Der Begriff "Designer-Drogen" oder "Designer-amphetamine" ist ein ziemlich neues Wort (ich glaube , ne Erfindung neudeutsch aus den 80er Jahren, als das MDMA "wiederentdeckt" wurde).
Da wurde MDMA als Designer-Drug reisserisch durch die Medien gepeitscht.
MDMA wurde allerdings schon 1913 patentiert.
Es gibt quasi keine "Designer"-Amphetamine, es gibt nur Amphetamin und Amphetaminderivate.
Neuerliche Ableitungen wurden zwischen den 60ern und bis heute gerne vom Phenylethylamin-Grundgerüst abgeleitet. Führender Forscher auf dem Gebiet ist Shulgin.
Viele dieser sogenannten Designer-Amphetamine haben Wirkungen zwischen Speed (Amphetamin/Methamphetamin) und Meskalin. So wurde bspw. DOM gerne als Super-Meskalin oder auch als Mix zwischen Amphetamin und Meskalin bezeichnet.
Wenn Du mal den ersten, von mir genannten Link klickst, dann bekommst Du eine Liste von ca. 180 sog. "Designeramphetaminen", welche von Shulgin entwickelt wurden (größtenteils).
Das Wort Designerdroge bezieht sich weiträumig auch auf Tryptaminderivate, Ketaminderivate, Phencyclidinderivate (PCP) usw.
Viele Stoffe wurden einfach auf dem Papier abgeleitet, dann synthetisiert und als sogenannte research-chemicals vermarktet.
Erkläre Deinem Lehrer, dass das Wort "Designer-Amphetamine" eher eine Medienerfindung ist und fachlich diese Stoffe eher als RC's , also research chemicals bezeichnet werden, da sie grösstenteils noch nicht langfristig in Testreihen am Menschen erforscht wurden.
das Wort Designerdroge ist nichts weiter, als die theoretische Ableitung einer neuen Substanz von einer bekannten, welche dann synthetisiert und eventuell am Tier (und Mensch) getestet wird.