Alles zum Thema Doping

Max Power

Moderator
Teammitglied
Beiträge
2.387
Punkte
113
Standort
Austria
Im Zivilprozess des ÖSV gegen den ehemaligen Langläufer Johannes Dürr am Montag ist dieser bei seiner Behauptungen, der ÖSV dulde Doping stillschweigend, geblieben. Der Skiverband klagte den Langläufer auf Unterlassung und Widerruf.

Der ehemalige Langläufer bekräftigte in seiner Einvernahme, dass er nach wie vor dazu stehe, was er gesagt habe. „Bei uns im Langlaufteam war Doping allgegenwärtig. Es ist die Wahrheit, was ich gesagt habe, so habe ich es erlebt und empfunden“, sagte Dürr, der seit 2003 im ÖSV war.
https://tirol.orf.at/m/news/stories/2978784/
 

Next

Moderator
Teammitglied
Beiträge
199
Punkte
43
Standort
CH
Danilo Hondo, früherer deutscher Radsportler und mittlerweile Nationaltrainer bei Swiss Cycling, gesteht mehrmaliges Blutdoping zu seiner Aktivzeit. Swiss Cycling hat Hondo in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz die sofortige Trennung verkündet.

Zeit seiner Aktiv-Karriere habe sich Danilo Hondo nach eigenen Aussagen «3 bis 4 mal» beim angeklagten Erfurter Sportarzt Mark S. behandeln lassen. Übersetzt heisst das, der heute 45-Jährige beging früher Blutdoping.

Der Cottbusser Ex-Radprofi mit langjährigem Wohnsitz im Tessin räumte dieses Fehlverhalten in einem Interview gegenüber der ARD ein. Hondo ist seit Anfang 2015 bei Swiss Cycling angestellt. Zunächst betreute er im Verband die U23-Junioren, seit Dezember 2016 bekleidete er das Amt des Nationaltrainers.

Kein Einzelfall
In dieser Funktion ist Hondo nicht länger tragbar. So kommunizierte Swiss Cycling am Sonntag um 18 Uhr an einer Medienkonferenz die sofortige Entlassung des Deutschen.
Gegen den 2-fachen Etappensieger beim Giro d'Italia ist schon vor 14 Jahren eine Dopingsperre verhängt worden. Damals beteuerte er noch seine Unschuld.

Der bei der Nordisch-WM losgetretene Dopingskandal im Zusammenhang mit Mark S. zieht somit immer weitere Kreise. Sportler aus 8 Nationen sollen Kunden des Dopingarztes gewesen sein.
Habe den Thread aus dem Wintersport hier in den allgemeinen Bereich verschoben. Das Thema ist, wie wir nun wissen, weitaus weitreichender als nur den Wintersport betreffend.
 

unicum

#68
Beiträge
758
Punkte
43
Standort
Oberbayern
Ex-Rad-Sprintstar Alessandro Petacchi soll 2012 und 2013 zum Blutdopingkundenkreis des deutschen Sportmediziners Mark S. gehört haben. Das berichteten die Zeitungen „Corriere della Sera“ und „Le Monde“ am Dienstag unter Berufung auf Quellen aus Ermittlerkreisen. Petacchi wies die Anschuldigungen vehement zurück.

https://sport.orf.at/#/stories/3048745/
 

gentleman

Moderator
Teammitglied
Beiträge
2.205
Punkte
113
Standort
Austria
Im Zusammenhang mit der "Operation Aderlass" stehen vier weitere Radprofis im Verdacht, gegen die Anti-Dopingbestimmungen verstoßen zu haben.

Die Ex-Profis Alessandro Petacchi (ITA) und Borut Bozic (SLO) sowie die aktuellen Profis Kristijan Durasek (CRO) und Kristijan Koren (SLO) wurden am Mittwoch vom Radsport-Weltverband (UCI) ) über mögliche Regelverstöße informiert. Die UCI beruft sich auf Informationen, die sie von österreichischen Behörden erhalten hat.

 

unicum

#68
Beiträge
758
Punkte
43
Standort
Oberbayern
Im Zuge der Ermittlungen im Rahmen der „Operation Aderlass“ ist vergangenen Freitag auch der Alpinskifahrer Hannes Reichelt von Beamten des Bundeskriminalamts einvernommen worden. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat einen entsprechenden Artikel der „Krone“ vom Montag bestätigt. Laut Zeitung gehe es um Einnahme verbotener Medikamente. Reichelt hat die Vorwürfe in Abrede gestellt.

https://sport.orf.at/#/stories/3049256/
 

gentleman

Moderator
Teammitglied
Beiträge
2.205
Punkte
113
Standort
Austria
Der ÖSV hat im Zivilprozess wegen Unterlassung und Widerruf gegen Johannes Dürr nicht rechtskräftig recht bekommen. Dürr muss nun binnen 14 Tagen seine Äußerungen auf seiner Facebook-Seite widerrufen:

Dürr wurde vom Landesgericht Innsbruck zur Unterlassung und zum Widerruf seiner Behauptung verpflichtet, teilte der ÖSV am Donnerstag in einer Aussendung mit. Zudem muss Dürr als Folge des Urteils die Verfahrenskosten tragen. Der ehemalige Langläufer muss nun binnen 14 Tagen seine Äußerungen auf seiner Facebook-Seite „Der Weg zurück“ widerrufen.

Das Gericht betonte in der Urteilsbegründung, dass sich der ÖSV der „Einhaltung einer ‚Null Toleranz‘-Politik gegenüber Doping verschrieben habe“, so der Skiverband. „Dass es schwarzen Schafen gelingt, vom ÖSV unbemerkt zu dopen, ist nicht dem Leistungssport gezollt, sondern das Werk krimineller Agitatoren, vor dem auch der Kläger trotz der gesetzten Präventiv- und Kontrollmaßnahmen nicht gefeit ist“, heißt es in dem Urteil.

Dürrs Anwalt Max Rammerstorfer wollte sich zunächst nicht zu dem Urteil äußern. ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel wertete es als wichtigen Erfolg und als Beweis dafür, „dass die ‚Null Toleranz‘-Politik des ÖSV nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, wie uns von manchen Medien des Öfteren unterstellt wird, sondern gelebte Praxis“. Zudem bekrittelte Schröcksnadel, dass Journalisten Dürr „erstaunlich viel Raum und Sendezeit zur Verfügung gestellt“ hätten.

Schröcksi mal wieder wie man ihn kennt, gleich mal mit erneuter Kritik an den Medien...:rolleyes:
 

Hakuba

J-Fan
Beiträge
441
Punkte
43
Standort
Berlin
Gehört zwar nicht zur Operation Aderlass, aber zum Thema Doping:
Fast 300 russische Athleten unter Verdacht, allerdings steht noch nichts Genaueres dabei, von wann die Proben sind, Sommer oder Winter etc.

 

unicum

#68
Beiträge
758
Punkte
43
Standort
Oberbayern
Wien hat als eine bedeutende Drehscheibe für das riesige Dopingnetzwerk fungiert, das im Zuge der „Operation Viribus“ aufgedeckt worden ist. Unter Einbindung des Bundeskriminalamts (BK) konnte bei den staatenübergreifenden Ermittlungen nachgewiesen werden, dass 22 Tonnen an Dopingpräparaten und illegalen Arzneimitteln nach Wien geschickt und von dort großteils quer durch Europa verteilt wurden.

https://sport.orf.at/stories/3050996/

Besonders der Freizeitsport und die Bodybuilding-Szene rücken ins Visier.