Alexander Zverev


Wie viele GS-Titel gewinnt A. Zverev?


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Tuco

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Find ich auch komplett absurd die Einschätzung. Tsitsipas ist natürlich variabler als Zverev, aber sonst ist er doch nirgendwo vorne. Okay er hat die bessere eingängige Rückhand. ;)

Das einzige was für Tsitsipas spricht ist eigentlich die gute Bilanz im direkten Vergleich (10-6), aber da nützt ihm eben wenig wenn er gegen die meisten Spieler (gerade gegen die Weltspitze wie Alcaraz oder früher Djokovic) deutlich schlechter aussieht.
 

Hans Meyer

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Das einzige was für Tsitsipas spricht ist eigentlich die gute Bilanz im direkten Vergleich (10-6), aber da nützt ihm eben wenig wenn er gegen die meisten Spieler (gerade gegen die Weltspitze wie Alcaraz oder früher Djokovic) deutlich schlechter aussieht.

Ich würde Zverev auch vor Tsitsipas sehen. Wer insgesamt der Beste ohne GS ist, ist aber auch schwer zu bewerten, wonach geht man da?
Berdych ist zB 5-16 gegen die Big 3 und hat 2010 ja bei einem GS 2 besiegt und gegen den 3. verloren, so ein GS Turnier hatte Zverev bisher nicht. Zverev hat insgesamt gerade Mal 5 Top 10 Siege bei GS, Berdych ist zB bei 11.

und wie du auch sagst, Zverev hatte einen guten Zeitraum um 1000er zu gewinnen, auf der anderen Seite war sein Niveau 2017, 2018 oder 2021 teilweise sehr hoch.
Tsonga hat trotz 7 Niederlagen in Serie zum Schluss trotzdem eine 13-27 Top 10 Bilanz bei GS
ist schwierig einen 97er mit einem 84er zu vergleichen

was nicht heißt, dass man Zverev nicht als besten bezeichnen kann
 

Tuco

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Ich würde Zverev auch vor Tsitsipas sehen. Wer insgesamt der Beste ohne GS ist, ist aber auch schwer zu bewerten, wonach geht man da?
Berdych ist zB 5-16 gegen die Big 3 und hat 2010 ja bei einem GS 2 besiegt und gegen den 3. verloren, so ein GS Turnier hatte Zverev bisher nicht. Zverev hat insgesamt gerade Mal 5 Top 10 Siege bei GS, Berdych ist zB bei 11.

und wie du auch sagst, Zverev hatte einen guten Zeitraum um 1000er zu gewinnen, auf der anderen Seite war sein Niveau 2017, 2018 oder 2021 teilweise sehr hoch.
Tsonga hat trotz 7 Niederlagen in Serie zum Schluss trotzdem eine 13-27 Top 10 Bilanz bei GS
ist schwierig einen 97er mit einem 84er zu vergleichen

was nicht heißt, dass man Zverev nicht als besten bezeichnen kann

Naja, "bester" heißt in dem Zusammenhang natürlich vor allem auch "erfolgreichster", und da ist Zverev einfach derart weit von Spielern wie Tsonga oder Berdych weg, dass eine Diskussion eher müßig ist. Ich glaube auch nicht dass er als Jahrgang 1985 deutlich mehr gewonnen hätte als diese, das ist dann eben Glück mit schwächerer Konkurrenz was immer ein Faktor ist, siehe auch etwa die Dauerdiskussion der letzten ca. zwei Jahre.
 

Marius

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Ich würde Zverev auch vor Tsitsipas sehen. Wer insgesamt der Beste ohne GS ist, ist aber auch schwer zu bewerten, wonach geht man da?
Berdych ist zB 5-16 gegen die Big 3 und hat 2010 ja bei einem GS 2 besiegt und gegen den 3. verloren, so ein GS Turnier hatte Zverev bisher nicht. Zverev hat insgesamt gerade Mal 5 Top 10 Siege bei GS, Berdych ist zB bei 11.

und wie du auch sagst, Zverev hatte einen guten Zeitraum um 1000er zu gewinnen, auf der anderen Seite war sein Niveau 2017, 2018 oder 2021 teilweise sehr hoch.
Tsonga hat trotz 7 Niederlagen in Serie zum Schluss trotzdem eine 13-27 Top 10 Bilanz bei GS
ist schwierig einen 97er mit einem 84er zu vergleichen

was nicht heißt, dass man Zverev nicht als besten bezeichnen kann
Wenn es nach den Zahlen geht, gibt es da ja gar keine Diskussion, dass Zverev vor Tsitsipas steht. Tsitsipas hat praktisch nichts, was Zverev nicht auch hat, aber Zverev hat wiederum in der Quantität einiges mehr als Tsitsipas und er hat sich auch länger ganz oben gehalten (da ist er ja immer noch). Das ist generell eine enorme Qualität von Zverev, die von manchen oft zu wenig gewürdigt wird. Erst seit 2017 ganz oben mit dabei...die kurze Unterbrechung gab es nur, weil er sich schwer verletzte...wir sprechen da mittlerweile von fast 10 Jahren.

Wenn man nach dem Potenzial geht, sind für mich Zverev und Tsitsipas schon enger zusammen. Zverev hat den besseren bzw. zuverlässigeren Aufschlag, die klar bessere RH, während Tsitsipas die deutlich stärkere VH und mehr Variabilität hat. Zverev ist für mich mental stärker, jedenfalls mittlerweile ist das ziemlich klar so, auch wenn Zverev in einigen Matches bei GS schon was liegen hat lassen oder verkrampfte. Bei Tsitsipas sieht man mittlerweile eigentlich in fast jedem Spiel, dass er mental nicht auf der Höhe ist und sich auch nicht gerade in einem förderlichen Umfeld bewegt. Bei Zverev wird gerne mal kritisiert, dass er sein Spiel nicht offensiver ausgerichtet hat, aber im Vergleich zu Tsitsipas hat er sich klar besser entwickelt (die Hürde ist allerdings auch nicht hoch). Tsitsipas hat sich in bestimmten Bereichen des Spiels einfach nicht weiterentwickelt und in einigen Bereichen Rückschritte gemacht.

Bezüglich der Statistiken ist der erfolgreichste Spieler ohne GS doch relativ klar Zverev, oder habe ich jemanden übersehen? Was das Potenzial angeht, ist die Sache enger. Würdest du z.B. Zverev als klar talentierter als Nalbandian sehen?
 
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zick

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Find ich auch komplett absurd die Einschätzung. Tsitsipas ist natürlich variabler als Zverev, aber sonst ist er doch nirgendwo vorne. Okay er hat die bessere einhändige Rückhand. ;)
Der war ein wenig fies, aber absolut richtig. Tsitsi hat definitiv die bessere einhändige Rückhand.;)
Wie lange Zverev, wenn er auf eine einhändige Rückhand umstellen wollen würde, lässt sich schwer einschätzen. Für ihn allzu hochgesetzt, eine bessere einhändige Rückhand zu erlernen, wäre das Ziel jedoch nicht.
 

Hans Meyer

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Wenn es nach den Zahlen geht, gibt es da ja gar keine Diskussion, dass Zverev vor Tsitsipas steht. Tsitsipas hat praktisch nichts, was Zverev nicht auch hat, aber Zverev hat wiederum in der Quantität einiges mehr als Tsitsipas und er hat sich auch länger ganz oben gehalten (da ist er ja immer noch). Das ist generell eine enorme Qualität von Zverev, die von manchen oft zu wenig gewürdigt wird. Erst seit 2017 ganz oben mit dabei...die kurze Unterbrechung gab es nur, weil er sich schwer verletzte...wir sprechen da mittlerweile von fast 10 Jahren.

Wenn man nach dem Potenzial geht, sind für mich Zverev und Tsitsipas schon enger zusammen. Zverev hat den besseren bzw. zuverlässigeren Aufschlag, die klar bessere RH, während Tsitsipas die deutlich stärkere VH und mehr Variabilität hat. Zverev ist für mich mental stärker, jedenfalls mittlerweile ist das ziemlich klar so, auch wenn Zverev in einigen Matches bei GS schon was liegen hat lassen oder verkrampfte. Bei Tsitsipas sieht man mittlerweile eigentlich in fast jedem Spiel, dass er mental nicht auf der Höhe ist und sich auch nicht gerade in einem förderlichen Umfeld bewegt. Bei Zverev wird gerne mal kritisiert, dass er sein Spiel nicht offensiver ausgerichtet hat, aber im Vergleich zu Tsitsipas hat er sich klar besser entwickelt (die Hürde ist allerdings auch nicht hoch). Tsitsipas hat sich in bestimmten Bereichen des Spiels einfach nicht weiterentwickelt und in einigen Bereichen Rückschritte gemacht.

Bezüglich der Statistiken ist der erfolgreichste Spieler ohne GS doch relativ klar Zverev, oder habe ich jemanden übersehen? Was das Potenzial angeht, ist die Sache enger. Würdest du z.B. Zverev als klar talentierter als Nalbandian sehen?

Volle Zustimmung, wobei ich mir beim mentalen nicht sicher bin. Da kann ich nicht einschätzen, wer von beiden besser war in ihrer besten Zeit. Tsitsipas war früher ein sehr guter Breakballabwehrer. Dass da mittlerweile nichts für einen Top 20 Spieler spricht ist klar. Die beiden trennt ein Jahrgang, vergleicht man die gesamten Karrieren ist das keine Diskussion

Rein von der Vita ist Zverev der Erfolgreichste. Sind mehrere Komponenten. Bis vor kurzem hatte er ja nur das Corona GS Finale, mittlerweile hat er aber 3, vorher war das vielleicht ein Kritikpunkt, wenn man ihn mit anderen verglichen hat, aber mittlerweile kann er (voller Stolz) behaupten, dass kein Spieler mehr GS Finals verloren hat ohne selbst einen zu halten
Murray hat zwar seine ersten 4 verloren aber danach noch 3 gewonnen. Er ist der einzige mehrfache ATP Finalssieger ohne GS Titel

1000er zu vergleichen ist schwierig, weil die erst 1990 eingeführt wurden und in den letzten 20 Jahren immer wichtiger wurden. Spieler wie Muster und Chang haben viele Masters gewonnen und nur einen GS Titel, aber eben den einen.

Alleine in Sachen Nummer 1 ist ihm halt Rios voraus, da hat Zverev am Ende wegen der Verletzung es verpasst, sonst wäre das Formsache gewesen, auch wenn die Chance nur wegen Djokovics Boykott plus Russensperre in Wimbledon zustande gekommen wäre
Er stand über 1,5 Jahre länger in den Top 5 als der zweitbeste Ferrer, er stand am längsten in den Top 3 ohne selbst die 1 gewesen zu sein
Er hat schon Berdych hinter sich gelassen bei den bisher meisten Wochen in den Top 10 ohne GS
Sprich bis auf die 1 führt er bei jeder wichtigen Rubrik und wie du sagst er ist 29 und seit 2017 ein Topspieler, da ist er konstanter als die Superkonstanten Ferrer und Berdych

Die Frage nach den erfolgreichsten stellt sich nicht, ein Generationenvergleich ist immer schwierig. Genauso der Vergleich vom jeweiligen Peak.
Die beste GS Leistung von Tsitsipas würde ich vor Zverevs besten sehen. Es taugt aber als Maßstab nicht, dann müsste man ja auch sagen, dass Wawrinkas 3 besten GS Leistungen besser waren als Murrays (persönliche Meinung)
 

le freaque

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Hamburg
Was mir bei Zverev im Moment gut gefällt ist, dass er komplett bei sich zu sein scheint. Keine "ich bin hier um das Turnier zu gewinnen" Sprüche und er wirkt in seinen Spielen sehr konstant. Kurze Tiefs (die bei Bo5 normal sind) steckt er gut weg und er behält seinen offensiveren Stil bei. Das kennt man von ihm auch ganz anders.

Ich hab mir mal die Zahlen angeguckt und mit FAA und Fonseca verglichen. Alle 3 hatten vor heute Abend 13 Sätze gespielt. Natürlich ist das Spielkram und nicht wirklich vergleichbar (andere Gegner etc), aber ganz interessant ist es trotzdem.
Zverev hat in seinen 13 Sätzen eine Winner-Unforced Error Bilanz von 179:120 und war 114 mal am Netz (83 x erfolgreich). FAA hat eine Winner/UO Bilanz von 152:159 und am Netz war er 126 mal (99 x erfolgreich). Fonseca 134:108 und 97 mal am Netz (53 x erfolgreich).
Wenn man mal als sicher sieht, dass FAA und Fonseca keine passiven Spieler sind, so muss man das mittlerweile auch Zverev konstatieren. Das sind schon gute Werte und auch gute Quoten. Wenn man sagt, dass Zverev "schon wieder" zu passiv agiert, dann trifft das auf diese French Open einfach nicht zu. Bis auf die Duelle gegen Sinner eigentlich aufs ganze Jahr nicht.
Was mir negativ auffällt ist, dass er manchmal noch nicht genau weiß, wann welcher Angriffsschlag wirklich Sinn macht. Das wirkt manches Mal immer noch zu gewollt und nicht intuitiv (kein Wunder, wenn man über Jahre taktisch anders agiert hat). Trotzdem gefällt mir das Spiel deutlich besser als früher, die Matches sind doch ein ganzes Stück kurzweiliger geworden und so erfolglos ist er damit ja auch nicht.
 

zick

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Was mir bei Zverev im Moment gut gefällt ist, dass er komplett bei sich zu sein scheint. Keine "ich bin hier um das Turnier zu gewinnen" Sprüche und er wirkt in seinen Spielen sehr konstant. Kurze Tiefs (die bei Bo5 normal sind) steckt er gut weg und er behält seinen offensiveren Stil bei. Das kennt man von ihm auch ganz anders.

Ich hab mir mal die Zahlen angeguckt und mit FAA und Fonseca verglichen. Alle 3 hatten vor heute Abend 13 Sätze gespielt. Natürlich ist das Spielkram und nicht wirklich vergleichbar (andere Gegner etc), aber ganz interessant ist es trotzdem.
Zverev hat in seinen 13 Sätzen eine Winner-Unforced Error Bilanz von 179:120 und war 114 mal am Netz (83 x erfolgreich). FAA hat eine Winner/UO Bilanz von 152:159 und am Netz war er 126 mal (99 x erfolgreich). Fonseca 134:108 und 97 mal am Netz (53 x erfolgreich).
Wenn man mal als sicher sieht, dass FAA und Fonseca keine passiven Spieler sind, so muss man das mittlerweile auch Zverev konstatieren. Das sind schon gute Werte und auch gute Quoten. Wenn man sagt, dass Zverev "schon wieder" zu passiv agiert, dann trifft das auf diese French Open einfach nicht zu. Bis auf die Duelle gegen Sinner eigentlich aufs ganze Jahr nicht.
Was mir negativ auffällt ist, dass er manchmal noch nicht genau weiß, wann welcher Angriffsschlag wirklich Sinn macht. Das wirkt manches Mal immer noch zu gewollt und nicht intuitiv (kein Wunder, wenn man über Jahre taktisch anders agiert hat). Trotzdem gefällt mir das Spiel deutlich besser als früher, die Matches sind doch ein ganzes Stück kurzweiliger geworden und so erfolglos ist er damit ja auch nicht.
Fast 50 Prozent mehr Winner bei 13 Sätzen in 4 Spielen auf Sand, dass ist auch gegen nicht ganz so starke Gegner sehr stark.
Jodar bzw. Fonseca/Mensik müssen schon sehr gut spielen, um gegen den RG 2026 Zverev eine echte Chance zu haben. Fonseca in der Form gegen Nole während der letzten 3 Sätze oder gegen Ruud hätte sicher Chancen.
 
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