Und das ist auch gut so, keiner hat Bock, vor einer Handvoll Zuschauern zu springen!
Jawoll! Am besten, keiner fährt mehr nach Japan, um den Japanern mal richtig zu zeigen, dass sie zu wenig Zuschauer haben. Mann oh Mann, wie borniert kann man eigentlich sein.
...Aber es geht eben auch um den Werbeeffekt und die Einnahmen der Veranstaltungsorte - und hier nützt es eben einem deutschen Ort wenig, wenn die Veranstaltung im Nachbarstaat stattfindet, falls man dazu überginge, die Wettkämpfe gleichmäßig auf die Kontinente zu verteilen...
Es geht doch nicht um eine
gleichmäßige Verteilung. Es geht um
etwas mehr Globalität.
Wie soll denn in Übersee das Springen populärer werden, wenn es niemand miterleben kann?
Zuschauerzahlen wie in GER, AUT, POL wird man nie erreichen, aber ein Sport, der nicht live angeboten wird, kann auch nicht von der Werbung entdeckt werden.
Die Austragungsorte sind und bleiben eine Frage des Geldes, der Infrastruktur und der Resonanz. Gerade bei den Alpinen müssen es Pisten sein, die den Anforderungen genügen. Das könnte an einigen Stellen in Asien schon problematisch werden.
Wenn Ted Ligety von Asien spricht, wird er sich aber was gedacht haben. Ich kenne mich da bei alpinen Pisten auch nicht aus, aber zumindest in Japan gibt es die.
Wenn der WC ein Europacup wäre dürften auch nur Springer aus Europa teil-
nehmen. WC bedeutet doch nur das Teilnehmer aus aller Welt daran teilnehmen dürfen und nicht wo er ausgerichtet wird.
Auch das sieht Ligety anders. Aber vielleicht fehlt ihm ja der Durchblick.
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Alles in allem: Mir war schon klar, dass ich hier nur Gegenwind bekomme. Aber mich hat die Passage des Interviews gefreut und die wollte ich hier mal vorstellen.
Fazit: Es geht um die Erhaltung von Privilegien, für die eigenen Zuschauer (also auch einen selbst) und die Sportler der/des eigenen Länder/Landes, die nun mal keiner gern abgibt. Pech gehabt, wer geographisch nicht dazugehört.