Nicht ganz... . Mielitz gefällt mir auch sehr gut. Gegen Twente wirkte er etwas nervös, aber was ich gegen Gladbach und auch schon letztes Jahr gesehen habe, finde ich sehr vielversprechend. Macht auch einen sympathischen und geerdeten Eindruck.
Mir waren die Lobeshymnen ein bisschen viel. Er wird einmal von Idrissou aus 2m. angeköpft und zweimal faustet er Bälle weg, die er auch haben muss. Zudem faustet er die Bälle zur Mitte weg statt zur Seite. Gut war er dagegen in den zwei Situationen, wo er dem Gegner den Ball im Strafraum vom Fuß nimmt. Ordentliches Debüt, aber ne glatte 1, die ihm einige Medien andichten wollten, war das nicht.
Vander hat vor glaube ich zwei Jahren mal ein Riesenspiel gegen uns, also Bayern, gemacht. Aber sonst fand ich den eigentlich immer irgendwie flatterhaft und für das Alter auch keine Ruhe ausstrahlend.
Vander ist schlichtweg einer der schlechtesten Ersatzleute in der Bundesliga, von daher bin ich allein deswegen schon "pro Mielitz". Der kann sich wenigstens noch entwickeln. Im Gegensatz zu Kojak, der keine Reflexe hat, nicht fussball spielen kann und alles ausstrahlt, nur keine Souveränität.
Gegen Nürnberg hat man die Möglichkeit, endlich wieder ins "Soll" zu kommen. Der Sieg gegen Wolfsburg hat Nürnberg erstmal ein bisschen Druck genommen und sollte auch dazu beitragen, dass man den Club nicht unterschätzt.
Sicher: die Art und Weise wie Werder spielt, ist noch keiner Spitzenmannschaft würdig, weil Werder es nicht schafft, die teilweise massiven Qualitätsvorteile auch mal in Spielkontrolle umzusetzen. Letztlich stimmen aber die letzten Ergebnisse (Sieg gegen Hamburg, Remis in Leverkusen, Siege gegen Freiburg und Gladbach). Da Freiburg (München) und Hannover (Hoffenheim) am nächsten Spieltag keine Favoriten für mich sind, sollte Werder mit einem Sieg unter die Top 5 springen können. Außer Dortmund und Mainz wären alle anderen Teams dann "auf einmal" wieder in Reichweite.
Bliebe noch das Spiel gegen Twente als nächster Meilenstein, um Platz 3 in der Gruppe abzusichern, dann wäre man wieder in etwa da, wo man die Mannschaft auch vor der Saison erwarten konnte.