Formel 1 Saison 2019 - Cockpits, Strecken, Regeln, Technik, Gerüchte, Rennen

Harman

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:crazy: Ich reagierte lediglich auf die Aussage "ein Fahrer trägt nicht zur Entwicklung eines Autos bei." Ich möchte euch zwei selbst ernannten Experten des Motorsports oder eher doch nur F1 nicht beim Bauchpinseln stören.

Wenn hier Aussagen von wirklichen Experten die in diesem Bereich großes erreicht haben (Gumpert, Baretzky) als Uralt quatsch abgetan wird, ist damit eigentlich alles gesagt.
 

desl

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Jan Lammers ist Renndirektor des Zandvoort-Kurses. Er ist auch gewissermaßen die treibende Kraft hinter der Rückkehr der F1 nach Zandvoort. Manch einer erinnert sich vielleicht noch an Lammers (der übrigens auch in Zandvoort gebohren ist). Er nahm Ende der 70ger bzw. Anfang der 80ger kam er (nach Sieg in der europäischen Formel 3) in die Formel 1 und startete wenig erfolgreich für Shadow, ATS, Theodore und Ensign.

Danach hatte er eine erfolgreiche Zeit bei den Gruppe C Boliden von Jaguar (u.A. Sieg in Le Mans).

1992 gab er nochmal überraschend sein Comeback in der Formel 1 für March für die letzten zwei Rennwochenenden. Er brachte dringen benötigte Sponsor-Gelder mit und ersetzte Karl Wnedlinger.
Er hatte auch einen Vertrag für '93, aber das Team trat nicht mehr an.
Lammers und sein Teamkollege Gounon erschienen zum Saisonauftakt in Südafrika und das Team hatte die CG911 (von 1991) verschifft (aus dem CG921 wurde nichts und die Konstruktion des CG931 nahm Brunner mit zu Minardi). Aber dem Team fehlte das Geld um die Boliden beim Zoll auszulösen und da Ilmor auf das Begleichen offener Rechnungen pochte, hatte man eh keine Motoren zur Verfügung...

Wie dem auch sei, Lammers äußerte sich zu den Plänen in Zandvoort:

Veranstalter Jan Lammers geht noch mehr ins Detail. Er erklärt, die Start-Ziel-Gerade würde nach vorne geschoben, damit das gesamte Feld sichtbar wird. Die Gerlach-Kurve bekommt aus Sicherheitsgründen einen breiteren Kurvenausgang. Die Hugenholtz-Kurve wird breiter gemacht, damit man mehr Geschwindigkeit in die Schikane nehmen kann. Die Hans-Ernst-Kurve wird verlängert und verbreitert, um sie flüssiger zu machen. Und die Arie-Luyendijk-Kurve wird ähnlich wie die letzte Kurve in Sao Paulo gestaltet, um eine Übermöglichkeit in der Tarzan-Kurve zu ermöglichen.
"Das hört sich viel an, aber es gibt keinen Grund es zu überstürzen. Ein guter Streckenbauer kann das in einer bis zwei Wochen hinbekommen", versichert Lammers.

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karmakaze

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:crazy: Ich reagierte lediglich auf die Aussage "ein Fahrer trägt nicht zur Entwicklung eines Autos bei." Ich möchte euch zwei selbst ernannten Experten des Motorsports oder eher doch nur F1 nicht beim Bauchpinseln stören.

Wenn hier Aussagen von wirklichen Experten die in diesem Bereich großes erreicht haben (Gumpert, Baretzky) als Uralt quatsch abgetan wird, ist damit eigentlich alles gesagt.
Du solltest die inhaltliche Ausgestaltung deiner Angaben machen - nicht ich. Wieso also können wir diese Aussagen dieser „wirklichen Experten“ denn nun auf die heutige Formel 1 übertragen?
Denke ich auch, ich schätze die Diskussion à la "Ich bin mehr Experte als wie du" ist hier überflüssig und trägt nicht zur Diskussion bei.
Teilweise wirds hier etwas zu polemisch. @karmakaze @Harman
Du kannst gerne jeden Bezug dazu herausnehmen. Dennoch hätte ich gern von Harman endlich ein Argument, was die Übertragbarkeit seiner „Experten“ betrifft. Das finde ich dann schon interessant und relevant.
 

Harman

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dieser Satz beschreibt es doch schon im prinzip.
"Nun, Röhrl war als Testfahrer Gold wert, er kann die erlebte Fahrdynamik in Worte fassen, so dass die Techniker das Auto wirklich verbessern können. Ein wunderbarer Fahrer, der einem Auto nur das Nötigste abverlangt und trotzdem schnell ist. "

Und zählt die physik im F1 nicht in der gleichen weise wie im GT, oder LMP?
Es gibt Fahrer die das verhalten des Autos eben nicht so auf den Punkt bringen können. Sonst könnte man einfach ne KI oder einen dressierten Affen fahren lassen. Es gab da Einen der meinte das Auto zicke auf der HA.. angeblich immer und überall. Der Teamkollege erleuterte haargenau, wann, wie und in welcher Kurve (kurzgefasst). am ende wars ein Aufhängungsproblem hinten links welches nicht über die Telemetry aufgefasst wurde..

das Problem wurde letztendlich durch den zweiten Fahrer erst richtig erkannt. Sowas macht eben unterschied.. von der Standzeit in der Box und letztendlich auf der Strecke.
 

Cardor

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Genau dieser Satz beweist doch, dass er wunderbares Feedback gibt, was jeder Formel 1 Fahrer auch schafft. Dennoch entwickelt Röhrl nicht das Chassis, den Motor oder die Reifen.
 

Harman

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Nein das kann eben nicht jeder Fahrer gleich gut. Der eine kanns besser der andere weniger. Durch die Kenntnisse entwickeln bzw helfen sie bei der Entwicklung und tragen dazu bei.
 

Professor Moriarty

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Na ja, dass Karma Ahnung hat und sich mit der Materie beschäftigt, hat er hinlänglich bewiesen, zumindest zehn Mal mehr, als so mancher Schwimmer, der hier plötzlich uns hier die Formel 1 erklären möchte.

Selbst Menath kapiert nun ansatzweise langsam auch, was wir hier schon seit Wochen andeuten bzw. Rosberg gut auf den Punkt brachte:

 

karmakaze

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dieser Satz beschreibt es doch schon im prinzip.
"Nun, Röhrl war als Testfahrer Gold wert, er kann die erlebte Fahrdynamik in Worte fassen, so dass die Techniker das Auto wirklich verbessern können. Ein wunderbarer Fahrer, der einem Auto nur das Nötigste abverlangt und trotzdem schnell ist. "

Und zählt die physik im F1 nicht in der gleichen weise wie im GT, oder LMP?
Es gibt Fahrer die das verhalten des Autos eben nicht so auf den Punkt bringen können. Sonst könnte man einfach ne KI oder einen dressierten Affen fahren lassen. Es gab da Einen der meinte das Auto zicke auf der HA.. angeblich immer und überall. Der Teamkollege erleuterte haargenau, wann, wie und in welcher Kurve (kurzgefasst). am ende wars ein Aufhängungsproblem hinten links welches nicht über die Telemetry aufgefasst wurde..

das Problem wurde letztendlich durch den zweiten Fahrer erst richtig erkannt. Sowas macht eben unterschied.. von der Standzeit in der Box und letztendlich auf der Strecke.
Ich versuche das jetzt wirklich ganz konstruktiv. Ich hoffe, du weißt das zu schätzen.

Im Grunde beschreibst du hier einfache Basics, die jeder Fahrer (vielleicht auch ein dressierter Affe) äußern kann. Dazu müssen wir uns zunächst einmal fragen, welches Feedback der Fahrer überhaupt von sich gibt: Balance (Übersteuern, Untersteuern), Traktion (Wheel spin, blockierende Räder VL, VR, HL, HR, alle) und Rutschen (durch Graining, Blistering, ggf. auch optisch an VL und VR). Wenn etwas mit dem Motor nicht stimmt, kann er vielleicht da noch Feedback geben, aber das sagt hier nichts aus. So ein Feedback ist auch wohl dokumentiert, z.B. RAIs spezielle Aussagen zu konkreten Kurven:
(Wohl gemerkt, das ist RAI, ein geschwätziger ROS hätte wohl noch viel mehr gesagt, aber genauso viel gemeint)

Jetzt schauen wir mal, was der Ingenieur hat: Knapp 150-300 Sensoren, für Reifentemperaturen, Luftdruck, Elektronik, usw. Da sind die GPS-Daten noch gar nicht mitgerechnet. Für einen Überblick:

Kurzum, der Ingenieur hat deutlich mehr Informationen als der Fahrer selbst. Er kann sogar Übersteuern und Untersteuern hinreichend präzise bestimmen. Dafür sei dir eine kleine Einführung in Aerodynamik empfohlen:

Man kann etwa routinemäßig den Luftdruck messen. Das macht man sogar im Rennen. Das Ding dort vor der 44 ist ein mehrteiliger Luftdrucksensor:
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Mit ein paar Gleichungen und Werten des Boliden aus CFD, Windtunnel und Tests kannst du dann Fläche und AoA (Angle of Attack) - und damit den Flächenkoeffizienten z.B. des Frontflügels oder des ganzen Boliden berechnen und erhältst mit gegebenem Luftdruck (Sensor) und gegebener Geschwindigkeit (GPS) eine sehr präzise Information über den erzielten DF (Anpressdruck). Vergleiche hier:

Übersteuern ist dann z.B. schlicht, wenn der DF hinten kleiner ist als die Kräfte an der Hinterachse (welche selbst nur eine Funktion von Geschwindigkeit, Achslast, Fliehkräften, usw. sind). Mit anderen Worten, der Ingenieur kann sogar Über- und Untersteuern recht präzise anhand der Daten bestimmen. Gleiches ist messbar für alle Balance- und Traktionskriterien.

Was also soll der Fahrer nun noch beitragen? Er schildert seine Eindrücke zu den besagten Variablen per Funk, und das ziemlich häufig, gerade bei der Setuparbeit, oder in der Box. Das Einzige, was wirklich nicht messbar ist, ist das Rutschen selbst. Der Ingenieur hat hier über die Reifentemperatursensoren aber ebenfalls ein sehr gutes Bild über die Ursache. Graining ist nichts weiter als eine permanent zu niedrige Temperatur, gegeben des optimalen Reifentemperaturfensters (das Pirelli ja herausgibt); Blistering nichts weiter als eine permanent zu hohe Temperatur. Wenn also der Fahrer meldet, der Reifen fängt an zu blistern, dann weiß das der Ingenieur wahrscheinlich schon längst. Wie du schon sagst, reine Physik.

Das soll nicht heißen, dass der Fahrer wertlos ist. Er gibt Bestätigung und schildert einen subjektiven Gesamteindruck. Woran es hapert und wie das zu beheben ist, ist aber nicht seine Aufgabe. Genau aus diesem Grund sind Rookies wie NOR dieses oder LEC letztes Jahr häufig im ersten Jahr nicht überfordert und schon sehr früh konkurrenzfähig.

Daran schließen sich nun meine Fragen an:
Was genau soll in einem modernen Formel 1-Boliden weiters nicht sensorisch erfasst werden können (Telemetrie)?
Warum soll bei einem solchen Bild ein Fahrer noch erheblichen Einfluss auf die Rückmeldung haben?
Und folgelogisch: Warum sollte diese recht übersichtliche Aufgabenstellung zwischen Fahrern erheblich variieren (d.h., dass es da bessere und schlechtere gibt)?

Deine Eindrücke mögen für sich alle richtig sein. Sie stammen aber nunmal aus einer weniger technologieorientierten Serie und aus der Vergangenheit - wohl auch mit einer nicht so guten Fahrerausbildung von damals. Dennoch bleibt der fahle Beigeschmack, dass du hier Altes transferierst, was gar nicht zur neuen Realität passt. Mit Verlaub und freundlichem Gruß.
 

desl

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Laut ESPN wird die Strecke in Mexiko den Auslaufenden Vertrag mit der FOM nicht verlängern.
Von den 800 Millionen Pesos (gut 35 Millionen Euro) die wohl als Ausrichtgebühr verlangt werden, mag man wohl nur die Hälfte bieten.

Das Rennen ist zwar sehr gut besucht, aber es wär auch nicht überraschend, wenn beide Seiten (Ausrichter und FOM) versuchen den für sich jeweils besten Deal abzuschließen. Wobei es seitens Chase Carey heißt, dass man diverse Interessenten für künftige Rennen habe.

Fraglich, ob man mit den 4 bisherigen GPs (sowie dem noch kommenden) die Modernisierungskosten des Kurses wieder reingeholt hat



DeepL-Übersetzung:

Der Große Preis von Mexiko wird seine dritte Etappe im Osten des Landes 2019 beenden, nachdem die Bundesregierung, die lokale und die Inter-American Entertainment Corporation (CIE) es versäumt haben, eine Vereinbarung zur Verlängerung ihres Vertrages mit Liberty Media, dem Eigentümer der Formel 1, zu treffen, sagten Quellen ESPN.
Nach monatelangen Verhandlungen konnte die CIE die Regierung unter der Leitung von Präsident Andrés Manuel López Obrador nicht davon überzeugen, die 800 Millionen Pesos zu zahlen, die für die Erhaltung des Großen Zirkus in den nächsten fünf Jahren benötigt werden.
ESPN befragte die Regierungschefin Claudia Sheinbaum, die es vorzog, sich während einer Konferenz über die Eventualität nicht zu diesem Thema zu äußern.
Grundsätzlich hat die Regierung von Mexiko-Stadt über die Regierungschefin Claudia Sheinbaum signalisiert, dass sie 400 Millionen Pesos investieren und damit die Strecke im Autodromo Hermanos Rodriguez halten kann.
Die Nichtverlängerung des Vertrages und die Abreise Mexikos aus dem Kalender fallen mit der Ankunft von zwei Ländern in dasselbe Land zusammen, Vietnam und Holland, letzteres wurde am Dienstag angekündigt und wird nach 35 Jahren wieder aufgenommen. Darüber hinaus wird der junge Max Verstappen am Start sein.
Mexiko ist eines der beiden Länder, die ab dem nächsten Jahr aus der Formel 1 ausscheiden werden und bis zur Bestätigung des Kalenders, weitere Strecken, die mit der Formel 1 nicht verlängert wurden, sind Silverstone (England), Hockenheim (Deutschland) und Montmeló (Spanien).
In Abwesenheit der letzten Ausgabe im AHR wurde Mexiko vier Jahre in Folge zum besten Rennen der Rennstrecke, was im Kalender noch nie erreicht wurde.
Nach Angaben der Bundesregierung hat die Ausgabe 2017 in der Hauptstadt des Landes einen Wirtschaftsstrom von 14.770 Milliarden Pesos hinterlassen und ist damit das Sportereignis, das national mehr Geld bringt.


Nunja ... mich würde es wundern, wenn da das letzte Wort schon gesprochen ist. Ich rechne eher damit, dass es früher oder später noch zu einer Einigung kommt. Bei Monza dauert das z.B. auch immer etwas länger (ok, da wurde die Verlängerung vor 2 Wochen beschlossen).
 

Edy87

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Nikita Masepin ist heute im Mercedes eine 1:15,775 gefahren... nur 0,3 von der Pole Runde und 0,3 schneller als Hamilton im Qualifying gefahren... zwar waren die Reifen mit C5 weicher als die C3.... aber trotzdem da sieht man mal was für ein Potenzial dieses Über-Auto hat... das muss für jeden Fahrer ein Traum im Moment sein dieses Auto zu fahren...

Laut Pirreli beträgt der Zeitunterschied von C5 und C3 1,3 Sekunden... in den Tests hat sich das aber als Falsch herausgestellt.... es waren eher nur 0,9 bis 1,0 Sekunden.... Also hat Masepin schon eine beachtliche Zeit auf den Asphalt gebrannt
 

sc1988

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Wunstorf
Nikita Masepin ist heute im Mercedes eine 1:15,775 gefahren... nur 0,3 von der Pole Runde und 0,3 schneller als Hamilton im Qualifying gefahren... zwar waren die Reifen mit C5 weicher als die C3.... aber trotzdem da sieht man mal was für ein Potenzial dieses Über-Auto hat... das muss für jeden Fahrer ein Traum im Moment sein dieses Auto zu fahren...

Laut Pirreli beträgt der Zeitunterschied von C5 und C3 1,3 Sekunden... in den Tests hat sich das aber als Falsch herausgestellt.... es waren eher nur 0,9 bis 1,0 Sekunden.... Also hat Masepin schon eine beachtliche Zeit auf den Asphalt gebrannt
Showrun...
Qualiruns um 17:30 auf einer Strecke die am Wochenende und gestern und heute stark befahren wurde.
Dazu gewiss schon den neuen Motor drin.

Mercedes hat doch selber gesagt das man dort alles gegeben hat, dass ein Fahrer der schon oft getestet hat und zwar nicht nur offiziell sondern auch Privat dann über 1 Sekunde langsamer ist, ist nun keine Wunder Runde.

Die fahren da 14er Zeiten und zwar eher tiefe statt hohe.


Immerhin hat er das Auto nicht geschrottet, dann darf er in Abu Dhabi gewiss nochmal ran.
 

desl

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Wäre gut für Mazepin, wenn er auch in der Formel 2 schnell unterwegs wäre. N bisserl was zählbares wird er da in den nächsten zwei Jahren schon brauchen, wenn er in die Formel 1 will.

Nachdem Papa Mazepin beim Verkauf von Force India leer ausging, schielt er ja schon auf das Williams-Team. Dort kreisen ja mehr oder weniger die Geier und warten auf die Insolvenz.