Alexander Zverev


Wie viele GS-Titel gewinnt A. Zverev?


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Steigerwald

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Was hast Du so nach dem HF 2014 in Hamburg für einen Karriereverlauf grob erwartet, wieviele Turniere bzw. GS Turniere er gewinnen wird. Eher mehr oder eher weniger?
Damals habe ich mich gefreut, dass wir überhaupt mal wieder ein echtes Talent haben. Der GS Gedanke kam erst paar Jahre später bei mir.
 

Hans Meyer

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@Hans Meyer :
Ich fand Zverev 2024 in Wimbledon in der ersten Woche sehr stark. Erst der Sturz gegen Norrie(?) hat ihn in der Mobilität geschwächt. Sonst hätte er Fritz sicher schlagen können. Nein er hätte nicht sicher gewonnen, aber die Chance wäre deutlich größer gewesen. Seitdem hat er seinen Volley noch verbessert.
Letztes Jahr war er insgesamt nicht so stark. Kann er dieses Jahr mit dem Titel im Rücken evtl. seinen offensiveren Stil (den er aber noch nicht 100% intus hat) auch nach Wimbledon transportieren? Wird spannend.
Denke ein VF oder HF kann durchaus Mal drin sein mit einer passenden Auslosung. Er kann da natürlich gegen mehr Gegner fliegen. Und muss öfter an sein Limit kommen. Ein Titel würde mich daher wirklich überraschen.

Wimbledon 2024 habe ich wirklich nicht mehr so im Kopf gehabt, aber ich erinnere mich daran, da war seine Form wirklich gut, wirklich wirklich gut

Ich finde es nach diesem Titel aber dennoch zu viel der Euphorie, wenn man vom Wimbledontitel spricht.
Auch wenn ich nicht aktiv an 2024 gedacht hab, hab ich ja auch geschrieben, dass Zverev theoretisch das Turnier gewinnen kann, ich halte ein Erstrundenaus aber für wahrscheinlicher, einfach weil er anfälliger ist. Rinderknech ist dieses Jahr gesetzt, es gibt aber einige dieser Typen, es müssen auch nicht gleich Draper oder Berrettini sein

Der Titel hier war auch wirklich erkämpft, sowas passiert eigentlich nicht 2x in Serie. Natürlich kann man von einem 2. GS Titel in seiner Karriere träumen, das sollte auch das Ziel sein, aber das RG/Wimbledon Double haben nur absolute Legenden geschafft und bei Zverev ist Wimbledon der mit Abstand schwächste GS. Wenn alles passt ist es wie 2024. Ich sag es ja auch immer, man muss sich Medvedev, Ferrer und Co anschauen. Wenn alles klappt, dann ist das VF/HF auf dem ungeliebten Belag möglich
 
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Hans Meyer

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Endlich hat Alexander Zverev den Grand Slam-Sieg. Die Reise begann so richtig in Braunschweig 2014. Man hätte da nicht erwartet, dass es über die Jahre so laufen wird, wie es jetzt gekommen ist. Der Titel ist jedenfalls mehr als verdient und Roland Garros auch der passende Ort für den Titel.

Ich halte es für möglich, dass er bei den Grand Slams befreit aufspielt und es erneut zu einem Titel reicht. In Wimbledon wird es eher nicht passieren, aber bei allen Niederlagen im Achtelfinale war mehr drin. Es waren schon schlechtere Rasenspieler als er dort im Viertelfinale.

Zverevs 1. "richtiger " Titel war in Braunschweig, das ist ja immer während Wimbledon, 12 Jahre ist das mittlerweile her, wie kindlich er da noch aussah
HKOyVlhWQAA5DNG
 

Fenomedal_22

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Vor vielen Jahren (müsste so 2020 gewesen sein) war ich mir sicher, dass Zverev nie einen GS gewinnen wird. Rückwirkend war das zwar absolut gesehen falsch, an sich habe ich mich bezüglich Zverevs Entwicklung aber keineswegs getäuscht. Zverevs spielerisches Entwicklungspotenzial ist schon seit längerem ausgeschöpft, aber mMn ohnehin nicht sein Hauptproblem. Vielmehr hat der Kopf nie so mitgespielt, wie er sollte. Und das war heute nicht so viel anders als in seinen Finals gegen Sinner oder Alcaraz. Der Unterschied war der Gegner auf der gegenüberliegenden Seite. Cobolli hat das lange Zeit gut gemacht, ist aber im 5. Satz mental völlig weggebrochen. Wen wundert es in seinem 1. großen Finale?! Das wäre den vorgenannten Spielern oder den Big4 so niemals passiert.

Wo wir zum 1. Satz meines Kommentars zurückkommen. Was ich damals falsch eingeschätzt habe: Spieler wie Tsitsipas, Ruud, FAA usw. haben sich nicht so entwickelt, wie ich damals dachte. Warum hat ein Sinner so viele 1000er in Folge gewonnen? Die Breite in der Weltspitze ist im Moment keine Gute. Und wenn dann die beiden Spitzenspieler nicht dabei sind oder doch mal früh ausscheiden, dann ist der Weg für viele frei.

Wenn man es so sieht: Zverev hat in IW, Miami, MC und Madrid erst gegen Sinner verloren. Das ist brutal konstant und in der Beziehung ist dieser Titel hochverdient. Es ist halt etwas schade, dass Zverev auf seinem Weg dahin weder Alcaraz, Sinner und Djokovic besiegen musste. Den Beweis, dass er diese mentale Aufgabe auch in einem GS Finale meistern kann, der wurde nicht erbracht. Gerade auch unter dem Gesichtspunkt, dass ihm das ja immer wieder vorgehalten wurde. Ich war mir 2025 nach dem verlorenen AO Finale bereits sicher: Wenn an dem Tag dort nicht Sinner gestanden hätte, sondern der damals im HF unterlegenen Shelton, dann hätte Zverev es damals bereits geschafft.
 

LoverNo1

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Findet man doch in vielen Einzelsportarten diese feinen Unterschiede in der Weltspitze. Einige wenige sind dann einfach nochmal besser als die anderen Weltklasse Spieler.
Und unter den anderen ist Zverev der König.
Der GS ändert auch deshalb nix daran, weil es zahlreiche schwächere Spieler als Zverev gab, die einen holten. Bei Zverev rundet er allerdings eine beachtliche Titelsammlung ab. Ansonsten sind die Bilanzen gegen Sinner und Alcaraz doch eindeutig. Gegen den ganz jungen Alcaraz und den alten Djokovic sah es besser aus.
 

Big d

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Gegen alcaraz ist die Bilanz mit 6 zu 7 doch gar nicht so schlecht.

Klar, 5 der letzten 6 verloren, aber immerhin 2 mal davon über 5 Sätze. Alcaraz ist schon besser, aber total outclassed ist zverev da nicht, zumal zverev auch nach alcaraz erstem GS sieg noch 3 mal gegen ihn gewonnen hat (Bilanz nach erstem slam von alcaraz als ca. Beginn von alcaraz prime 3-5)

Sinner ist dagegen glaube ich sein absoluter nemesis. Das kompromisslose power Spiel nah an der Grundlinie, aber dennoch sehr konstant ist einfach zu viel für zverev, da kann er nicht viel machen.

Seit sinners erstem GS titel hat zverev kein einziges match gewonnen und wenn man ehrlich ist sogar kaum noch einen satz (Bilanz seit sinners ersten slam 0-9 und keinen satz in den letzten 6 matches).
 
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Nightmode71

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Gegen alcaraz ist die Bilanz mit 6 zu 7 doch gar nicht so schlecht.

Klar, 5 der letzten 6 verloren, aber immerhin 2 mal davon über 5 Sätze. Alcaraz ist schon besser, aber total outclassed ist zverev da nicht, zumal zverev auch nach alcaraz erstem GS sieg noch 3 mal gegen ihn gewonnen hat.

Sinner ist dagegen glaube ich sein absoluter nemesis. Das kompromisslose power Spiel nah an der Grundlinie, aber dennoch sehr konstant ist einfach zu viel für zverev, da kann er nicht viel machen.

Seit sinners erstem GS titel hat zverev kein einziges match gewonnen und wenn man ehrlich ist sogar kaum noch einen satz.
Ich finde gerade beim vergleich Sinner / Zverev ist mir die letzten Spiele aufgefallen dass Sinner sehr oft etwas dichter an die Linien spielt als Zverev. Dadurch hat Zverev oft längere Ballwechsel selbst wenn er im Angriff ist.
Sinner dagegen kann öfter dann seinen knapperen Bällen nachgehen und die Ballwechsel verkürzen.
 

Micha38

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Unterm Strich hat er den Titel verdient. Ohne Verletzung hätte er ihn vermutlich 2022 geholt. Während des Halbfinals dachte ich tatsächlich, heute schlägt er Nadal in seinem Wohnzimmer.

Mit diesem GS-Titel hat er auch die Goldmedaille bei Olympia aufgewertet. Klar, Olympiasieger, Fußballweltmeister und GS-Sieger bleibt man ein Leben lang, egal wie viele Titelträger es danach noch gibt. Aber gerade in der Tennis-Bubble wertet es Olympia Gold noch einmal auf, wenn man auch GS-Sieger ist.

Gibt ja einige mit Olympia Gold ohne GS-Titel. Mecir und Rosset fallen mir da ein und zuletzt ein Chilene mit Gold im Einzel und Doppel damals gegen Schüttler/Kiefer. Massuu oder so ähnlich.

Das er einbricht wie Thiem, also von der Motivation, glaube ich bei Zverev nicht. Der ganz große Druck und dadurch auch Verkrampfung ist nun weg. Vor allem auf mentaler Ebene. Ob dies für einen weiteren GS-Sieg reichen wird? Warum nicht, eigene Form und auch die Gesundheit müssen passen. Die nächsten 3-4 Jahre hat er diesen sicher noch im Tank. Natürlich gehört auch Glück dazu, welches man sich aber auch erarbeiten muss.

Das er seinen Spielstil umstellt, zeigt schon, dass er motiviert genug ist. Was man jahrelang verneint hatte von Zverev Seite, also auch Trainer-Papa und Co, dass er zu defensiv spielt hat man nun selbst erkannt. Wie weit dies führen mag? Keine Ahnung, aber ein weiterer GS-Titel ist durchaus möglich. Seriensieger wird er natürlich nicht, was aber auch völlig OK ist.

Da hatte er auch zeitlich einfach Pech. Als er jung und unbekümmert war gab es die Big3 und jetzt die Ausnahmespieler Sinner und Alcaraz. Mal sehen wie es sportlich sich auswirken wird, auf Sicht, mit der Umstellung der Spielweise und wie befreit er Mental er jetzt an die Sache rangehen kann ohne dabei an Motivation zu verlieren.

Übrigens, Stich mit der Motivation und mentaler Stärke von Becker hätte eine zweistellige Anzahl von GS-Titel..........
 

Matt

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Unterm Strich hat er den Titel verdient. Ohne Verletzung hätte er ihn vermutlich 2022 geholt. Während des Halbfinals dachte ich tatsächlich, heute schlägt er Nadal in seinem Wohnzimmer.

Zverev hat das Spiel seines Lebens gespielt, ist bis an seine eigenen Grenzen gegangen und konnte Nadal in ein denkbar knappes Spiel auf Messers Schneide verwickeln.

Output: 0-1 Sätze.

Der Rest ist Geschichte.
 

zick

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Unterm Strich hat er den Titel verdient. Ohne Verletzung hätte er ihn vermutlich 2022 geholt. Während des Halbfinals dachte ich tatsächlich, heute schlägt er Nadal in seinem Wohnzimmer.

Mit diesem GS-Titel hat er auch die Goldmedaille bei Olympia aufgewertet. Klar, Olympiasieger, Fußballweltmeister und GS-Sieger bleibt man ein Leben lang, egal wie viele Titelträger es danach noch gibt. Aber gerade in der Tennis-Bubble wertet es Olympia Gold noch einmal auf, wenn man auch GS-Sieger ist.

Gibt ja einige mit Olympia Gold ohne GS-Titel. Mecir und Rosset fallen mir da ein und zuletzt ein Chilene mit Gold im Einzel und Doppel damals gegen Schüttler/Kiefer. Massuu oder so ähnlich.

Das er einbricht wie Thiem, also von der Motivation, glaube ich bei Zverev nicht. Der ganz große Druck und dadurch auch Verkrampfung ist nun weg. Vor allem auf mentaler Ebene. Ob dies für einen weiteren GS-Sieg reichen wird? Warum nicht, eigene Form und auch die Gesundheit müssen passen. Die nächsten 3-4 Jahre hat er diesen sicher noch im Tank. Natürlich gehört auch Glück dazu, welches man sich aber auch erarbeiten muss.

Das er seinen Spielstil umstellt, zeigt schon, dass er motiviert genug ist. Was man jahrelang verneint hatte von Zverev Seite, also auch Trainer-Papa und Co, dass er zu defensiv spielt hat man nun selbst erkannt. Wie weit dies führen mag? Keine Ahnung, aber ein weiterer GS-Titel ist durchaus möglich. Seriensieger wird er natürlich nicht, was aber auch völlig OK ist.

Da hatte er auch zeitlich einfach Pech. Als er jung und unbekümmert war gab es die Big3 und jetzt die Ausnahmespieler Sinner und Alcaraz. Mal sehen wie es sportlich sich auswirken wird, auf Sicht, mit der Umstellung der Spielweise und wie befreit er Mental er jetzt an die Sache rangehen kann ohne dabei an Motivation zu verlieren.

Übrigens, Stich mit der Motivation und mentaler Stärke von Becker hätte eine zweistellige Anzahl von GS-Titel..........
Oder Becker mit der mentalen Stärke von Stich?
Dann wäre im vielleicht der Knast erspart geblieben.
 

zick

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2 GS Finale von 4 erreicht ohne einen Top 20 Spieler zu schlagen. Aber diesen Titel hat er sich dann aufgrund seiner Beharrlichkeit verdient. Jetzt dürfen aber auch gerne wieder die üblichen Verdächtigten zugreifen plus möglichst zeitnah auch Fils und noch jüngere.
 

Steigerwald

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2 GS Finale von 4 erreicht ohne einen Top 20 Spieler zu schlagen. Aber diesen Titel hat er sich dann aufgrund seiner Beharrlichkeit verdient. Jetzt dürfen aber auch gerne wieder die üblichen Verdächtigten zugreifen plus möglichst zeitnah auch Fils und noch jüngere.
Erstmal holt Zverev noch den ein oder anderen GS. Gerne wieder ohne einen Top 10 Spieler schlagen zu müssen ☺️
 

Hans Meyer

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Zverev hat das Spiel seines Lebens gespielt, ist bis an seine eigenen Grenzen gegangen und konnte Nadal in ein denkbar knappes Spiel auf Messers Schneide verwickeln.

Output: 0-1 Sätze.

Der Rest ist Geschichte.

in seinem Spiel seines Lebens hätte er eine bessere Chancenverwertung gehabt

Zverev hätte zum Zeitpunkt seiner Verletzung 2-0 Sätze oder zumindest 2-1 Sätze führen müssen, deshalb weiß ich auch nicht ob er ohne Verletzung wirklich gewonnen hätte, er hat da einfach unfassbar viele Chancen liegen lassen. Er hätte den 2. Satz aber noch gewinnen können

Ich denke ohne Verletzung hätte Zverev von der Fitness Vorteile gehabt

Ruud hat ja hinterher damit gehadert, dass er vielleicht ohne Verletzung den Titel geholt hätte, es sah ja nach 6, 7 h Spielzeit aus und der Gewinner hätte gegen Ruud einen Nachteil gehabt, Nadal war ja schon so angeschlagen bzw. verletzt
 

Chip84

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Ehrlicherweise sehe ich die Chancen auf weitere GS Titel eher gering.
Seine Bilanz gerade bei GS gegen Spieler aus der Top 10 ist, vorsichtig ausgedrückt, mehr als bescheiden.
Damit will ich in keiner weise sagen, dass der Titel gestern nichts wert ist oder quasi geschenkt war.
Der Druck gestern und in den Spielen davor war wahrscheinlich sogar noch höher als in anderen Turnieren, da der Weg zu einem GS Titel in Anbetracht der Gegner die er schlagen musste, so einfach nicht mehr sein wird. Das muss man dann auch mental erstmal hinbekommen, mit dem Druck so umzugehen.

Da hier schon mal paar mal der Stich Vergleich aufkam. Ich bin 42 und habe daher Stich noch spielen sehen. Auch wenn Zverev was die Einzeltitel vor Stich liegt, sehe ich Stich trotzdem noch vor Zverev. Beide haben Olympia Gold (wenn auch nicht 1zu1 vergleichbar da einmal im einzel und einmal im doppel), beide einen GS Titel. Stich dazu Davis Cup Sieger, wobei man Zverev zu gute halten muss, dass man damals mit Becker und Stich 2 Top Spieler hatte und der Weg sicherlich etwas leichter war. Für Stich spricht aus meiner Sicht, dass er sich für den Wimbledon Titel im HF gegen Edberg (2x Wimbledon Sieger) sowie Becker im Finale (3x Wimbledon Sieger) durchgesetzt hat und sich den Titel damit auch ein Stück mehr verdient hat, als Zverev bei den French Open.
 

Tuco

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Zverev ist nicht mehr bester Spieler ohne GS-Titel, jetzt liegt er dafür noch weiter oben in der Liste "beste Spieler die nie auf #1 standen seit es die ATP-WR gibt". Ich würde sagen die ist etwa so:

1. Vilas
2. Zverev
3. Chang
4. Wawrinka

Der Rest mit Spielern wie Ivanisevic, Stich, del Potro, Thiem und älteren wie Gerulaitis oder Orantes ist wohl dicht beisammen, da wird die Reihenfolge eher willkürlich. Eindeutig ist wohl auch nur, dass Vilas klar auf #1 liegt.
 

Roberts

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Vor vielen Jahren (müsste so 2020 gewesen sein) war ich mir sicher, dass Zverev nie einen GS gewinnen wird. Rückwirkend war das zwar absolut gesehen falsch, an sich habe ich mich bezüglich Zverevs Entwicklung aber keineswegs getäuscht.
Bin mir nicht mal sicher ob das wirklich falsch ist. Rein auf dem Papier ja, aber schaut man sich das Spiel an, dann haben zwei weitreichende Nervenbündel, die mit dem Druck wechselseitig nur schlecht zurecht gekommen sind, ein wahres Fehlerfestival fabriziert und der etwas weniger erratische Spieler hat am Ende gewonnen. Großer Kampf, großer Krampf, viel Spannung, phasenweise gutes Tennis, phasenweise grottige Performance - Für Zverev am Ende das Glück des Tüchtigen, aber diese Analyse ist völlig korrekt:
Zverevs spielerisches Entwicklungspotenzial ist schon seit längerem ausgeschöpft, aber mMn ohnehin nicht sein Hauptproblem. Vielmehr hat der Kopf nie so mitgespielt, wie er sollte. Und das war heute nicht so viel anders als in seinen Finals gegen Sinner oder Alcaraz. Der Unterschied war der Gegner auf der gegenüberliegenden Seite. Cobolli hat das lange Zeit gut gemacht, ist aber im 5. Satz mental völlig weggebrochen. Wen wundert es in seinem 1. großen Finale?! Das wäre den vorgenannten Spielern oder den Big4 so niemals passiert.
Zverev mit einer sehr glücklichen Auslosung, die großen Favoriten vor oder während des Turniers verletzt, die üblichen Verdächtigen unter den Zverev-Bezwingern aus der Weltrangliste hinter ihm haben sich selber rausgenommen, wofür Zverev nichts kann, so wurde es was mit dem GS-Titel, den es normalerweise nicht gegeben hätte.

Zverev ist zu gratulieren, Chance - so eben noch - genutzt, Chapeau! Bei der Einordnung sollte man aber die Umstände nicht außer Acht lassen.
 

gentleman

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Gut ich glaube wir gehen alle überein dass das Niveau gestern (und das meine ich keinesfalls abschätzig Zverev oder Cobolli gegenüber) im Vergleich zu einem Endspiel zwischen Sinner und Alcaraz (insbesondere RG 2025) quasi Lichtjahre entfernt war. Das kann wie gesagt beiden auch völlig egal sein, aber phasenweise war es schon ein reines Nervenspiel und etwas schwere Kost was man gestern zu sehen bekam. Das Match lebte primär von der Spannung und Dramatik, vor allem im 4. Satz und dem Tiebreak (der Smash von Cobolli als Fail des Jahres und danach der Vorhand-Winner waren eine richtig wilde Hochschaubahn der Gefühle und spielerisch auch von Zero to Hero). Aber ich denke das darf man auch objektiv so bewerten ohne wem was wegzunehmen. Insgesamt ist natürlich trotzdem zu hoffen dass Alcaraz und Sinner bald wieder in Topform dabei sein werden, Sinner sollte ja in Wimbledon wieder frisch ans Werk gehen mit nem Monat Pause und bei Alcaraz kann man nur die Daumen drücken, dass es sich bis zu den US Open dann wieder ausgeht und die Handgelenksgeschichte dann vor allem vollständig ausgeheilt ist.
 

Huck huckt weg

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Gut ich glaube wir gehen alle überein dass das Niveau gestern (und das meine ich keinesfalls abschätzig Zverev oder Cobolli gegenüber) im Vergleich zu einem Endspiel zwischen Sinner und Alcaraz (insbesondere RG 2025) quasi Lichtjahre entfernt war. Das kann wie gesagt beiden auch völlig egal sein, aber phasenweise war es schon ein reines Nervenspiel und etwas schwere Kost was man gestern zu sehen bekam. Das Match lebte primär von der Spannung und Dramatik, vor allem im 4. Satz und dem Tiebreak (der Smash von Cobolli als Fail des Jahres und danach der Vorhand-Winner waren eine richtig wilde Hochschaubahn der Gefühle und spielerisch auch von Zero to Hero). Aber ich denke das darf man auch objektiv so bewerten ohne wem was wegzunehmen. Insgesamt ist natürlich trotzdem zu hoffen dass Alcaraz und Sinner bald wieder in Topform dabei sein werden, Sinner sollte ja in Wimbledon wieder frisch ans Werk gehen mit nem Monat Pause und bei Alcaraz kann man nur die Daumen drücken, dass es sich bis zu den US Open dann wieder ausgeht und die Handgelenksgeschichte dann vor allem vollständig ausgeheilt ist.

Naja, vermisse dann aber auch diesen Post zum Frauen Finale, weil wenn man diese Maßstäbe anlegt, war das Finale bei den Damen ja eine absolute Farce.
Man kann das Spiel durchaus kritisch beleuchten, dass ist absolut legitim, der Tenor der von einigen (meine nicht dich) nach einem GS Sieg von Zverev kommt, war aber sehr vorhersehbar und erwartbar.
Dass das Spiel ein Nervenspiel wird, bei dieser Ausgangslage war doch völlig klar, man könnte aber auch sagen, dass Zverev nach dem verlorenen vierten Satz und seiner körperlichen Lage, es krass gemacht hat aus dieser Situation herauszukommen. Es ist auch völlig normal das in den unterschiedlichsten Sportarten die Finals mehr von der Spannung als der ultimativen Qualität leben, da war das Finale gestern kein Ausreißer nach unten.
Wie mehrmals erwähnt, die Fitness gehört zum Sport dazu und wenn Sinner und Alcaraz das nicht immer auf die Kette bekommen, haben sie halt in einem Teil der zu ihren Profisport gehört ,nicht gut genug gearbeitet.
 

Hans Meyer

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Zverev ist nicht mehr bester Spieler ohne GS-Titel, jetzt liegt er dafür noch weiter oben in der Liste "beste Spieler die nie auf #1 standen seit es die ATP-WR gibt". Ich würde sagen die ist etwa so:

1. Vilas
2. Zverev
3. Chang
4. Wawrinka

Der Rest mit Spielern wie Ivanisevic, Stich, del Potro, Thiem und älteren wie Gerulaitis oder Orantes ist wohl dicht beisammen, da wird die Reihenfolge eher willkürlich. Eindeutig ist wohl auch nur, dass Vilas klar auf #1 liegt.

Ich persönlich sehe Wawrinka vor Zverev. Ja, Zverev hat deutlich mehr (große) Titel gewonnen. Aber Wawrinka war viel nervenstärker und hat die GS wirklich aus der eigenen Stärke gewonnen, gegen die besten der Welt (jeder Titel über die Nummer 1 der Welt. Er war genau zwischen Federer und Nadal/Djokovic und musste an diese Spieler vorbei um die Titel zu holen, das hat er 3x geschafft. Zverev hätte das nicht geschafft in diesem Zeitraum. Ich finde es blöd nur auf die GS zu gucken, aber in Wawrinka/Zverevs Fall ist es doch so, dass Wawrinka in der Spitze sehr viel besser war bei den GS als Zverev. Auch die beiden schmerzhaften Niederlagen gegen Djokovic 2013 waren nicht aus der eigenen Schwäche geschuldet, wie es am Ende ja bei Zverev meistens war, wie zB dieses Jahr gegen Alcaraz. Er hat Alcaraz reingelassen, er hat gegen Djokovic seine Chancen nicht genutzt, gegen Nadal, Wawrinka war dahingehend sehr viel stärker
Man kann doch nicht sagen "armer" Zverev, der musste gegen die GOATs ran und bei Wawrinka ignorieren, dass dieser älter ist als 2 von denen, von Murray ganz zu schweigen
Wawrinka hat bis 2013 gebraucht um wirklich oben sich festzusetzen, da ist ihm Zverev natürlich voraus
 
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