Ehm ja... das war dann wohl eine vogelwilde Woche. Favoriten starben wie die Fliegen. Wo soll man da nur anfangen?
Die
#1 Purdue aus dem Indiana-Kaff West Lafayette (btw: Stadt hat 28.000 Einwohner, Uni hat 40.000 Studenten und 18.000 Mitarbeiter... wow.) ist erlegt. Zach Edey brillierte mit 35/14, 6'0-Guard Braden Smith flirtet ständig mit Triple Doubles, wurden nach 2 Overtimes erwischt und starten mit einem L in die Big Ten-Saison.
Northwestern ist gefährlich, der letztjährige 2nd-Rounder bringt alle Leistungsträger um Boo Buie und Brooks Barnhizer zurück. Die Wildcats sehen aktuell wie ein "Zweite-Woche-Team" aus, also ein Team, welches in die zweite Woche der Madness geht (Sweet 16).
UConn zerfleischte bisher alles, führte in einem Turnier-Finale einmal mit 40 Punkten. Der Titelverteidiger verlor allerdings bei
Kansas. Widerum fehlt weiterhin 5-Sterne-Freshman Stephon Castle (vielleicht bester PG der Klasse?) und Transfer Cam Spencer humpelte nicht zuletzt. Ergo: Die Huskies sollten aus der Niederlage Mut schöpfen.
Duke um Kyle Filipowski kassierte gleich zwei Ls in einer Woche. Bei den Gelbjacken von der Georgia Tech, wo mittlerweile die
Mighty Mouse Damon Stoudemire coacht. Die
UK aus Lexington verlor dann völlig überraschend gegen UNC Wilmington, Marquette bei den Oldies aus Wisconsin, zuletzt verlor
Villanova mit einer uninspirierten Offensiv-Leistung vs Drexel.
..und so ist nun halt "the next one" dran. Die von mir oft beworbenen
Arizona Wildcats holen sich den ersten Spot.
Aber lasst uns kurz auf #11 und #13 eingehen. Erstere: Die FAU ist ein Midmajor-Programm, welches sich durch hervorragende Arbeit auf den Weg macht zu den College-Größen aufzuschwingen. Gemäß dem Vorbild Villanova. Bereits letztes Jahr waren die Owls sensationell bis ins Final Four gestürmt und konnten nun ALLE Leistungsträger zurückbringen. Ein ganz Level draufgelegt hat der russische, ultra-austrainierte
Vlady Goldin, der die mit die effizientesten Avdanced Stats abliefert. Dem 22-jährigen 7'1-Center sollen Scouts nun folgen. Ihr könnt euch selber mal ein Bild machen:
An #13 ist
Colorado State. Zwei Jahre nach dem wandelnden Mismatch-Power Forward David Roddy (260 Pfund auf nur 6'5) sind die Rams wieder zurück. Mit
Joel Scott kam ein
Division-II-Spieler, der ganz ähnliche Skills hat - also dick, klein und kann alles ein bisschen. Auf Anhieb macht der Mann aus der "zweiten Liga" 15ppg. Mit Super Senior Isaiah Stevens (17/8a-Schnitt) orchestriert das noch etwas versteckte Coach-Mastermind Niko Medved eine bestialische Defense. Die Offense-Junkies von Creigton #8 wurden unter 70 Punkt gehalten, aber selbst als die Colorado Buffs mit
Tristan Da Silva im Derby alles trafen, konterte man mit noch besserer Offense.
Midmajor-Teams sind inzwischen halt Normalität im AP-Ranking. Bspw. lohnt sich auch ein Blick auf die James Madison-Uni aus Virginia, von der winzigen Sun Belt Conference, man debütierte die Saison in einem Buy Game mit einem total überraschenden Sieg bei Michigan State. Bisher ungeschlagen, im restlichen Zeitplan bis Anfang März nur noch Pflaumen-Teams auf dem Speiseplan, könnten die Dukes ungeschlagen mit 30-0 ins Conference Tourney einziehen. Everybody loves a good streaking team.
Ergötzen wir uns noch an Rob Dillingham, als spektakulärsten Passer des Draftjahrgangs. Wird er der nächste superstarke Guard aus John Caliparis Hand? Der dünne Freshman-PG (14/4/5-Schnitt, nur 1.6 TO und 50% Dreier) ist ein paar Blicke wert. (überhaupt machen die Kentucky Wildcats richtig Laune dieses Jahr. 4-5 Draftees kann man bestaunen: Edwards und Dillingham aus der Kategorie Star-Potenzial. Sheppard und Bradshaw: Kategorie Roleplayer. Kategorie Kroatisches Einhorn: Zvonomir Isic. Bei ihm gibts allerdings Verzögerungen, leider spielte er weder, noch wird er voraussichtlich jemals nach Lexington kommen).
Zum Abschluss ein Blick auf Sprösslinge einstiger NBA-Größen? Na, erkennt ihr deren Väter?


Ryan Mutombo - Jameer Nelson Jr. und DJ Rodman