Unser Lissabon-Trip Anfang Februar ist ein stückweit buchstäblich ins Wasser gefallen. Es wütete zu dem Zeitpunkt ein ordentlicher Sturm insbesonderen durch Portugal und dem Umfeld von Lissabon, der auch einige Menschenleben gekostet hat.
So war das Wetter in Lissabon vor Ort doch deutlich schlechter, als man selbst für den Februar erwarten kann, auch wenn wir zwischendurch auch durchaus trockene und sonnige Phasen hatten.
Wir hatten extra 5 Nächte gebucht, da wir entweder auch einen Ausflug nach Sintra oder Nazare machen wollten, beides ging nicht, da die Lage vor Ort wohl zu gefährlich war und insbesondere Nazare wurde ziemlich verwüstet, was dann auch arschig gewesen wäre sich als Touri dorthin auf dem Weg zu machen.
Wir hatten zwar schon Tage vorher den Big Wave Alert gecheckt und uns riesig drauf gefreut dieses Spektakel tatsächlich mal live erleben zu dürfen, hatten aber tatsächlich erst so richtig am Vorabend vor der geplanten Tour registriert was so in Portugal wirklich los war. In Deutschland hat man das zu dem Zeitpunkt bzw vor unserer Abreise irgendwie medial nicht mitbekommen.
Lissabon selbst hat uns um ehrlich zu sein jetzt auch nicht so vom Hocker gehauen. Wir hätten die Stadt im Vergleich zu Porto deutlich "protziger" erwartet, an dem meisten Orten war sie aber ähnlich "abgeranzt" wie Porto. Das hat zwar durchaus Charme, wir hatten aber irgendwie andere Erwartungen. Haben uns gestern auch nochmal Bilder aus Porto angeschaut und waren uns einig, dass uns Porto irgendwie mehr berührt hat.
Insgesamt lag es vielleicht auch einfach daran, dass wir mittlerweile dann doch zu viele Städte, insbesondere in Südeuropa, gesehen haben und der Wow-Effekt dann einfach nicht mehr so richtig auftritt.
Die große Touri-Attraktion, das Jeronimos dos Mosteiros, war irgendwie ein ziemlicher Reinfall. Ein wirklich unfassbar riesiges Kloster, was aber zu 3/4 mit Baugerüsten versehen war. Uns war nicht klar, dass man vom Kloster an sich aber nur den Kreuzgang besichtigen durfte. Der war zwar sehr spektakulär, aber 19 Euro Eintritt fanden wir dann schon etwas unverschämt und trotz Zeitfenster-Ticket mussten wir noch ca 30 Min auf den Einlass warten.
Der Torre de Belem fast neben an, ebenso Welterbe, wie das Kloster, war gänzlich geschlossen aufgrund von Sanierungsarbeiten (was wir aber auch wussten).
Unser Highlight war wohl das Convento do Carmo, eine alte Kirchenruine, die nach dem großen Erdbeben in Lissabon nicht wieder aufgebaut wurde. Das war wirklich toll.
Auch ein kleineres Kloster einen Tacken hinter Alfama hat uns gefallen und hat für 8 Euro Eintritt deutlich mehr geboten, als das Massentourismus-Kloster.
Die ein oder andere Sachen haben wir uns dann auch verkniffen und nur von außen angeschaut. Prinzipiell geben wir gerne und auch gerne mal mehr für irgendwelche Sehenswürdigkeiten aus, allerdings haben wir in Portugal oftmals das Gefühl, dass es ein wenig drüber ist. Das war schon so in Porto und selbst an der Algarve waren wir manchmal etwas irritiert.
Was auch negativ auffiel, dass man wirklich ständig wegen irgendwas angequatscht wurde. Regenschrime, Sonnenrbrille. Restauranttische, Touren, DROGEN! Das haben wir in dem Maße so auch noch nirgends anders erlebt.
Ich war am letzten Abend noch alleine bei einem Spiel von Sporting-Lissabon, immerhin Viertelfinale im nationalen Pokal. Stadion war leider nicht mal halb voll, obwohl die Karten für unsere Karten spottbillig sind. Vor dem Stadion war auch wenig los und selbst die Suche nach einem Bier gestaltete sich recht schwierig.
Fazit für uns bleibt, dass wir auf Städtetrips erstmal in nächstes Zeit verzichten werden. Das ganze ist dann auch einfach zu teuer, dafür, dass man es einem nicht mehr richtig begeistern kann und solche Trips sind in der Regel ja auch immer recht anstrengend.
Da natürlich nicht nur alles doof war, packe ich mal ein paar Bild mit bei





