Materialthread


Kirsten

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Dem einen passt der Anzug besser, dem anderen nicht. Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie das gegenüber allen fair sein soll.
Das kann nicht fair sein, die Weite ist ja eine völlig unfaire Sache. Aber auch die Länge. Ein Anzug, der z.B. Kraft passt, wird doch einem Riesen wie Deschwanden bis zum Knie gehen. Und auch der Oberkörper wird niemals passen. Umgekehrt hat ein Kraft dann in nem Anzug, der Deschwanden passt, den Schritt bis zu den Kniekehlen hängen.

Einheitsanzüge von mir aus, wenn das heißt, Einheitsstoff (da werden die Firmen schimpfen), Einheitsschnitt, unter Aufsicht genäht. Aber der Rest ist doch Blödsinn
 

Marti

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Ja irgendwas muss da lost in translation oder von der Redaktion durcheinander gebracht wurden sein.
 

gentleman

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Ich nehme auch an dass das eher in Richtung von @LeZ s Vorschlag mit den Anzügen „von der Stange“ im Sinne von Größen L, M, S und XS oder so gehen soll… oder?
 

Lazergirl

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Die Springer sind aber auch noch unterschiedlich breit. Je nach Körperbau kann eine Anzuggrösse total unterschiedlich aussehen.

Wird nicht kommen denke ich.
 

Hakuba

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Wie gesagt dann wird Deschwanden Größe L kriegen, Sato eher XS… so hätte ich das verstanden
Die Größe ist es aber nicht allein. Japaner (andere Ostasiaten auch) haben zumeist bei gleicher Körperhöhe wie Europäer kürzere Arme und Beine und einen längeren Rumpf.
Mit einem Maß für alle, selbst wenn nach der reinen Größe sortiert, kann man nicht alles erfassen.
 

gentleman

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Die Größe ist es aber nicht allein. Japaner (andere Ostasiaten auch) haben zumeist bei gleicher Körperhöhe wie Europäer kürzere Arme und Beine und einen längeren Rumpf.
Mit einem Maß für alle, selbst wenn nach der reinen Größe sortiert, kann man nicht alles erfassen.
Eh nicht das wollte ich damit auch nicht sagen und halte ja auch nix von dem Vorschlag. Ich denke nur wenn die Idee in diese Richtung gemeint war, dann zumindest mit diesen Abstufungen in den Modellen
 

LeZ

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Ich nehme auch an dass das eher in Richtung von @LeZ s Vorschlag mit den Anzügen „von der Stange“ im Sinne von Größen L, M, S und XS oder so gehen soll… oder?
Ich habe nie von "Stange" gesprochen, sondern von Maßanfertigungen durch die bzw. unter strikter Kontrolle der FIS. KEINE SAU aus den jeweiligen tollen Nationenverbänden soll auch nur einen einzigen Faden einnähen, schon gar keine Kontrolle über "geheime Materialien" und dergleichen behalten. Das Muster nach dem Anzüge anhand von 3D-Scans der Körper hergestellt werden, ist dann für jeden gleich, das exakte Material auch (also der Stoff). Auch jeder Zentimeter der im Schritt für die Flugsicherheit eingebaut wird. Da hat nicht der eine 1,5cm und der andere 0,8 weil der Kontrolleur die eine Frisur besser findet.
 

Elysa

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Die Anzüge müssten alle eng am Körper anliegen, wie z. B. Leggins. Der Anzug selber sollte doch nichts mit der Springertechnik zu tun haben.
 

gentleman

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Die Anzüge müssten alle eng am Körper anliegen, wie z. B. Leggins. Der Anzug selber sollte doch nichts mit der Springertechnik zu tun haben.
So eng anliegend wie Leggins? Viel Spaß, dann landen die Leute alle bei 50-60m auf dem Vorbau unabhängig wie schnell man vom Absprung rauskommt. Du brauchst aus physikalischen Gründen schon ein wenig Tragfläche um tatsächlich zu "fliegen".
 

Lazergirl

EFF #3
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Bisschen Spielraum brauchts auch beim Landen fürs Knie.

Bei manchen Ideen hier kann man nur amüsiert den Kopf schütteln. Der Anzug ist so wichtig, dass alle Nationen ihren Stil seit Jahren daran angepasst haben. Da wird es keine zu radikalen Änderungen geben, wenn manche dann völlig umlernen müssten. Es sollen ja schon weiter die wichtigsten Länder vorn sein. Und nochmal: es gibt Verträge! Da wird sicher kein Verband für einheitliche Anzüge oder Stoffe stimmen.
 
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Hakuba

J-Fan
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Die Anzüge müssten alle eng am Körper anliegen, wie z. B. Leggins. Der Anzug selber sollte doch nichts mit der Springertechnik zu tun haben.

Hatten wir doch schon. Müsste im Sommer 2012 gewesen sein. Anzüge ohne Spielraum, die allerdings auch keine "Leggings" waren.
Es gab zwar auch egoistische Gründe dagegen, weil einige damit bessere Resultate hatten als vorher und weil man nicht mehr so leicht tricksen konnte, aber die Sache mit den dadurch höheren Geschwindigkeiten und der damit verbundenen Gefahr war der Grund, das wieder zurückzunehmen und einen Spielraum von (so meine ich) 2 cm zuzulassen.

Man muss das Kind nun auch nicht mit dem Bade ausschütten.
Kontrolle der Anzüge mit messtechnischen Geräten (Scanner, Infrarot oder was es sonst gibt). Zeigt die Technik einen Regelverstoß an, dann per Hand nachmessen, damit keiner zu Unrecht DSQ wird.
Das alles VOR dem Sprung.
 

moiag

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Bei manchen Ideen hier kann man nur amüsiert den Kopf schütteln.
Stimmt.

Da wird sicher kein Verband für einheitliche Anzüge oder Stoffe stimmen.
Kein einziger??! Stimmt natuerlich NICHT.

Dazu schreibt Pointner in seinem Buch, dass schon damals die Topnationen sich die besseren Stoffe gesichert haben. Da werden keine Einheitsanzüge kommen denke ich, den Vorteil beim Material werden sich die Großen sicher nicht nehmen lassen.
Ja, die Topnationen werden bestimmt dagegen sein.
Eingeitlicher Material wuerde bestimmt zu mehr fairness fuehren, das ist klar, aber auch Entwicklung und Erfindungen des Materials stoppen.
 

Lazergirl

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aber auch Entwicklung und Erfindungen des Materials stoppen.
Genau das. Nicht jede Erfindung ist schlecht für den Sport. Die kleineren Nationen profitieren ja vielleicht auch davon, wenn die Großen etwas Innovatives finden. Früher sind sie mit Pluderhosen und Wollpullis gesprungen, da musste auch erst einer den Anzug erfinden (glaub Österreicher waren es). Die Topnationen sind es, die diese Entwicklungen fördern.

Man muss das Kind nun auch nicht mit dem Bade ausschütten.
Kontrolle der Anzüge mit messtechnischen Geräten (Scanner, Infrarot oder was es sonst gibt). Zeigt die Technik einen Regelverstoß an, dann per Hand nachmessen, damit keiner zu Unrecht DSQ wird.
Das alles VOR dem Sprung.
Ja.
 

sj44

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Früher sind sie mit Pluderhosen und Wollpullis gesprungen, da musste auch erst einer den Anzug erfinden (glaub Österreicher waren es). Die Topnationen sind es, die diese Entwicklungen fördern.
Die große Materialrevolution haben in der Tat die Österreicher Mitte der 70er-Jahre mit Baldur Preiml gestartet. Allerdings gab es davor schon Sprunganzüge, deren großes Potential aber noch nicht erkannt bzw. ausgenutzt wurde, das tat erst Preiml. Davor gab es z. B. Baumwollanzüge. Wer mit den Anzügen anfing und diese Pluderhosen und Wollpulis in den historischen Orkus schickte, weiß ich nicht. Österreicher waren aber sicher keine, weil die waren genauso hintennach wie viele andere und waren alles andere als innovativ - der typische Vertreter war Josef Bradl, der damalige Doyen des österreichischen Skisprungsports. Erst mit Preiml hat sich das radikal geändert. Und weil Preiml gleich zu Beginn einen Dreifacherfolg bei der Tournee vorweisen konnte, wurde den "Traditionalisten" in Österreich schon das Maul gestopft, bevor sie es überhaupt aufmachen konnten.
 

Lazergirl

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Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur ‚dpa‘ steht weiterhin die Möglichkeit im Raum, nach der Disqualifikation von Marius Lindvik bei der Großschanzen-Entscheidung auch weitere WM-Ergebnisse nachträglich zu annullieren.

„Wir wussten an dem Samstagabend nicht, was passiert ist. Man muss die ganze Situation verstehen und verstehen, wann diese Manipulation angefangen hat. Die Entscheidungen werden dann sehr konsequent sein“, wird FIS-Renndirektor Sandro Pertile im Vorfeld des Weltcup-Finales im slowenischen Planica (Event-Übersicht mit Zeitplan & Infos) von der ‚dpa‘ zitiert.

 
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