Ob Wladimir heute besser oder schlechter als früher ist, lässt sich vielleicht erst beantworten, wenn er um die WM gegen Brewster oder Byrd kämpft. Klar, seine letzten Fights haben gezeigt, dass er wieder auf den Weg zurück ist und man mit ihm rechnen muss. Seine Aufgabe gegen Peter hat er gelöst und in einigen Situationen durchaus clever geboxt und seine Leistung war ok. :thumb:
Aber der Kampf gegen Peter zeigte auch einige Schwachstellen und ich gebe sowohl Brewster als auch Byrd gute Chancen auf einen Sieg, wenn sie diese Schwächen erkennen und sich entsprechend darauf vorbereiten und einstellen. Für beide ist Klitschko gegenwärtig nie so „einfach“ zu schlagen wie jetzt. Soll keine böse Kritik an Wladimir sein und ihn boxerisch runtermachen. An seiner Leistung gegen Peter gibt es nicht viel auszusetzen, aber das was Steward da macht, ist ein gefährliches Spiel. Nichts gegen Steward. Er ist ein Toptrainer und hatte viele Erfolge. Man sollte jedoch nicht außer acht lassen, dass er auch viele seiner „Talente“ ins Verderben geschickt hat, um es einfach auszudrücken. Steward ist auch nur ein Mensch, keine Heiliger und nicht unfehlbar. Wie die UBP-Trainer hatte er ebf. so seine Niederlagen, die zum Teil auch ein bisschen auf ihn zurückzuführen sind. Ganz normal, denn wer macht keine Fehler?
Um wirklich besser zu werden, muss Wladimir den nächsten Kampf gegen Brewster bestreiten. Die ganze Diskussion um den Wert eines Titels ist Unsinn, denn die IBF hat schon genauso viel Unsinn wie die WBO fabriziert. Wenn es allein um den sportlichen Wert geht, darf der nächste Gegner nur Brewster heißen. Erst dann kann man die Frage des Threads wirklich beantworten, denn mit Reid hat Brewster mindestens einen genauso guten Trainer wie Wladimir in der Ecke, wenn nicht sogar einen besseren. Gegen Brewster kann sich Klitschko einige Dinge nicht erlauben und das weiß auch Steward. Taktisch und technisch liegt noch einiges bei Klitschko im Argen. Sicher, die sog. Tagesform ist im Boxen immer wichtig und selbst ein Reid war machtlos, als Brewster sich gegen Krasniqi anfangs sehr schwer tat. Kann gut sein, dass Klitschko gegen Peter ebf. nur nicht „rund“ genug war und das im Gym und im nächsten Fight besser verläuft. Aber wie gesagt: die Teams um Byrd und Brewster werden Wladimirs letzte Kämpfe sicher analysieren und ein paar Schwachstellen gefunden haben, die perfekt zu ihrem „Stil“ passen. Kann man umgekehrt natürlich auch von Team Klitschko sagen und ich persönlich würde mich als Wladimir nicht einfach mit der nächsten Gegnerwahl tun, ganz abgesehen davon von den ganzen finanziellen Sachen, die über den nächsten Gegner entscheiden. Byrd oder Brewster? Auf jeden Fall gegenwärtig beides Gegner, die für Wladimirs weitere Karriere auf jeden Fall eine entscheidende Rolle spielen können und ich hoffe doch, dass es einer der beiden demnächst sein wird. Alles andere wäre Zeitverschwendung.
Aber warum hab ich das jetzt überhaupt geschrieben?

Die vorigen Postings enthalten sowieso viel Wahres und die meisten Klitschko-Fans werden alles sowieso wieder falsch auffassen und versuchen es sofort richtig zu stellen.
