Doping im Tennis


Tuco

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Vondrousova wurde wegen eines verweigerten Dopingtests jetzt für 4 Jahre gesperrt.

Der Vergleich des Vergehens und der jeweiligen "Strafe" mit Swiatek und Sinner ist natürlich naheliegend, aber da kann ja jeder selbst drüber entscheiden, wie angemessen das Ganze ist.

Hier wird wohl auch auf den Fall Sinner angespielt und vermutet dass es nicht bei dieser langen Sperre bleibt, glaube ich auch nicht:

 

chris☕

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Vondroussova hat lt. Ihrer Aussage aus Angst die Tür nicht aufgemacht. Der Prüfer habe sich nicht eindeutig identifiziert und sie musste an Petra Kvitova denken, die mal privat von einem Verrückten angegriffen wurde. Der ganze Fall steht und fällt doch damit, was genau an der Tür tatsächlich abgeloffen ist.
 

Hans Meyer

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Vondrousova wurde wegen eines verweigerten Dopingtests jetzt für 4 Jahre gesperrt.

Der Vergleich des Vergehens und der jeweiligen "Strafe" mit Swiatek und Sinner ist natürlich naheliegend, aber da kann ja jeder selbst drüber entscheiden, wie angemessen das Ganze ist.

Natürlich ist der Eindruck nicht gut, aber der Grundgedanke ist doch nachvollziehbar.
Also ganz unabhängig dieser Fälle, weil man ja nur schwer sagen kann was wirklich passiert ist

Wenn dir etwas nachgewiesen wird und man dann doch von Fremdverschulden ausgeht, ist es doch sinnvoll die Strafe zu verkürzen, mal davon ausgehend dass es wie leider meistens keine billige Ausrede ist.
Wenn du aber gedopt bist und einfach die Kontrolle verweigern kannst, dann kann das nicht strafmildernd sein
 

thedoctor46

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Natürlich ist der Eindruck nicht gut, aber der Grundgedanke ist doch nachvollziehbar.
Also ganz unabhängig dieser Fälle, weil man ja nur schwer sagen kann was wirklich passiert ist

Wenn dir etwas nachgewiesen wird und man dann doch von Fremdverschulden ausgeht, ist es doch sinnvoll die Strafe zu verkürzen, mal davon ausgehend dass es wie leider meistens keine billige Ausrede ist.
Wenn du aber gedopt bist und einfach die Kontrolle verweigern kannst, dann kann das nicht strafmildernd sein
Ne das ist richtig, das Problem sind in dem Fall die geringen "Strafen" von Sinner und Swiatek.

Es wirkt halt sehr unglücklich. Bei Brooksby wars ja mein ich auch ähnlich.
 

Hans Meyer

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Ne das ist richtig, das Problem sind in dem Fall die geringen "Strafen" von Sinner und Swiatek.

Wenn man davon ausgeht, dass sie Schuld haben ja, rein in der Theorie will man doch aber auch nicht, dass Spieler ohne Fehlverhalten (länger) gesperrt werden, selbst wenn der Test positiv war
Ich finde bei den Fällen von Swiatek und Sinner aber auch, dass sie sehr glimpflich davon kamen
 

Tuco

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Wenn man davon ausgeht, dass sie Schuld haben ja, rein in der Theorie will man doch aber auch nicht, dass Spieler ohne Fehlverhalten (länger) gesperrt werden, selbst wenn der Test positiv war
Ich finde bei den Fällen von Swiatek und Sinner aber auch, dass sie sehr glimpflich davon kamen

Man sollte die Fälle aber auch nicht gleichsetzen. Der Pharmakonzern hat überhaupt keinen Grund für Swiatek zu lügen, bei Angestellten von Sinner ist da schon deutlich mehr Skepsis angebracht.
 

Hans Meyer

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Man sollte die Fälle aber auch nicht gleichsetzen. Der Pharmakonzern hat überhaupt keinen Grund für Swiatek zu lügen, bei Angestellten von Sinner ist da schon deutlich mehr Skepsis angebracht.

Das mein ich doch, es geht mir hier nur um den Fall, dass a) nicht gedopt aber positiv war und b) gedopt aber nur eine Kontrolle verpasst/verweigert hat.
Wie man dann den einzelnen Fall bewertet, das ist eine andere Frage
 

chris☕

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Die Aussagen rund um diesen besagten Abend in Prag als Vondroussova kontrolliert werden sollte sind ganz schön wild. Wenn man mehrere Artikel liest, ergibt sich nicht zwingend ein vollständiges Bild, wie der Ablauf konkret aussah. Aber nachdem ich gerade ein wenig quergelesen habe, sieht das erstmal eher nicht so gut aus für die Tschechin.

Als sie auf den Kvitova Fall zur Verteidigung verwies, ging ich davon aus, dass sie dem Kontrolleur nicht mal die Tür geöffnet hatte. Dem scheint aber nicht so zu sein. In den Berichten kommt teilweise zur Sprache, dass Vondroussova vor Ort eine Verweigerungserklärung unterschrieben hat. Es soll dann auch noch draußen zu einem Treffen mit dem Kontrolleur gekommen sein, als Vondroussova mit dem Hund rausging. Es schwächt auch die Argumentation, der Prüfer hätte sich nicht ausgewiesen. Der Prüfer hatte schon mal eine vorgefertigte, offiziell aussehende Verweigerungserklärung mit dabei.

Vondroussova bekommt gerade extrem viel Zuspruch von Kolleginnen. Aber ich denke, dass ist ein Fall, wo man tatsächlich ganz genau hinschauen muss, was tatsächlich exakt passiert ist. Stimmt das tatsächlich so mit der unterschriebenen Erklärung und dem Aufenthalt mit dem Hund vor der Tür während der Prüfer noch da ist, dann hat die ehemalige Wimbledon-Siegerin argumentativ nicht gerade viel auf der Pfanne, wenn sie in Revision gehen will.
 

chris☕

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Ich schätze mal, Vondroussova dachte, sie kann nicht außerhalb des angegeben 1 Std. Zeitfensters, dass alle Tennis-Profis angeben müssen, kontrolliert werden. Nach dem sie der Kontrolleurin sozusagen ein "phuck you" auf ihre Testanfrage entgegengeschleudert hat, hat sie später gemerkt, was sie angerichtet hatte und kam dann mit der jetzt wenig überzeugenden Story rüber, die halt so ihre Logiklöcher aufweist.

Was ich mich bei der ganzen Sache frage: Wie viele andere Profis hätten das auch nicht gewusst, dass ein Prüfer auch außerhalb des 1-Std. Zeitfensters fröhlich mit dem Uringlas wedelnd bei einem an der Haustür auftauchen kann? Ich schätze mal: VIELE! Ich weiß noch, wie Roddick das Thema das erste Mal aufgegriffen hat im podcast. Auch er hatte keine Ahnung. Gestern im podcast hatte er leider immer noch recht wenig Ahnung was eigentlich Sache ist.
Ich schätze mal, dass es jetzt auch einige (oder auch Viele?) Profis gibt die so sind "Oha, ich hatte keine Ahnung von diesen Regeln".

Wenn man das weiterspinnt, wäre das natürlich sehr interessant, wie man geurteilt hätte, wenn ein Alcaraz oder ein Sinner einen Test verweigert hätte und lieber mit seinem Hund Gassi gegangen wäre? Vor dem Gesetz sind alle gleich, einige aber vielleicht doch etwas Gleicher?

Ich habe gerade etwas in podcast von Kim Cliysters reingeguckt und es ist ganz interessant, dass sie da was sagt, was - meiner Einschätzung nach - so nicht stimmt. Sie sagt im Endeffekt, soll man sie halt sofort am nächsten oder übernächsten Tag testen, es kann ja nicht sein, dass eine Substanz 1 Tag später ganz aus dem Körper raus ist. Aber offenbar ist genau das der Grund für die strengen Testregeln: das nämlich Microdosierungen "ein Ding" sind und Substanzen sehr wohl nach einigen Stunden aus dem Körper komplett raus sein können.

Die innere Logik der WADA stimmt also da. Von der Effektivität bin ich irgendwie trotzdem nicht überzeugt. Oder ich sag mal so, ich weiß es NICHT nach ein "bisschen Recherche". Aber wenn ich eine Kurz-Recherche mache und stoße dabei auf Infos, dass es verschiedene Doping-Arten gibt, die kaum bis gar nicht nachweisbar sind, dann kommen halt bei mir Fragen auf wie "Wie viel Effekt-Hascherei" ist bei diesem strengen Test-Ablauf eigentlich dabei? Ist das nicht ein wenig drüber, dass man Athleten praktisch jederzeit testen kann? Wie sinnvoll ist das wirklich? Sollte man es nicht lieber bei der 1 Std. am Tag belassen, die von den Athleten angegeben wird?
 
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