Aufregende Woche mit Sieg beendet
Schon am Dienstag war einiges los - beim Testspiel in Friedrichshain (glatter 4:0-Sieg) lief plötzlich die halbe Stammelf auf, da einige Reservisten den Weg aus der am Platz befindlichen Vereinskneipe des FC 01 nicht rechtzeitig fanden und der sichtlich erboste Trainer kurzerhand bis kurz vor Anpfiff die Kabinentür abschloss, und die angeschickerte Bande so am Umziehen hinderte.
Die eigentlich nur als Zuschauer eingeplanten Dominkovic, Müge, Büchs, Schmidt, Spatafora, Schaadt, Hartmann und Reder mussten dafür auf's Feld und auf der Bank saß für Notfälle der Cheftrainer persönlich.
Dafür wurden die Sünder am Mittwoch früh in einen Kleinbus nach Bayern verfrachtet, wo sie bis zum Freitag abend am Training des befreundeten Vereins Dynamo Haxnkrach-West teilnahmen. Manager Abé: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Herren zukünftig nicht mal mehr eine Sekunde zu spät kommen werden, da mir mein Freund Teradach versichert hat, den nächsten Sünder für jede mögliche Summe zu kaufen - und das würde bedeuten, dass der in Zukunft immer bei Dynamo trainieren müsste, was man seinem ärgsten Feind nicht wünschte..."
Dazu noch ein Auszug aus der Vereinspostille "Vorwärts Dynamo" (einzusehen unter
http://sportforen.com/vbb/showthread.php?s=&threadid=14984&perpage=25&pagenumber=5):
GM: Beispiel Verteidigung: Wenn ein 12-jähriger zu uns will, dann muss er eine Eiche umgrätschen können, sonst ist er der falsche für uns.
VD: Und im Sturm?
GM: Jeder, der sich in ferner Zukunft das Stürmertrikot des FC Dynamo Haxenkrach-West überstülpen will, muss von der Strafraumgrenze einen aus 10 Meter Höhe fallenden Medizinball per Kopfstoss mit 50 Sachen ins Kreuzeck befördern können.
Derart gewarnt gingen die Spieler des FCG heute trotz ausgegebener Devise "Play it cool" von Beginn an ein solches Tempo, dass dem Schlusslicht Checka Hören und Sehen verging. Erst nach dem 4:0 in der 35.Minute durften die Spieler des Gastes wenigstens ab und zu mal in die Nähe des Balles.
In der Pause wurden die Talente Oliver Diklic und Gottfried Ziesmann feierlich verabschiedet. Ihnen war per Handschlag versichert worden, dass sie sich im Falle des Nichtaufstiegs des FCG einen neuen, höherklassigen oder ausländischen Verein suchen dürften. Ziesmann liegt bereits ein Angebot aus Zagreb vor, Diklic verhandelt mit mehreren Interessenten, die aber Schwierigkeiten haben, die ausgerufene Ablösesumme knapp 500.000 Euro aufzubringen. Für einen 17-jährigen 3,5-Sterne-Verteidiger, der innen wie außen fast gleichermaßen stark spielt, sollte das aber kein zu niedriger Preis sein.