Phoenix Suns - Saison 2019/2020


theser

Bankspieler
Beiträge
1.399
Punkte
113
Ayton als völlig unverfälschter und authentischer Typ ist einer den man unglaublich gerne um sich hat, da bin ich sicher. In seinen Interviews finde ich ihn immer schwierig einzuschätzen. Wegen seines knuddligen Gesichts, teils kindlicher Gestik+Mimik und seines noch nicht generischen NBA-Speech überhört man aber vielleicht öfters, dass er durchaus was von Taktik versteht. Allerdings nur seine Aussagen über die Defense überzeugen mich halbwegs. Über Offense-Taktik kommt meist nur "Stay aggressive-making-shots"-Blabla.

Ehrlich gesagt hatte ich riesige Befürchtungen wegen seinen BBall-IQs nach College-Season und die wurden nach dem Rookie-Jahr nur bestätigt. Glücklicherweise hat diese Saison einiges dran geändert. Noch weiß ich es nicht, ich denke aber er hat keine große Spielintelligenz, kompensiert hierbei aber vieles mit seinem überragenden, ehrlichen Charakter, weil er es einfach allen recht machen will.

Um mal die hervorragende Einteilung von STAT zu kopieren:

Playmaking: Er wird nach wie vor unterschätzt, ein überragender Passer wird er wohl nie, aber ein Blackhole ist er auch nicht. Ich bin zufrieden.

Selbstreflektion/Teamplayer: Wundervoll formuliert von Dir @STAT . Ich mache beide Pluspunkte aber vorwiegend an seinem Charakter fest. Egozentrischen Mist wie Dion Waiters, Allen Iverson oder auch nur Andre Drummond wird man nie bei ihm erleben.... hoffe ich.

Rebounding: Ich finde er zählt hier noch zu den rohsten Spielern der Liga :LOL: Sein Instinkt führt ihn zu vielen richtigen Aktionen, aber wenn er ne wirklich ausgefeilte Technik hätte könnte der Mann 20 Boards pro Abend holen....behaupte ich mal so als Amateur-Scout.

Defense und Switch-Defense: Ausgerechnet bei Spox bin ich gestern auf einen Artikel gestoßen, der ein paar nette Defense-Zahlen brachte. "80% Biest, 20% Frust" der passende Titel. Zitat:
Insgesamt hält Ayton seine Gegenspieler 2019/20 bei einer Feldwurfquote von 40,5 Prozent, ein elitärer Wert auf dem Niveau eines Rudy Gobert (40,2 Prozent). Direkt am Ring treffen die Gegner nur 54,4 Prozent ihrer Würfe, das reicht immerhin für Platz 13 unter allen Big Men, die mindestens 5 Versuche am Ring pro Partie verteidigen. In seinem ersten Jahr in der NBA lag dieser Wert noch bei 64,9 Prozent.
Wow. Sowas habe ich gesucht. Ich bin begeistert, DA! Außerdem hat er's endlich mal den Wusel-Morant gezeigt, der die Suns immer killte :D


Help-Defense: Wie von STAT und auch im Artikel beschrieben sieht man hier noch die meisten Fehler. Ich persönlich mache gerade hier immer den größten Batzen BBall-IQ fest. So einer wie Grant Williams besteht quasi nur aus Help Defense und antizipiert schon drei Pässe vorher Angriffe des Gegners, fährt da mal seinen breiten Hintern aus oder geht nen halben Schritt in die richtige Richtung. Hier hilft DA auch Instinkt und Athletik nicht so viel. Ja, er ist noch roh, aber wenn er sich hier noch massiv steigern würde - also auf NBA-Elite - dann ziehe ich den Hund, verbleibe aber zweifelnd.

Zuletzt bleibt mir noch eine rhetorische Frage in Bezug wie wichtig ein guter Charakter ist. Wen hättet ihr JETZT lieber im Team? Beide ein bisschen soft, aber nur einer spielt Defense: KAT oder DA?



@PhoenixS Gorilla liebte ich als Kind!!! Aber jetzt ist er mir eher wurscht. Ich switche in Pausen lieber schnell zum nächsten Spiel. Aber good-to-know, dass es ihn noch gibt.
 

STAT

Nachwuchsspieler
Beiträge
339
Punkte
93
@theser
Meine Formel war schon immer recht einfach. Der Big, in dem Fall der „letzte Mann“, muss defensiv ein Mindestmaß an Qualität mitbringen. Er ist der Anker, der Kommunikator, die physische Präsenz. Letztendlich ist der nominelle Center derjenige der aushilft, wenn andere nicht mehr hinterherkommen. Egal ob das Ayton oder Tucker ist.

Grundsätzlich finde ich KAT großartig. Er ist offensiv mit der talentierteste Spieler, den es unter den Bigs je gegeben hat. Trotzdem frustriert er mich ungemein, weil ich mit seiner Defense nicht zufrieden bin. Bei Ayton hatte ich immer einen Hybrid aus Embiid und KAT prognostiziert.
  • defensiv schwächer wie Embiid
  • offensiv schwächer wie KAT
  • dafür der bessere Allrounder
KAT dürfte aktuell wohl der bessere Spieler sein. Ich glaube da gibt es keine zwei Meinungen. Allerdings gewichte ich beim nominellen Center die Offense und Defense nicht 50:50, genauso wenig wie bei Ballhandler und Playmaker. Dies führt dazu, dass ich Spieler wie Gobert, Embiid, Horford oder Gasol lieber in meinem Team hätte. Beim Teambuilding tue ich mich eben extrem schwer. Ich weiß nicht, wie man ein richtig gutes Team, um einen Center bauen kann, der defensiv nicht abliefert, da ich den defensiven Impact von Bigs als wesentlich höher gewichte. Das Problem ist: ich kann dieses Mindestmaß, von dem ich spreche, nicht genau definieren.

In der Summe bleibe ich dabei:
Ayton hat unfassbares Potential und vieles davon, wird nicht ansatzweise abgerufen. Dein Beispiel mit seinem Rebounding ist perfekt. Ich glaube er ist nahezu nirgends richtig gut und das zeigt was in 2-3 Jahren möglich sein könnte. Bei Ayton „klickt“ es noch nicht, obwohl er effiziente 25/15/3/3 Spiele teilweise abliefert. Diesen Typen müssen sie von morgens bis abends fordern und fördern. Was wir vergessen haben: Ayton ist laut allen Verantwortlichen extrem lernwillig.

Dieses rohe Allrounder-Paket nehme ich grundsätzlich lieber als einen Big, der offensiv elitär ist, aber dafür defensiv zu schwach spielt. Wären KAT und Ayton zwei Guards, würde ich sofort KAT nehmen. Ich müsste nicht eine Sekunde überlegen. Da sie nun einmal nominell der letzte Mann sind, verändert sich alles. Im Grunde ist es vermutlich auch eine Frage der eigenen Spielidee, wie man sich sein Team vorstellt, wie man Basketball spielen möchte und wo man seine Prioritäten setzt.

Mein Maßstab sind letztendlich die Playoffs und switchy Two-Way-Ayton ist für mich eine riesige Chance, ein kriminell gutes Mismatch von der Leine zu lassen. Dafür muss Ayton sich an beiden Enden des Courts weiterentwickeln und besser werden. Ich glaube nicht, dass Ayton offensiv so gut wie KAT sein muss…oder den defensiven IQ von Draymond Green benötigt…oder die defensive Wucht von Embiid…oder das Ballhandling von Jokic.

Viel mehr glaube ich, dass Ayton ein hervorragender Spieler auf ähnlichem Level werden kann, wenn er seine ganzen Ansätze verbessert und von allem etwas liefert. In einem switchlastigen System könnte er mittel – bis langfristig brillieren. Als Rimprotector macht er tolle Fortschritte. Also ich bin generell mit ihm zufrieden. Die Frustration kommt ja daher, weil man immer den Eindruck hat, es wäre viel mehr möglich und nicht deswegen, weil ihm grundsätzlich ein Skill total abgeht. Ich plädiere weiterhin zu Geduld und Vertrauen, egal wie frustrierend Ayton manchmal sein kann. Natürlich hoffe ich, dass es mir und uns nicht irgendwann auf die Füße fällt.

Bis dahin glaube ich an den Jungen und ziehe ihn deshalb vor. Ich kann unmöglich nur im Hier und Jetzt denken, wenn es darum geht, ein Team für Playoffbasketball zu bauen. Wenn KAT morgen anfängt, deutlich bessere Defense zu spielen, brauchen wir keine Diskussion führen. Dann ist er mMn ein MVP-Kandidat und da sehe ich Ayton selbst im Best Case nicht.

Gorilla ist Kult. :)
 

theser

Bankspieler
Beiträge
1.399
Punkte
113
Ich lese heraus, dass du mit Ayton als Franchiseplayer/MVP schon etwas abgeschlossen hast? Ich hab die Tür dazu auch nur noch einen kleinen Spalt breit offen... ich fand ihn auch im College-Jahr ein bisschen unspektakulär. Rein von der Dominanz fand ich ihn da bspw schwächer als James Wiseman oder sogar Vernon Carey (außerdem ging er auf die falsche Arizona-Uni :mad::LOL:). Natürlich erscheint mir die NCAA auch eher für Guards gemacht als für Center.... seine Mauerblümchen-Rookie-Saison war dann leider auch bieder (für einen Top-Pick)

Ich hab immer noch ein bisschen Angst, dass er so nen Weg geht wie einst Joe Smith. Der war auch ein First-Pick, war loyal und wollte es immer allen Recht machen aber trotz halbwegs solider Karriere enttäuschte er( er wäre passenderweise bei den Suns mal fast Player Development-Chef geworden). Natürlich gefällt mir aber die aktuelle Saison auch richtig gut und ich mache da auch gerne die besagte Franchise-Player-Tür wieder etwas mehr auf. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und um die "Fanta 4" falsch zu zitieren: "Er könnt' einfach so verdammt gut sein, isses aber noch nicht"

So, und wenn ich mir jetzt vorstelle wie Meisterscout Klinsi den KAT bewerten würde: "Megasuperdupatalent. Aber nicht leidensfähig, hat Mehrwert erzeugt, verkaufen" ;)

Nächste Frage: Retrospektiv, hätten die Suns Trae Young statt DA holen sollen?
 

STAT

Nachwuchsspieler
Beiträge
339
Punkte
93
Nächste Frage: Retrospektiv, hätten die Suns Trae Young statt DA holen sollen?
Du willst es heute aber wissen. :D

Diese Frage kommt für mich mindestens 1-2 Jahre zu früh. Ayton war ein Investment auf lange Sicht. Das wurde von Anfang an von der Franchise deutlich kommuniziert. Es gab für mich kaum Zweifel, dass Young, Doncic, Jackson Jr. aufgrund ihrer Skills und Positionen einen höheren Floor als Ayton haben. Die Suns haben auf sein Ceiling gesetzt, inkl. seiner Entwicklung in der Defense. Ayton ist gerade dabei seinen Floor massiv zu erhöhen. Dazu kommt eben sein noch vorhandenes Upside. In einem Jahr bin ich vielleicht für diese Frage bereit. Momentan bin ich überfordert.

Young und Booker für die Playoffs? Da sind wir wieder beim Thema. Ich finde wir können und dürfen Devin Booker nicht aus der Rechnung rausnehmen und dann wird es halt komplex. Wenn wir morgen eine Franchise komplett neu aufbauen müssen, würde ich mich tendenziell für den Playmaker entscheiden. Aber Booker war halt schon da…und Josh Jackson. Damals hatte man noch große Stücke auf JJ gehalten. Der sollte der sekundäre/tertiäre Playmaker neben Booker sein. Josh Jackson hatte als erste Option ein paar Monsterspiele dabei. Ab Januar 2018, als ihm Triano ein DNP verpasste, ging es steil bergauf und Jackson sah wirklich wie ein potentiell super Spieler aus. All das muss man schon beachten, wenn es Richtung Draft geht.

Das die Wahl dann auf einen potentiellen Two-Way-Big fällt, den es vom Skillset her, nicht oft gibt (switchen, Athletik und Touch), dann ist die Wahl für Ayton nachvollziehbar. Richtig talentierte Bigs, die ein Mismatch darstellen können, gibt es nicht so häufig. Der Plan war ja:

PG
Booker (pirmäres und/oder sekundäres Playmaking)
Josh Jackson (sekundäres und/oder tertiäres Playmaking)
PF (Bender – siehe unten)
Ayton (weiteres Playmaking aus dem Post)

Die "Entwicklung" von Josh Jackson hatte dann alles torpediert. Dazu kamen die anderen Flops wie Bender. Doncic und Young hatten ebenfalls einige Fragezeichen. Wenn dann Luka als 2er oder 3er in den Planungen des FO durchgeht und man von Book und Jackson überzeugt ist…ja, dann schlägt das Pendel schnell in Richtung Ayton oder Jackson Jr. Das war eine Fehleinschätzung. Josh Jackson floppte, die Suns hatten zu wenig Playmaking und Ayton benötige Zeit, um sich zu akklimatisieren. Gleichzeitig legten Young und Doncic los wie die Feuerwehr.

Dann gab es noch Dragan Bender, dem ebenfalls Talent, Passing Skills und Court Vision nachgesagt wurde. Alle potentiellen Starter hätten theoretisch Playmaking liefern können. Somit wäre die PG-Position nicht so eine eklatante Baustelle gewesen, wie es sich im Nachhinein herausstellen sollte. Leider ist es dann mit Josh Jackson und Dragan Bender grandios gescheitert.

Ich finde es aufgrund dieser Ausgangssituation zu einfach, nur die Spieler aus dem 18er Draft gegenüberzustellen. Die Suns hatten damals schon ordentlich Talent im Kader, zumindest hat man das geglaubt. Das ging danach erstmal nach hinten los. Jetzt muss man eben retten was noch zu retten ist.

Ich lese heraus, dass du mit Ayton als Franchiseplayer/MVP schon etwas abgeschlossen hast?
Das kommt darauf an wie wir "Franchiseplayer" definieren. Wenn wir Spieler wie Wall, Beal, Lillard, Booker, Westbrook, Mitchell, Griffin, Walker und Co. als welche ansehen, dann ist das Ayton für mich potentiell auch. Sind nur die Superstars wie LeBron, Durant und Curry welche, dann nicht.
 

theser

Bankspieler
Beiträge
1.399
Punkte
113
Warum über Trae nachdenken, wenn Doncic verfügbar war?
Na die Frage ist eh selbstbeantwortend ist. Jetzt wissen wir ja, dass Donic ein Superstar wird. Ich wollte nur ein theoretisches Spielchen aufmachen um zu sehen welchen Status Ayton unter uns Foristen hat.

So ne Doncic-Booker-Combo wäre schon ne feine Vorstellung. Viele Suns-Fans tragen ja noch ne schwere, tief klaffende Fleischwunde wegen des Drafts, aber es ist eh wie ist und ich persönlich mag Ayton dafür zu gerne um zu jammern. Außerdem, seien wir ehrlich, Ayton steht lila viel besser als Luka ;)

Ich finde es aufgrund dieser Ausgangssituation zu einfach, nur die Spieler aus dem 18er Draft gegenüberzustellen. Die Suns hatten damals schon ordentlich Talent im Kader, zumindest hat man das geglaubt. Das ging danach erstmal nach hinten los. Jetzt muss man eben retten was noch zu retten ist.
Definitiv viel zu einfach. Trotzdem machen wir's. Wir haben ja sonst nix besseres vor :LOL: Trae und Book wären ein krasses Backcourt-Duo gewesen, aber die Defense hätten wohl noch drei Goberts nicht retten können. Ich für meinen Teil würde derzeit Ayton bevorzugen, aber mal schauen in 3 Jahren. Falls Trae fit bleibt wird er noch oft von den Fans in die "ASS5" gewählt werden.

Dass die Wahl dann auf einen potentiellen Two-Way-Big fällt, den es vom Skillset her, nicht oft gibt (switchen, Athletik und Touch), dann ist die Wahl für Ayton nachvollziehbar. Richtig talentierte Bigs, die ein Mismatch darstellen können, gibt es nicht so häufig. Der Plan war ja:

PG
Booker (pirmäres und/oder sekundäres Playmaking)
Josh Jackson (sekundäres und/oder tertiäres Playmaking)
PF (Bender – siehe unten)
Ayton (weiteres Playmaking aus dem Post)
Hey, ich hab im Forum letztes Jahr sogar mal alle Deals von Ernie Grunfeld analysiert und kam zum Schluss, dass er durchaus nachvollziehbare Entscheidungen traf. Ich zu allererst weiß also wie man im Kopf Hirngespinste logisch klingen lässt.

Aber bevor ich ausführlicher antworten kann würde mich noch interessieren was für Dich exakt Floor und Ceiling bedeuten. Leute benutzen dies mit unterschiedlichen Bedeutungen. Ich nutze deswegen die Begriffe nicht.

Für die einen ist Floor der "Worst Case" bzw Ceiling der "Best Case" eines Spielers -> Anthony Bennett: Low-Floor-High-Ceiling
Für andere ist Floor "was bisher gezeigt wurde" und Ceiling "was an Potential frei ist" -> College-Star ohne Athletik: High Floor-Low-Ceiling
andere vermischen dies :LOL: Bei dir hätte ich nun die - meines Wissens - korrekte erste Variante herausgelesen? Stimmt das?
 

STAT

Nachwuchsspieler
Beiträge
339
Punkte
93
Hey, ich hab im Forum letztes Jahr sogar mal alle Deals von Ernie Grunfeld analysiert und kam zum Schluss, dass er durchaus nachvollziehbare Entscheidungen traf. Ich zu allererst weiß also wie man im Kopf Hirngespinste logisch klingen lässt.
Kannst du ungefähr einschätzen wann das war? Ich mache mich auf die Suche. Das will und muss ich lesen! :belehr:

Für die einen ist Floor der "Worst Case" bzw Ceiling der "Best Case" eines Spielers -> Anthony Bennett: Low-Floor-High-Ceiling
Für andere ist Floor "was bisher gezeigt wurde" und Ceiling "was an Potential frei ist" -> College-Star ohne Athletik: High Floor-Low-Ceiling
andere vermischen dies :LOL: Bei dir hätte ich nun die - meines Wissens - korrekte erste Variante herausgelesen? Stimmt das?
Yeah, hast du richtig verstanden. Ich meine der Floor steht zudem noch für das was man ungefähr erwarten kann => leichtere Prognose, weniger Risiko.

Beispiel:
Marquese Chriss => Low-Floor – High-Ceiling (NBA-Niveau fraglich)
Mikal Bridges => High-Floor – Low-Ceiling (wahrscheinlich NBA-Niveau)

Ist natürlich alles total oberflächlich, aber irgendwie muss man ja anfangen. Ayton war für mich ebenfalls in der Kategorie: Low-Floor – High-Ceiling.

Selbstverständlich aber nicht wie bei Chriss oder Bender. Das waren sehr risikoreiche Picks. Obwohl Ayton selbst noch roh ist und war, spielt der auf einem ganz anderen Planeten. Ayton war für mich nie in der Kategorie „möglicherweise Flop“, wenn es um NBA-Niveau geht. Trotzdem war ich vor allem wegen seinen defensiven Fragezeichen sehr vorsichtig. Young, Doncic und Jackson Jr. hatten für mich vor der Draft einen höheren Floor als Ayton. Deshalb habe Ayton bis jetzt immer als „etwas größeres“ Risiko eingestuft. Ayton’s Ceiling ist mMn sehr hoch und seine defensive Entwicklung bestärkt mich darin. Luka wird vermutlich immer der bessere Spieler bleiben, aber ich halte es für möglich und realistisch, dass Ayton die (große) Lücke mittel – bis langfristig sehr viel kleiner machen kann.

Ich kann nur nochmal wiederholen, dass ich immer noch auf Doncic-Ayton-Young-Jackson-Island lebe. Alle vier finde ich richtig cool, jeden auf seine Art und Weise. Wollen wir noch eine Josh Jackson vs De’Aaron Fox Diskussion führen? :LOL:
 

Max Power

Administrator
Teammitglied
Beiträge
6.786
Punkte
113
Standort
Austria
Ich bin manchmal überrascht, wie kritisch ihr bezüglich Ayton seid ;) klar, riesige Erwartungen als Nummer 1 Pick ... aber der Junge legt 19/12 auf, spielt schon gute Defense und verbessert sich in vielen Aspekten. Und er ist erst 21 Jahre alt, also ich denke, das passt schon so weit ;) im Gegensatz zu einem AD und einem KAT muss er ja auch nicht die Offense tragen, er hat ja Booker im Backcourt. Ist auch ein guter Fit für "Ferdinand", dass er der 1B-Star sein kann ;)
 

theser

Bankspieler
Beiträge
1.399
Punkte
113
"Ferdinand" :LOL: es passt einfach so gut.

Ich denke die kritische Haltung kommt daher, da wir Suns-Anhänger eh keinen Optimismus mehr haben und ungeduldig sind nach einem Jahrzehnt des Elends :LOL: Nein, du hast ja recht, wir sollten noch zufriedener sein.... aber all dieses ungenützte Potential dann wieder und trotzdem 19/12+Defense mit Dopingsperre und Verletzung. Ein immerwährender Dialog findet da in meinem Hirn statt. "Sei doch zufrieden, aber er könnte mehr... psst. Sei zufrieden... aber... "

@STAT nachdem du Mikal Bridges als Low-Floor-Spieler beleidigt hast muss ich vor Schock meine Antwort weiter verschieben... außerdem gibt's eigtl sowas wie Middle-Floor? Für Ayton und Mikal reicht's doch bestimmt dafür ;)
(die Grunfeld-Verteidigung findest du im aktuellen Wizards-Thread auf Seite 1, glaub ich. Aber das sollte niemand mehr lesen)
 

STAT

Nachwuchsspieler
Beiträge
339
Punkte
93
Ich bin manchmal überrascht, wie kritisch ihr bezüglich Ayton seid ;) klar, riesige Erwartungen als Nummer 1 Pick ... aber der Junge legt 19/12 auf, spielt schon gute Defense und verbessert sich in vielen Aspekten. Und er ist erst 21 Jahre alt, also ich denke, das passt schon so weit ;) im Gegensatz zu einem AD und einem KAT muss er ja auch nicht die Offense tragen, er hat ja Booker im Backcourt. Ist auch ein guter Fit für "Ferdinand", dass er der 1B-Star sein kann ;)
Das darfst gar nicht als Kritik wahrnehmen. Wir sind beide große Supporter von Ayton. Ich wahrscheinlich noch mehr als @theser.
Es geht darum, den Ist-Zustand zu bewerten, weil Ayton der hoffentlich große Retter ist. Er entscheidet über die Zukunft der Franchise und ob wir wieder Playoffs sehen dürfen. Book wird bei der Konkurrenz im Westen nicht ausreichen und die Suns benötigen einen sehr guten Ayton, um wieder richtig relevant zu werden. Deshalb wird er stark unter die Lupe genommen.

Außerdem sind es wohl die Nebenwirkungen vieler Enttäuschungen. Wir haben wirklich die Hölle hinter uns. :D

EDIT: Der Kollege war mal wieder schneller. (y)
EDIT 2: Was erzählst du denn da? Wir haben sehr wohl Optimismus. Es könnte wesentlich schlimmer sein. :)
 

STAT

Nachwuchsspieler
Beiträge
339
Punkte
93
nachdem du Mikal Bridges als Low-Floor-Spieler beleidigt hast muss ich vor Schock meine Antwort weiter verschieben...
Da hast bestimmt zu schnell gelesen? Ich würde unseren Mikal niemals als Low-Floor-Spieler bezeichnen. Loooooooook @ this:


außerdem gibt's eigtl sowas wie Middle-Floor? Für Ayton und Mikal reicht's doch bestimmt dafür ;)
Du hast vollkommen recht. Lass uns diese Begriffe begraben. Ich glaube wir alle wissen auf was wir hinausmöchten und damit ist gut. Weiteres Floor und Ceiling Zeug bringt nur Verwirrung hier rein und wir sind eh schon maximal verwirrt. :clowns:
 
Zuletzt bearbeitet:

Ballking

Bankspieler
Beiträge
1.072
Punkte
113
Standort
Niederrhein
Ayton,was soll man sagen?
Elitäre Anlagen, bringt seine PS aber bis jetzt nicht so recht auf die Straße.
Seine Zahlen lesen sich eigentlich gut, aber irgendwie fehlt bis jetzt einfach der letzte/nächste Schritt richtung Superstar. Gerade Defensv wäre noch mehr möglich. Aber gebt den Jungen nicht auf! Ist für nen Big immer noch jung und er hat noch unausgeschöpftes Potenzial. Generell werden mir Spieler immer viel zu schnell aufgegeben; das sind alles Menschen, die sich nunmal unterschiedlich schnell entwickeln.
 

PhoenixS

Nachwuchsspieler
Beiträge
310
Punkte
43
Das sind natürlich schlechte Nachrichten von Oubre, jetzt wo man mal ein paar Spiele fast komplett war.

Zum Draft 2018, für mich ist er vergleichbar mit dem von 1986. Und ich möcht jetzt nicht sagen, dass Doncic der nächste Michael Jordan wird, das steht noch in den Sternen. Aber wenn Ayton zum Olajuwon wird, bin ich zufrieden. Damals und Jahre danach war auch immer die Frage, hat Houston Jordan verpasst? Ich denk es gab oft schlechtere Picks als ein Olajuwon über Jordan, auch wenn man es im Nachhinein vieleicht anders gemacht hätte. Aber versetzt euch mal in die Lage von Portland, ich denk diesen Fehler hätte nicht mal Phoenix hinbekommen. Jetzt schon mal mein Beileid an alle Sacramentofans.
 

theser

Bankspieler
Beiträge
1.399
Punkte
113
Die Verletzungsseuche ist wahrlich enervierend. Aber wenn man etwas kompensieren kann, dann einen Wingspieler zumal ja auch Cam Johnson wieder fit sein dürfte :)

Bagley würde ich eigtl auch noch nicht abschreiben. Wenn er mal ne Saison fit bleiben würde, könnte er auch etwas zeigen. Nicht zu vergessen Denvers Mike Porter. Eine super Draftklasse.

Da hast bestimmt zu schnell gelesen? Ich würde unseren Mikal niemals als Low-Floor-Spieler bezeichnen.
Oh mon dieu. Ich meinte natürlich, "Low Ceiling"! Da hatten wir uns ja schon ausgetauscht wo ich Bridges theoretisch sehe. In einem Gebäude mit 10 Stockwerken im 8.! (Oubre muss im 6. hausen)

Das die Wahl dann auf einen potentiellen Two-Way-Big fällt, den es vom Skillset her, nicht oft gibt (switchen, Athletik und Touch), dann ist die Wahl für Ayton nachvollziehbar. Richtig talentierte Bigs, die ein Mismatch darstellen können, gibt es nicht so häufig.
Die Mismatch-Frage finde ich ja hochinteressant. Aktuell kann er keines erzeugen, finde ich. Er macht offensiv viel mit Instinkt, Geschwindigkeit und weil er einfach jetzt schon einer der besten Verwerter der gesamten Liga ist. Aber 1on1-Situationen geht er aus dem Weg, du hast vorhin geschrieben er nimmt da zu häufig den (noch) ineffizienten Midranger. Da stimme ich zu. Er hätte ohne Frage auch ein paar wenige tolle Moves drauf - wenn ich da nur an seine Speed-Spin-Moves denke :love: - aber wie an so vielen Stellen in Aytons Game ist es noch ne Baustelle und lässt einen unbefriedigt zurück.

Natürlich schlägt sich Ayton beachtlich. Denn auch wenn ich denke, dass niemand in ihm einen Bust sah (drum eben "middle floor" ist er nun mal tatsächlich relativ roh und hat gleichzeitig den fetten First-Pick-Aufkleber anhaften, der ihn ins Schaufenster stellt. Da wären andere in einer Situation wie sie in PHX herrscht schon zerbrochen. Dies ist ein weiteres Beispiel für seinen "High Character", an dem ich auch selbst nach dem Dopingbefund nie zweifelte.

Die "Entwicklung" von Josh Jackson hatte dann alles torpediert. Dazu kamen die anderen Flops wie Bender. Doncic und Young hatten ebenfalls einige Fragezeichen. Wenn dann Luka als 2er oder 3er in den Planungen des FO durchgeht und man von Book und Jackson überzeugt ist…ja, dann schlägt das Pendel schnell in Richtung Ayton oder Jackson Jr. Das war eine Fehleinschätzung. Josh Jackson floppte, die Suns hatten zu wenig Playmaking und Ayton benötige Zeit, um sich zu akklimatisieren. Gleichzeitig legten Young und Doncic los wie die Feuerwehr.
Den Ayton-Pick möchte ich keinesfalls kritisieren. Es war logisch. Vielmehr stellt sich die Frage ob BPA oder nach Position draftet... im Doncic-Fall wäre es natürlich ganz klar BPA gewesen. Vor allem war PHX auch nie konsequent darin. Bestes Beispiel Josh jackson:

Er wäre prinzipiell ja genial gewesen: Gut Scorer, Playmaking UND klasse Defense. Aber bei ihm gab es eben die berechtigten Zweifel, die damals auch Boston gehörig Abstand nehmen ließen. Dennoch lieferte er doch ne ordentliche Rookie-Saison. Von Position 1-4 startete er, Rookie Second Team. Also Glücksfee brachte er den #1-Pick.

Klar war er nicht immer ein einfacher Charakter (Internas würden mich mal interessieren), aber beide Seiten machten viele Fehler - besonders im 2.Jahr. Er wurde oft in eine unpassende Werfer-Rolle auf dem Feld gesteckt und verheizt. Man holte mit Bridges, Oubre zwei Spieler, die ihn noch mehr von seiner Idealposition trennten. In diesem brutal schwierigen Umfeld war es gerade für einen wie Josh nicht leicht zu überleben, man setzte schnell nicht mehr auf ihn. Das harte per Guillotine vollstreckte Urteil des neuen GMs schmerzt mich immer noch bisschen. Zusammen mit Tafelsilber Melton verscherbelte man ihn. Den Suns gelangen oft gute und logische Draft Picks, aber das Player Development zählt wohl zum schwächsten der Liga.

Ich hab schon so ne kleine Rachefantasie, dass Josh, Melton die Suns in einem Spiel mal abschießen.... und Bender auch.

--------

So, nächste Nacht kommt das G-League-Team der Pistons. Mal schauen, ob der megaheiße Wood seine krasse Streak vs Ayton durchziehen kann.
 

STAT

Nachwuchsspieler
Beiträge
339
Punkte
93
Oh mon dieu. Ich meinte natürlich, "Low Ceiling"! Da hatten wir uns ja schon ausgetauscht wo ich Bridges theoretisch sehe. In einem Gebäude mit 10 Stockwerken im 8.! (Oubre muss im 6. hausen)
:LOL: :beten:
-----
Die Verletzung von Oubre passt natürlich super in diese Saison und ist sehr schade. Tut mir sehr leid für ihn. Auch wenn er nur im 6. Stock leben darf, so ist er meiner Ansicht nach für dieses Team sehr wichtig gewesen. Frei nach Thomas Doll:

Kelly hat immer alles reingepackt, alles rausgehauen und versucht den Bock umzustoßen. :D

Es wäre natürlich klasse, wenn er nicht so lange ausfällt und im Sommer trainieren könnte. So sehr ich ihn mag, es gibt trotzdem Fragezeichen. Haben wir oft genug hier thematisiert. Sein Spielstil hat Schwächen und sein Fehlen ist nun auch eine Chance. Wie bereits gesagt, bin ich der Meinung, dass Kelly mit einem Jahr Vertrag ein guter Tradechip ist. Besonders Bridges kann sich nun in Position bringen. Auch unser Freund Saric sollte nochmal genug Spielzeit bekommen. Wenn wir nur auf das Teambuilding und Richtung Offseason schauen, ist die Verletzung durchaus eine interessante Konstellation, ähnlich wie damals mit Bledsoe und Knight. Booker konnte die Verletzungen der etablierten Spieler ausnutzen.

Aufgrund der fehlenden Tiefe ist es ein bitterer Rückschlag. Aber ich bin gespannt, wie Monty jetzt spielen lässt und ob sich jemand nochmal in den Vordergrund spielen kann. Ayton und Booker können zum Endspurt nochmal fleißig Würfe nehmen und hoffentlich schließen sich Bridges und Cam Johnson an. Wenigstens sollten wir am Ende der Saison ein besseres Bild haben wie wichtig Oubre wirklich ist und mit welchen Spielern die Suns sicher planen sollten. Ich hoffe Bridges schafft es zu Ayton und Booker in den zehnten Stock. :devilish:
 

Ballking

Bankspieler
Beiträge
1.072
Punkte
113
Standort
Niederrhein
@PhoenixS
Nachher ist man halt immer schlauer.
Sam Bowie war ein solider bis guter Spieler, der halt vom Verletzungspech verfolgt war.Für mich kein echter Bust. Ähnlich wie bei Greg Oden wollte der Körper halt nicht.
Da gab es schlimmere Flops wie Bennett, Brown oder Bender ;D

Gerade bei Bennett frage ich mich bis heute, was die Cavs geraucht haben; der war weder auf der HS oder am College besonders aufregend oder herrausstechend, war halt ein grundsolider Forward mit nem ganz guten Körper. Vom Skillset her ein klarer 2nd-rounder, aber er war halt ziemlich jung und da war man halt total geil auf Upside.
 

durant35

Bankspieler
Beiträge
1.993
Punkte
113
@PhoenixS
Nachher ist man halt immer schlauer.
Sam Bowie war ein solider bis guter Spieler, der halt vom Verletzungspech verfolgt war.Für mich kein echter Bust. Ähnlich wie bei Greg Oden wollte der Körper halt nicht.
Da gab es schlimmere Flops wie Bennett, Brown oder Bender ;D

Gerade bei Bennett frage ich mich bis heute, was die Cavs geraucht haben; der war weder auf der HS oder am College besonders aufregend oder herrausstechend, war halt ein grundsolider Forward mit nem ganz guten Körper. Vom Skillset her ein klarer 2nd-rounder, aber er war halt ziemlich jung und da war man halt total geil auf Upside.
Verletzung hin oder her. Bowie wurde deshalb von Portland genommen, da man bereits Drexler hatte. Das war die falsche Denkweise. Daher auch der berühmte Spruch von MJs College Coach: " dann lasst Jordan halt C spielen" (Morey wird das feiern :jubel:). Bowie mag vielleicht kein klassischer bust a la Bennett gewesen sein. Trotzdem war die Begründung sehr schwach.
 

Piaget

Nachwuchsspieler
Beiträge
105
Punkte
43
(die Grunfeld-Verteidigung findest du im aktuellen Wizards-Thread auf Seite 1, glaub ich. Aber das sollte niemand mehr lesen)
loavrtgd2g.jpg

:D


Die Kritik an die Cavs bezueglich des Bennett Picks ist aber wirklich leicht dahergesagt. Der Draft ist von vornerein als schwach angesehen worden und einen klaren erster Pick gab es einfach nicht. Dass es dann Bennett wurde war doch recht ueberraschend, schliesslich wurde er im Tier 1 genannt aber ich kann mich an keinen Mock erinnern, der ihn an Nummer 1 hatte. Der Rest des ersten Tier wurde dann eig (um wenigstens ein bisschen On Topic zu bleiben :D) alle als High Floor - Low Ceiling Guys gesehen, wobei Floor ja recht niedrig ist. Lustigerweise stellte der Draft sich dann schlussendlich gar nicht mal als derart schwach heraus, weil die wirklichen Value Picks (Low Floor - High Ceiling Spieler) in der Mitte am Ende der ersten Runde zu finden waren. Und eingeschlagen sind. Aber genug Off Topic.
 

STAT

Nachwuchsspieler
Beiträge
339
Punkte
93
Hochpeinliche und typische Heimpleiten gegen Pistons und Warriors. :skepsis: Ich behaupte weiterhin Kelly Oubre ist unverzichtbar.
 
Oben