Natürlich waren es tolle Paraden aber einzig die Aktion als Drobny etwas auf dem falschen Fuß erwicht wurde, war wirklich einer solchen Bezeichnung würdig.
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Das Ding gegen Müller war Extraklasse. Der Rest gehört bei mir in die Kategorie "sollte ein BuLi-Torwart von gehobenem Format haben".
Sonst muss ich sagen, dass ich es faszinierend finde, wie Bayerns Offensive das Spiel
ohne Ball praktisch verweigert. Robben und Ribery parken auf der Außenbahn. Schweinsteiger und Kroos verweigern praktisch jeden Antritt ohne Ball zwischen die Linien (mir ist allerdings nicht bekannt, ob Kroos über einen Antritt verfügt). Gomez versucht erfolgreich, sich als festgewachsene Eiche zu tarnen und die gegnerische IV durch Bewegungsmangel festfrieren zu lassen. Müller ist die ärmste Sau, weil er ständig irgendwas rochierend probiert, ohne dass einer drauf eingeht.
Wenn ich mir angucke, wie statisch die Bayern ihr Offensivspiel aufziehen, glaube ich nicht mehr an den Titel. Es gibt die Teams, bei denen der Ball vom Stürmer blind in den Zwischenraum zwischen die Viererketten prallen gelassen wird und vom einem Mitspieler aufgenommen wird, der automatisch (vor dem Pass) in diese Lücke gestartet ist. So wird ein Geschwindigkeitsüberschuss produziert, der 2 tiefe Viererketten mit 1-2 weiteren Pässen ganz fix in arge Nöte bringt. Es will hier keiner hören, aber das ist derzeit der eklatante Unterschied zwischen Bayern und den beiden Borussias. Gerade Dortmund hat es nun mit mindestens genauso tiefstehenden Teams zu tun und bekommt die viel besser auseinandergezogen. Das liegt für mich nun einmal zentral daran, dass deren Spiel ohne Ball viel besser ist. Gerade Lewandowski (zB ggü Barrios) aber auch Großkreutz (ggü. Perisic und auch Kuba) werden genau in dieser Hinsicht viel zu oft unterschätzt. Da liegt es auch nicht an der Kreativität in der Zentrale (Kehl und Bender...), dass sie es trotzdem gewuppt bekommen.
Das ist übrigens auch der Grund, warum ein Müller in der Nationalelf so erfolgreich ist und bei Bayern derzeit zu verhungern droht. In der N11 rochiert ein Özil mit und auch Götze/Podolski oder Schürrle weichen entsprechend in die Zwischenräume aus. Ribery und Robben wechseln höchstens mal die Seite, sind aber im Spiel ohne Ball absolut ungenügend. Die fordern den Ball sobald sie mit dem Gesicht zum Tor stehen und dribbeln dann (natürlich mit Ball am Fuss) in Richtung der gegnerischen Defensive los. Zu 85 Prozent kommt dann nach 10 peinlichen Sekunden der Kick-Out zum AV oder DMF und das Spiel geht von vorne los. Für mich ist das Problem nicht Schweinsteiger oder Kroos im DMF. Das läuft mit so zwei Spielertypen, wenn in der Offensive der Wille zum Spiel ohne Ball da ist, um sich mit 3-4 direkten Kontakten durch die Defensive zu kombinieren. Das läuft bei Bayern aber nicht, weil Robben und Ribery jedes Anspiel mit mindestens 2-5 eigenen Kontakten adeln müssen.
Bayern verzichtet auf schnelles Spiel ohne Ball und spielt den Ball stumpf um die Viererketten rum. Wie soll Bayern da einen Vorteil bekommen, wenn ihre Offensive genau wie der Gegner nur nach dem Ball verschiebt? Das Ergebnis ist entsprechend. In der RR praktisch nur ein Tor aus dem Spiel heraus, als der Gegner alles aufgemacht hatte. Das ist mir gegen WOB aufgefallen und auch gegen Hamburg war es wieder das Gleiche.