Jetzt hast du mal eine Ahnung davon, warum so viele Bayern-Fans ne Bierwampe vor sich hertragenDas man das mal als Dortmund-Fan erleben kann - ein BVB-Spiel, wo man 90 Minuten lang total entspannt vor dem Fernseher sitzen kann.
Es gibt ja dieses Video mit dem Vortrag von Tuchel und da wird relativ klar, wie er aufstellt, bzw. rotiert. Er erzählt da die Episode, wie er die Aufstellung fürs nächste Spiel zusammenstellt im Bus und auf einmal schauen ihn Präsident, Manager usw. mit großen Augen an, weil er gegenüber der Vorwoche neun neue Leute drin hat, ohne es zu merken. Natürlich wird er in Dortmund die Aufstellung weniger am Gegner ausrichten als in Mainz, aber neben dem, wer eine Regenerationspause braucht, achtet er halt sehr darauf, dass die Abläufe weiterhin funktionieren. Und ich könnte mir vorstellen, gerade wenn Kagawa nicht spielt, ist es ihm sehr wichtig, Gündogan mit auf dem Feld zu haben, damit das kreative Element nicht zu kurz kommt.[ ... ] Gündogan hätte ich jetzt auch nicht zwingend gebracht, aber Tuchel wird seine Gründe haben.
Es gibt ja dieses Video mit dem Vortrag von Tuchel und da wird relativ klar, wie er aufstellt, bzw. rotiert. Er erzählt da die Episode, wie er die Aufstellung fürs nächste Spiel zusammenstellt im Bus und auf einmal schauen ihn Präsident, Manager usw. mit großen Augen an, weil er gegenüber der Vorwoche neun neue Leute drin hat, ohne es zu merken. Natürlich wird er in Dortmund die Aufstellung weniger am Gegner ausrichten als in Mainz, aber neben dem, wer eine Regenerationspause braucht, achtet er halt sehr darauf, dass die Abläufe weiterhin funktionieren. Und ich könnte mir vorstellen, gerade wenn Kagawa nicht spielt, ist es ihm sehr wichtig, Gündogan mit auf dem Feld zu haben, damit das kreative Element nicht zu kurz kommt.
Pep hat ja auch vier Feldspieler, die er selten rausrotiert und eigentlich nie gegen stärkere Gegner, weil diese für sein System extrem wichtig sind (Alonso, Alaba, Boateng und Lahm).
SPOX: Die Entscheidung, Borussia Dortmund zu verlassen, war sicherlich auch keine einfache. Wann ist sie gereift?
Großkreutz: Als ich vom Verein Zeichen bekam - und ich meine Zeichen, keine Worte. Mir wurde nicht explizit gesagt, dass ich den Verein verlassen soll. Es sind einige Dinge schief gelaufen und deswegen bin ich auch von mir aus gegangen.
SPOX: Man hört Enttäuschung heraus.
Großkreutz: Ich habe für den BVB jahrelang alles gegeben. Mit einem verdienten Spieler so umzugehen, ist nicht schön. Ich werde den Verein immer in meinem Herzen tragen, aber ich musste diese Entscheidung so treffen.
SPOX: Dabei gab es kurz nach der Verpflichtung von Thomas Tuchel ein Gespräch zwischen Ihnen beiden. Gab es damals schon diese Zeichen, von denen Sie gerade gesprochen haben?
Großkreutz: Ich hatte eigentlich immer das Gefühl, dass es ein gutes Gespräch war. Daher war ich ehrlich gesagt auch überrascht, wie das letztlich lief. Es war nicht schön, wie mit mir hinterher umgegangen wurde.
SPOX: Was war passiert?
Großkreutz: Man sprach nicht mehr mit mir. Ich bin zum Training gekommen und hatte das Gefühl, hier gar nicht gebraucht zu werden.
SPOX: Sie haben sich via Instagram kritisch über manche Entwicklungen beim BVB geäußert und dann eine heftige Reaktion aus Dortmund erfahren. Wie haben Sie das aufgenommen?
Großkreutz: Es war enttäuschend, dass man persönlich wurde. Ich hatte als Fan gesprochen und nicht mehr als Spieler. Ich habe ausgedrückt, was die Fans und ich denken. Damit habe ich keine Person im Verein kritisiert. Das habe ich noch nie getan und werde ich auch nie tun.
SPOX: Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke meinte, Sie wären nie zu ihm gekommen und hätten diese Bedenken geäußert.
Großkreutz: Dann hätte ich auch sofort einen Anschiss oder gar eine Strafe bekommen. Ich habe nicht Herrn Watzke oder Herrn Zorc kritisiert. Jeder Fan sollte seine Meinung äußern dürfen und genau das habe ich getan. Ich bin nicht mehr Spieler des Vereins, aber als Fan bin ich geblieben.