Game of Thrones


stillbrick

Tigerente
Beiträge
1.422
Punkte
113
Ort
Brooklyn
"Er", den es gar nicht in den Büchern gibt. Okay. Dass er getötet wurde, muss aber dann schon eine Premiere gewesen sein?

Und es gibt in den Büchern halt nur WW und keinen "er"/König. Dh eben, dass ein Wesen über den WW erstmal Seriensache ist. Dh auch, dass auch die Art und Weise des Sieges über den Nachtkönig (Arya mit einem einzigen Stich) erstmal Seriensache ist. Des Weiteren gibt es einfach keinen Hinweis, dass der Nachtkönig Angst vor mehr Dothraki in Winterfell gehabt hätte. Jedes Ziel, jede Emotion, jede Motivation ist letztendlich offen.
 

karmakaze

Bankspieler
Beiträge
8.414
Punkte
113
"Er", den es gar nicht in den Büchern gibt. Okay. Dass er getötet wurde, muss aber dann schon eine Premiere gewesen sein?

Und es gibt in den Büchern halt nur WW und keinen "er"/König. Dh eben, dass ein Wesen über den WW erstmal Seriensache ist. Dh auch, dass auch die Art und Weise des Sieges über den Nachtkönig (Arya mit einem einzigen Stich) erstmal Seriensache ist. Des Weiteren gibt es einfach keinen Hinweis, dass der Nachtkönig Angst vor mehr Dothraki in Winterfell gehabt hätte. Jedes Ziel, jede Emotion, jede Motivation ist letztendlich offen.
Oh, also jetzt wollen wir schon an der Historie der Serie zweifeln? Nochmal für dich zum Mitschreiben: Der NK ist nur eine Personalisierung der anonymen WW. Es gibt keinen einzigen Hinweis darauf, dass deswegen die Vorgeschichte eine andere ist. Und was jetzt der NK plausibel getan haben soll außer nach Winterfell zu marschieren, das wird auf ewig ein Geheimnis bleiben. Ist ja aber auch gut so. Wer Logiklücken sofort erkennt, der braucht auch keine sinnvollen Begründungen mehr. :gitche:
 
Zuletzt bearbeitet:

stillbrick

Tigerente
Beiträge
1.422
Punkte
113
Ort
Brooklyn
Wenn "er", der Nachtkönig, "genauso" bereits besiegt wurde, ist "er" in Winterfell zum zweiten Mal gestorben. Dann ist aber wahrscheinlich, dass "er" beide Male nicht wirklich besiegt worden ist, sondern "er" ein drittes Mal kommen wird. Ansonsten ist es genauso in den Büchern gar nicht möglich, da es dort keinen einzelnen Nachtkönig gibt, den man einfach nur töten muss, damit sich alle anderen Weißen Wanderer und Untote sofort in Luft auflösen.

Zweitens) Deine "maximal zwei Wochen" sind natürlich frei erfunden, da sich Eurons gleichzeitige Reise nach Essos incl. Rückkehr mit den 20.000 Söldnern der Goldenen Kompanie so gar nicht ausgehen kann. Deine Rechnung ist auch deshalb purer Unsinn, da du überhaupt gar nichts berücksichtigst. A) Ist es schlicht falsch, dass der Nachkönig die reine Luftlinie marschiert ist, da er zumindest beim Letzten Herd war. B) Berücksichtigst du keinerlei Topographie wie zB große Flüsse. C) Woher soll der Nachkönig überhaupt den kürzesten/besten Weg nach Winterfell kennen? (Hat er wen gefragt? Verkehrsschilder? Landkarten?) D) Ist diese Frage auch komplett irrelevant. Der Nachtkönig hat solange gebraucht, wie die Macher es wollten und fertig. Jon und Dany hatten in der Serie auch überhaupt keine besondere Eile (Liebestrip zum Wasserfall nach der Ankunft in Winterfell zB).

Prinzipiell trollst hier einfach nur, indem du andauernd einfach Dinge ohne jegliche Grundlage erfindest (wie zB, dass die halben Dothraki irgendwo ganz anders und gar nicht in Winterfell waren) und dann von anderen willst, dass sie deinen Unsinn widerlegen, ohne dass du ihn selbst überhaupt begründen kannst..
 
Zuletzt bearbeitet:

karmakaze

Bankspieler
Beiträge
8.414
Punkte
113
Wenn "er", der Nachtkönig, "genauso" bereits besiegt wurde, ist "er" in Winterfell zum zweiten Mal gestorben. Dann ist aber wahrscheinlich, dass "er" beide Male nicht wirklich besiegt worden ist, sondern "er" ein drittes Mal kommen wird. Ansonsten ist es genauso in den Büchern gar nicht möglich, da es dort keinen einzelnen Nachtkönig gibt, den man einfach nur töten muss, damit sich alle anderen Weißen Wanderer und Untote sofort in Luft auflösen.
Das mag an sich richtig sein, es setzt jedoch die Behauptung voraus, dass die Vorgeschichte in der Serie eine andere ist als in den Büchern. Dafür gibt es aber keine Hinweise. Du kannst gerne Belege dafür bringen, aber solange müssen wir zwangsläufig davon ausgehen, dass die Geschichte die gleiche ist und somit kann die WW-NK-Fraktion durchaus das Motiv haben, eine andere Konstellation als damals zu erreichen. Es liegt an dir, Gründe zu finden, warum es nicht so sein sollte.
Zweitens) Deine "maximal zwei Wochen" sind natürlich frei erfunden, da sich Eurons gleichzeitige Reise nach Essos incl. Rückkehr mit den 20.000 Söldnern der Goldenen Kompanie so gar nicht ausgehen kann.
Die Werte sind alle recherchiert und plausibel. Du kannst gerne die Werte inhaltlich würdigen. Was Euron angeht, so kann das schlicht darauf zurückgehen, dass das Gezeigte nicht zeitlich parallel zu den Ereignissen in Winterfell abläuft. Das wäre auch nicht das erste Mal in GoT.
Deine Rechnung ist auch deshalb purer Unsinn, da du überhaupt gar nichts berücksichtigst. A) Ist es schlicht falsch, dass der Nachkönig die reine Luftlinie marschiert ist, da er zumindest beim Letzten Herd war. B) Berücksichtigst du keinerlei Topographie wie zB große Flüsse. C) Woher soll der Nachkönig überhaupt den kürzesten/besten Weg nach Winterfell kennen? (Hat er wen gefragt? Verkehrsschilder? Landkarten?) D) Ist diese Frage auch komplett irrelevant. Der Nachtkönig hat solange gebracht, wie die Macher es wollen und fertig. Jon und Dany hatten in der Serie auch überhaupt keine besondere Eile (Liebestrip zum Wasserfall nach der Ankunft in Winterfell zB).
Du hast die unangenehme Neigung, aus ein und dem gleichen Argument immer mehrere zu machen. Im Grunde läuft es hier darauf hinaus, dass du der Entfernung nicht traust. Ich habe eine Quelle dazu angegeben. Wenn du eine andere findest, die eine erheblich andere Angabe macht, nur zu. Ich betone aber, das ist deine Aufgabe, nicht meine.
Prinzipiell trollst hier einfach nur, indem du andauernd Dinge ohne Grundlage einfach erfindest (wie zB, dass die halben Dothraki irgendwo ganz anders und gar nicht in Winterfell waren) und dann von anderen willst, dass sie deinen Unsinn widerlegen, ohne dass ihn selbst überhaupt begründen kannst..
Klar, aber du müsstest erst einmal beweisen, was ich genau erfinde. Die Entfernung vielleicht? Oder dass Untote keine Rast brauchen? Oder dass die Vorgeschichte auf den Büchern basiert? Das ist alles schon sehr weit hergeholt von dir, nicht von mir.

Im Grunde können wir diese müßige Diskussion aber auch einfach mal beenden. Wir können aber auch einfach weitermachen und ich lache mir einfach weiter einen ab, wenn ich mir die ganzen "erfinden" und "unplausibel" so durchlese, du dir hier dahintrollst. Nur zu. :D
 
Zuletzt bearbeitet:

LoverNo1

Bankspieler
Beiträge
12.685
Punkte
113
zu 2) Es ist letztlich eine Fiktion, noch dazu eine mit fantastischen Elementen. Arya hat sich nun einmal zur (fast) perfekten Assasinin ausbilden lassen. Nun gibt es hier den entsprechenden Payoff (deren Ausbleiben ansonsten ein beliebtes "boah, das war ja alles sinnlose Screentime" Thema ist) und es ist auch verkehrt. Arya ist speziell prädestiniert dafür sich unbemerkt dorthin zu begeben und man hat genau dies über mehrere Staffeln aufgebaut, wozu es also zeigen und irgendwie 'realistisch' darstellen. Das ist doch der ganze Punkt, warum man anschließend Jon's mühsames Vorankommen zeigt. Arya kann es weil sie Arya ist mit der entsprechenden Vorgeschichte, nicht weil es jeder kann.

zu 3) Ich habe die Staffeln 1-6 jetzt nicht nochmal geschaut vor der 8., daher die Frage: Ist ein 'in die Zukunft Schauen' beim Serien-Bran (!) jemals (insbesondere als quasi selbstverständliche) Fähigkeit dargestellt worden ? Ist nicht selbst seine Fähigkeit in die Vergangenheit zu schauen an bestimmte Bedingungen geknüft gewesen (bzw geschah das nicht praktisch zumindest alles unter Beisein des 3ER in der, mutmaßlich, magisch bedeutsamen Höhle) und auch mit Warnungen versehen gewesen ?


Grundsätzlich fand ich den NK-Arc auch suboptimal und habe ja erklärt warum (erst ist er 'Sinnbild'/Metapher, dann Charakter und dann entwickelt man ihn nicht), aber gerade bei den magischen Dingen ist die Kritik oft sehr 'schizophren' wenn es mal nicht gut genug erklärt respektive realistisch ist und mal nicht oft genug genutzt.

Ich bleibe dabei, die größte deus ex machina seit ihrer Erfindung.

So erzählt man doch keine Geschichte. Das wäre, als würde Frodo plötzlich in Isengard auftauchen und Saruman töten, weil er es mit dem Ring vorstellbar irgendwie könnte. Arya hat mit dem Handlungsstrang nix zu tun.

Wieso die ganze Serie reflektieren? Bran ist eine oder die zentrale Figur im Norden im Kampf gegen den Winter und des großen "Fantasy Teils".
Am Ende ist er König des Südens.......
Das ist absurd. Ermöglicht allerdings ein taugliches Sequel.

Dann die Nummer mit Euron. Fremdschämen.

Letzten 5 Minuten fand ich aber sehr schön. Das passt. Nur der Weg dorthin........
 

Who

Bankspieler
Beiträge
17.001
Punkte
113
Wenn Frodo den ersten Teil damit verbracht hätte zu trainieren und er sich 200 Meter luftlinie davon aufhielte ...

Und bei Bran springst du jetzt von A zu Z. Dein Punkt war “er hätte die Menschen warnen müssen (weil er in die Zukunft sieht)“. Nun ist es was komplett anderes.
 

LoverNo1

Bankspieler
Beiträge
12.685
Punkte
113
Und da haben wir es wieder geschafft den Versuch einer Diskussion abzuwürgen. Glückwunsch.

Nö. unsere war null gemeint. Bezog mich auf die dreitägige, die noch läuft und Fragen rund um Logik in Fantasyschlachten.

Im übrigen könnte man so ne Antwort
Wenn Frodo den ersten Teil damit verbracht hätte zu trainieren und er sich 200 Meter luftlinie davon aufhielte ...

als Versuch des Abwürgens interpretieren, denn dies war nur ein beliebiges Beispiel.
 

Who

Bankspieler
Beiträge
17.001
Punkte
113
Nö. unsere war null gemeint. Bezog mich auf die dreitägige, die noch läuft und Fragen rund um Logik in Fantasyschlachten.

Im übrigen könnte man so ne Antwort
Wenn Frodo den ersten Teil damit verbracht hätte zu trainieren und er sich 200 Meter luftlinie davon aufhielte ...

als Versuch des Abwürgens interpretieren, denn dies war ein beliebiges Beispiel.

My bad. Aber zum fettgedruckten:

Und das macht es besser ?
 

LoverNo1

Bankspieler
Beiträge
12.685
Punkte
113
Den er nicht wirklich 'bedienen' kann respektive der für ihn genau 1 Fähigkeit hat mit einem Major Drawback. Der Vergleich hinkt, das einzige was die beiden Situationen verbindet ist dass beides Fantasy ist.

Sag mir bitte was Arya ìn 8 Staffeln mit dem Nachtkönig zu schaffen hatte.
 

Who

Bankspieler
Beiträge
17.001
Punkte
113

Der von dir zitierte Punkt. Gottchen ...

Sag mir bitte was Arya ìn 8 Staffeln mit dem Nachtkönig zu schaffen hatte.

Und warum zum Henker ist das jetzt relevant in Bezug auf das von dir zitierte 'Logikproblem' respektive die Entscheidung den approach nicht zu zeigen ? Ist dies die erste Serie/Film den du siehst wo 2 unbhängige Figuren/Erzählstränge zusammen kommen ?

Arya hat sich die Fähigkeiten angeeignet die es für mich (!) realistisch machen dass sie die 200 Meter zum NK schafft (was Axt-im-Walde Jon nicht kann). Wozu muss sie denn jetzt auch noch eine persönliche Beziehung zum Wesen haben, welches sie alle auslöschen will, um sich dazu zu entschließen ?
 

LoverNo1

Bankspieler
Beiträge
12.685
Punkte
113
Der von dir zitierte Punkt. Gottchen ...

Das war ein Punkt von mehreren, die als Möglichkeit erachtet wurden vom Autor.
Sehr unwahrscheinlich die Kritik in jedem Halbsatz zu teilen.........:rolleyes:


Und warum zum Henker ist das jetzt relevant in Bezug auf das von dir zitierte 'Logikproblem' respektive die Entscheidung den approach nicht zu zeigen ?

Das ist relevant in Bezug auf feine und weiniger feine Erzählungen. An der Auflösung war gar nix fein. Deus ex at its best.
Ist dies die erste Serie/Film den du siehst wo 2 unbhängige Figuren/Erzählstränge zusammen kommen ?


Schlechter Versuch mich für dumm zu verkaufen oder was soll das werden?
Und mir hier direkt mit "Abwürgen" ankommen. :LOL:
 

LoverNo1

Bankspieler
Beiträge
12.685
Punkte
113
Und abwürgend noch:

Ich weiß au ehrlich gesagt nicht, was das soll. Die Staffel/das Ende ist offensichtlich ne Notlösung.
Mehrere Staffeln ein Meisterstück und hinten raus kurz Kreisklasse.
Wurde trotzdem bestens unterhalten.

Auf Wiedersehen.
 

Tony Jaa

Bankspieler
Beiträge
22.464
Punkte
113
Arya hat sich die Fähigkeiten angeeignet die es für mich (!) realistisch machen dass sie die 200 Meter zum NK schafft (was Axt-im-Walde Jon nicht kann). Wozu muss sie denn jetzt auch noch eine persönliche Beziehung zum Wesen haben, welches sie alle auslöschen will, um sich dazu zu entschließen ?

Dann hätte man es anders darstellen sollen.
Arya kam in der Bib kaum mit ein paar Untoten zurecht und dann absolviert sie (natürlich off-screen) den durchaus brisanten Weg zum NK an Tausenden Untoten und all seinen Generälen nahezu mühelos und killt den NK.
Das Genre entbehrt einen nicht von einer inneren Logik, und die gab es im Kleinen und Großen einfach nicht mehr.
Viele Sachen hätte man sich im Grunde problemlos einfach und logisch und ohne irgendeinen Mehraufwand erklären können, wenn man stattdessen nicht in den besagten Szenen gewichtige Bilder, den Überraschungseffekt etc unbedingt hätte haben müssen. Der Weg ist halt das Ziel, um eine gute Geschichte zu erzählen.
 

TraveCortex

Bankspieler
Beiträge
8.677
Punkte
113
So nun also auch noch meine Einschätzung.

Zunächst mal bleibt zu sagen, dass ich tatsächlich nicht gespoilert wurde, weil ich Medien fast komplett gemieden habe, was auch eine angenehme Abwechslung war, aber das nur nebenbei. Wir haben uns dann gestern die komplette 8. Staffel am Stück reingedrückt - der einzige Vorteil, dass es wenig Folgen sind, ist, dass man sie an einem langen Abend schauen kann. :D Das war schon mega.

Meine beiden Kumpels, mit denen ich geschaut habe, gehen ganz anders mit der Serie um als ich: Sie schauen 0 Youtubevideos (während ich schon gefühlt unendlich viele mit den ganzen Theorien gesehen habe) und haben die Bücher nicht gelesen, sind aber trotzdem auch extreme Fans. War ganz interessant, wie unterschiedlich wir dadurch manche Dinge wahrgenommen haben.

Ich habe die Seiten hier teilweise gelesen und teilweise überflogen, wurde ja schön viel geschrieben. (y) Ich kann die harte Kritik vieler User (auch auf Youtube, usw.) zu der Staffel teilweise nachvollziehen. Bei mir war das bei Walking Dead so: Ich war irgendwann so frustriert von der Entwicklung, dass ich nichts positives mehr erkennen konnte, rein gar nix. Selbst kleinere positive Dinge konnte ich nicht mehr als solche wahrnehmen und bin dann auch aus der Serie ausgestiegen. Uns kann immer nur das enttäuschen was uns etwas bedeutet und so ist das auch bei GoT: Da wurde auf konstant hohem Niveau etwas großartiges aufgebaut. In Staffel 7 ging die Qualität dann runter und viele sagen jetzt, dass Staffel 8 noch schlimmer war.

Ich denke, dass man das respektieren sollte, aber ich glaube dennoch, dass es fast zwangsläufig so kommen musste. Serien wie Lost,GoT, usw. pushen Erwartungen in extreme Höhen, weil sie zum Teil ungemein ambitioniert oder innovativ sind oder waren. Es wird immer gesagt, dass Breaking Bad so ein wahnsinnig tolles Ende hatte - das war aber auch kinderleicht im Vergleich zu GoT. Und übrigens hatte auch das Ende von BB seine Schwächen, ich meine, dass diese Nazis da so viel von dem ernten, was eigentlich die Charaktere hätten tun sollen, na ja. Breaking Bad hatte richtig viel Qualität, war aber viel, viel leichter zu erzählen, nicht nur wegen dem Genre, sondern auch wegen den übersichtlichen Handlungssträngen und so ist das bei vielen Serien.

Bei Serien wie GoT oder Lost ist der Weg mMn das Ziel. Es sind die Möglichkeiten, die daran fasziniert haben, durch viele Theorien hat man das Gefühl, die Serien quasi mehrfach erlebt zu haben.

Die Kritik ist ja zum Teil, dass vieles nicht aufgeklärt wurde. Das wäre übrigens auch mit 20 Folgen pro Staffel nicht passiert. Es muss nicht alles aufgeklärt werden. Das ist keine Wissenschaft, sondern Fernsehen. Jeder Fan hat ein Bedürfnis, dass seine ganz speziellen Vorlieben dabei gestillt werden, aber das war nicht drin. Die Show hat längst nicht alles richtig gemacht, auch nicht bei großen Fragen und hatte Schnitzer drin, die übertriebene Kritik finde ich dann aber doch auch unangebracht.

Was hier irgendwo von the Ringer oder so verlinkt wurde, mit den vielen Punkten, die nicht aufgeklärt wurden, war teilweise ein Witz - da waren Sachen dabei, auf die die Serie nichtmal eingegangen ist, die nur aus den Büchern stammen, das kann man ja wohl kaum als loses Ende der Serie sehen, aber Hauptsache man kommt am Ende auf gefühlt tausend Sachen, die nicht zu Ende gebracht wurden. :skepsis:

Für gewisse Logikfehler wie das mit Truppen, Zeit, usw. hat mir schon immer der Sinn gefehlt (in dem Sinne, dass es mich stört), für mich war das schon immer eine untergeordenete oder auch belanglose Ebene, aber vielen ist es wichtig, wie man auch hier wieder sehen konnte. Nicht gut finde ich, dass die Macher argumentiert haben, dass z.B. Dany die eiserne Flotte einfach vergessen hat (in Folge 4) - so etwas geht nicht. Dann sagt, dass ihr es im Sinne der Dramatik gemacht habt und den Fehler bewusst inkauf genommen habt und gut ist.

Nun also zur letzten Folge: In meinen Augen hätte man etwas Zeit besser nutzen können, da es doch einige stumme Momente gab, in denen nur gelaufen wurde. Es kam dann so wie ich es auch nach Folge 5 hier vermutet hatte, dass Jon Dany tötet und dann nach Norden geht - hier wurde dann von einem User entgegnet, dass ihm die Fantasie dafür fehle. Ich sage das nicht um mich zu feiern, denn man lag mit so viel mehr daneben, aber ich fand es einfach passend. War die Abstammung von Jon nun völlig egal, wie manche meinen? Ich denke nicht. Dany wurde auch dadurch getriggert, dass da wer einen besseren Anspruch hat und ich glaube, dass Jon sie auch deswegen tötet, weil sie ihn als Gefahr sieht, auch wenn sie ihn im Thronsaal als Verbündeten betrachtet, aber dieses Gefühl könnte auch durch die Euphorie des Sieges ausgelöst worden sein und lediglich eine Momentaufnahme gewesen sein. Ich bin auf jeden Fall froh, dass Arya den Kill nicht bekommen hat.

Dass Drogon den Thron burnt, fand ich ok - es ist ja nicht so, dass er nur diesen verbrennt, sondern auch einiges drum herum - da habe ich durchaus auch viel Wilkür gesehen. Dass er einfach davonfliegt und überlebt, fand ich überraschend. Bin da aber recht neutral.

Das ganze Meeting im Dragonpit habe ich gemischt aufgenommen. Jon hätte dabei sein müssen, zur Not eben auch wie Tyrion als Gefangener. Als Sam den Vorschlag mit der echten Demokratie brachte, habe ich kurz gebangt, denn das wäre einfach maximal unpassend gewesen. Dass Bran jetzt König ist, gefällt mir persönlich nicht. Seine Rolle in dem ganzen Drama wird jetzt immer kritischer, je mehr man darüber nachdenkt, weil seine Absichten auf jeden Fall nicht waren, dass so wenig Unschuldige wie möglich sterben und dass er jetzt quasi einfach den Thron akzeptiert und das sein Ziel war, finde ich irgendwie fragwürdig und dann doch auch sehr, sehr machtfreudig, um es so zu sagen. Überall lese ich auch, dass es ein Vorteil ist, dass er alles weiß. Aber niemanden scheint zu interessieren, was für ein fataler Nachteil das auch sein kann - Bran kann ganz Westeros praktisch beliebig manipulieren und machen was er will in einer Dimension, die es nicht geben dürfte. Es wird automatisch unterstellt, dass er jetzt nur Gutes macht, auch die Three-eyed-Raven hatten nicht immer nur positive und noble Ziele. Was mMn nicht ging, ist dass Bran mal eben nebenbei dem Norden die Unabhängigkeit gibt. Er ist noch immer ein Stark, auch wenn er das selbst nicht so sieht und gibt einem anderen Stark quasi den unabhängigen Norden, obwohl auch Dorne und die Iron Islands das naturgemäß anstreben. Das kann nur schlecht aussehen und kommt mir im Sinne der Balance für das Reich nicht friedensfördernd vor.

Ich fand es gut zu sehen, dass man letztendlich nicht viel verändern konnte, denn auch der Rat existiert weiterhin und die Strukturen wurden nur teilweise geändert, kommt mir nachvollziehbar vor. Es wurde ziemlich viel Fanservice geboten, hätte mMn auch weniger sein können. Man könnte es aber auch so sehen: Alle unsere Charaktere haben mittlerweile enorm viel Macht angesammelt (durch die verschiedenen Kriege, weil andere gestorben sind, usw.) und jetzt belohnen sie sich mit den Posten und bauen ihre Macht weiter aus.

Das ist nur ein ganz persönlicher Punkt, aber ich finde es dennoch eine Frechheit, dass Bronn Highgarden bekommen hat. Ich habe nichts gegen Bronn, aber das ist so unverdient und mich hat schon das Angebot von Tyrion damals extrem gestört, dass er noch Meister der Münze ist, ist einfach nur krass falsch. Im Prinzip ist Bronn jetzt der wichtigste Mann in Westeros und wenn ich raten müsste, würde ich sagen, dass er jetzt nach der Serie erstmal jahrelang Aufstände niederschlagen muss, weil er nicht nur keinen Anspruch hat und adelsmäßig unbedeutend ist, sondern auch weil seine ganze Persönlichkeit mal so gar keine Qualitäten eines so wichtigen Lords aufweist. Dass die Starks wirklich alles bekommen was sie wollen, na ja, hätte ich auch anders haben können, aber regt mich auch nicht auf.

Insgesamt fand ich die Folge passend zur Staffel und konnte gut damit leben. Die Staffel fand ich insgesamt besser als die 7., aber nicht auf dem Niveau von 1-6. Trotzdem ist das für mich ein vernünftiger Abschluss gewesen. Mein Traumende war auch nicht dabei, aber wie bereits erwähnt, ist mir die Kritik an der ganzen Staffel viel zu hart.

Nun herrscht eine gewisse Leere vor, denn das war schon eine wahnsinnig coole Reise mit unglaublich guten Momenten. Das wird einem fehlen. Aber ich bin wirklich froh, dass es auch solche Serien gibt, die sich dann doch auch abheben, egal wie man die letzten Staffeln bewertet und seien wir ehrlich, fast alle Serien verlieren mit zunehmender Dauer an Qualität.
 

LoverNo1

Bankspieler
Beiträge
12.685
Punkte
113
Dann hätte man es anders darstellen sollen.
Arya kam in der Bib kaum mit ein paar Untoten zurecht und dann absolviert sie (natürlich off-screen) den durchaus brisanten Weg zum NK an Tausenden Untoten und all seinen Generälen nahezu mühelos und killt den NK.
Das Genre entbehrt einen nicht von einer inneren Logik, und die gab es im Kleinen und Großen einfach nicht mehr.
Viele Sachen hätte man sich im Grunde problemlos einfach und logisch und ohne irgendeinen Mehraufwand erklären können, wenn man stattdessen nicht in den besagten Szenen gewichtige Bilder, den Überraschungseffekt etc unbedingt hätte haben müssen. Der Weg ist halt das Ziel, um eine gute Geschichte zu erzählen.

(y)

Ein Ziel, die finalen Positionen/Funktionen der überlebenden Figuren, war nach meinem Geschmack sogar nett gewählt. Also wieso dahin nicht nen sinnvolleren Weg gefunden haben?!
 
Oben