Dinge, die keinen eigenen Thread verdienen (ATP)


gentleman

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Hier übrigens die drei offiziellen Videos zur heiteren Exkursion des Maestros mit Sascha Zverev durch Latein- und Südamerika :)

Der Titel "Everywhere is home" passt wohl zu keinem Tennisspieler oder vielleicht sogar Sportler auf diesem Planeten so gut, wie zu Roger Federer.



 

Gordo

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das "golden match" gibt es jetzt auch in voller länge auf youtube. da die pausen weggeschnitten sind, dauert es nur 8 minuten.


respekt auch an den einzigen zuschauer links, der sich das von anfang bis ende reingezogen hat (y)
 

Hans Meyer

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das "golden match" gibt es jetzt auch in voller länge auf youtube. da die pausen weggeschnitten sind, dauert es nur 8 minuten.


respekt auch an den einzigen zuschauer links, der sich das von anfang bis ende reingezogen hat (y)
Hab mir den 1. Satz angeguckt, davor hatte ich nur 2 Punkte gesehen
Das ist ja noch viel schlechter als ich erst gedacht hab
selbst für jemanden der zum 1. Mal spielt ist das einfach nur jämmerlich

Und sowas ist ein Profiturnier worauf man wetten kann ....

Um ehrlich zu sein, habe ich selten so einen Neid gespürt. Das wäre genau mein Spiel gewesen. Ein Game of the Ages und du kannst dabei sogar die Beine ausstrecken.
Wäre das keiner für deine Akademie? also Artem Bahmet
 

Obmann

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Ich plaudere als Ehremann ungerne über Internas. Aber weil wir vor Weihnachten so unter uns sind, natürlich haben wir direkt ein hochdotiertes Angebot gemacht.

Aber die Antwort war recht eindeutig. In einem Camp mit Averages, nein das ist nicht der Platz für einen Artem Bahmet, meinte dieser hoch talentierte Spieler. Gut ich musste es herunterschlucken.

Dann habe ich die Woche nun mitbekommen, dass sie eines meiner Lieblingsturniere in Pune von der ersten in die fünfte Woche verlegt haben. Bin ich auch nicht zufrieden. Habe ich doch um Neujahr schon Tennis in Indien sehen können und dort war einer der letzten Siege von Simone auf der ATP Tour (letztes Jahr/dieses Jahr).
Ich bin gespannt, ob man mein Protestschreiben bei der ATP(was ich mit sehr wichtig gekennzeichnet habe) beantwortet wird! Wahnnsinn was momentan wieder abläuft.
 

QueridoRafa

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Hier übrigens die drei offiziellen Videos zur heiteren Exkursion des Maestros mit Sascha Zverev durch Latein- und Südamerika :)

Der Titel "Everywhere is home" passt wohl zu keinem Tennisspieler oder vielleicht sogar Sportler auf diesem Planeten so gut, wie zu Roger Federer.



Das ist Federers-Südamerika-Tour von der anderen Seite her betrachtet. Simon Härig ist übrigens der gleiche Journalist, der Stan Wawrinka für seine Teilnahme am Diriyah Tennis Cup in Saudi Arabien kritisiert und ihn als Marionette der Öl-Milliardäre bezeichnet hat.

 

Dorian Gray

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Bei zwei Systemen rede ich nicht von Challengern und Future Turnieren, sondern davon, dass Spieler zwischen Future und nationalen Turnieren pendeln. Es gibt doch fast keinen der sich langfristig auf der Future Tour aufhält, dafür ist sie auch nicht gemacht, denn es lässt sich nicht finanzieren. Es gibt ein paar talentierte Spieler die genug Unterstützer haben, wo die Future Tour nur durchgangsstation sein soll. Aber der Rest, ohne reiche Eltern, Sponsoren oder große Unterstützung durch den Verband, ist nur teilweise bei Futuren unterwegs. Der Rest des Jahres werden nationale Turniere oder Liga gespielt.

Nehmen wir Rene Schulte als Beispiel, da er mit 30 Jahren eine Besonderheit darstellt. Ausserdem kann ich seine Turniere komplett einsehen.
Angefangen bei den deutschen Meisterschaften im vergangenen Jahr, wo es 2017 ein Preisgeld von 34.500 gab und er immerhin ins HF kam. Dem HF bei den badischen Meisterschaften mit 3.500 Preisgeld, dem Titel bei den ü 30 Meisterschaften mit 4.000 Preisgeld, der Finalniederlage beim Aberle Cup, ein Turnier mit 7.000 Preisgeld. Finalgegner war Masur, der in der Regel sonst Challenger spielt.
Eine direkte Niederlage beim Future in Deutschland, gefolgt vom Titel beim Möbel Puls Turnier, wo es 10.000 Preisgeld gab. Dann kam die Regionalliga Saison, danach ging es ähnlich weiter.

Weitere ITFs und nationale Preisgeld Turniere, alle in Deutschland.
Eine Übersicht der Turniere in Deutschland.

Gibt es weniger Turniere, dann beginnt das pendeln bereits weiter oben, aber am unteren Rand wird immer gependelt.

Der Zugang bleibt das nationale Ranking, genau wie jetzt. Wenn ich mir das nächstgelegene Future in Kassel ansehe, dann waren 2018 alle 64 quali Plätze belegt. 17 der 64 Teilnehmer in der Quali hatten ein Ranking, die anderen 47 haben sich über das jeweilige nationale Ranking qualifiziert. Genauso würde es auch bei einem höheren Preisgeld Einstieg sein. Der Zugang folgt über das nationale Ranking, genau wie jetzt. Das System bleibt doch offen, auch ohne 15k Turniere wo ausser den Finalisten keiner die Anreise zahlen kann.

Die Transition Tour war eine zusätzliche weltweite Tour, die kein Mensch brauchte und nichts gebracht hat. Ich fordere grundsätzlich lediglich einen Anstieg von Preisgeldern im bisherigen System. Ich will nichts zusätzliches schaffen, es eigentlich alles da. Genau wie vor einigen Jahren wo das Preisgeld von Minimum 10k auf 15k angepasst wurde. Nur eben deutlicher drastischer als lediglich ein Inflationsausgleich. Der Weg den Spieler gehen müssen, bis sie sich selbst finanzieren können ist einfach viel zu lang und das kann sich nur mit angehobenen Preisgeldern ändern. Wie hoch man gehen kann ist eine Frage der Finanzierung, welche Unterstützung gibt es von der ITF? Können die GS eine Preisgelderhöhung finanzieren?
Meine Frage an Hordorff war ja, ob der DTB sich nicht an der Dominanz der GSs und dem massiven Geldregen für die 4 Verbände stört. Die Fans der ganzen Welt bringen ihr Geld zu diesen 4 Turnieren, da sollte zumindest ein Teil des Geldes in die Welt zurückfließen. Den Übergang ins Profitennis zu finanzieren, finde ich mit am wichtigsten und würde besonders kleineren Nationen helfen.
Was finanziell möglich ist, kann man schlecht diskutieren. Warum es nicht mehr stimmen gibt, die eine andere Verteilung der GS Gewinne fordert, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel.
Was das Pendeln angeht, kommt es, wie gesagt, auch darauf an, wo es beginnt. Es kann nicht sein, dass Spieler, die auf 300, 400 oder 500 stehen zwischen zwei Weltranglistensystem switchen. Zwei Weltranglistensysteme sind sowieso Quatsch. Damit es wenigstens halbwegs funktioniert, hätten dafür viel mehr Challenger-Turniere geschaffen werden müssen, was aber völlig utopisch ist. Hordorff macht sich übrigens heute Vorwürfe, dass er das Scheitern der Reform nicht früher gesehen hat. Es war komplett absehbar. Aber was will man von einem Verband erwarten, der nicht mal die Namen der Spieler auf der Homepage richtig schreiben kann und die Geburtsdaten entfernt.

Rene Schulte hat in seiner Karriere allerdings nur sehr wenig Future gespielt und sich schon auf Nationale Turniere konzentriert. Das ist nicht der Spieler, der repräsentativ für das Future-System ist. Futures sollen Durchgangsstation sein, ja, aber viele halten sich dort länger auf und schaffen nicht gleich den Sprung auf die Challenger. Das ist manchmal ein längerer Weg mit Rückschlägen. Manchmal nutzen auch bessere Spieler, die lange verletzt waren, wieder dieser Wettbewerbe, um Matchpraxis zu bekommen. Daher werden Future nie nur schnelle Durchgangsstation sein.

Bei Schulte würde es sicher keinen Unterschied machen, da er Future nur in Deutschland spielt, aber er reist auch nirgendwo hin, weshalb das bei ihm auch unproblematisch ist.

Valentin Guenther wäre z.B. ein Spieler, den es noch stärker betrifft. 21 Jahre, Nummer 880 Welt. Spielt auch nationale Turniere, aber ist primär auf der Future-Tour unterwegs. Was würde mit ihm passieren? Seine Chancen sind sehr gering, dass er es mal in die Top 100 oder in die Top 200 schafft, aber will man diese Spieler auf die nationale Ebene verbannen. Manche explodieren mit 25 oder 28 doch noch mal.

Da würde mich einfach interessieren, wie das aussehen soll. Würde man bei den nationalen Turnieren dennoch Weltranglistenpunkte bekommen? Falls nicht, halte ich das für problematisch, weil es keinen dynamischen Übergang gibt.. Wo wäre der Cut?

Das Nationale Ranking gibt es in der Tat, aber das wird bislang nur für Entry Lists genutzt, auch bei Junioren-Turnieren, damit die Spieler ohne Ranking bei den Turnieren im eigenen Land in die Qualifikation kommen. Das zeigt schon, dass die Architekten des heutigen Systems eine funktionierendes System geschaffen haben. Ich sehe keinen großen Reformbedarf, sondern leichten Anpassungsbedarf. Dass die Preisgelder auf der Challenger-Ebene erhöht werden müssen, da sind wir uns einig. Ich denke einfach, dass die Futures besser verteilt müssten. In Deutschland finden z.B. zu wenig Futures statt. Vor ein paar Jahren waren es im Oktober immerhin vier. Jetzt ist es nur noch 1. Was aber auch mit dem verstärkten Fokus auf Challenger-Turniere zusammenhängt. Hamburg hat da glücklicherweise einen Sprung gemacht.
 

Jones

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Was das Pendeln angeht, kommt es, wie gesagt, auch darauf an, wo es beginnt. Es kann nicht sein, dass Spieler, die auf 300, 400 oder 500 stehen zwischen zwei Weltranglistensystem switchen. Zwei Weltranglistensysteme sind sowieso Quatsch. Damit es wenigstens halbwegs funktioniert, hätten dafür viel mehr Challenger-Turniere geschaffen werden müssen, was aber völlig utopisch ist. Hordorff macht sich übrigens heute Vorwürfe, dass er das Scheitern der Reform nicht früher gesehen hat. Es war komplett absehbar. Aber was will man von einem Verband erwarten, der nicht mal die Namen der Spieler auf der Homepage richtig schreiben kann und die Geburtsdaten entfernt.

Rene Schulte hat in seiner Karriere allerdings nur sehr wenig Future gespielt und sich schon auf Nationale Turniere konzentriert. Das ist nicht der Spieler, der repräsentativ für das Future-System ist. Futures sollen Durchgangsstation sein, ja, aber viele halten sich dort länger auf und schaffen nicht gleich den Sprung auf die Challenger. Das ist manchmal ein längerer Weg mit Rückschlägen. Manchmal nutzen auch bessere Spieler, die lange verletzt waren, wieder dieser Wettbewerbe, um Matchpraxis zu bekommen. Daher werden Future nie nur schnelle Durchgangsstation sein.

Bei Schulte würde es sicher keinen Unterschied machen, da er Future nur in Deutschland spielt, aber er reist auch nirgendwo hin, weshalb das bei ihm auch unproblematisch ist.

Valentin Guenther wäre z.B. ein Spieler, den es noch stärker betrifft. 21 Jahre, Nummer 880 Welt. Spielt auch nationale Turniere, aber ist primär auf der Future-Tour unterwegs. Was würde mit ihm passieren? Seine Chancen sind sehr gering, dass er es mal in die Top 100 oder in die Top 200 schafft, aber will man diese Spieler auf die nationale Ebene verbannen. Manche explodieren mit 25 oder 28 doch noch mal.

Da würde mich einfach interessieren, wie das aussehen soll. Würde man bei den nationalen Turnieren dennoch Weltranglistenpunkte bekommen? Falls nicht, halte ich das für problematisch, weil es keinen dynamischen Übergang gibt.. Wo wäre der Cut?

Das Nationale Ranking gibt es in der Tat, aber das wird bislang nur für Entry Lists genutzt, auch bei Junioren-Turnieren, damit die Spieler ohne Ranking bei den Turnieren im eigenen Land in die Qualifikation kommen. Das zeigt schon, dass die Architekten des heutigen Systems eine funktionierendes System geschaffen haben. Ich sehe keinen großen Reformbedarf, sondern leichten Anpassungsbedarf. Dass die Preisgelder auf der Challenger-Ebene erhöht werden müssen, da sind wir uns einig. Ich denke einfach, dass die Futures besser verteilt müssten. In Deutschland finden z.B. zu wenig Futures statt. Vor ein paar Jahren waren es im Oktober immerhin vier. Jetzt ist es nur noch 1. Was aber auch mit dem verstärkten Fokus auf Challenger-Turniere zusammenhängt. Hamburg hat da glücklicherweise einen Sprung gemacht.
Es ist kein verbannen, wenn die Chancen auf die top 200 ohnehin gering sind, dann sollte Valentin Günther sein Geld nicht auf Flugreisen verbrennen. Wie du schreibst machen manche erst Mitte/Ende 20 nen Sprung. Nur im jetzigen System hält es niemand aus eigener finanzieller Kraft 5-10 Jahre auf Future Ebene aus. So funktioniert das System nicht.

Auf nationaler Ebene gibt es keine Weltranglistenpunkte. Es soll alles bleiben wie es ist.
Anders gesagt nur das Preisgeld muss erhöht werden. Wenn ich 30 Jahre zurück schaue waren 1000-1400 Spieler in der Weltrangliste. Heute fast die doppelte Anzahl. Aber das ist nicht gut für den Sport, weil der Weg nach oben länger und härter wird. Gewinn machen nur Wettanbieter und Fluggesellschaften.

Der letzte Sprung im Preisgeld war bei den untersten Futures von 10k auf 15k. Wenn der nächste Sprung direkt auf 25k ist dann werden nicht alle Turniere den Sprung mitmachen. Wenn man hoch rechnet was alleine die Wettanbieter pro Turnier zahlen sollte 25k mindestens drin sein. Wenn die GS 10 oder 20% ihres Gewinns in einen Topf schmeißen und damit die unteren Kategorien unterstützen, dann wären auch mehr als 25k möglich. Es braucht keine Tour wo mehr als 2000 Spieler Punkte für die Weltrangliste sammeln. Es ist ein aufgeblähtes System zu lasten der Spieler, da ein Großteil finanzielle Verluste einfährt. Durch finanzielle Verluste ist der Einstieg ins Profileben unattraktiv und macht nur in der Hoffnung auf spätere Erfolge sinn. Und genau das beschreibt ein System welches nicht funktioniert. Genau das macht es schwer für talentierte Sportler sich für Tennis zu entscheiden. Da muss man ansetzen. Das wollte man auch mit der Reform. Die Reform war stümperhaft, aber die Problemen sind doch geblieben. Also muss man handeln, das hat sich nicht durch eine noch schlechtere Idee der ITF geändert.
 

Dorian Gray

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Die Einschätzung kann ich nach wie vor nicht teilen. Wenn es keine Weltranglistenpunkte auf dieser nationalen Ebene gibt, gibt es keinen dynamischen Übergang. Wenn es keinen dynamischen Übergang gibt, haben wir wieder ein Zwei Klassen-System, was zum Scheitern verurteilt ist. Viele wie Guenther, die es nicht schaffen, wären raus. Viele, die es später schaffen, wären aber auch raus. Da sehe ich den Unterschied zur Transition-Tour auch nicht. Außer dass man sich Reisekosten spart.

Am Ende wäre es wieder Wettbewerbsverzerrung. Das ist das deutlich größere Übel im Vergleich zu einem aufgeblähten System.
Finanziell wäre es leichter für Spieler und Eltern, aber die sportliche Perspektive wäre komplett weg. Also sehe ich alles, aber keine Verbesserung der Attraktivät. Die letzte Alternative mit einem nationalen Ranking wäre ein Auf- und Abstiegssystem, worauf dein Vorschlag fast hinaus läuft, was aber Spieler, die sich deutlich steigern, wieder in ihrer Entwicklung massiv bremsen und Zeit kosten würde. Auch länger verletzte Spieler hätten in so einem System große Probleme. Also auch das kann kein Ansatz sein.

Es mag sein, dass die Spieler Verluste einfahren, aber die sportliche Möglichkeit im System ist gegeben, wenn auch mit ein paar Unzulänglichkeiten. Es gibt Spieler, die mit Future-Siegen den Sprung schaffen. Das System funktioniert also de facto. Das ist auch die DTB-Auffassung von Eberhard und Co. und diese Einschätzung ist auch breiter Konsens im Tenniszirkus. Dass ein paar Veränderungen notwendig sind, ist klar, aber deswegen kann man keine Systemfrage stellen. Zumal bis heute kein fundierter Gegenvorschlag auf dem Tisch liegt, der das System weniger aufbläht und gleichzeitig einen vernünftigen Wettbewerb garantiert. Weder Transitition-Tour noch eine nationale Tour tun das. Eine nationales Ranking wäre, wenn überhaupt, nur vorstellbar, wenn es Weltranglistenpunkte gibt, damit die Leistungen nicht verfallen, aber auch das halte ich für sehr schwierig umsetzbar.
 

Jones

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Die Einschätzung kann ich nach wie vor nicht teilen. Wenn es keine Weltranglistenpunkte auf dieser nationalen Ebene gibt, gibt es keinen dynamischen Übergang. Wenn es keinen dynamischen Übergang gibt, haben wir wieder ein Zwei Klassen-System, was zum Scheitern verurteilt ist. Viele wie Guenther, die es nicht schaffen, wären raus. Viele, die es später schaffen, wären aber auch raus. Da sehe ich den Unterschied zur Transition-Tour auch nicht. Außer dass man sich Reisekosten spart.

Am Ende wäre es wieder Wettbewerbsverzerrung. Das ist das deutlich größere Übel im Vergleich zu einem aufgeblähten System.
Finanziell wäre es leichter für Spieler und Eltern, aber die sportliche Perspektive wäre komplett weg. Also sehe ich alles, aber keine Verbesserung der Attraktivät. Die letzte Alternative mit einem nationalen Ranking wäre ein Auf- und Abstiegssystem, worauf dein Vorschlag fast hinaus läuft, was aber Spieler, die sich deutlich steigern, wieder in ihrer Entwicklung massiv bremsen und Zeit kosten würde. Auch länger verletzte Spieler hätten in so einem System große Probleme. Also auch das kann kein Ansatz sein.

Es mag sein, dass die Spieler Verluste einfahren, aber die sportliche Möglichkeit im System ist gegeben, wenn auch mit ein paar Unzulänglichkeiten. Es gibt Spieler, die mit Future-Siegen den Sprung schaffen. Das System funktioniert also de facto. Das ist auch die DTB-Auffassung von Eberhard und Co. und diese Einschätzung ist auch breiter Konsens im Tenniszirkus. Dass ein paar Veränderungen notwendig sind, ist klar, aber deswegen kann man keine Systemfrage stellen. Zumal bis heute kein fundierter Gegenvorschlag auf dem Tisch liegt, der das System weniger aufbläht und gleichzeitig einen vernünftigen Wettbewerb garantiert. Weder Transitition-Tour noch eine nationale Tour tun das. Eine nationales Ranking wäre, wenn überhaupt, nur vorstellbar, wenn es Weltranglistenpunkte gibt, damit die Leistungen nicht verfallen, aber auch das halte ich für sehr schwierig umsetzbar.
Wir sollten die gleichen Punkte nicht erneut besprechen und uns im Kreise drehen. Wir hatten das 2 Klassensystem schon. Eine Weltrangliste mit 1000 Mann wie in den 80ern ist genauso viel oder wenig ein 2 Klassen system wie heute mit 2000 und mehr Spielern im Ranking.
Nach deiner Logik, je mehr Spieler im Ranking, desto besser, stellt sich die Frage warum nicht zusätzliche 10k Turniere eingeführt werden? Dann gäbe es noch mehr Turniere und am Ende der Saison wären statt 2.000 sogar 3.000 Spieler im Ranking. Nochmal, egal wie viele Turniere du lizensierst, egal wie viele Spieler im Ranking sind, irgendwo ist immer der Cut. Ich sehe keinen Grund warum die heutige Anzahl an Turnieren und Spielern die optimale ist. Es gibt keinen Grund bei einer anderen Anzahl von Turnieren von 2 Klassen zu reden. Sowohl bei 2.000 Spielern im Ranking als auch bei 1.000 hören die Spieler nicht einfach auf mit Tennis, sobald sie nicht im Ranking stehen.

Die Annahme, dass Spieler wie Günther raus sind, nur weil sie vielleicht kein Ranking haben ist doch absurd. Zum einen steht er unter den ersten 1.000 und ich rede von 1.000 Spielern im Ranking. Zum anderen sind es bei 2.000 Spielern im Ranking auch über 7.000 die sich an den Turnieren versuchen. Also selbst wenn Günther keine Punkte sammeln würde und immer in der Quali oder 1. Runde scheitert, er kann jede Woche antreten. Er kann weiterhin in Bielefeld 2. Bundesliga spielen bzw Regionalliga, da sie abgestiegen sind und er hat weiterhin die Möglichkeit nationale Turniere zu spielen. Was soll sich ändern? Nur bei meinem Vorschlag gibt es im erfolgsfall schneller Geld und damit die Möglichkeit länger halbwegs professionell am Tennis zu arbeiten.

Ich verstehe nicht warum du Wörter wie Wettbewerbsverzerrungen und Auf und Abstieg in diese Diskussion bringst. Es soll sich am Grundgerüst nichts ändern. Nach wie vor hat jeder die Möglichkeit sich über Qualis für die unterste Liga der Hauptfelder zu qualifizieren.

Die Systemfrage wurde von der ITF gestellt, in dem man Reformen durchgeführt hat. Meine Preisgeld Anpassungen und daraus resultierende Abschaffung einiger Turniere, wäre komplett im jetzigen System. Im Grunde würde man nur die regelmäßige Preisgeldanpassung etwas über den Inflationsausgleich drehen. Ok etwas deutlich den Ausgleich der Inflation sollte es schon sein und wenn eine Umverteilung der GS Gelder möglich ist, dann noch etwas mehr.
 

gentleman

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Sehr interessante Aussagen von Stakhovsky zum ATP Cup, Davis Cup, Piquet und wie alles entstanden ist.
Das sind sehr heftige Aussagen und könnte für sehr viel Unmut und Unruhe auf der Tour sorgen. Stakhovsky erhebt sehr schwere Vorwürfe gegen Nole und Pique, das kann kaum unkommentiert bleiben. Vor allem die Passage bzw. der Vergleich mit der FIFA ist schon starker Tobak. Der Kampf um die besten Timeslots für diese Events ist voll entbrannt. Es scheint momentan fast ausgeschlossen, dass man den DC und den ATP Cup in irgendeiner Form mergen kann, was ja Nole und Nadal zu Beginn des ATP Cups erneut öffentlich forderten. Es ist absurd, zwei Teamevents/Weltmeisterschaften (wie auch immer man das bezeichnen will) binnen 4 Wochen zu spielen. Das ist auch den Zuschauern nur schwer vermittelbar.
 

Jones

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Definitiv heftig und es wird nicht jedem schmecken. Ich finde es sehr interessant wie die Dinge hinter den Kulissen so laufen. Die Tenniswelt ist sowas von verworren.
Auch der Podcast von Tennisnet war recht interessant. Antonitsch mit ein paar interessanten Ideen und Kritik am hiesigen Ranking System und 4 unterschiedlichen Verfahrensweisen im 5. Satz bei 4 GSs. Absolut schade, dass die Verbände diesen Sport in kein besseres Licht rücken können.
 

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Grande Stakho hatte die üblen Äußerungen über die WTA und seine Tochter. Ich verstehe jeden, der ihn deswegen skeptisch sieht. Das muss man.

Was ich aber persönlich sagen kann und das meinte ich im alten Forum im Jahr 2018 hier. Ich habe auf der Challengerebene persönlich keinen Spieler gesehen, der so sympathisch und lustig auf dem Platz agierte. Keine Show, keine Person, die Balljungen 20 Meter laufen lässt, und das Handtuch hängt neben ihnen. Auch respektvoll mit dem Gegner. So gesehen finde ich diese Äußerungen schon auch in dem Bezug interessant, da ich ihm eine relativ hohe Glaubwürdigkeit zuordne. Aber das ist ein persönlicher Geschmack.

Warum ich hier bin:

Die Obmann Tennis Akademie hat noch über die ganzen Feiertage mit sich gerungen.
Wir haben momentan in unserer Akademie, Average Busta, Pretty Pella, Big Jarry und als assoziertes Mitglied RBA.

Wir haben noch ein weiteres Mitglied nun aufgenommen und sind nun für das Jahr 2020 gerüstet.
Es kommt zu einem Moment, der zu uns nicht passt, weil er eine sehr gute Woche hatte. Wir steigen ungern auf fahrende Bandwaggons auf. Aber noch hat er noch nicht volle Fahrt aufgenommen, so dass wir guten Gewissens uns neues Mitglied begrüssen können

Corentin Moutet (Frankreich)

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Gründe sind relativ einfach. Gerade das Spiel 2019 bei den FO gegen Londero war extrem hochklassig und extrem interessant. Wie der wehrte Forumskollege Gordo feststellte, hat man auch absolut nichts gegen Linkshänder. Das Ballgefühl ist sehr hoch und ist zum Anschauen sehr kurzweilig. Zu Verbessern gilt der Aufschlag.

Der war in Nouma ein Thema. Den hat er nämlich auf Challengertour einmal verweigert und hat für einen Eklat gesorgt. Dies wird natürlich in unserer Akademie sehr kritisch gesehen. Irgendwelche Allüren, Aussetzer oder sonstige Gimmicks überlassen wir "Jahrhunderttalente". Wir wollen uns auf das konzentrieren, auf was es ankommt. Auf das Tennisspiel.
 

Hans Meyer

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Puh, das ist aber starker Tobak. Jarry und vor allem Farah sind nicht irgendwelche Spieler, die sind mitten in der Weltspitze. Farah meint, dass sein positiver Dopingbefund auf das anabole Steroid Boldenon auf den Konsum von Fleisch in seiner Heimat zurückzuführen sei. Man wird sehen, was der weitere Prozess und die Ermittlungen zeigen werden.
 
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