Das ist eine leicht arrogante und ignorante Sichtweise der Dinge. Im Gegenteil ist gerade im College-Basketball eine zwischenmenschliche Sensibilität gefordert, die ein NBA-Coach nicht zwingend haben muss. Gerade Billy Donovan hat diese zur Genüge bewiesen, als er letztes Jahr die Oh-Fours coachte, die allesamt ihren Wechsel in die NBA zurückstellten und auf viel Geld verzichteten. Donovan verzichtete ebenfalls auf viel Geld und tut dies dieses Mal erneut.
Die beste Situation für Billy D ist einfach in Gainesville, wo er im Alleingang das erfolgreichste Basketballprogramm der letzten Jahre aufgebaut hat und Basketball an einer Football-Uni etabliert hat. Ich persönlich würde das auch für einige Millionen mehr nicht verlassen.
Außerdem, um noch mal auf die menschliche Komponente zurückzukommen: Ein College-Trainer ist auch immer ein Lehrer, ein guter College-Trainer ist ein guter Lehrer, und Billy Donovan ist einer der besten seines Fachs.
Ich beglückwünsche ihn zu dieser aus meiner Sicht völlig richtigen Entscheidung (die würde ich auch richtig finden, wenn er ein solches Programm bei Alabama, Arkansas oder *würg* Florida State gebaut hätte). Es geht eben nicht immer nur um die Kohle, sondern auch um die beste Situation für einen Coach. Und da ist ein Job beim zweifachen Titelträger der NCAA sicherlich einem Posten bei einer grauen Maus der NBA vorzuziehen.