Die ersten zwei Runden sah es nicht so aus als würde das hier lange gehen. Kucher lahm wie eine Bahnschranke und offen wie ein Scheunentor, dazu noch eine nicht vorhandene Koordination, dass es grausam ist! An einer Tour kassierte Kucher den rechten Haken zum Kopf und war bereits früh im Kampf angeschlagen. Ab der dritten Runde wirkte Huck aber irgendwie bereits ausgepowert und kraftlos. Kucher landete von hier an bis zur "Halbzeit" einige harte Hände und konnte Huck recht gut aufmischen. Es wirkte so als würde sich der Kampf zu Ungunsten Hucks drehen, erst recht, als sich Huck dann den, durch einen Kopfstoss verursachten, Cut einfingt. Huck wirkte als hätte er sein Pulver bereits verschossen.
Aber hier kam dann direkt der Kämpfer in Huck auf und mit einem übertrieben wilden Schlaghagel prügelte er Kucher nahezu völlig orientierungslos. Aber wie unfassbar unfähig er danach war Kucher tatsächlich zu finishen war schon erschreckend. Richtig, richtig mieses Boxen von Huck heute! Zu Wegner-Zeiten war er deutlich besser. Boxerisch und taktisch sind das zwei bis drei Schritte zurück.
Von Runde 8-12 kann man Kucher eigentlich nichts mehr geben, der war platt und Huck hatte sich wieder ein bisschen gefangen. Den zwei 117-111 Wertungen schließe ich mich an.
Unterm Strich Hucks mieseste Leistung seit langem, völlig wild, unkontrolliert, offen und kraftlos. Auch der Punch scheint nachgelassen zu haben. Gegen einen starken Gegner wäre Huck heute KO gegangen, Kuchers Unfähigkeit hat dies verhindert. Diesem Kampf nach zu urteilen würde ich sagen, dass Huck seine besten Tage als Boxer hinter sich hat.