Dan Martin und Landa werden am Berg sicherlich wieder zu den Stärksten gehören, aber wieder irgendwo Zeit liegen lassen, wo es nicht nötig gewesen wäre.
Bei den 2 Zeitfahren zum Beispiel.
Etwas schräg finde ich, dass Evenepoel ausgerechnet bei einem so großen, langen und schweren Rennen wie dem Giro sein Comeback geben wird.
Ganz schwer einzuschätzen, der Junge. Null Renntage, nur trainiert. Wenn er sich nach seinem Sturz gut erholt (und trainiert) hat, ist er auf jedem Terrain halt auch richtig gut. Letztes Jahr wurde er von Trek an bzw. über sein Limit gefahren - diese und ähnliche Szenarien erwarten ihn jetzt erneut. Wird er vorsichtiger sein, um hauptsächlich die 3 Wochen zu schaffen und dann schauen, wo er landen kann? Alternativ erstmal alles, was geht (EZF als 1. Etappe), von Tag zu Tag sehen und nach einem evtl. Einbruch Helfer für Almeida / Masnada oder Ausstieg, wenn es zu hart wird?
Simon Yates gilt als Favorit, weil hinter Egan Bernal viele Fragezeichen stehen (Rücken). Aber auch Simon Yates hatte schon seine Probleme, eine 3-Wochen-Tour durch zu stehen.
Dahinter viele Namen, wie bspw. in dieser Vorschau:
Radsport: Wenn am 8. Mai in Turin der Startschuss fällt, geht es bereits um jede Sekunde. Die Giro d'Italia Favoriten müssen direkt abliefern.
www.velomotion.de
Die jeweiligen Teams unterschiedlich strukturiert. Mal nur 1 Option für Gesamt (dafür ein paar Spezialisten für Sprint oder Sondertrikots oder EZF mehr im Kader). Dann Teams mit Optionen für "multiple Attack", um einen Gelbträger a) zu isolieren und b) wechselseitig auseinander zu fahren.
Mit Blick auf die Startliste sind Yates, Bennett, Buchmann, Dan Martin (Marc Soler und Hugh Carthy) eindeutige Teamkapitäne für Gesamt, während Trek, Deceuninck, INEOS, Bahrein und DSM im Giro-Verlauf auch auf die Spielchen "geht der eine und setzt der nächste einen drauf" spekulieren können.
Und dann kommt es ja auch noch darauf an, ob ein Team insgesamt stark genug ist, um ein gewonnenes rosa Trikot bis zur vorletzten Etappe zu verteidigen und der Leader das Können, dies ins Ziel zu bringen.
Ein Mikel Landa z.B. bräuchte da gegenüber bspw. Evenepoel (Almeida) oder von Simon Yates bis sogar Nibali schon einen entsprechenden Puffer von mindestens 2 Minuten.

Da wäre es für das Team vielleicht sogar besser, wenn man Pello Bilbao in einer ähnlichen Ausgangslage hätte.
