KRAFT&HERZ
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Dennoch gleich beitop liste!
Teacher, hit me with a rulerDennoch gleich bei
"1. Fury [32(23)-0-1] WBC & Lineal Weltmeister"
eine Unwahrheit dabei, denn das Lineal - wozu auch immer es angewandt wird - hat mittlerweile die Zahnlücke.![]()
Wenn du so fragst, stimmst du also nicht überein, dass Joshua wesentlich schneller aufgibt? Zumindest mental bewegt sich Wilder in Sphären, in die AJ einfach nicht hinkommt imo...Worin äußern sich die Warrior-Fähigkeiten?
klar, kann man natürlich auch so sehen. sind mehrere 50/50-entscheidungen.AJ und Wilder kommen aus je zwei Niederlagen, da ist es mMn schwierig die vor einem Joyce zu ranken, welcher in den letzten zwei Jahren wirklich geliefert hat.
Sanchez mir noch zu ungeprüft für einen Top 10 Platz.1. fury
2. usyk
3. wilder
4. joyce
5. AJ
6. dubois
7. whyte
8. sanchez
9. ruiz
10. parker
11. helenius
12. bakole
13. ortiz
14. hrgovic
15. chisora
Nein, - wie schon mal geschrieben - ich stimme nicht überein. Es gibt im Forum eine Anti-Joshua-Fraktion, die ihn als fragiles Kerlchen darstellt. Das ist ähnlich wie bei Wladimir Klitschko, den man als Weichimir verunglimpft hat. Beides ist Unfug, auch wenn beide Boxer an dem Bild mit einzelnen oder mehreren Kämpfen mitgewirkt haben.Wenn du so fragst, stimmst du also nicht überein, dass Joshua wesentlich schneller aufgibt? Zumindest mental bewegt sich Wilder in Sphären, in die AJ einfach nicht hinkommt imo...
Das hat absolut nichts mit Sympathie oder Unsympathie zu tun. Das ist eine einfache Einschätzung. Weiß auch nicht, wie man Wilders unreifen Trashtalk, als Sympathiepunkt zählen kann, aber jedem das seine. Von "Weichimir" höre ich im übrigen das erste mal. Allerdings, finde ich, hat er und sein Boxstil großen zu großen Teilen dazu beigetragen, dass der Boxsport im Schwergewicht fast ein Jahrzehnt total langweilig war. Ich zumindest hab schnell aufgehört auf RTL zu schalten, wenn er geboxt hat.Nein, - wie schon mal geschrieben - ich stimme nicht überein. Es gibt im Forum eine Anti-Joshua-Fraktion, die ihn als fragiles Kerlchen darstellt. Das ist ähnlich wie bei Wladimir Klitschko, den man als Weichimir verunglimpft hat. Beides ist Unfug, auch wenn beide Boxer an dem Bild mit einzelnen oder mehreren Kämpfen mitgewirkt haben.
Wenn eine generelle Unsympathie bei der Beurteilung einer Person eine Rolle spielt, dann wird vieles im Zusammenhang mit der Person per se schlecht bewertet. Das ist aber bei näherem Hinsehen nicht korrekt. Joshua hat in seinen Niederlagen nicht aufgegeben. Aufgeben sieht anders aus. Er hat die Kämpfe nicht gedreht bekommen, das hat Wilder aber auch nicht. Joshua hat gegen Usyk in beiden Kämpfen immer wieder versucht, sich boxerisch anzupassen. Man mag ihm vorwerfen, dass er nicht alle Mittel zum Einsatz gebracht hat, die ihm zur Verfügung gestanden haben, man mag ihm vorwerfen, dass es nur für eine Runde auf dem Gaspedal reicht und danach konditionell der Tank leer war, aber mental aufgegeben hat Joshua eben nicht.
Wilder gilt als großer Kämpfer, aber wenn ich mir seine Kämpfe gegen Fury anschaue und dabei auch seine anderen Kämpfe mit einbeziehe, dann sagt mir der zweite Blick, dass das so nicht stimmt. Wilder ist ein starker Puncher, alleine das lässt ihm schon die Herzen viele Boxfans zufliegen, weil ein brachialer Knockout einfach spektakulär ist. Auch Joshua ist ein (sehr) guter Puncher. Wo ist da der Unterschied? Joshua wirkt aalglatt, Wilder kann Trash-Talk und wirkt authentisch. Das bringt Sympathiepunkte , die Joshua nie bekommt, nicht mal dann, wenn er nach einen Kampf ganz authentisch zeigt, wie sehr es ihn angreift, dass nichts gegen Usyk gefruchtet hat, obwohl er es immer wieder probiert hat.
Wilder hingegen bekommt von seinem Team eine taktische Linie, die technisch zwar eher eindimensional ist, die aber bis zu einem gewissen Grad seine Chancen auf einen Sieg verbessert. Er versucht lang zu bleiben, er schlägt dann einen Jab, variiert mit Geraden zum Kopf und Körper und wartet auf die Lücke, um den Gegner entscheidend zu treffen und zu finishen. Die m. E. wesentliche Fehlinterpretation im Hinblick auf Wilder besteht aber darin, dass man Wilders Reaktion, wenn dieser Plan nicht funktioniert, unrichtig bewertet. Wie ich Dir schon geschrieben habe, hatte Wilder im letzten Fury Kampf genau diese klare Strategie, die zwei Runden erfolgreich war. In der dritten Runde macht Fury den Kampf körperlich, beginnt zu schubsen und hat mit einer Haken- und Uppercut-Kombination Erfolg, weil Wilder die Distanz nicht aufrecht erhält. Von da an war Wilders Linie weg. Wilder und das ist ein Ausdruck auch mentaler Schwäche, schaltet wieder in seinen Instinkt-Brawl-Modus und findet nicht mehr zu seiner ursprünglichen Linie zurück. Er versucht zu überleben, justiert nicht mehr nach und das sehe ich im Gegensatz zu Dir schon als inneres Aufgeben. Auch ergibt er sich der Klammerei und den anderen Dirty Tactics von Fury recht widerstandslos - wohl möglich weil die Kondition weg ist. Da hatte Joshua aus meiner Sicht deutlich mehr zu bieten. Für Fury war ab der fünften Runde die Messe positiv gelesen und der Kampf entschieden, für Usyk war es zwei Mal 12 Runden harte Arbeit, weil Joshua es zwar für den Betrachter erratisch, aber immer wieder unterschiedlich probiert hat und das gilt auch dann, wenn man moniert, dass es keinen All-In-Versuch gegeben hat. Wilder hat - wenn es gar nicht mehr läuft - nur noch seine gelegentlichen Heumacher, die Fury nur erwischen, wenn er unaufmerksam ist. Die mental andere/höhere Sphäre kann ich da nicht erkennen.
Sicher? Siehe unten.Das hat absolut nichts mit Sympathie oder Unsympathie zu tun..
Zu AJ... in meinen Augen HAT er MENTAL aufgegeben. Dazu braucht niemand ein Handtuch werfen. Ganz deutlich im ersten Kampf gegen Ruiz, und generell, immer wenn er anfängt seine Gegner anzugrinsen, wird deutlich, dass er den Kampf im Kopf schon verloren hat.
Er hat eben nicht alles rausgehauen und ist eben nicht durch das Feuer gegangen, es sei denn man interpretiert den Versuch, den Schlussgong noch zu erleben, als ein durchs Feuer gehen. Er hat ebenso wie Joshua im Ruiz Jr I-Kampf versucht zu überleben und darauf gehofft, dass seine gelegentlichen Heumacher treffen. Dementsprechend war der letzte Kampf ab Runde 6 entschieden. Das ist für mich keine Warrior-Mentalität.dass er durchs Feuer geht und alles raushaut, solange seine Beine ihn tragen. Unabhängig davon ob er seine Linie hält, am Wanken ist, oder es schön aussieht, wenn er seine Heumacher streut.
Das ist der Punkt, wo die unterschiedliche Bewertung entsteht. Es gibt Boxkämpfe, wo zwei Boxer auf ähnlichem Niveau sich mit ähnlichen Mitteln beharken und das Momentum ständig wechselt. Das ist aber nicht die Regel. In vielen Kämpfen erarbeitet sich ein Boxer relativ früh die Oberhand und der Gegner findet letztlich nicht die Mittel, diesen Umstand zu beenden. Das hängt oft im Wesentlichen mit Technik und Taktik zusammen. Es ist aber meines Erachtens zu eindimensional gedacht, alle unterlegenen Boxer in einen Topf zu werfen und die Leistung entsprechend verkürzt herabzuwürdigen. Ein Boxer kann einen Kampf 108:120 verlieren und dabei trotzdem dem Gegner einen guten, vielleicht sogar einen tollen Kampf liefern, vielleicht sogar alles abverlangen. Wenn ein Boxer eine taktische Linie hat und diese nicht durchsetzen oder den Erfolg nicht aufrecht erhalten kann, dann kann das mehrere Gründe haben. Ggf. lässt die Kondition nach, ggf. stellt der Gegner etwas um, so dass es nicht mehr funktioniert. Die Bandbreite ist groß. Fury - was typisch für ihn ist - kennt die eigenen Schwächen genau und versucht sich anzupassen, wenn etwas nicht läuft. Als er Probleme mit Wilders Jab/Geraden-Varianten zum Kopf/Körper bekam, hat er sich entschieden Wilder zu erdrücken. Ist das überraschend? Wenn man Fury kennt eher nicht. Zu einer Warrior-Mentalität gehört es für mich, dass ich mich eben nicht der Lage ergebe, nicht in Standard-Muster verfalle (die der Gegner schon kennt und auf die er wissentlich eine Antwort hat), sondern dass ich versuche, mich dieser Situation zu entziehen und meinerseits den Gegner unter Druck zu setzen. Das hat Wilder eben nicht getan, sondern er hat sich schubsen, ringen und abklammern lassen und lediglich mit sehr geringer Workrate seine Heumacher rausgerudert. Für einen Warrior zu wenig. Ein Aufstecken war frühzeitig zu erkennen.@Roberts du hast sicherlich mit dem einen oder anderen punkt recht, aber joshua wird doch hier im forum mehr gefeiert als kritisiert. selbst die leistung gegen usyk, wo er höchstens 4 runden gewonnen hat, wurde für mich unverständlich noch lobend hervorgehoben.
oder dieserSieht man natürlich vielleicht anders, wenn man große Sympathien für jemanden pflegt, aber seine Niederlagen sprechen eine deutliche Sprache.
deuten für mich auf meine Interpretation hin.aber joshua wird doch hier im forum mehr gefeiert als kritisiert.
Ich hab versucht meinen Standpunkt zu erklären und stehe auch weiterhin dazu. Aber bevor ich anfange mich jetzt doppelt und dreifach zu wiederholen, sollten wir uns darauf einigen, dass wir uns uneinig sind, sonst wird das Ganze albern.Sicher? Siehe unten.
Man kann in der Tat anmerken, das Joshua nach dem Niederschlag nicht mehr in den Kampf zurück gefunden hat. Sein Staminatank war sofort leer und er hat nur noch zu überleben versucht. Allerdings war das bei Wilder im zweiten und dritten Kampf gegen Fury kaum anders und eben nicht:
Er hat eben nicht alles rausgehauen und ist eben nicht durch das Feuer gegangen, es sei denn man interpretiert den Versuch, den Schlussgong noch zu erleben, als ein durchs Feuer gehen. Er hat ebenso wie Joshua im Ruiz Jr I-Kampf versucht zu überleben und darauf gehofft, dass seine gelegentlichen Heumacher treffen. Dementsprechend war der letzte Kampf ab Runde 6 entschieden. Das ist für mich keine Warrior-Mentalität.
Das ist der Punkt, wo die unterschiedliche Bewertung entsteht. Es gibt Boxkämpfe, wo zwei Boxer auf ähnlichem Niveau sich mit ähnlichen Mitteln beharken und das Momentum ständig wechselt. Das ist aber nicht die Regel. In vielen Kämpfen erarbeitet sich ein Boxer relativ früh die Oberhand und der Gegner findet letztlich nicht die Mittel, diesen Umstand zu beenden. Das hängt oft im Wesentlichen mit Technik und Taktik zusammen. Es ist aber meines Erachtens zu eindimensional gedacht, alle unterlegenen Boxer in einen Topf zu werfen und die Leistung entsprechend verkürzt herabzuwürdigen. Ein Boxer kann einen Kampf 108:120 verlieren und dabei trotzdem dem Gegner einen guten, vielleicht sogar einen tollen Kampf liefern, vielleicht sogar alles abverlangen. Wenn ein Boxer eine taktische Linie hat und diese nicht durchsetzen oder den Erfolg nicht aufrecht erhalten kann, dann kann das mehrere Gründe haben. Ggf. lässt die Kondition nach, ggf. stellt der Gegner etwas um, so dass es nicht mehr funktioniert. Die Bandbreite ist groß. Fury - was typisch für ihn ist - kennt die eigenen Schwächen genau und versucht sich anzupassen, wenn etwas nicht läuft. Als er Probleme mit Wilders Jab/Geraden-Varianten zum Kopf/Körper bekam, hat er sich entschieden Wilder zu erdrücken. Ist das überraschend? Wenn man Fury kennt eher nicht. Zu einer Warrior-Mentalität gehört es für mich, dass ich mich eben nicht der Lage ergebe, nicht in Standard-Muster verfalle (die der Gegner schon kennt und auf die er wissentlich eine Antwort hat), sondern dass ich versuche, mich dieser Situation zu entziehen und meinerseits den Gegner unter Druck zu setzen. Das hat Wilder eben nicht getan, sondern er hat sich schubsen, ringen und abklammern lassen und lediglich mit sehr geringer Workrate seine Heumacher rausgerudert. Für einen Warrior zu wenig. Ein Aufstecken war frühzeitig zu erkennen.
Joshua hat im Kampf versucht Usyk unter Druck zu setzen und immer wenn Usyk seine Linie verändert hat, hat er versucht seinerseits anzupassen um den Kampf zu drehen. Er hat versucht defensive Fehler zu vermeiden und er hatte in Teilen Erfolg mit dieser Linie - hier ist es meines Erachtens deutlich mehr Zug zum Sieg zu erkennen als bei Wilder. Keine Frage, dass das körperlich geführte Gefecht zwischen Wilder und Fury intensiver wirkte als das Faustfechten zwischen Usyk und Joshua. Man sollte sich aber nicht von den oberflächlichen Dingen blenden lassen. Furys Abend war wesentlich einfacher als der von Usyk und das lag eben auch am Gegner und zwar unabhängig davon, wie viele Runden man wem gegeben hat.
Auch mich wirkt es eben so, als würden bei @Po Lee und Dir persönliche Präferenzen bei der Beurteilung im Vordergrund stehen und nicht das tatsächliche Geschehen im Ring in seiner nicht immer offensichtlichen Tiefe. Gut möglich, dass ich Euch da Unrecht tue, aber ein Satz wie dieser
oder dieser
deuten für mich auf meine Interpretation hin.
Ich pflege für Joshua keine Sympathien, was man hier oft genug nachlesen kann. Ich kenne hier im Forum einen erklärten Fan, aber ansonsten ist man ihm gegenüber eher neutral bis sehr negativ unterwegs. Das ist auch legitim. Jeder entscheidet selbst, wenn oder was er mag oder ablehnt.