Deutsche Nationalmannschaft

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Coty

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Die Begeisterung für die Klinsmann-Truppe 2006 konnte ich nicht wirklich verstehen.
Naja 2006 waren im Vorfeld die sportlichen Erwartungen eher gering. Man konnte schon von "Umbruch" sprechen... Es waren zwar viele ältere (Kahn, Lehmann, Nowotny, Schneider, Neuville) im Kader- aber dann eben die"jungen Wilden" die richtig Spaß gemacht haben.(Schweini, Polti, Mertesacker, Huuuuuuuthhhh). Man hat hier auch noch schönen schnellen offensiv Fußball gespielt und nicht dieses 90 Minuten Ballgeschiebe- das kam erst danach:(
 

Solomo

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Naja 2006 waren im Vorfeld die sportlichen Erwartungen eher gering. Man konnte schon von "Umbruch" sprechen... Es waren zwar viele ältere (Kahn, Lehmann, Nowotny, Schneider, Neuville) im Kader- aber dann eben die"jungen Wilden" die richtig Spaß gemacht haben.(Schweini, Polti, Mertesacker, Huuuuuuuthhhh). Man hat hier auch noch schönen schnellen offensiv Fußball gespielt und nicht dieses 90 Minuten Ballgeschiebe- das kam erst danach:(
Wann beginnt für Dich "danach"? Löw hat den schnellen Offensivfußball beibehalten, nur 2014 auf Grund der klimatischen Bedingungen etwas pragmatischer gestaltet. Nach der WM 2018 hat er seinen Ansatz dann hinterfragt, was 2021 zu einem völligen Gegurke ohne jedes Tempo geführt hat. Flick hat zunächst Flick-Fußball spielen lassen, nach der WM 2022 aber ebenfalls seinen Ansatz komplett verändert, was ebenfalls nur noch Gegurke produziert hat. Für mich passt "90 Minuten Ballgeschiebe" nur auf die Zeit von 2018 bis 2021 und dann von 2023 bis Entlassung Flick. Ansonsten gar nicht.
 

Sportfan12

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Naja 2006 waren im Vorfeld die sportlichen Erwartungen eher gering. Man konnte schon von "Umbruch" sprechen... Es waren zwar viele ältere (Kahn, Lehmann, Nowotny, Schneider, Neuville) im Kader- aber dann eben die"jungen Wilden" die richtig Spaß gemacht haben.(Schweini, Polti, Mertesacker, Huuuuuuuthhhh). Man hat hier auch noch schönen schnellen offensiv Fußball gespielt und nicht dieses 90 Minuten Ballgeschiebe- das kam erst danach:(

Ja die sportlichen Erwartungen waren vor der WM 2006 gering. Die Stimmung war nach den Länderspielen vor der WM doch eher:"Wir können froh sein, wenn wir die Vorrunde überstehen" Das zeigte ja auch, daß die Nationalmannschaft unter Klinsmann eben nicht so super war, wie das im Nachhinein oft dargestellt wurde.

Bei der WM wurden immerhin die sehr niedrigen Erwartungen übertroffen. Mehr aber auch nicht. Im Eröffnungsspiel 2 Gegentore gegen den krassen Außenseiter Costa Rica und das Spiel bis kurz vor Schluss noch offen. Gegen Polen 90 Minuten ein 0:0-Gewürge, erst in der Nachspielzeit noch der glückliche Siegtreffer. Gegen Argentinien glücklich mit Ach und Krach ins Elfmeterschießen gerettet. Und das trotz Heimvorteil, der sicher nochmal einige Prozent mehr aus der Mannschaft herausgeholt hat, als das bei einer WM in einem fremden Land der Fall gewesen wäre.
 

DocBrown

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Die Begeisterung für die Klinsmann-Truppe 2006 konnte ich nicht wirklich verstehen. Die Länderspiele vor der WM waren teilweise katastrophal.
Das war doch aber früher nicht anders. Da waren nicht nur die Freundschaftsspiele teilweise ein Gewürge, sondern auch die Spiele, wo es um was ging. Die direkte Quali für die WM 1998 stand z.B. bis zur letzten Minute auf der Kippe, ehe Bierhoff (?) dann in der Nachspielzeit das 4:3 gegen Albanien erzielt hat.

Die misslungen Länderspiele im Vorfeld der WM 2006 würde ich eher auf die Unerfahrenheit/Naivität der jungen Mannschaft schieben, während das Gegurke der Altherrentruppe unter Vogts/Ribbeck oft einfach nur unfassbar gestrig und öde wirkte.

Bei der WM wurden immerhin die sehr niedrigen Erwartungen übertroffen. Mehr aber auch nicht. Im Eröffnungsspiel 2 Gegentore gegen den krassen Außenseiter Costa Rica und das Spiel bis kurz vor Schluss noch offen. Gegen Polen 90 Minuten ein 0:0-Gewürge, erst in der Nachspielzeit noch der glückliche Siegtreffer. Gegen Argentinien glücklich mit Ach und Krach ins Elfmeterschießen gerettet. Und das trotz Heimvorteil, der sicher nochmal einige Prozent mehr aus der Mannschaft herausgeholt hat, als das bei einer WM in einem fremden Land der Fall gewesen wäre.

Gegen Costa Rica war es in Anbetracht der Tragweite des Matches ein erwartbar nervöser Start, der aber Dank zweier Traumtore erfolgreich gestaltet wurde.

Das Spiel gegen Polen war ein unfassbar lebendiges "Sturm und Drang"-Match, das man bei besserer Chancenverwertung 4:0 gewinnt. Und wo war der Siegtreffer "glücklich"? Nur weil er in letzter Sekunde zustande kam? Tolle Balleroberung von Lahm, überragender Chipball von Schneider in den Lauf von Odonkor und der sucht und findet Neuville im Zentrum --> Ekstase! Den Jubel werde ich in meinem Leben nicht vergessen.

Gegen Ecuador dann ein souveräner 3:0 Sieg und das Achtelfinale gegen Schweden war bis zur Halbzeit eine der besten Turnierleistungen einer DFB-Elf in den letzten 50 Jahren.

Gegen Argentinien hatte man in einem 50/50-Spiel sicher das notwendige Glück, aber das war jetzt auch keine Laufkundschaft, sondern eine mit erfahrenen Topspielern gespickte Truppe, die auch noch verdammt eklig zu bespielen war und vor Selbstbewusstsein nur so getrotz hat.

Gegen Italien im HF hat ein "normales" Leistungsniveau halt nicht gereicht, aber da hätte auch einfach alles passen müssen. Chancen waren schon vor der dem Grosso-Tor auf beiden Seiten da, im Endeffekt hat Italien dann die minimalen Vorteile in einen Last-Minute-Sieg umgemünzt.

Insgesamt wurden die Erwartungen auch aufgrund der offensiven und gut ansehnlichen Spielweise meilenweit übertroffen und das obwohl der Heimvorteil auch leicht zu einem Heimnachteil werden hätte können., wenn man den kompletten Boulevard und Schwergewichte wie Hoeneß und Beckenbauer im Nacken hat.
 
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Ken

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Wie kann man die WM 2006 aus deutscher Sicht so schlechtreden. Wir hatten davor 6 Jahre (13 Spiele) gegen keinen großen Gegner mehr gewonnen. Die WM war ein taktischer und spielerischer Wendepunkt. Man hatte doch zuvor gar nicht mehr daran geglaubt, dass D in der Lage ist, in Spielen zu agieren statt nur zu reagieren und durch Einzelaktionen zu entscheiden.
Man muss Klinsmann nicht mögen - aber ich bin ihm dankbar, er alte Strukturen aufgebrochen und den Punkten Fitness und Psychologie weit mehr Aufmerksamkeit gewidmet hat. In dem Maße, was heute überall Standard ist.
Er hatte natürlich Glück, dass eine junge Riege an ordentlichen Fußballern am Start war, mit dem sich seine Ideen auch ansatzweise umsetzen lassen.
Die Spiele waren unterhaltsam, entweder durch nicht erwartete spielerische Klasse, oder Drama.
 

JazColeman

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Steile These, von der ich nach 20 Jahren aber immer noch überzeugt bin: wechselt Pekerman 2006 Messi (damals natürlich noch sehr jung) statt des fußlahmen Julio Cruz ein, kommt es erst gar nicht zum Elferschießen.
 

JabAndGrab

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Wie kann man die WM 2006 aus deutscher Sicht so schlechtreden. Wir hatten davor 6 Jahre (13 Spiele) gegen keinen großen Gegner mehr gewonnen. Die WM war ein taktischer und spielerischer Wendepunkt. Man hatte doch zuvor gar nicht mehr daran geglaubt, dass D in der Lage ist, in Spielen zu agieren statt nur zu reagieren und durch Einzelaktionen zu entscheiden.
Man muss Klinsmann nicht mögen - aber ich bin ihm dankbar, er alte Strukturen aufgebrochen und den Punkten Fitness und Psychologie weit mehr Aufmerksamkeit gewidmet hat. In dem Maße, was heute überall Standard ist.
Er hatte natürlich Glück, dass eine junge Riege an ordentlichen Fußballern am Start war, mit dem sich seine Ideen auch ansatzweise umsetzen lassen.
Die Spiele waren unterhaltsam, entweder durch nicht erwartete spielerische Klasse, oder Drama.

Ich fand auch, dass der der Confed Cup ein Jahr zuvor eine große Entwicklung zu Rudis Resterampe offenbart hat. Da hatte man zwar arge Defensivprobleme (die bei der WM u.a. durch die defensivere Rolle Ballack behoben wurden), spielte aber vorne bisweilen spektakulär und ist erst gegen ein Brasilien mit Prime Ronaldinho und Adriano im Monster-Modus gescheitert (die Seleção filetierte Argentinien im Finale mit 4:1). Klinsmann und Löw waren genau die richtigen Figuren zu der Zeit.
 

Amsel

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Ich fand auch, dass der der Confed Cup ein Jahr zuvor eine große Entwicklung zu Rudis Resterampe offenbart hat. Da hatte man zwar arge Defensivprobleme (die bei der WM u.a. durch die defensivere Rolle Ballack behoben wurden), spielte aber vorne bisweilen spektakulär und ist erst gegen ein Brasilien mit Prime Ronaldinho und Adriano im Monster-Modus gescheitert (die Seleção filetierte Argentinien im Finale mit 4:1). Klinsmann und Löw waren genau die richtigen Figuren zu der Zeit.

Lahm und #21 anstatt Robert Huth hat auch nicht geschadet ;)
 

Marmeladenbrot3

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Der Argumentation kann ich nicht folgen.

In den 70er, 80ern und 90ern wurden wir jeweils einmal Welt- und Europameister.
In den 2000ern holten wir keinen einzigen Titel. Der größte Erfolg in diesem Jahrzehnt war noch die Vizeweltmeisterschaft 2002 unter Rudi Völler.
In den 2010ern dann einmal Weltmeister geworden. Aber wieso dieses Jahrzehnt nun eine größere Ära gewesen sein sollte als die 70er, 80er und 90er, wo man jeweils Welt- und Europameister wurde leuchtet mir nicht ein.

Zunächst mal spreche ich nicht von abgeschlossenen Jahrzehnten. Dann wäre Löw und Klinsmann ja mit Schuld am Gerumpel unter Ribbeck und Völler. Das ergibt wenig Sinn. Ich sprach von den 10 Jahren von 2006 bis 2016. Und kannst du mir eine Zeitspanne der deutschen NM nennen, in der man öfter aufeinander bei großen Turnieren mindestens (!) das HF erreicht hat?

Btw, als 80er Weltmeister kenne ich nur Italien und Argentinien.
 

Sportfan12

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Insgesamt wurden die Erwartungen auch aufgrund der offensiven und gut ansehnlichen Spielweise meilenweit übertroffen

Naja, das ist dann vielleicht Geschmacksache und traf wahrscheinlich eher den Nerv von reinen Event-Fans, die bei einer WM einfach nur "unterhalten" werden wollen, aber ansonsten mit Fußball eher wenig zu tun haben. Klar ist da ein 4:2-Harakiri-Spiel "attraktiver" als ein minimalistischer 1:0-Ergebnisfußball.

Ob das nun ein sportlicher Gradmesser ist "gut ansehnlich" zu spielen, lasse ich mal dahin gestellt. Jedenfalls waren Gegner wie Costa Rica, Equador und Polen jetzt auch nicht die sportliche Elite, gegen die man da 2006 gespielt hat. Und gegen Argentinien und Italien, die ersten wirklich starken Gegner im Turnier, sah das dann schon ganz anders aus.
 

Sportfan12

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Dann wäre Löw und Klinsmann ja mit Schuld am Gerumpel unter Ribbeck und Völler.

Wie gesagt, das "Grumpel" unter Völler hat uns in den 2000ern den größten Erfolg gebracht, immerhin mit der Vizeweltmeisterschaft. Das sollten wir mal festhalten.

Mit Klinsmann ist man bei der Heim-WM im Halbfinale verdient ausgeschieden, nachdem man schon eher schleichenhaft überhaupt ins Halbfinale gekommen war. Wahrlich keine überragende Glanzleistung.

Mit Löw war man immerhin im EM-Finale 2008. Aber auch da lohnt sich ein genauer Blick. In der Gruppenphase verdient gegen Kroatien verloren, gegen Österreich nur ein glückliches 1:0 gerettet durch einen Freistoß von Ballack. Mir Gruppenzweiter geworden. Im Halbfinale ein Harakiri-Spiel gegen den klaren Außenseiter Türkei, mit einem glücklichen Sieg erst in der 90. Minute. Im Finale gegen Spanien dann absolut chancenlos.

Also diese Verklärung nach dem Motto:"Unter Völler alles völlige Katastrophe, unter Klinsmann und Löw dann die große Erlösung und Offenbarung des deutschen Fußballs" ist ziemlicher Unsinn.
 

JL13

King Kong
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Also gegen grosse Namen unter den Nationen Grütze spielen > Spiele gegen weniger klangvolle Teams tatsächlich gewinnen? Weil 08 war gegen Österreich nur ein 1:0 und gegen Türkei Harakiri und 06 konnten die Gruppengegner alle nix, aber das 0:3 gegen Portugal C im Jahr 00 ist hoch anzurechnen, weil die haben sich schon auch angestrengt. :crazy:
 

LeZ

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Chancenlos? Ich finde es immer lustig, wenn jeder Erfolg einer deutschen Mannschaft Dusel, Glück und planlos durchgewurstelt war, während die Siege der Konkurrenz grundsätzlich verdiente, generalstabmäßig geplante Kommandoaktionen waren.

Die Trainer kann man kaum vergleichen, weil sie Produkte ihrer Zeit waren und nur mit den Spielern arbeiten konnten, die es gab. Sch... waren natürlich Trainer, die die besten Spieler zuhause gelassen haben, weil sie mit denen nicht konnten.
 

Sportfan12

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Die Gruppe bei der WM 2002 war schwerer als die 2006. Irland hatte in der Qualifikation Holland ausgeschaltet. Kamerun war frischer Afrikameister und galt damals sogar als ein "Geheimfavorit". Ich würde auch die US-Mannschaft von 2002 oder den WM-Gastgeber Südkorea damals als schwerere Gegner ansehen als Schweden 2006 im Achtelfinale

Also das ist auch so eine Mär, vonwegen 2002 haben wir nur gegen Flaschen gespielt und 2006 nicht? Das Gegenteil ist der Fall.
 
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