FC Bayern München 2019/20: Aus dem erfolgreichen Trott in den großen Umbruch - auch zukünftig erfolgreich!?


Tuomas

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Für eine Interimslösung war Wenger also nicht zu haben.
Soll Flick das nun richten, bis wann? Besonders ambitioniert für eine längere Hauptverantwortung kommt er mir nicht vor,
und von Hoeness war doch zu vernehmen, dass man in der Trainerfrage bis Ende des Monats klarer sehen will...dann doch evt Flick bis Saisonende.
 

henningoth

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Van Bommel macht dann mit Augenthaler die "special nerv teams", und Alonso den linebacker coach. :)

Mal ohne Schei$$, ich glaube dass man im Fussball tatsächlich davon profitieren könnte, wenn Spezialisten die jeweiligen Spielertypen technisch in Kernkompetenzen gezielt trainieren, ohne dass das ein Generalist macht. Also die defensiven Spieler in Zweikampfverhalten, Positionierung, Antizipation, Grätschen, Tacklings, die offensiven Spieler in Übersicht, Schnittstellenpässe, Ballmitnahme unter Druck, Abschlussvarianten usw. Ich habe den Eindruck das wird oft stark den Spielern überlassen wie sie sich da selbst entwickeln. Es gibt ja einen Grund warum das in der NFL ein 12-Mann-Team macht, und nicht einer oder zwei.
besonders bei Standardsituationen dürfte es noch enorm viel potential geben mehr einzustudieren.
 

le freaque

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Die totale Graupe hatte in der Triple-Saison 19 Assists... Hat aber mit Spielaufbau wenig zu tun.

"Hinten rum" Lahm, die Eckkneipen in denen du damals die Spiele geguckt hast wurden wohl nicht gerade von Experten frequentiert ;) Allgemein wird er doch gerade als Spielmacher von der RV-Position aus gesehen. Was soll den sonst sein Alleinstellungsmerkmal gewesen sein, mit dem er sich den Ruf als einer der besten AVs erarbeitet hat? Seine Athletik? Seine Torgefahr? Seine offensiven Dribblings? Sein Ruf wird wohl kaum nur darauf gründen, dass er seine Seite defensiv gut zumachen konnte, das schaffen viele.
Lahm hatte halt ein extrem gutes Spielverständnis und Raumgefühl. Erst links mit Ribery, später rechts mit Robben wusste er fast immer, wann er absichern musste, wann er wo als Anspielstation zu sein hatte, wenn der Winger ins 1vs 1 ging und wann er die Seite halten musste, wenn der nach innen zog. Lahm war als Kombinationspartner für den Winger eine absolute Granate.
Kimmich schlägt natürlich viel bessere Flanken, ist selbst torgefährlicher. Dafür ist er in den genannten Bereichen zwar nicht schlecht, aber nicht auf Lahms Niveau.
 

NarrZiss

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Van Bommel macht dann mit Augenthaler die "special nerv teams", und Alonso den linebacker coach. :)

Mal ohne Schei$$, ich glaube dass man im Fussball tatsächlich davon profitieren könnte, wenn Spezialisten die jeweiligen Spielertypen technisch in Kernkompetenzen gezielt trainieren, ohne dass das ein Generalist macht. Also die defensiven Spieler in Zweikampfverhalten, Positionierung, Antizipation, Grätschen, Tacklings, die offensiven Spieler in Übersicht, Schnittstellenpässe, Ballmitnahme unter Druck, Abschlussvarianten usw. Ich habe den Eindruck das wird oft stark den Spielern überlassen wie sie sich da selbst entwickeln. Es gibt ja einen Grund warum das in der NFL ein 12-Mann-Team macht, und nicht einer oder zwei.
Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass es im Fussball schon längst solche Umsetzungen gibt. Die Trainerstäbe wurden bekanntlich auch immer größer und man liest vereinzelt von Standardcoaches bzw. Einwurfcoaches.

Natürlich könnte und sollte man sowas auch viel strikter durchsetzen und sich als Head Coach / Trainer sowie als Verein seine weiterführenden Gedanken machen, aber komplett neu ist das Konzept im Fussball eben auch nicht.
 

le freaque

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Gibt es auch. In Deutschland hat das als erster in der BL Berti Vogts gemacht, damals bei Leverkusen (u.a. mit Littbarski als Offensivcoach) und wurde (wie immer) verspottet.
 

NarrZiss

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Gibt es auch. In Deutschland hat das als erster in der BL Berti Vogts gemacht, damals bei Leverkusen (u.a. mit Littbarski als Offensivcoach) und wurde (wie immer) verspottet.
Typisch. Bloß nichts verändern. Man könnte ja sogar etwas zum Positiven verändern.

Da helfen dann auch Medien und Ex-Spieler / Trainer an erster Stelle mit. Die Kultur des Stillstands.
 

LoverNo1

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Die totale Graupe hatte in der Triple-Saison 19 Assists... Hat aber mit Spielaufbau wenig zu tun.

"Hinten rum" Lahm, die Eckkneipen in denen du damals die Spiele geguckt hast wurden wohl nicht gerade von Experten frequentiert ;) Allgemein wird er doch gerade als Spielmacher von der RV-Position aus gesehen. Was soll den sonst sein Alleinstellungsmerkmal gewesen sein, mit dem er sich den Ruf als einer der besten AVs erarbeitet hat? Seine Athletik? Seine Torgefahr? Seine offensiven Dribblings? Sein Ruf wird wohl kaum nur darauf gründen, dass er seine Seite defensiv gut zumachen konnte, das schaffen viele.

Bayern Spiele nur in der Eckkneipe Sport1-Forum :smoke:

Du verschweigst, dass das diese Saison absolute Ausnahme war von Lahm, was Assists betrifft.

Hier wird ja gerade versucht den Ruf zu erarbeiten, er wäre auch der mega ZM gewesen.
Da hat Kimmich schlicht weit mehr Potential, weil er er besser mit dem Ball nach vorn kann.

Taktische Disziplin, Fairness, Stabilität, Ballsicherheit, Zweikampfstärke, Bereitschaft.
Gibt einiges, das mir zu Lahm einfiele und ihn auch für mich vermutlich zu dem deutschen RV der Geschichte macht.
 
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LoverNo1

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Euer zukünftiger Boss hat sich zur Trainersuche geäußert:

„Man muss wegkommen von irgendwelchen Namen oder großen Namen.“ Zwei andere, entscheidende Fragen, müssten in den Mittelpunkt gestellt werden: „Was ist der Fußball, für den Bayern stehen möchte? Und wer ist ein Trainer, der optimal dazu passt?“

(y)


Aki, bitte zur Kenntnis nehmen.

edit:

Nicht ganz sicher, woher das stammt, aber noch ein etwas größerer Auszug:

"Die Zeiten sind vorbei, wo es bei Bayern München gereicht hat, irgendwie Spiele zu gewinnen und irgendwie Meister zu werden. Fußball hat sich natürlich auch dahingehend weiterentwickelt, dass es schon auch Spektakel ist. Die Zuschauer die heute ins Stadion kommen, die wollen ja auch ein attraktives Fußballspiel sehen. Und das ist auch etwas, was auch zur Philosophie von Bayern München gehört: Dass sie ein dominantes Spiel - natürlich - spielen wollen, dass sie aber auch attraktiv spielen, dass sie nach vorne spielen, dass man da Dinge erkennen kann, die man bei anderen Mannschaften, was das technische Niveau, was die Geschwindigkeit anbelangt, die man bei anderen Mannschaften so nicht sieht. Das heißt, auch da sind die Erwartungen einfach höher geworden. Und damit natürlich auch die Erwartungen an einen Trainer, der dann eben auch diesen Fußball spielen lassen muss. ...


Natürlich einige semiwidersprüchliche Phrasen, aber im Kern doch eine nachvollziehbare Forderung nach Modernisierung.
 
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Zapator

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Ich finde das "welche Spielphilosophie hat ein Verein" schon ein bisschen zu hoch gehaengt wird.
Bayern hatte die letzen Jahrzehnte einen dominanten Stil schon alleine deswegen weil man in 90% aller Spiele dem Gegner kadermaessig weit ueberlegen war, womit sich die Rollenverteilung auf dem Platz automatisch ergibt.
Mit so einer Mannschaft und solchen Gegnern dann defensiv und auf Konter zu spielen waere widernatuerlich und macht auch keiner.
Bayern konnte seinen Spielstil immer durchziehen mit Ausnahme der paar CL Spiele pro Jahr wo man dann auf mindestens gleichstarke Gegner trifft, wo es dann auch darauf ankommt was der Gegner zulaesst (z.B. Ballbesitz gg Barca).
Was das Publikum erwartet richtet sich deren Einschaetzung der Leistungsfaehigkeit des Teams im Vergleich zum Gegner.
Wenn man gegen Bochum spielt mit voller Kapelle, dann geht jeder davon aus dass da 4 Tore drin sein muessen.
Wenn man aber wie derzeit aus dem vorletzten Loch pfeift, glaube ich nicht dass die Stadionbesucher errwarten dass man Dortmung klar besiegen muss, da werden sich alle auch ueber ein schwindliges 2:1 in Duesseldorf freuen.
Wenn man 2004 einen langweiligen 1:0 Sieg heimgefahren hat, dann sind da bei den Fans auch nicht die Sektkorken geflogen, ich seh da keinen grossen Unterschied zu heute. Wer zu Bayern ins Stadion geht wollte schon immer guten Fussball sehen.
 
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Wer vorgibt dass man bei Bayern München technisch herausragende Dinge wie Schnelligkeit, Präzision, Tricks, Staffetten, usw. sehen soll die man bei anderen Mannschaften nicht sieht, der lebt im falschen Jahrhundert. Das sind alles Dinge die erstens auch von den Spielern abhängen - da wird es schwierig wenn man eher "Mentalitätsspieler" hat die bei anderen Top-Mannschaften nicht zum Zug gekommen oder gewollt sind, und zweitens solche die man inzwischen auch bei 90% der anderen Bundesligamannschaften aktiv fördert. Das Abwehrniveau ist inzwischen um einiges höher, durch die Bank bis hin zur Abstiegszone, da ist es nicht mehr so einfach ungestört zu zaubern wenn man nicht tatsächlich die Ausnahmekönner vom Range Robbery auf dem Platz hat. Wenn man dann hört "Thiago ist unser technisch bester Spieler", und hält sich mal vor Auge wie der zuletzt gespielt hat, dann sollte man einfach mal kleinere Brötchen backen. System, Spielanlage, technische Fähigkeiten müssen stark sein und den Vergleich mit Dortmund und Co. nicht scheuen dürfen, aber kein Trainer macht aus einem Müller einen Technikbolzen der sich durch ne Frankfurter Abwehr zaubert. Muss man auch nicht um zu gewinnen, der hat andere gute Qualitäten, aber das darf man dann auch nicht als Ziel formulieren. In allem ein Stück besser zu sein als die Konkurrenz, und gut genug um es in der CL-KO-Runde mit allen vom Spielergebnis her aufzunehmen, sollte als Anspruch zunächst mal genügen. Solange bis man die nächste Achse Alonso-Robben-Ribery auf dem Platz hat, dann kann man es wieder mit zaubern probieren.
 

Solomo

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Es geht ja nicht ums Zaubern, nur Sith kennen nur Extreme... ;) Wo Kahn aber meiner Meinung nach zu 100% recht hat, man tut gut daran, den Trainer nicht primär nach Stallgeruch oder Zahl der Titel auszuwählen, sondern danach, welche Art von Fußball man spielen will und wie die nächsten Jahre aussehen sollen (ist man im Umbruch oder bleibt der Kader voraussichtlich erst mal zusammen? Geht es darum, dass einige Jugendspieler den Sprung schaffen sollen?, etc.). Eigentlich sollte das eine Selbstverständlichkeit sein, das nennt sich Strategie. Wäre Bayern aber so vorgegangen, hätte man weder 2016 Ancelotti holen dürfen, noch 2018 Kovac. Es geht nicht um Zauberei, es geht darum, dass am Ende des Tages Fußball manchmal doch recht einfache Mathematik ist.
 

Max Power

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Eigentlich sollte das eine Selbstverständlichkeit sein, das nennt sich Strategie.
eigentlich ja, aber man sieht in der Praxis doch öfter mal, dass es nicht so ist. Ich denke, das hängt in erster Linie damit zusammen, dass bei so großen Vereinen einfach nie die Geduld da ist, um auch mal was zusammenwachsen zu lassen.
 

Solomo

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eigentlich ja, aber man sieht in der Praxis doch öfter mal, dass es nicht so ist. Ich denke, das hängt in erster Linie damit zusammen, dass bei so großen Vereinen einfach nie die Geduld da ist, um auch mal was zusammenwachsen zu lassen.
Richtig, Bayern ist da auch sicherlich nicht alleine. Kurioserweise kriegen das unterklassige Vereine auch besser hin. Wohl, weil es da um weniger Geld und Arbeitsplätze geht. Der VfB Eichstätt ist da ein gutes Beispiel aus meiner Gegend, die haben vor ein paar Jahren eine sehr strategische Trainersuche durchgeführt, am Ende einen Coach aus der Bezirksliga geholt und spielen inzwischen in der Regionalliga gut mit.
 

Max Power

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Richtig, Bayern ist da auch sicherlich nicht alleine. Kurioserweise kriegen das unterklassige Vereine auch besser hin. Wohl, weil es da um weniger Geld und Arbeitsplätze geht. Der VfB Eichstätt ist da ein gutes Beispiel aus meiner Gegend, die haben vor ein paar Jahren eine sehr strategische Trainersuche durchgeführt, am Ende einen Coach aus der Bezirksliga geholt und spielen inzwischen in der Regionalliga gut mit.
so kurios finde ich das gar nicht. Je größer der Verein, desto größer die Erwartungen, desto weniger Geduld. Ist sicher einfach dargestellt, aber ich denke schon, dass man das allgemein grob so sagen kann. Deshalb ist ein größerer Umbruch bei nem Großverein ja auch so schwierig ... da wissen oftmals alle Beteiligten zwar, dass es ne Zeitlang dauern kann, was um- und aufzubauen, aber der Ergebnisdruck sorgt dann oft dafür, dass man da eher unschöne Kompromisse eingehen muss und am Ende verliert. Schwieriges Ding.
 

henningoth

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den europäischen Throne besteigen halt meist die Teams die sich von den anderen Topteams durch taktische Vorteile in bestimmten Bereichen abheben.

Entweder sehr dominant mit dem Ball,
Defensiv besonders sicher,
unwiderstehliches Pressing
oder besonders tödlich beim Konter.

Das ist die Spielphilosophie die ein Verein haben sollte. Einfach nur irgendwie spielen, weil man ja gute Spieler hat reicht am Ende auf CL Ebene selten für den Erfolg. Würde fast behaupten man könne jeden der CL Sieger der letzten 10-15 Jahre als bestes Team des Jahres in 1-2 dieser Kategorien einordnen.
 
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