.....Und wenn Löw schon einen weiteren Stürmer zum Bank wärmen mitnehmen will, dann wäre mir Kießling von den verfügbaren Alternativen noch am liebsten .....
Mir auch. Für ihn sehe ich den höchsten Verwendungsgrad von allen sonstigen Kandidaten.
Läuft es mit Klose und wir führen, käme als erstes für ihn der Gomez rein, um ein 2. oder 3. nachzunetzen.
Liegen wir mit Klose zurück, käme als erstes für ihn der Gomez rein, um einen Ausgleich zu erzwingen oder zu ernetzen.
Falls sich aber ein Ersatz Gomez als Hemmschuh oder verletzt erweisen sollte, hätte man von einem Kies noch am ehesten etwas, als Gomez-Vetrteter. Ist zwar nicht der Verteiler, wie Hanke, und auch kein Einnetzer, wie Cacau, aber geht weite Wege, taugt als Zielspieler und Brecher, hängt sich voll rein und verursacht Schmerzen.
Jedenfalls kann der in relativ kurzer Zeit recht viel bewirken. Ob er so ein umgänglicher Typ für die hinterste Bankreihe ist, kann ich nicht beurteilen.
Der Kies ist mit seiner Art zu spielen mMn zu Unrecht so in der Kritik. Ihm ist ja hauptsächlich eigentlich nur vorzuwerfen, dass er nicht genug netzt, zuviele Chancen liegen lässt. Aber sonst ist das ein Rackerer und Kämpfer, sorgt für Ballbehauptungen und schnellen Raumgewinn. Es mag EM-Situationen geben, wo lange Bälle hinten raus gepölt werden müssen, entweder weil der Gegner drückt, um einen Rückstand wettzumachen, oder weil die DFB-Elf hinten liegt und ihnen die Zeit davonläuft. Für solche Eventualitäten gäbe es eine Art Notwendigkeit für den Einsatz eines dritten Stoßstürmers und Kießling könnte dem Team dann helfen.
Sogar Pep Guardiola scheint recht viel von ihm zu halten, immerhin erwähnte er einzigst und ausgerechnet ihn als größten Bayer-Trumpf:
....Und Guardiola zollt Bayer Respekt: "Leverkusen ist eine Mannschaft, die durchaus in der Lage ist, das Spiel an sich zu reißen und gefährlich werden kann. Wir müssen höllisch aufpassen. Vor allem bei Standards ist Leverkusen gefährlich. Sie haben gute und lang gewachsene Spieler wie Stefan Kießling.....
http://www.spox.com/de/sport/fussba...-lionel-messi-robin-dutt-michael-ballack.html
Das hatte Robin Dutt wohl so ins Grübeln und Zweifeln gebracht, dass er den Stefan Kießling gar nicht erst aufstellte.
Vielleicht hat er gemutmaßt, dass ihn der große Barca-Coach damit auf's taktische Glatteis führen wollte und fühlte sich wohl schlauer als Schweinchen Schlau, als er den Gegenkniff: "Schürrle als Sturmspitze" ausheckte. :laugh2:
Kießling wurde spät eingewechselt und dann war plötzlich wieder Betrieb im Strafraum des klein gewachsenen Barcelona.