Aber jetzt mal ehrlich, Leute: Wie oft wollt Ihr denn den Trainer wechseln?
Bei Flick hieß es in Jahr 2 "zu viele Gegentore", "keine Kontrolle", "kein Plan B".
Es kam Nagelsmann. "Überfrachtet das Team taktisch", "Arrogant", "Wird nicht ernstgenommen", "zu jung". "Hoffentlich kommt bald Tuchel, damit es besser wird".
Tuchel kam. "Findet keinen Draht zum Team", "Spielt zu langweilig", "Kein Offensivkonzept", "will nur alte Spieler".
Wie soll es weiter gehen? Zurück zu Flick, der sich beim DFB-Team ziemlich entzaubert hat? Ich hab den Fußball unter ihm echt geliebt, aber geht halt auch wieder in eine ganz andere Richtung. Irgendwann muss doch mal ein bisschen Kontinuität rein. Zumal das, was grade passiert, mMn auch ein Fall von "das Gras ist anderswo grüner" ist. Ja, Leverkusen spielt geilen Fußball, Alonso macht einen super Job. Muss deshalb jetzt Tuchel weg und Alonso her? Will Alonso überhaupt (ich sehe den viel eher in Liverpool)?
Gedankenexperiment: Was wäre, wenn Leverkusen eine normale Saison spielen würde? Bayern hätte um die 10 Punkte Vorsprung. Man würde etwas meckern über die recht pragmatische Spielweise, aber so ist er halt, der Tuchel. 47 Punkte aus 19 Spielen, coole CL-Runde - passt.
Freund ist neu, Eberl kommt, Tuchel ist auch noch kein Jahr da, bis zum Sommer konnte er eher reagieren als agieren. Lasst die Leute halt einfach mal arbeiten... Alle anderthalb Jahre ein ganz anderer Trainer, wie soll sich was entwickeln in Sachen Spielkultur?