• Liebe Basketballfans, Basketball.de sucht junge Nachfolger, die die Leitung der Seite inklusive Managerspiel, Social Media Kanälen etc. zukünftig übernehmen möchten.

    Wir haben selbst mal sehr jung und mit wenig Erfahrung begonnen. Insofern suchen wir nicht unbedingt Leute mit großen Vorkenntnissen im Websitebetrieb, sondern motivierte Basketballer mit Love for the Game, die wir einarbeiten und denen wir schrittweise mehr Verantwortung übertragen können.

    Alle weiteren Infos gibt es hier: https://basketball.de/culture/basketball-de-team-sucht-junge-nachfolger-fuer-die-leitung-der-website/

    Liebe Grüße,
    Nico

ATP 500 - Hamburg & ATP 250 - Gstaad 2022


Wer gewinnt in Hamburg?

  • Andrey Rublev

    Stimmen: 0 0,0%
  • Jannik Sinner

    Stimmen: 0 0,0%
  • Nikoloz Basilashvili

    Stimmen: 0 0,0%
  • Holger Rune

    Stimmen: 0 0,0%
  • Botic van de Zandschulp

    Stimmen: 0 0,0%
  • Alejandro Davidovich Fokina

    Stimmen: 0 0,0%
  • Karen Khachanov

    Stimmen: 0 0,0%
  • ein anderer Spieler

    Stimmen: 0 0,0%

  • Umfrageteilnehmer
    11
  • Umfrage geschlossen .

gentleman

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was genau? ich hab Berrettini ja auch favorisiert

Und Berrettini ist eher kein Top 5 Spieler oder wo würdest du Alcaraz, Medvedev, Zverev, Nadal, Tsitsipas und Djokovic einordnen? :saint: Berrettinis Career High ist im übrigen 6, Ruuds 5, was ich schon sehr unpassend finde
also ein Berrettini in Topform ist für mich mittlerweile durchaus ein Top-5 Spieler, das sieht man auch an seinen wirklich guten Ergebnissen die er (wenn verletzungsfrei) bei großen Turnieren bringen kann. Leider macht ihm der Körper zu oft einen Strich durch die Rechnung. Auch wenn er mit seiner etwas simpleren Kombo aus Aufschlag und Vorhand und manchmal Abschluss am Netz nicht so flashy wirkt, diese Stärken sind bei ihm so gut, da kann er viele direkte Konkurrenten unter Druck setzen.
 

Tuco

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Und Berrettini ist nur die 14 im Live-Ranking


Berrettini war drei Monate verletzt und ist trotzdem die #12 im live ranking, das ist doch daran gemessen sehr gut. In deiner Bilanz sieht man doch auch, dass seine Niederlagen in den letzten anderthalb Jahren fast alle gegen Top 5 Spieler waren oder gegen einen Spieler wie Alcaraz mit Top 5 Niveau, insofern ist Berrettini normalerweise schon klar ein Spieler für die Ränge 6-8 (wo er vor der Verletzung doch auch länger stand). Ruud vs. Berrettini wäre mal ein sehr nettes Finale für ein 250er - auf Sand ist es wohl auch recht offen.

Für Thiem war es wieder ein gutes Turnier, dass er gegen Topspieler noch nicht gewinnen kann ist kein Wunder, aber die Entwicklung in den letzten 2 Wochen ist vielversprechend. Davor war die Skepsis hier ja recht groß - auch bei mir, was nicht nur an der langen Ausfallzeit und der Niederlagenserie nach dem Comeback lag, sondern auch an dem schwachen ersten Halbjahr 2021. Das war schon sehr ungewöhnlich, dass ein Spieler mit Mitte 20, der ein paar Jahre in den Top 10 stand und in den Saisons 2019 und 2020 sogar zwei Jahre relativ konstant (OK, die GS waren 2019 abgesehen von RG schwach) auf Top 4 Niveau gespielt hat und den viele als künftige #1 gesehen haben, plötzlich und ohne ersichtlichen Grund derart eingebrochen ist. Wenn es so weitergeht sollte er die Top 100 immerhin recht schnell wieder schaffen und dann für die meisten Turniere nicht mehr auf das protected ranking oder WCs angewiesen sein, und dann auch bald wieder Regionen wo er für die Masters automatisch qualifiziert ist - das wäre erst mal das Wichtigste, alles andere wird sich zeigen.

Die Halbfinals von Hamburg sind auch nicht schlecht, obwohl nur ein gesetzter Spieler vertreten ist. Der ist aber eben auch das größte Talent seit Jahren, Musetti ein Spieler der sicherlich Top 10 Potential hat, und auch die anderen beiden jüngere Spieler, die gerade ihren Durchbruch in höhere Regionen geschafft haben. Alles andere als ein weiterer Turniersieg für Alcaraz wäre aber natürlich sehr überraschend, damit wäre er dann auch schon auf #4 in der WR.
 

QueridoRafa

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Ich möchte den verdienten Sieg von Berrettini nicht schmälern. Aber der Kommentator beim Schweizer Fernsehen meinte, dass es Gerüchte über ein mögliches Nichtantreten von Thiem gab. Aus welchem Grund konnte er leider nicht sagen. Aber die krasse Überlegenheit von Berrettini, insbesondere im 1. Satz, war meiner Meinung nach nicht unbedingt so zu erwarten.

Ein besonderes Highlight war einmal mehr die Rückhand von Thiem, die fast jedes Mal von einem Raunen des Publikums begleitet wurde. Leider ging sie bei Richard Gasquets Einschätzung der Top 5 einhändiger Rückhände vergessen (sie Wawrinka-Thread). ;)
 

gentleman

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Ich möchte den verdienten Sieg von Berrettini nicht schmälern. Aber der Kommentator beim Schweizer Fernsehen meinte, dass es Gerüchte über ein mögliches Nichtantreten von Thiem gab. Aus welchem Grund konnte er leider nicht sagen. Aber die krasse Überlegenheit von Berrettini, insbesondere im 1. Satz, war meiner Meinung nach nicht unbedingt so zu erwarten.

Ein besonderes Highlight war einmal mehr die Rückhand von Thiem, die fast jedes Mal von einem Raunen des Publikums begleitet wurde. Leider ging sie bei Richard Gasquets Einschätzung der Top 5 einhändiger Rückhände vergessen (sie Wawrinka-Thread). ;)
Merci für die Infos aus erster Schweizer Hand ;) Werd mal die Augen offenhalten bei den österreichischen Medien, ob man dazu noch was hört... kann mir nur vorstellen dass er nach den doch intensiveren zwei Wochen (für ihn jetzt mit Matchpraxis) einfach schon ein wenig müde war. Hoffe es zwickt nirgends, damit für das Heimturnier in Kitzbühel alles passt.
 

Hans Meyer

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also ein Berrettini in Topform ist für mich mittlerweile durchaus ein Top-5 Spieler, das sieht man auch an seinen wirklich guten Ergebnissen die er (wenn verletzungsfrei) bei großen Turnieren bringen kann. Leider macht ihm der Körper zu oft einen Strich durch die Rechnung. Auch wenn er mit seiner etwas simpleren Kombo aus Aufschlag und Vorhand und manchmal Abschluss am Netz nicht so flashy wirkt, diese Stärken sind bei ihm so gut, da kann er viele direkte Konkurrenten unter Druck setzen.

Berrettini wäre gg die 6 Spieler Außenseiter in der Regel, passend dazu auch die Bilanzen:
Nadal 0-2
Djokovic 0-4
Zverev 1-4
Medvedev 0-3
Alcaraz 1-2
Tsitsipas 0-2

Ich will ja Berrettini nicht schlecht reden, aber ich sehe ihn wie @Tuco eher im Bereich 6-8, wobei durch die 6 aktuell eher auf der 7 oder 8. Perspektivisch wird er Djokovic und Nadal überholen, aber von hinten kommen Sinner und FAA
 

L-james

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also ein Berrettini in Topform ist für mich mittlerweile durchaus ein Top-5 Spieler, das sieht man auch an seinen wirklich guten Ergebnissen die er (wenn verletzungsfrei) bei großen Turnieren bringen kann. Leider macht ihm der Körper zu oft einen Strich durch die Rechnung. Auch wenn er mit seiner etwas simpleren Kombo aus Aufschlag und Vorhand und manchmal Abschluss am Netz nicht so flashy wirkt, diese Stärken sind bei ihm so gut, da kann er viele direkte Konkurrenten unter Druck setzen.

Wobei da erstmal auch viel theoretischer Natur bleibt. Denn Berrettini hat bisher noch nie ein Ausrufezeichen bei einem Slam setzen können. Damit meine ich, mal einen absoluten Weltklasse-Spieler zu besiegen, hat er bis heute kein einziges mal geschafft.
Seine größten Siege waren gegen den 18-Jährigen Alcaraz und FAA. Beide klar jünger und zu den Zeitpunkten noch nicht in der Weltklasse. Ansonsten hatte er auch recht gute Draws als er neben dem Wimbledon-Finale ein paar HFs (AO und USO) erreicht hat. Da war dann aber der Gegner in den VFs ein 76-Jähriger Monfils, den er jeweils in 2 5-Satz-Kämpfen niederringen konnte.

Abgesehen von Wimbledon konnte Berrettini auch alle sonstigen Slams spielen. Er ist 26 Jahre alt und hat bis heute keinen großen Namen in einem Slam geschlagen (wie gesagt, Alcaraz mit 18 Jahren muss man ausklammern). Das ist mir alles zu viel Theorie. So kann man ihn einfach nicht in die Top5 einordnen, geht einfach nicht. Ein Tsitsipas z.B. hat schon Nadal und Federer bei Slams geschlagen, davon träumt doch Berrettin nachts.
 

VamosRafa_Tennisgott

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Top 10 sind schon recht exklusiv, da finde ich es aus Khachanovs Sicht nicht so tragisch, dass er da nicht steht, auch wenn er das sicherlich als sein Ziel sieht. Konstant in den Top 20 zu sein, das muss er aber eigentlich hinbekommen, auch wenn man mit einem Blick auf die Top 20 feststellen muss, dass da nicht viele stehen, vor denen er auf jeden Fall stehen muss. Ich finde Khachanov zB talentierter als PCB oder Norrie. Ein Vergleich mit Schwartzman ist nicht leicht, auf HC und Rasen müsste er besser sein, auf Sand schlechter
Wenn du mit Anfang 20 bereits Top 10 gestanden hast und ein 1000er gewinnen konntest (im übrigen gegen Djokovic im Finale), dann ist es eigentlich nur logisch, dass eine Rückkehr dorthin das Ziel sein muss. Zumal man mit Mitte 20 im besten Tennisalter sein sollte.
 

gentleman

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Wobei da erstmal auch viel theoretischer Natur bleibt. Denn Berrettini hat bisher noch nie ein Ausrufezeichen bei einem Slam setzen können. Damit meine ich, mal einen absoluten Weltklasse-Spieler zu besiegen, hat er bis heute kein einziges mal geschafft.
Seine größten Siege waren gegen den 18-Jährigen Alcaraz und FAA. Beide klar jünger und zu den Zeitpunkten noch nicht in der Weltklasse. Ansonsten hatte er auch recht gute Draws als er neben dem Wimbledon-Finale ein paar HFs (AO und USO) erreicht hat. Da war dann aber der Gegner in den VFs ein 76-Jähriger Monfils, den er jeweils in 2 5-Satz-Kämpfen niederringen konnte.

Abgesehen von Wimbledon konnte Berrettini auch alle sonstigen Slams spielen. Er ist 26 Jahre alt und hat bis heute keinen großen Namen in einem Slam geschlagen (wie gesagt, Alcaraz mit 18 Jahren muss man ausklammern). Das ist mir alles zu viel Theorie. So kann man ihn einfach nicht in die Top5 einordnen, geht einfach nicht. Ein Tsitsipas z.B. hat schon Nadal und Federer bei Slams geschlagen, davon träumt doch Berrettin nachts.
ich wollte jetzt eigentlich keine Ranking-Debatte vom Zaun brechen. Beim Ranking geht es natürlich um die Punkte eines Jahres. Man sieht (leider), dass ein Berrettini häufig verletzt ist und ihm daher auch immer wieder Punkte und Turnierteilnahmen fehlen, um wirklich weiter vor zu stoßen. Ob jetzt Rang 7 oder Rang 5 (nichts gegen Ruud, aber was der erreichen kann, kann ein Berrettini mit seinem Skillset locker genauso) sind natürlich Nuancen und daran will ich mich nicht aufhängen. Mir ging es bei meiner Einschätzung um Potenzial in der Spitze. Wenn man sieht in was für einer bemerkenswerten Form der Italiener vor Wimbledon war (als er übrigens wieder aus einer Verletzungspause kam), ist es jammerschade, dass er nicht in London antreten konnte wegen der Covid-Erkrankung.
 

VamosRafa_Tennisgott

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Die Konstanz eines Berrettinis in den letzten Jahren, gerade bei den GSs, ist natürlich sehr stark. Top 5 sehe ich ihn aber nicht wirklich. Gegen Nadal und Djokovic würde ich ihn im Vergleich zu fast allen anderen Top 10 Spielern am wenigsten Chancen geben. Die beiden müssen es nur schaffen, seine RH zu bearbeiten, schon gehen die Lichter für den Italiener aus. Wenn man da z.B. mal den Vergleich zu Ruud zieht: Dem fehlt natürlich diese exklusive Waffe, dafür ist er in Top Form eine sehr solider Spielertyp. Ein GS Finale hat er wie der Italiener bereits erreicht, ein 1000er Finale ebenfalls. Und er ist ein paar Jahre jünger.
 

Finn-Lady

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Vielleicht muss man Spieler wie Berrettini oder Ruud z.B. auch einfach mal losgelöst von Djokovic oder Nadal betrachten. Natürlich sind sie im Vergleich zu anderen limitierter. Nur, wenn man so liest, was in den vergangenen Monaten so alles über diese Beiden geschrieben wurde, dann fragt man sich schon, ob die Maßstäbe, die herangezogen werden, Spielern wie ihnen gerecht werden/gerecht werden können. Nicht umsonst wird hier seitenlang über GOATs debattiert, aber solche Diskussionen hast du eigentlich seltenst - wie eben das Wort GOAT halt hergibt. 99% aller Spieler haben nicht das Zeug zu einer GOAT-Diskussion, nur darf man sie halt auch daran nicht messen. (Damit will ich nicht die Statistik von Hans Meyer kritisieren ;))
Ich finde es eigentlich immer schade, dass man Spieler darauf reduziert, dass sie nur so weit gekommen sind, weil sie auf der vermeintlich schwächeren Seite des Tableaus standen oder höher rangierte Spieler schlecht performt haben. Siehe Ruud in Paris. Aber Ruud selbst musste erst mal seine eigene Leistungsfähigkeit abrufen oder sogar darüber hinaus agieren. Im Gegenzug spricht dann kaum jemand darüber, wie Wimbledon hätte aussehen können, wenn Berrettini nicht diese Corona-Infektion gehabt hätte. Eben weil er nicht dieses Standing von anderen hat. Meiner Meinung nach wäre da vielleicht der erste Sieg gegen einen der Top 5 gefallen. Es wäre jedenfalls ein höchst interessantes Spiel geworden.
Aber natürlich ist das hätte, hätte, Fahrradkette. Das gilt aber auch dann im umgekehrten Fall, wie ich es bei Ruud als Beispiel genommen habe.
Berrettini hat nun im dritten Turnier nach seiner OP das dritte Finale erreicht. Irgendwas wird er da schon können. Aber natürlich muss man dann das x-te Mal herausarbeiten, wie limitiert er doch eigentlich ist und dass er einen der GOATs noch nicht geschlagen hat. Ernsthaft? Wahrscheinlich muss auch bei Ruud (sollte er das Finale erreichen) wieder herausgestellt werden, dass er nur 250er kann.
Vielleicht ist das einfach der Grund, warum ich mit Spielern wie Berrettini oder Ruud sympathisiere.
 

VamosRafa_Tennisgott

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Vielleicht muss man Spieler wie Berrettini oder Ruud z.B. auch einfach mal losgelöst von Djokovic oder Nadal betrachten. Natürlich sind sie im Vergleich zu anderen limitierter. Nur, wenn man so liest, was in den vergangenen Monaten so alles über diese Beiden geschrieben wurde, dann fragt man sich schon, ob die Maßstäbe, die herangezogen werden, Spielern wie ihnen gerecht werden/gerecht werden können.
Zum einen darf man aber nicht vergessen, dass eben Nadal und Djokovic tief in den 30ern sind, also bei weitem nicht mehr da, wo sie vielleicht mal vor 10 Jahren waren. Und sie sind trotzdem nach wie vor die Spieler, die es zu schlagen gilt. Da muss es der Anspruch der "jungen" Garde sein, diese Legenden zu besiegen. Wenn nicht jetzt, wann dann?! Wenn die beiden ist Rollstuhl sitzen .... ?! ;);)

Und wenn ich Spieler wie Berrettnini oder Ruud beispielsweise mit solchen wie Zverev, Alcaraz, Medvedev oder auch einem FAA vergleiche, dann liegen deren "Probleme" in Duellen mit den beiden GOAT Anwärtern schon auf einem anderen Niveau. Nimm la die beiden letzten Duelle von Zverev gegen Nadal in Paris und Djokovic in NY. Natürlich auch Pech, aber primär auch fehlende mentale Stärke war dann das Problem. Spielerisch kann er beide knacken, ohne Zweifel. Es fehlt nur der letzte Schritt, in den wichtigen Momenten dann auch sein bestes Tennis abzurufen. Nur in Anführungszeichen, auch dieser Schritt ist natürlich schwer. Aber spielerisch ist da alles vorhanden. Und das ist bei Berrettnini oder Ruud anders. Beide haben sichtbare spielerische Schwachpunkte. Daher, selbst wenn Nadal und Djokovic mal weg sind, dürften primär andere in den Top 3/4 stehen als diese beiden. Was ja auch gar keine Kritik sein soll, beide zeigen hervorragende Leistungen. Nur eine sachliche Feststellung ihrer Stärken / Schwächen.
 

elpres

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Beide sind halt auch im Vergleich zur Spitzen Konkurrenz eher Spezialisten. Berrettini ist auf Rasen bzw schnellen Belägen mit flachen Absprung ganz sicher Top 5, auf allen anderen Belägen jedoch eher nicht Top10 (HC Top 20, Sand Top 30. Ruud dagegen ist auf Sand Top5-10, aber auf den anderen Belägen nicht (HC Top 20, Rasen Top 50). Ruud ist konstanter, da er auch lange auf Sand spielen kann, Berrettini hat dafür auf Rasen mMn einen höheren Peak, als Ruud auf Sand.
 

Tuco

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Vielleicht muss man Spieler wie Berrettini oder Ruud z.B. auch einfach mal losgelöst von Djokovic oder Nadal betrachten. Natürlich sind sie im Vergleich zu anderen limitierter. Nur, wenn man so liest, was in den vergangenen Monaten so alles über diese Beiden geschrieben wurde, dann fragt man sich schon, ob die Maßstäbe, die herangezogen werden, Spielern wie ihnen gerecht werden/gerecht werden können. Nicht umsonst wird hier seitenlang über GOATs debattiert, aber solche Diskussionen hast du eigentlich seltenst - wie eben das Wort GOAT halt hergibt. 99% aller Spieler haben nicht das Zeug zu einer GOAT-Diskussion, nur darf man sie halt auch daran nicht messen. (Damit will ich nicht die Statistik von Hans Meyer kritisieren ;))
Ich finde es eigentlich immer schade, dass man Spieler darauf reduziert, dass sie nur so weit gekommen sind, weil sie auf der vermeintlich schwächeren Seite des Tableaus standen oder höher rangierte Spieler schlecht performt haben. Siehe Ruud in Paris. Aber Ruud selbst musste erst mal seine eigene Leistungsfähigkeit abrufen oder sogar darüber hinaus agieren. Im Gegenzug spricht dann kaum jemand darüber, wie Wimbledon hätte aussehen können, wenn Berrettini nicht diese Corona-Infektion gehabt hätte. Eben weil er nicht dieses Standing von anderen hat. Meiner Meinung nach wäre da vielleicht der erste Sieg gegen einen der Top 5 gefallen. Es wäre jedenfalls ein höchst interessantes Spiel geworden.
Aber natürlich ist das hätte, hätte, Fahrradkette. Das gilt aber auch dann im umgekehrten Fall, wie ich es bei Ruud als Beispiel genommen habe.
Berrettini hat nun im dritten Turnier nach seiner OP das dritte Finale erreicht. Irgendwas wird er da schon können. Aber natürlich muss man dann das x-te Mal herausarbeiten, wie limitiert er doch eigentlich ist und dass er einen der GOATs noch nicht geschlagen hat. Ernsthaft? Wahrscheinlich muss auch bei Ruud (sollte er das Finale erreichen) wieder herausgestellt werden, dass er nur 250er kann.
Vielleicht ist das einfach der Grund, warum ich mit Spielern wie Berrettini oder Ruud sympathisiere.


Sehe ich genauso. Berrettini ist glaube ich auch der einzige Spieler der Jahrgänge 1990 und jünger, der bei allen GS schon das VF erreicht hat, das finde ich schon eine beachtliche Leistung - es unterstreicht auch, dass er im Gegensatz zu vielen anderen auf allen Belägen auf höchstem Niveau wettbewerbsfähig ist. Dass er in 3 von 4 GS schon im HF stand, ist ebenfalls bemerkenswert, das haben nicht viele geschafft. Die schlechte Bilanz gegen die Top 5 liegt natürlich auch daran, dass die Rasensaison sehr kurz ist - es ist wohl keine Frage, dass er dort gegen Zverev, Medvedev und Tsitsipas klar favorisiert wäre, aber die kommen eben bei den wenigen Rasenturnieren, wo es zu einem Duell hätte kommen können, in der Regel gar nicht erst weit genug. Das hebt Berrettini auch von Ruud ab - der ist bisher auf Rasen kein Faktor und hat keinen Belag, wo er gegen Top 5 Spieler favorisiert wäre. Dafür ist er halt jünger und hat den Vorteil, dass viel mehr auf Sand gespielt wird als auf Rasen.

Ihr Finale in Gstaad ist wie gesagt für ein 250er schon sehr stark besetzt, dazu ist es wohl in etwa eine 50/50-Sache - schön für die Zuschauer.
 

Finn-Lady

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Und wenn ich Spieler wie Berrettnini oder Ruud beispielsweise mit solchen wie Zverev, Alcaraz, Medvedev oder auch einem FAA vergleiche, dann liegen deren "Probleme" in Duellen mit den beiden GOAT Anwärtern schon auf einem anderen Niveau. Nimm la die beiden letzten Duelle von Zverev gegen Nadal in Paris und Djokovic in NY. Natürlich auch Pech, aber primär auch fehlende mentale Stärke war dann das Problem. Spielerisch kann er beide knacken, ohne Zweifel. Es fehlt nur der letzte Schritt, in den wichtigen Momenten dann auch sein bestes Tennis abzurufen. Nur in Anführungszeichen, auch dieser Schritt ist natürlich schwer. Aber spielerisch ist da alles vorhanden. Und das ist bei Berrettnini oder Ruud anders. Beide haben sichtbare spielerische Schwachpunkte. Daher, selbst wenn Nadal und Djokovic mal weg sind, dürften primär andere in den Top 3/4 stehen als diese beiden. Was ja auch gar keine Kritik sein soll, beide zeigen hervorragende Leistungen. Nur eine sachliche Feststellung ihrer Stärken / Schwächen.

In Gstaad ist aber nun mal kein Zverev, kein Alcaraz, kein Medvedev oder kein FAA am Start, sondern es sind eben Ruud und Berrettini an 1 und 2 gesetzt. Und beide stehen im Finale. Daran muss man sie messen. An nichts anderem.
Ich weiß halt tatsächlich nicht, was es einem bringt, Berrettini zum wiederholten Male an denen zu messen, die nicht da sind oder weiterführend an denen, die ein anderes Skillset haben. Das mag in einem direkten Duell angebracht sein, hier in Gstaad ist es einfach nicht nachzuvollziehen. Es werden indirekt gezeigte Leistungen abgewertet und das wird dem Spieler nicht gerecht.
Wenn Ruud oder Berrettini in der Rückschau auf ihre Karrieren dann nicht in den Top 3 oder Top 4 gestanden haben, dann isses halt so. Ironisch würde ich hinzufügen: Was anderes traut man ihnen doch eh nicht zu ;)
 
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Tuco

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Musetti liegt gleich mal 4-0 vorne, es sieht gut aus für sein erstes ATP-Finale. Ein Finale zwischen zwei in den 00ern geborenen Spielern gab es noch gar nicht, oder? Wäre ja sehr gut möglich wenn Musetti hier gewinnt.
 

L-james

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Vielleicht muss man Spieler wie Berrettini oder Ruud z.B. auch einfach mal losgelöst von Djokovic oder Nadal betrachten. Natürlich sind sie im Vergleich zu anderen limitierter. Nur, wenn man so liest, was in den vergangenen Monaten so alles über diese Beiden geschrieben wurde, dann fragt man sich schon, ob die Maßstäbe, die herangezogen werden, Spielern wie ihnen gerecht werden/gerecht werden können. Nicht umsonst wird hier seitenlang über GOATs debattiert, aber solche Diskussionen hast du eigentlich seltenst - wie eben das Wort GOAT halt hergibt. 99% aller Spieler haben nicht das Zeug zu einer GOAT-Diskussion, nur darf man sie halt auch daran nicht messen. (Damit will ich nicht die Statistik von Hans Meyer kritisieren ;))
Ich finde es eigentlich immer schade, dass man Spieler darauf reduziert, dass sie nur so weit gekommen sind, weil sie auf der vermeintlich schwächeren Seite des Tableaus standen oder höher rangierte Spieler schlecht performt haben. Siehe Ruud in Paris. Aber Ruud selbst musste erst mal seine eigene Leistungsfähigkeit abrufen oder sogar darüber hinaus agieren. Im Gegenzug spricht dann kaum jemand darüber, wie Wimbledon hätte aussehen können, wenn Berrettini nicht diese Corona-Infektion gehabt hätte. Eben weil er nicht dieses Standing von anderen hat. Meiner Meinung nach wäre da vielleicht der erste Sieg gegen einen der Top 5 gefallen. Es wäre jedenfalls ein höchst interessantes Spiel geworden.
Aber natürlich ist das hätte, hätte, Fahrradkette. Das gilt aber auch dann im umgekehrten Fall, wie ich es bei Ruud als Beispiel genommen habe.
Berrettini hat nun im dritten Turnier nach seiner OP das dritte Finale erreicht. Irgendwas wird er da schon können. Aber natürlich muss man dann das x-te Mal herausarbeiten, wie limitiert er doch eigentlich ist und dass er einen der GOATs noch nicht geschlagen hat. Ernsthaft? Wahrscheinlich muss auch bei Ruud (sollte er das Finale erreichen) wieder herausgestellt werden, dass er nur 250er kann.
Vielleicht ist das einfach der Grund, warum ich mit Spielern wie Berrettini oder Ruud sympathisiere.

Ich muss darauf antworten, da vor allem ich mich zum einen bzgl. Berrettini angesprochen fühle, aber gleichzeitig bei Ruud auch zur anderen Seite gehöre.

Bezüglich Berrettini ging es doch um die Einordnung in den Top5. Dein Posting passt einfach nicht zu der Diskussion. Niemand hier sagt, dass Berrettini schlecht sei oder dergleichen. Der Mann hat zwar Truthahn-Beine, aber halt auch brutale Waffen mit seinem Aufschlag und seiner Vorhand.
Dennoch ist es doch berechtigt, dass einige hier ihn nicht in den Top5 einordnen. In den Top5 sind auch andere Jungs als die ATGs und da darf man noch Vergleiche machen oder ist das verboten? Wenn du ihn in die Top5 einordnen möchtest, musst du da nunmal die Vergleiche ziehen und da zieht Berrettini gegenüber einigen einfach den Kürzeren. Top5 bedeutet die besten 5 Spieler, ich kann ja nicht 8 Spieler in die Top5 setzen, irgendwer muss da ja dahinter eingeordnet werden und bei Berrettini ist einfach vieles theoretischer Natur, in der Realität hat Berrettini das noch nicht zeigen können, auch wenn seine Leistungen seit seinem Comeback sehr stark sind.

Bei Ruud hingegen finde ich es wirklich teilweise daneben wie schlecht er dargestellt wird. Ich gehöre ja zur "Verteidigungs-Fraktion" von Ruud. Ja er hat nicht so die Waffen, trotzdem ein sehr hohes Grundniveau und weitesgehend tolle Konstanz. Ihn ständig als miesesten Top10-Spieler darzustellen oder schlechtesten FO-Finalisten, kann ich überhaupt nicht mitgehen. Vielleicht vergessen manche auch, dass er immernoch erst 23 Jahre jung ist und auch Möglichkeiten sich weiter zu steigern. Er scheint mir auch ein enormer Arbeiter zu sein und man sollte vll. mal damit klarkommen, dass der Junge wohl noch lange sich in den Top10 bewegen könnte.

Ansonsten finde ich deinen Beitrag wie gesagt einfach drüber, die Einschätzungen zu Berrettini sind ziemlich zutreffend und die Messlatte der Diskussion bewegt sich in den Top5, da wird die Luft extrem dünn, da gehören dann viele Faktoren dazu, auch welche Spieler ich bei einem Slam bisher geschlagen habe.
 

L-james

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Musetti liegt gleich mal 4-0 vorne, es sieht gut aus für sein erstes ATP-Finale. Ein Finale zwischen zwei in den 00ern geborenen Spielern gab es noch gar nicht, oder? Wäre ja sehr gut möglich wenn Musetti hier gewinnt.

Musetti spielt so wie sein Name klingt. Ästhetisch eine Augenweide, aber da haben im Endeffekt alle "Einhänder" den Vorteil.

Auf ein Finale zwischen Musetti und Alcaraz hätte ich natürlich richtig bock.
 

Romaniac84

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Merci für die Infos aus erster Schweizer Hand ;) Werd mal die Augen offenhalten bei den österreichischen Medien, ob man dazu noch was hört... kann mir nur vorstellen dass er nach den doch intensiveren zwei Wochen (für ihn jetzt mit Matchpraxis) einfach schon ein wenig müde war. Hoffe es zwickt nirgends, damit für das Heimturnier in Kitzbühel alles passt.
Wo wir wieder bei meiner "Kärrnerarbeit" wären. Aber dafür wurde ich ja verschrien. Andererseits kann er nichts dafür, wenn sich ein paar Siege hintereinander ergeben. Es gilt jetzt, die letzten - durchaus erfolgreichen Wochen- zu analysieren und - in aller Bescheidenheit- eher mittelfristige Ziele zu stecken.
 

Romaniac84

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Unzutreffender könnte man Alcaraz vermutlich nicht beschreiben. Wer ihn als "Haudruff" bezeichnet, weiß eigentlich nicht wirklich was Alcaraz spielt.

Nadal wurde ja auch in jungen Jahren als reiner Vorhand-Peitscher bezeichnet, seine Entwicklung im Allround-Game und taktischer Natur ist schlichtweg beeindruckend. Alcaraz ist im gleichen Alter deutlich breiter aufgestellt als Nadal und dass Alcaraz mit 19 kein taktisches Entwicklungspotential mehr besitzen soll, ist für mich eine der absurdesten Aussagen des Jahres. :LOL:

Was an Wörtern, die in Gänsefüßchen stehen, ist missverständlich? Logo, dass ich nicht nur druckvolles Spiel erkenne. Aber ein Alleinstellungsmerkmal erkenne ich schlicht und ergreifend nicht. Vorboten erkennt man schon dieses Jahr- die Gegner bzw. deren Trainer haben sich schnell auf seine Neigungen auf dem Platz eingestellt und entsprechend kam er bei den French Open und bei Wimbledon "so la la" weit.
 

Finn-Lady

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Ansonsten finde ich deinen Beitrag wie gesagt einfach drüber...
Really :crazy: ? Ich habe hier eine ganz allgemeine Beschreibung dessen gegeben, was mir desöfteren hier auffällt. Das ist natürlich subjektiv, aber durchaus legitim und muss nicht der Meinung eines anderen entsprechen. Genauso wenig muss ich mit anderen Meinungen d'accord gehen. (Mal davon abgesehen: Es steht im Übrigen nirgends, dass ich Berrettini als momentanen Top 5 Spieler sehe.)
Was ist verkehrt an der Aussage, dass man Spieler nicht unbedingt an den Top 5 messen soll? Ich sehe es schon als berechtigten Gedanken in dieser Diskussion. Meines Wissens habe ich dies heute das erste Mal hier geschrieben. Ich werde meine Meinung auch nicht gebetsmühlenartig wiederholen. Es war mir in dem Moment einfach ein Bedürfnis, diesen Gedankengang zusätzlich zu den Skillsets einzubringen.
Was unterscheidet einen Ruud von einem Berrettini, wenn es also um die allgemeine Feststellung geht, dass man sie nicht an den anderen Spielern messen sollte? Deine subjektive Meinung zu meinem Post ist sicher legitim, deine subjektive Unterscheidung zwischen Berrettini und Ruud geht aber am Inhalt meines Posts vorbei. Genauso hätte ich einen Hurkacz, einen Fritz oder einen Norrie nennen können.
 
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