Was regt euch auf?


Totila

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Ich glaub einige hier reden aneinander vorbei. Dass zumindest die Hymne zum Boxen gehört, sollte doch bekannt sein (Flagge ist afaik mehr nach Gusto des Sportlers). Es geht doch nur drum, dass man Agit das Deutschsein nicht aberkennen sollte, wenn er mit einer kurdischen Flagge reinläuft.
Der Punkt ist doch nicht, dass er das nicht soll oder nicht darf. Hier entbrennt aber schon der Zorn, wenn man darauf hinweist, dass das die Vermarktung als deutscher Boxheroe nicht leichter macht, unabhängig von andereren, unappetittlichen Faktoren, die niemand bestritten hat.
 

JL13

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Der Punkt ist doch nicht, dass er das nicht soll oder nicht darf. Hier entbrennt aber schon der Zorn, wenn man darauf hinweist, dass das die Vermarktung als deutscher Boxheroe nicht leichter macht, unabhängig von andereren, unappetittlichen Faktoren, die niemand bestritten hat.

Der Zorn entbrennt doch nicht, weil man darauf hinweist, sondern weil es überhaupt so ist. Jetzt kann man sagen "ja, aber das ist ja nichts Neues, wieso deshalb aufregen?". Dann hat man aber irgendwie die Intention dieses Threads missverstanden.
 

KOH76

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Der Zorn entbrennt doch nicht, weil man darauf hinweist, sondern weil es überhaupt so ist. Jetzt kann man sagen "ja, aber das ist ja nichts Neues, wieso deshalb aufregen?". Dann hat man aber irgendwie die Intention dieses Threads missverstanden.

Plus natürlich der Teil der Postings von @Totila auf die ich gefühlt schon zehn Mal hingewiesen habe, aber dass dann konsequent am Thema vorbeidiskutiert wird kennen wir ja schon aus anderen Diskussionen mit dem User.
 

JL13

King Kong
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Ich tue mich ohnehin damit schwer, dass jetzt dieses Thema so verkompliziert wird. Kabayel wird von gewissen Leuten das Deutschsein aberkannt, aus offensichtlich rassistischen/xenophoben Motiven. Regt auf. Rein damit in den Thread hier. Daraus dann irgendeinen pseudokomplexen Diskurs basteln zu wollen (jetzt nicht auf dich und @Totila bezogen, allgemein die Diskussion darüber) ist doch Unsinn. Kann man machen, wenn man lange Haare hat, einen Podcast mit Markus Lanz betreibt und sich für besonders schlau hält, es aber nicht ist. Muss hier aber nicht sein.
 

JL13

King Kong
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Wenn du es nur auf das Threadthema herunterbrichst, hast du recht. Dann gibt es allerdings auch überhaupt nichts zu diskutieren, oder?

Einige der ersten Reaktionen auf das Ursprungsposting waren ja im Stil von "selbst schuld, wenn er mit der kurdischen Flagge rumläuft etc.". Darauf kann man dann schonmal entgegnen, dass man solche Reaktionen auch kacke findet und sie Teil des Problems sind.
 

Grenzdebilist

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Wenn ich mir überlege, dass in dem Thread ja auch Sachen wie "Schon wieder Stau", "Die Bahn!!!"... oder so stehen und man das den Leuten ja auch zugesteht (also das Aufregen, nicht den Stau :D ), dann ist es halt schon mit einem gewissen Beigeschmack versehen, dass die Rassismus-Nummer in einer Diskussion mündet und andere Sachen mit einem empathischen Schulterklopfen quittiert werden.
Und wenn ich morgen schreib, dass mir ein Furz quer sitzt ernte ich hier keine Gegenrede.

Achja, damit es nicht offtopic wird: Das regt mich auf!!!
 

Roberts

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Einige der ersten Reaktionen auf das Ursprungsposting waren ja im Stil von "selbst schuld, wenn er mit der kurdischen Flagge rumläuft etc.". Darauf kann man dann schonmal entgegnen, dass man solche Reaktionen auch kacke findet und sie Teil des Problems sind.
Man kann sich darüber aufregen, dass es Betrachter gibt, die sich darüber mokieren, dass Kabayel eine kurdische Fahne schwenkt. Man kann aber auch die Ursprungsmeinung einfach für sachlichen Unsinn halten, ohne den betroffenen Personen Rassismus zu unterstellen. Der Umgang damit ist m. E. zu verkrampft und zwar von beiden Seiten. Amateur-Boxen in entsprechenden Kadern auf lokaler bis hin zu nationaler Ebene ist unter einer DBV-Hoheit in der Spitze mit einem Boxen für Deutschland verbunden (Internationale Meisterschaften, Turniere, EM, WM, Olympia).

Im Profiboxen boxen Sportler für sich, weil sie persönlichen sportlichen Erfolg und vor allen Dingen persönlichen Ruhm und möglichst viel Geld ernten wollen. Mit Nationalität, Identifikation mit einem Land etc. hat das eigentlich gar nichts zu tun. Hymnen wurden früher nicht gespielt, Fahnen wurden nicht geschwenkt, sondern dieser Teil kam irgendwann als Teil der Show und von den Promotern (gerade auch in Deutschland) als Aufwertung der Nummer zu einer Veranstaltung von nationaler Tragweite zur Generierung von mehr Aufmerksamkeit und letztlich zur Generierung von mehr Geld dazu. Die eigentliche Verbundenheit mit der entsprechenden Nationalität oder Identität besteht aber bezogen auf das Boxen trotzdem nicht oder wird nicht zuvorderst betont, wird höchstens von Außen durch entsprechende Fans mit reingebracht.

Wenn man sich jetzt darüber aufregt, dass Kabayel es an Unterstützung aus Deutschland mangelt und dies in Verbindung mit seinen kurdischen Wurzeln bringt, dann ist das eine Verkennung der Tatsachen, weil es nicht betrachtet, dass es Boxern, deren Vorgängergenerationen seit u.U. Jahrhunderten aus Deutschland kommen, ganz genau so geht. Boxen, zumal das Profiboxen ist eine Randsportart - und das Interesse der Öffentlichkeit daran ist derzeit gering. Das gilt auch dann wenn ein Otto Müller um eine Meisterschaft der Profis boxt. Unter den Boxerfans gibt es solche, die den Boxer verehren, weil er wie sie aus dem gleichen Kulturkreis kommt - das Boxen an sich spielt dabei oft keinerlei oder nur ein untergeordnete Rolle ("Einer von uns"). Boxeventfans sind eigentlich Eventfans - sie wollen Teil des Happenings sein, es ist ihnen wichtiger eine tolle bunte Show zu sehen und (Möchtegern-)Promis zu treffen, das Geschehen im Ring ist völlig nachrangig. Eingefleischte Boxfans hingegen lieben das Boxen als Sport - das ganze Brimborium drum herum kann ihnen weitestgehend gestohlen bleiben, es ist auch nicht wichtig wie die Nationalität des Boxers lautet, womit er sich identifiziert oder nicht, welche Fahne er schwenkt, was auf seinem T-Shirt steht, sondern sie bewundern die sportliche Auseinandersetzung im Ring, die technische und kämpferische Finesse der Boxer und nicht deren Aussehen, Kulturkreis etc. - diesen Typus Fan findet man vor allen Dingen hier im Boxunterforum, Leute die nachts aufstehen um Kämpfe irgendwo auf der Welt zu sehen und zu punkten und sich über das Gesehene die Köpfe heißzureden. Sie feiern ihre weltweiten Idole ohne Ansehen der Person/Herkunft etc., d.h. die Nationalität der Boxer und ihr - wenn überhaupt - geäußertes Selbstverständnis ist dabei völlig irrelevant und das ist die absolute Regel in Boxsportunterforum.
 

Solomo

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Man kann sich darüber aufregen, dass es Betrachter gibt, die sich darüber mokieren, dass Kabayel eine kurdische Fahne schwenkt. Man kann aber auch die Ursprungsmeinung einfach für sachlichen Unsinn halten, ohne den betroffenen Personen Rassismus zu unterstellen.
Man könnte auch einfach keine rassistischen Aussagen machen, wenn man nicht möchte, dass einem Rassismus unterstellt wird :licht: Alltagsrassismus ist viel zu salonfähig geworden und die Forderung danach, dass Rassismus doch bitte nicht dauernd Rassismus genannt werden soll, geht mir persönlich gehörig auf den Zeiger. Oder anders gesagt: Das regt mich auf.
 

timeout4u

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Amateur-Boxen in entsprechenden Kadern auf lokaler bis hin zu nationaler Ebene ist unter einer DBV-Hoheit in der Spitze mit einem Boxen für Deutschland verbunden (Internationale Meisterschaften, Turniere, EM, WM, Olympia).
Nicht mehr unbedingt. Gibt inzwischen Sonderregelungen und Ausnahmen dazu. Wie z.B. die Refugee Teams.
 

KOH76

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Man kann sich darüber aufregen, dass es Betrachter gibt, die sich darüber mokieren, dass Kabayel eine kurdische Fahne schwenkt. Man kann aber auch die Ursprungsmeinung einfach für sachlichen Unsinn halten, ohne den betroffenen Personen Rassismus zu unterstellen. Der Umgang damit ist m. E. zu verkrampft und zwar von beiden Seiten.

Die nächste Verharmlosung, wie überraschend. Den Rest, der das Thema in der Folge wieder auf einen Nebenaspekt lenken soll muss man nicht (erneut) eingehen.
 
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