Das Problem von Murray scheint mir vor allem zu sein (neben natürlich des phasenweise sehr starken Spiels von Verdasco), dass er den Gegner zu lange nicht richtig ernst genommen hat. Er hat ne Bilanz von 5-0 gegen ihn, gerade einen Melzer in der 3. Runde auseinandergenommen und dann trägt natürlich so ein 6-1 im ersten Satz sein restliches dazu bei. Nach dem ersten Satz hat Murray ganz offensichtlich einen Gang zurückgeschaltet, was Verdasco gnadenlos ausgenutzt hat. Ein umkämpfter dritter Satz hätte Murray dann besser getan, als wieder so eine klare Angelegenheit. Dann nimmst du die Geschichte wieder nicht so ernst, du verlierst Konzentration und aus der Sache wieder herauszukommen ist ganz schwer. Das ist Murray im vierten zwar besser gelungen, als im zweiten, aber Verdasco hat sich irgendwie durchgekämpft. Mal schauen, normalerweise sollte Murray diesen fünften für sich entscheiden können, aber wenn er nochmal in so ein kleines mentales Loch fällt, dann war es das für ihn.