Ich schätze mal, Vondroussova dachte, sie kann nicht außerhalb des angegeben 1 Std. Zeitfensters, dass alle Tennis-Profis angeben müssen, kontrolliert werden. Nach dem sie der Kontrolleurin sozusagen ein "phuck you" auf ihre Testanfrage entgegengeschleudert hat, hat sie später gemerkt, was sie angerichtet hatte und kam dann mit der jetzt wenig überzeugenden Story rüber, die halt so ihre Logiklöcher aufweist.
Was ich mich bei der ganzen Sache frage: Wie viele andere Profis hätten das auch nicht gewusst, dass ein Prüfer auch außerhalb des 1-Std. Zeitfensters fröhlich mit dem Uringlas wedelnd bei einem an der Haustür auftauchen kann? Ich schätze mal: VIELE! Ich weiß noch, wie Roddick das Thema das erste Mal aufgegriffen hat im podcast. Auch er hatte keine Ahnung. Gestern im podcast hatte er leider immer noch recht wenig Ahnung was eigentlich Sache ist.
Ich schätze mal, dass es jetzt auch einige (oder auch Viele?) Profis gibt die so sind "Oha, ich hatte keine Ahnung von diesen Regeln".
Wenn man das weiterspinnt, wäre das natürlich sehr interessant, wie man geurteilt hätte, wenn ein Alcaraz oder ein Sinner einen Test verweigert hätte und lieber mit seinem Hund Gassi gegangen wäre? Vor dem Gesetz sind alle gleich, einige aber vielleicht doch etwas Gleicher?
Ich habe gerade etwas in podcast von Kim Cliysters reingeguckt und es ist ganz interessant, dass sie da was sagt, was - meiner Einschätzung nach - so nicht stimmt. Sie sagt im Endeffekt, soll man sie halt sofort am nächsten oder übernächsten Tag testen, es kann ja nicht sein, dass eine Substanz 1 Tag später ganz aus dem Körper raus ist. Aber offenbar ist genau das der Grund für die strengen Testregeln: das nämlich Microdosierungen "ein Ding" sind und Substanzen sehr wohl nach einigen Stunden aus dem Körper komplett raus sein können.
Die innere Logik der WADA stimmt also da. Von der Effektivität bin ich irgendwie trotzdem nicht überzeugt. Oder ich sag mal so, ich weiß es NICHT nach ein "bisschen Recherche". Aber wenn ich eine Kurz-Recherche mache und stoße dabei auf Infos, dass es verschiedene Doping-Arten gibt, die kaum bis gar nicht nachweisbar sind, dann kommen halt bei mir Fragen auf wie "Wie viel Effekt-Hascherei" ist bei diesem strengen Test-Ablauf eigentlich dabei? Ist das nicht ein wenig drüber, dass man Athleten praktisch jederzeit testen kann? Wie sinnvoll ist das wirklich? Sollte man es nicht lieber bei der 1 Std. am Tag belassen, die von den Athleten angegeben wird?