Ich bin völlig bei Solomo und Klinsmann ist für mich die ärmste Sau. Hat mich gestern wirklich gewundert, wie ruhig er bei den absolut dämlichen Fragen des Premierefutzis geblieben ist. Ich hätte das nicht gekonnt, entweder wäre ich gegangen oder hätte ihn zusammengefaltet.
Klinsmann kriegt es einfach von allen Seiten, ganz vorne die Bild, DSF, dann kommen auch schon der Kaiser, der Bärwurz-Sepp und Rumgeficke. Wenn die Mannschaft gewinnt, ist es das Hitzfeldsystem, wenn sie verliert, ist Klinsmanns Innovationswut daran schuld und er wird von den eigenen Reihen zurückgepfiffen.
Der Druck auf ihn muss unmenschlich sein und ich könnte es wirklich nachvollziehen, wenn er alles hinschmeißen würde, ganz einfach, weil er nie in Ruhe arbeiten können wird.
Dazu ist es ein Skandal, dass bei einem Weltclub wie dem FCB der Trainer kaum Einfluss auf die Mannschaftsgestaltung hat, weil das freundlicherweise der Vorstand für ihn übernimmt. Ob die Spieler in das Konzept des Trainers passen ist da erstmal egal, schließlich sollte ein guter Trainer fähig sein, die Spieler nach seinen Vorstellungen zu formen. Wenn er das nicht schafft, dann fliegt er eben raus und ein neuer darf auf den Schleudersitz...und die Vorstandsetage macht es sich bequem, schließlich hat man ja den Club zu dem gemacht, was er heute ist und ist dementsprechend unantastbar.
Ich will Klinsmann noch mind. eine Saison hier sehen, allerdings mit völliger Freiheit, was die Aufstellung und Kaderplanung angeht. Gebt ihm endlich einen ROM, der die Bezeichnung verdient, einen RV mit Qualität, einen LV-Backup, der Flanken besser schlägt als der jetzige seine Freundin und sortiert die Altlasten aus, die der Vorstand dem FCB ans Bein gebunden hat. Hätte man nämlich Graupen wie Borowski, van Buyten oder Schweinsteiger nicht mit Geld zugeschüttet, dann könnte man sich auch mal ein richtiges Übergangsjahr leisten und es einem Trainer ermöglichen, dem Verein seine Handschrift aufzudrücken. Das ist schon lange überflüssig und wird wohl leider noch genauso lange auf sich warten lassen.