đŸ‡”đŸ‡± Team Polen


Das finde ich auch sehr traurig. Leider bekommen sie wohl wirklich keine UnterstĂŒtzung wenn sie nlcht zu den Besten im Weltcup gehören. So etwas wie zb das Bundesheer gibt es halt nicht in jedem Land. Aber das ist auf jeden Fall etwas was auch geĂ€ndert werden muss
 
Da wĂŒrde mich interessieren, wo das Geld so versickert ist wenn B -Leute LKW fahren mĂŒssen. :rolleyes:
Beim Biathlon. Dritter Trainer in vier Jahren :D
Naja ehrlich, wo soll das Geld sein? Ich wĂŒsste nicht wo der Skiverband groß viel Geld herbekommen sollte. Ausser im Herren Skispringen sind die Erfolge im polnischen Wintersport eher bescheiden, also wird es nicht viele weiteren Einnahmen geben und trotzdem muss man alle Sportarten finanzieren.
 
Ich habe nochmals ein paar Seiten zurĂŒckgeblĂ€ttert, weil ich in Erinnerung hatte, dass Ziobro schon frĂŒher mal Stunk gemacht hat. Als er 2018 seine Karriere zunĂ€chst unterbrochen und schließlich ganz beendet hat, hat er ja schon mal auf Ă€hnliche Weise abgeledert (Berkutschi-Artikel und hier im Thread ab Seite 27).

Ich kann wie gesagt nicht beurteilen, ob seine Anschuldigungen einen wahren Kern haben. Aufgefallen sind mir aber zwei Dinge:
  • Es ist hier im Thread nun schon mehrfach angemahnt worden, dass es fĂŒr junge polnische Springer schwierig ist, sich gegen die Älteren durchzusetzen. Damals war aber Ziobro mit 26 kein junger Springer mehr. Derjenige, der ihm bei der Nominierung fĂŒr den COC von Neustadt vorgezogen wurde, obwohl er laut Ziobro schlechter gesprungen ist - ein gewisser Andrzej Stekala ĂŒbrigens - aber schon. Das passt dann aber nicht ganz zusammen; damals hat man offenbar tatsĂ€chlich dem jungen Springer die Chance gegeben.
  • Der Zeitpunkt, zu dem Ziobro diese Anschuldigungen damals öffentlich gemacht hat: Es war der 5. Januar 2018, also ein Tag vor dem Tourneefinale. Kamil Stoch hatte die ersten drei Springen der Vierschanzentournee 2017/18 gewonnen und schickte sich an, den Grand Slam von Sven Hannawald zu wiederholen. Und genau da platzte Ziobro mit seinen Anschuldigungen hinein und brachte Unruhe ins polnische Team. Nicht unbedingt das beste Timing...
Mich hat das damals schon stark an einen gewissen Alexander Herr erinnert...

Mittlerweile wĂŒrde ich die ein oder andere Olympia-Gold Medaille oder einen Vierschanzentourneesieg gegen ein oder 2 Springer auf dem Niveau von einem Constantin Schmid oder Jan Hoerl eintauschen.
Daran sieht man ja erst, wie gut es euch in den letzten Jahren gegangen ist, wenn ein Tourneesieg mehr oder weniger keine Rolle spielt... ;)
 
So wie Skispringen da geboomed hat in den letzten Jahren muss da doch Geld fĂŒrs B Team abgefallen sein. Da gabs doch ne Menge Sponsoren und sicher auch TV Gelder.
 
Beim Biathlon. Dritter Trainer in vier Jahren :D
Naja ehrlich, wo soll das Geld sein? Ich wĂŒsste nicht wo der Skiverband groß viel Geld herbekommen sollte. Ausser im Herren Skispringen sind die Erfolge im polnischen Wintersport eher bescheiden, also wird es nicht viele weiteren Einnahmen geben und trotzdem muss man alle Sportarten finanzieren.

Naja aber dafĂŒr halten sich die Ausgaben in den anderen Wintersportarten halt auch in Grenzen fĂŒr den Polnischen Skiverband.
Kriegt der natonale Skiverband nicht immer Fehrnsehgelder wenn Weltcups im Land ausgetragen werden? Hinzu kommen noch Werbeeinahmen durch Sponsoren bei diesen Veranstaltungen. Und die sollten bei den Polen angesichts der großen Einschaltquoten eigentlich ĂŒppig genug sein um den polnischen SKiverband genĂŒgend Mittel zu ermöglich. Naja eigentlich...
 
Die letzten beiden Jahre waren aber auch nicht gĂŒnstig fĂŒr die VerbĂ€nde, es mussten sĂ€mtliche PCR Tests selbst bezahlt werden.
 
Die letzten beiden Jahre waren aber auch nicht gĂŒnstig fĂŒr die VerbĂ€nde, es mussten sĂ€mtliche PCR Tests selbst bezahlt werden.

Die Probleme ĂŒber die wir sprechen sind aber nicht erst seit 2 Jahren aktuell. Das mit Stekala (Kellner-Nebenjob) z.B. mĂŒsste ja schon vor Corona gewesen sein. Hoffentlich haben sie, fĂŒr das Geld fĂŒr die Tests, nicht noch mehr an den Springern gespart...
 
In Norwegen ist es vor ein paar Jahren so gewesen, dass man sogar zahlen musste, um ins B-Team zu kommen. Geld bekommen haben sie jedenfalls nicht. Ob das mittlerweile besser ist, weiß ich nicht. Aber auch Leute wie Tom Hilde sind nebenbei arbeiten gegangen...
In Deutschland sind die Springer gesegnet, wenn sie als Sportsoldaten oder bei der Polizei o.Ă€ arbeiten können und dabei Vollzeit springen können ohne sich nebenbei um Geld sorgen zu mĂŒssen...

Und ja, ein Cheftrainer sollte auch die Springer drunter im Auge haben. Aber sie weiter zu entwickeln ist sicher nicht seine Kernaufgabe. Ich denke, da liegt in Polen einiges im Argen. Es mag durch Horngacher verschÀrft worden sein, aber er ist sicher nicht alleine daran Schuld.
 
Niemand gibt ihm die alleinige Schuld, aber es ist halt offensichtlich dass ihm da etwas das FingerspitzengefĂŒhl gefehlt hat. Er hat sich halt um die richtig starken Leute gekĂŒmmert, was er definitiv gut gemacht hat. Aber viele anderen wurden halt nie berĂŒcksichtigt, was dann halt dazu fĂŒhrt dass manche frĂŒh hinschmeißen
 
Niemand gibt ihm die alleinige Schuld, aber es ist halt offensichtlich dass ihm da etwas das FingerspitzengefĂŒhl gefehlt hat. Er hat sich halt um die richtig starken Leute gekĂŒmmert, was er definitiv gut gemacht hat. Aber viele anderen wurden halt nie berĂŒcksichtigt, was dann halt dazu fĂŒhrt dass manche frĂŒh hinschmeißen
Wie gesagt ist ein Nationaltrainer fĂŒr die Form der Top 5-6 zustĂ€ndig und fĂŒr den Rest dahinter jemand anders. Klar nominiert er die Athleten fĂŒr die WettkĂ€mpfe, aber mit der Entwicklung und der Form des B-Kaders oder der Junioren hat er nichts zu tun. Klar bespricht er sich mit den Trainern bezĂŒglich der Form und möglichen EinsĂ€tzen dieser Athleten aus dem COC-Bereich aber fĂŒr deren Form kann er nix.
Ist genauso wie im Deutschen Biathlon, da hat der Trainer im Nachwuchsbereich versagt, wofĂŒr die Nationaltrainer aber nix können, aber trotzdem jetzt schlecht darstehen.
 
Wie gesagt ist ein Nationaltrainer fĂŒr die Form der Top 5-6 zustĂ€ndig und fĂŒr den Rest dahinter jemand anders. Klar nominiert er die Athleten fĂŒr die WettkĂ€mpfe, aber mit der Entwicklung und der Form des B-Kaders oder der Junioren hat er nichts zu tun. Klar bespricht er sich mit den Trainern bezĂŒglich der Form und möglichen EinsĂ€tzen dieser Athleten aus dem COC-Bereich aber fĂŒr deren Form kann er nix.
Ist genauso wie im Deutschen Biathlon, da hat der Trainer im Nachwuchsbereich versagt, wofĂŒr die Nationaltrainer aber nix können, aber trotzdem jetzt schlecht darstehen.

ein Cheftrainer hat definitiv auch ein Mitspracherecht was und wie im B-Kader trainiert wird, auf wen man einen besonderen Fokus haben sollte und er sollte sich auch wenn es geht die Trainings und WettkĂ€mpfe anschauen um zu sehen was nachkommt und wer sich einen Einsatz verdient hĂ€tte. Ist doch Blödsinn, auch die Weltcupleute trainieren oft mit ihrem Heimtrainer, ein Cheftrainer ist fĂŒr alle zustĂ€ndig, er heißt schließlich Cheftrainer und nicht Weltcuptrainer
 
ein Cheftrainer hat definitiv auch ein Mitspracherecht was und wie im B-Kader trainiert wird, auf wen man einen besonderen Fokus haben sollte und er sollte sich auch wenn es geht die Trainings und WettkĂ€mpfe anschauen um zu sehen was nachkommt und wer sich einen Einsatz verdient hĂ€tte. Ist doch Blödsinn, auch die Weltcupleute trainieren oft mit ihrem Heimtrainer, ein Cheftrainer ist fĂŒr alle zustĂ€ndig, er heißt schließlich Cheftrainer und nicht Weltcuptrainer
Wie es in Polen ist weiß ich nicht, aber in Deutschland ist es zum Beispiel nicht so. Stefan Horngacher ist zwar Bundestrainer, ist aber nur Leitender Trainer in der Lehrgangsgruppe 1a. FĂŒr die Gruppe 1b ist Andreas Mitter zustĂ€ndig, fĂŒr 2a Dipl.-Spl. Haase Tino, fĂŒr 2b Rolf Schilling, fĂŒr den Nachwuchs Christoph Klumpp und einen Talentscout gibt es auch noch, MartĂ­n Schmitt. Und diese Leitende Trainer sind nicht die normalen Trainer, da gibt es je nach Leistungsgruppe nochmal 3-4 zusĂ€tzliche. Diese Leitenden Trainer haben aber direkten Einfluss darauf was in den Gruppen passiert und Horgacher bekommt nur Statements. Es wĂ€re auch schlicht unmöglich ĂŒber die geschĂ€tzt 40 Springer den Überblick zu behalten.
Aber dass ist wie gesagt nur das System in Deutschland, vielleicht war er in Polen wirklich fĂŒr alle Kader zustĂ€ndig.
 
Getrennte Verantwortlichkeiten bedeuten ja aber nicht, dass man ĂŒberhaupt nichts miteinander zu tun hat. Eine regelmĂ€ĂŸige Kommunikation zwischen Cheftrainer und anderen Trainern oder das ein oder andere gemeinsame Training sind sicherlich förderlich fĂŒr ein insgesamt erfolgreiches System. So bleiben Talente nicht unentdeckt, und die Umstellung vom B- auf den A-Kader verlĂ€uft dann reibungsĂ€rmer.

Um nochmals die Deutschen als Beispiel zu nehmen: Werner Schuster beschreibt in seinem Buch sehr schön, wie einst Andreas Wellinger ins Weltcup-Team gekommen ist. Er beschreibt, wie ihm Wellinger bei einem gemeinsamen Trainingslager mit bis zu 20 Athleten positiv aufgefallen ist. Das Weltcup-Team war zu diesem Zeitpunkt eigentlich nominiert, aber weil Wellinger konstant 10 Meter weiter gesprungen ist als der bereits nominierte Maximilian Mechler, wurde die Entscheidung nochmals geÀndert. Der 17jÀhrige Wellinger kam ins Team, der deutlich Àltere Maximilian Mechler musste zusehen.

Das wĂ€re höchstwahrscheinlich nicht (so schnell) passiert, wenn Werner Schuster in seiner Position nicht auch die Nachwuchsentwicklung am Herzen gelegen wĂ€re, wie er im Buch schreibt. Und es kann schon sein, dass Stefan Horngacher hier eine etwas andere Philosophie verfolgt. Nur wĂ€re es fĂŒr ein vollstĂ€ndiges Bild der VorgĂ€nge wichtig, auch von ihm oder anderen Verantwortlichen im polnischen Team eine Aussage zu haben und nicht nur von einem frustrierten Sportler, fĂŒr den es damals einfach nicht gereicht hat.

Ich habe auch nochmals nachgesehen: Ziobros letzte Ergebnisse waren damals ein 20. und ein 14. Platz im FIS-Cup von Notodden - auch nicht unbedingt eine Empfehlung fĂŒr den COC.
 
Der Leistungssport ist bekanntlich wie ein Flaschenhals. Nicht jeder kommt da durch, und manchmal vielleicht sogar der "Falsche". Es gibt wahnsinnig viele Beispiele wie Jan Ziobro die plötzlich "on the top" waren, dann aber wieder doch nicht mehr. Die findet man in allen Nationen. Gerade in Österreich gab es ja eine Zeit lang plötzlich viele Namen, die danach einfach nicht mehr zu sehen waren.

Wir sehen weitgehend nur das, was im TV lĂ€uft und lesen die Ergebnislisten. Das Dazwischen, sehen wir aber so gut wie nicht. Keinen Lehrgang, keine TrainingssprĂŒnge, keine Besprechungen. Das Skispringen in Polen muss in der Entwicklung vom beliebtesten Sport nachhaltig zehren. Das ist bisweilen eine riesige Aufgabe. Selbst in Deutschland muss man aktuell feststellen, dass der Biathlon-Hype nicht gerade nachhaltig zu sein scheint. Und den gibt es ja bei uns nicht erst seit gestern.
 
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