesen.

So schade es um die Flugschanze ist: Die Tschechen haben im Skispringen leider mittlerweile ganz andere Probleme; eventuell vorhandenes Geld sollte wahrscheinlich eher in die Erhaltung kleinerer Anlagen gesteckt werden, um wenigstens eine gewisse Restchance auf Nachwuchs zu haben.

Das zum einen - und zum anderen ist ja gerade Klingenthal auch nicht unbedingt Stammgast im Weltcup-Kalender. Auch in diesem Winter stand der Ort ja ursprĂŒnglich nicht auf dem Programm und ist dann nur durch die Absage der WettkĂ€mpfe in Fernost reingerutscht.
Daher weiß ich nicht, ob der Vorschlag aus Sicht von Klingenthal so attraktiv ist - denn man wĂŒrde dadurch die Chance, selbst im Weltcup-Kalender aufzutauchen, schmĂ€lern.
Die FIS gibt als absage von harrachov an, dass es technische Probleme an der Anlage gibt: https://www.fis-ski.com/en/international-ski-federation/news-multimedia/news/fis-ski-flying-world-championship-2024
 

Benjamin

Moderator Wintersport
Teammitglied
BeitrÀge
32.389
Punkte
113
Ja, das ist der Grund fĂŒr die Verlegung der Skiflug-WM 2024 nach Bad Mitterndorf. Du hattest aber ursprĂŒnglich die WM 2014 als Katastrophe bezeichnet. Und das lag eben nicht daran, dass die Anlage damals untauglich gewesen wĂ€re.
 

Martin_D

Nachwuchsspieler
BeitrÀge
185
Punkte
28
Das Schanzenprofil ist aber wohl eher nicht das Problem in Harrachov. Siegmund hat als Co-Kommentator mal das Profil der Flugschanze lobend erwĂ€hnt und Harrachov (anders als frĂŒher) als vergleichsweise einfach zu springende Flugschanze bezeichnet.
 

Stefan82

Nachwuchsspieler
BeitrÀge
127
Punkte
18
Ich denke auch, dass es eher um finanzielle Schwierigkeiten hinsichtlich der notwendigen Wartung, ErhĂ€lt und ggf. Erneuerung der vorhandenen Anlagen und der dazugehörigen Infrastruktur geht. FĂŒr die Tschechen wĂ€re es aber primĂ€r wichtig neben den Anlagen in Frenstat und Liberec, auch die kleinen SchĂ€tzen in Harrachov wieder sprungfĂ€hig zu machen, um ĂŒberhaupt auf der Skisprunglandkarte erhalten zu bleiben. Die Damen machen da momentan deutlich mehr Hoffnung als die Herren. Es ist fĂŒr das Skispringen allgemein wichtig, dass LĂ€nder wie Tschechien, Finnland, Frankreich, Italien, die Nordamerikaner usw. nicht verloren gehen.
 
Zuletzt bearbeitet:

EyTschej

Nachwuchsspieler
BeitrÀge
5.981
Punkte
63
Harrachov und Liberec ließen sich wohl am besten wiederbeleben, wenn man sich mit Polen zu einer Art slawischen Vierschanzen-Tournee zusammentun wĂŒrde. So sichert sich ja auch der norwegische Verband eine gute Nutzung seiner weltcuptauglichen Anlagen. Mit Wisla und Zakopane ließe sich das gut kombinieren.
 

Benjamin

Moderator Wintersport
Teammitglied
BeitrÀge
32.389
Punkte
113
Wobei der norwegische Verband ja gerade nicht mit dem schwĂ€cheren Nachbarn kooperiert, sondern alles an sich gerafft hat. Bei der Nordischen Tournee, die ja in gewisser Weise der VorgĂ€nger der Raw Air war, war das noch anders: Die wurde von Finnland und Norwegen, anfangs sogar von Finnland, Schweden und Norwegen gemeinsam durchgefĂŒhrt.

Und ich fĂŒrchte, so Ă€hnlich wĂŒrde das auch in Polen laufen: Falls der polnische Skiverband mal eine "Polnische Tournee" vorschlĂ€gt, was ich durchaus fĂŒr denkbar halte, dann wird das wahrscheinlich eher keine Kooperation mit Liberec, Harrachov oder Frenstad, sondern man wĂŒrde vermutlich eher versuchen, sie nach dem Vorbild der Raw Air komplett in Polen durchzufĂŒhren (Wisla, Szczyrk, Zakopane).
 
Oben