@righthook
Es ist mir ein Rätsel, wie man die ganzen hervorragenden Erfolge und taktischen Meisterleistungen von Sdunek mit den unterschiedlichsten Boxern so ausblenden und zu den von dir getroffenen Schlüssen kommen kann. Wenn jemand im UBP-Stall schon lange Weltklasse ist, dann mit Sicherheit Sdunek. Der Mann hat ja nicht umsonst fast jeden der Boxer, die ihm anvertraut wurden, zu Höchstleistungen geführt.
Mir scheint das eher mal wieder so zu sein, dass du ein neues Thema gefunden hast, worauf du dich einschießt

. Von "Jetzt muss Tye Fields als Gegner her"

über "übler US-Protektionismus und "da steht: no US-TV!!!" jetzt zum bösen "Proletariertrainer". Warum siehst du die Dinge nur immer so furchtbar einseitig...?
Noch etwas zu Vitalis Vergangenheit: Wenn alles normal (also ohne Doping) verlaufen wäre, hätte Vitali anstelle seines Bruders an Olympia 96 teilgenommen und sicher auch ganz gut abgeschnitten. Schließlich war er ja auch Vize-Weltmeister und Militärweltmeister bei den Amateuren.
@liston
vitalis kondition darf nach der früh begonnenen schnappatmung ebenfalls bezweifelt werden
@Dr. Jekyll, Ralf
die Prognosegenauigkeit bei Ralf, sofern es sich um einen Kampf mit Lewis handelt geht gegen 0.
:laugh2: :laugh2: Allerdings!
@Totto
Ihr überseht dabei, daß er sich mit seinen Mitteln bisher immer sehr klar durchgesetzt hat. Meist sogar durch KO.
Könnte es sein, dass du dabei übersiehst, dass es sich bei Vitalis Gegnern fast nur um körperlich unterlegene bzw. defensiv-orientierte Gegner gehandelt hat?

Das stand schon vorher fest, deswegen brauchte man sie auch nicht fürs Verlieren bezahlen.
Natürlich gehört Vitali unter die Top10 im Schwergewicht. Das Problem bei der ganzen Diskussion um ihn ist einfach, dass er fortwährend gegen in irgendeiner Form limitierte Gegner antritt und die Fans und Skeptiker daraus irgendwelche extremen Schlüsse ableiten. Bei manchen ruft dann der Hype um Klitschko besondere Argusaugen hervor, andere glauben alles das, was ihnen Don Kohl über die Qualitäten Vitalis erzählt. Erst wenn er gegen Lewis geboxt hat, wissen wir Bescheid.
@timeout4u
Was hat uns der Kampf gegen Donald gezeigt? Dass Klitschko nicht viel Box-Möglichkeiten und Alternativen außer einer harten Schlaghand und ein gewisses Auge hat. Alles andere ist besserer Durchschnitt. Da kann ein amerikanische Toptrainer auch nicht mehr als ein Sdunek machen. Allerdings muss man eingestehen, dass Klitschkos Schlaghand vielleicht von vielen hier etwas unterschätzt wird. Er hat Donald damit immerhin auf die Bretter geschickt und warum sollte er es bei Lewis nicht auch schaffen? Lewis ist wie für geschaffen für diesen speziellen Schlag und in dieser Hinsicht sehr anfällig. Es hängt also davon ab, wie Lewis den Kampf gegen Klitschko angehen wird. Ein schneller Start wie bei Grant, Botha oder Goloto scheint mir bei Klitschko etwas risikoreich. Klitschko dürfte clever genug sein in einem solchen Ansturm die Rechte zu bringen. Und selbst wenn Lewis eine vorsichtige Taktik wie gegen Tua fährt, bleiben für Klitschko genug Gelegenheiten eben seine gefährlichste Waffe zu bringen. Lewis ist leider auch nicht mehr der Schnellste und zudem dürfte ihm Klitschkos Art zu boxen ebenfalls nicht besonders schmecken. Mein Fazit aus diesem Kampf: Klitschko boxt zwar nicht besonders genug, ist aber aufgrund seiner körperlichen Vorteile und seiner wenigen Boxstärken für Lewis durchaus ein ernstzunehmender Gegner. Nichts desto trotz ist die Qualität dieser Art Boxens erschreckend besorgniserregend. Und besorgniserregend auch, wie diese Vorstellung vom ZDF mit Ehrfurcht und Lob „verkauft“ wird. Doch: Die Klitschkos sind einfach zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle, obwohl sie woanders hingehören. Das gilt in ihrem Boxerleben wie auch in ihrem privaten Leben
Eine Analyse, mit der ich zu 99,9% konform gehe. Einzige Ausnahme: Wladimir solltest du am Ende nicht mit einbeziehen. Er profitiert nicht nur davon "zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle" zu sein. Der Junge hat wirklich Talent.
