Ich bin jetzt in Saison Nr. 3 und mittlerweile bei größten Rivalen der Rothosen gelandet, beim FC St. Pauli. Der Bremer SV wurde mir irgendwann zu klein, so dass ich mich recht früh entschieden hatte, meinen bis 2024 laufende Vertrag nicht zu verlängern und mich aber der Rückrunde quasi auf alle möglichen interessanten Aufgaben zu bewerben. Während man mich in der zweiten holländischen Liga bei NEC Nijmegen noch ausgelacht hat, ich schweren Herzens

, das schon feste Engagement bei Schalke 04 II verschoben hatte, bis die dann irgendwann keine Lust mehr auf mich hatten, war ich mit mehr Glück als Verstand gesegnet und kam als Trainer-Novize mit nationaler B-Lizenz vom durchschnittlichen Regionalliga-Verein Bremer SV, den ich sicher in Liga 4 etabliert hatte, zum Hamburger Kult- und Kiezclub. Dem schien meine Reputation aus Aufstieg aus der Bremen-Liga und Bremen-Pokalsieg genügt zu haben, die Zügel am Millerntor in die Hand zu bekommen.
In den letzten 10 Spieltagen der Saison konnte ich immerhin noch eine tabellarische Verbesserung von 10 auf 8 vollziehen. Viel wichtiger war, dass ich das Team kennenlernen und meine Philosophie vom offensiven Umschaltspiel etablieren konnte. Mit der Maßgabe offensiven Fußball zu spielen und U23-Spieler zu verpflichten, startete ich mit St. Pauli in meine erste Saisonvorbereitung. Vom (erneuten) Bundesliga-Absteiger SV Werder Bremen konnte ich kostengünstig die Talente Gruev und Nankishi loseisen. Vom BVB II kam Luca Unbehaun, der Kevin Broll als Stamm-TV ablöste. Der Start in die neue Saison war so fulminant, dass ich mich hinter dem starken Spitzenreiter aus Darmstadt nach 13 Spieltagen auf Platz 2 positionieren konnte und mitten im Aufstiegsrennen befinde.
[Update]
Die Saison mit 70 Punkten auf Platz 1 und dem Aufstieg abgeschlossen. Im DFB-Pokal im Viertelfinale am BVB gescheitert. Jetzt kommen die großen Herausforderungen. Einerseits wollen die Aufstiegsjungs bessere Verträge, andererseits muss ich den Kader sinnvoll verstärken. Viel ungenütztes Tafelsilber, welches das Transferbudget verbessern könnte, habe ich gar nicht. Der Vorstand ist auch relativ konservativ, wenn es darum geht, mir zusätzliche Mittel zur Verfügung zu stellen. Zumindest funktioniert mein Scouting recht gut und aus der Jugend kommt auch der ein oder andere hoch.
Nun also in 3 Jahren von Liga 5 in Liga 1. Das hat schon ein wenig Kohfeldtsche Züge, nur dass der alles innerhalb eines Vereins (Werder) bewerkstelligt hat. Mal schauen, wie lange es mich beim FC St. Pauli hält. Gefühlt wird das wohl nur (wieder) eine Zwischenstation, da das Ausland reizt (Olympique Marseille oder die SSC Neapel wären spannende Clubs, vielleicht wird es auch Südamerika)
P.S. Die Deadline-Day Umsetzung ist mal eine nette Neuerung zur Vergangenheit. Manch einer, der seine Schäfchen / seinen Kader noch nicht im trockenen hat, kann hier durchaus Torschlusspanik bekommen und noch mal ungewollt zuschlagen.