Heftig. In dem Fall muss ich auch sagen, dass ist so offensichtlich, da hängt der Boxer genauso mit drin wie das Management und muss spüren, dass das nicht der richtige Fight, zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort ist. Darum wie oben schon erwähnt, kein Mitleid für Zachenhuber, der zwar nicht mal in die nähe eines WM Titels gekommen wäre, aber natürlich dennoch absolut dämlich wie man auf diese Art zumindest ein bis zwei gute Zahltage so wegwerfen kann, nachdem man sich diese gute Position über Jahre mit geschicktem Matchmaking erarbeitet hat.
Er hat zuvor bei Spencer Brown unterschrieben, wo ja auch Agit Kabayel unter Vertrag steht. Die haben ihm direkt einen Platz auf dem großen Stadion-Event gegeben, von daher wollte Simon das natürlich nutzen. Es käme auch befremdlich, wenn er als WM-Anwärter einen Kampf absagt, weil ihm die größte Bühne seines Lebens plötzlich irgendwie nicht recht erscheint.
Simon mache ich da also keinen Vorwurf. Bei Goldstar sollte man eher schauen, weshalb die so einen Kampf auf 6 Runden ansetzen. Klar, der Gegner hatte keine richtige Vorbereitung, sprang ein und ging nie länger als 6 Runden zuvor. Ich verstehe natürlich, dass es für den Polen gut war - aber Simon war der gerankte Fighter, der sich WM-Träume machte. Ich kann da nicht erwarten, dass man der b-side den roten Teppich ausrollt und mein neues Signing direkt untergeht.
Aber daran merkt man gut, dass ein Signing bei einer großen Promotion kein Selbstläufer ist. Wenn man nicht bombastische Qualität wie Agit besitzt, dann macht es häufig mehr Sinn irgendwo mit Cherrypicking einen bemühten Promoter zu suchen, der einen auf das Podest hebt. Die bei Goldstar denken sich: Naja, Schwamm drüber, der nächste dann eben.