Das ist dann aber eher allgemein eine Frage wie man Sport definiert. Ich hätte kein Problem damit Wettmauern als Sport zu bezeichenen.
Nun, ich habe eine Definition für mich (kein Anspruch auf Wahrheit, ist für mich richtig). Meiner Ansicht nach, braucht es so Sportarten, wie z.B. Tauchen, Synrchonschwimmen etc. nicht, da man in diesen Sportarten keine messbaren Ergebnisse erzielen kann, sondern von einer Jury bewertet wird. Da muss einer in der Jury spinnen und man gewinnt nicht, obwohl man der bessere ist. Das nervt mich teilweise auch beim Boxen, aber dort gibt es noch die Möglichkeit des KO, oder der Aufgabe, wenn man siehst das man sonst getötet wird. Dann ist es klar wer der Bessere ist. Des Weiteren sollte die Fähigkeit des Athleten primär entscheidend sein und nicht das Hilfsmittel (Formel 1, Reiten), dazu mehr unten.
Nach der Argumentation kann man aber auch andere Sportarten in Frage stellen. Bei Radrennen hat auch der Beste ohne Spitzenfahrrad keine Chance, ein Marathon-Läufer wird ohne teure Laufschuhe keine Medallie gewinnen, bei Kanu/Kajak/sonstige Bootsrennen ist mit einem durchschnitts Kahn nichts zu holen und bei allen Ski-Disziplinen hängt extrem viel von den Brettern und vom Wachs ab. Ohne genügend Geld ist im Spitzensport nirgends was zu holen.
Ich möchte hier kein Plädoyer für Reiten bei olympischen Spielen halten, aber es gehört eben auch traditionell zu den zentralen Sportarten und sehr viele Menschen interessieren sich dafür. Da kann man andere Sportarten eher diskutieren.
Ich kenne mich nicht so aus, aber ich denke mal nicht, dass sich die Fahrräder und Laufschuhe der Spitzenathleten so gross unterscheiden. Man sollte nach Möglichkeiten nicht mit dem Aldimountainbike oder Wanderschuhen kommen, aber ich denke nicht, dass man diese "Hilfsmittel" so stark modifizieren kann, wie z.B. ein Formel 1 Auto, dass es wirklich so einen extremen Unterschied ausmacht. In der Formel 1 bringe ich gern immer wieder das selbe Beispiel. Damon Hill. '96 Weltmeister mit Williams, wurde sein Vertrag nicht verlängert. Er kam bei Arrows unter, wo er in einem Rennen einen 2. Platz erreichte und sonst ein einziges WM-Pünktchen holte, als amtierender Weltmeister. Mittlerweile teilten sich die Williamsfahrer Villeneuve und Frentzen die ersten beiden WM-Plätze (ok, Schumi wäre vor seiner Disqualifikation 2. gewesen, aber trotzdem, die beiden Williams wären 1. und 3. gewesen, Hill war 12. im Gesamtranking). Sprich, das Auto ist deutlich wichtiger, als die Fähigkeiten des Fahrers und ab dann ist es mir egal, ob der Fahrer fit sein muss, ab einem gewissen Level des Fahrzeugs ist der Fahrer eine vernachlässigbare Grösse (natürlich wäre ich z.B. nicht Weltmeister geworden mit Williams, die konnten schon etwas, aber Tatsache war, dass Williams wieder die besten Plätze hatte, mit 2 anderen Fahrern und Hill mit einem anderen Auto nichts erreichen konnte). Im Reiten ist das auch so eine Sache. Ein Pferd ist ein Lebewesen. Genauso wie Ronaldo der bessere Fussballer ist als Sandro Wagner, Federer der bessere Tennisspieler als Wawrinka, James der bessere Basketballer als Marcus Williams, genauso ist Pferd A je nach Trainings, Talent etc. besser als Pferd B. Da ist dann die Leistung des Reiters schon auch wichtig, aber niederiger einzustufen als das "Hilfsmittel".