Eine gute Ergänzung. Das ist allerdings ein ziemlich tiefgehendes Problem, weil man dann ja fast schon die eierlegende Wollmilchsau suchen muss. Mehrere Spieler, die sich mit dem Verein identifizieren, bleiben und in Dortmund Erfolge feiern wollen. Gleichzeitig müssen sie die nötige Qualität mitbringen und zu den Vorstellungen des Trainers passen.
Letztlich hat der BVB wenig Möglichkeiten außer diese Spieler selbst zu formen und zu entwickeln. Nur klappt das überhaupt nicht. Weder kriegt man nationale Spieler zugekauft, die sich in eine entsprechende Richtung entwickeln können, noch kommt aus dem eigenen Nachwuchs etwas nach, höhstens zugekaufte ausländische Talente. Die aber, siehe Pulisic, den BVB, trotz eigener durchwachsener Entwicklung, als Durchgangsstation stehen.
Nur wo sollen diese Spieler herkommen, die für die Konstanz stehen können, für das Grundgerüst der kommenden Jahre, das dann die Basis für Erfolge bilden soll? Wie kann so etwas entstehen, wenn man schon auf der Trainerposition nicht zu einer dauerhaften Lösung findet, mit der man, auch wenn es mal Schwächephasen gibt, über Jahre ein Team und einen Spielstil etabliert?
Den Grundstein und die Ausrichtung müssen die Verantwortlichen vorgeben. Aber da herrscht sehr viel Uneinigkeit mMn. Sonst kommt da nicht ein über Jahre so chaotischer Kader zustande, der irgendwie jede Art von Fussball spielen will, aber keine richtig gut. Ich hatte mir hier etwas mehr Nachvollziehbarkeit durch die Implementierung von Sammer gewünscht, aber im Grunde geht es genauso weiter. Der Umbruch wird ausgerufen in Richtung Jugend und Mentalität (Diallo und Wolf) und 1 Jahr später folgt der Umbruch vom Umbruch schon wieder.
Für Dortmund könnte die Entwicklung der letzten 2-3 Jahre gefährlich werden, wenn sie so anhält und man es nicht schafft wieder ein Konstrukt aus Team und Trainer zu etablieren, dass dem BVB wieder mehr Leben verleiht. Derzeit wirkt es alles ein wenig plan- und seelenlos.
Wenn ich mir den Kader aus der letzten Tuchel-Saison anschaue und mit dem heutigen vergleiche, finde ich nicht viele Spieler, die in beiden Mannschaften auftauchen. Und die Spieler, die heute wie damals, im Kader standen, tragen alle so ihre Päckchen mit sich und sind alles, aber nicht unangefochtene Leistungsträger, die die Basis des Kaders bilden.
Bürki wird sehr kritisch gesehen.
Schmelzer ist ein Kaderfüller.
Guerreiro ist oft verletzt und mit der Tendenz zum Wechsel.
Piszczek geht in Rente.
Weigl ist kein Leistungsträger.
Götze ist kein Leistungsträger.
Und Marco Reus als Kapitän.
Ist halt irgendwie nicht so der Core einer starken und stabilen Mannschaft, die Rückschläge wegsteckt und sich auf die eigenen Stärken besinnt.