Der Trend ist schon ziemlich krass. Die großen Talente sind aktuell auch nicht zu sehen. Unabhängig vom Anzugs-Skandal ist der A-Kader seit Jahren nahezu unverändert
Das aber eigentlich bei allen Nationen. Den Vorteil bei den Slowenen sehe ich nicht... auch da kommt aus dem COC Bereich nichts hoch. Der letzte junge Springer, der den Übergang zur Weltklasse geschafft hat war Timi (2018). Seit dem wurden Masle und Bartolj hochgehandelt, aber von einem Einsatz im Weltcup über den 6. Startplatz sind sie momentan weit weg. Die scheinen zu stagnieren.
Ich denke man muss bei der Situation von Norwegen auch einfach berücksichtigen, dass Skispringen generell ein sehr teurer Sport ist. Bis da ein Jugendlicher in die höheren Kader berufen wird, wo er Ausrüstung gestellt bekommt und Trainingskurse muss doch erst einmal selbst von den Eltern kräftig investiert werden. Kann mir schon vorstellen, dass es Eltern gibt die sich so ein Hobby für die Kinder irgendwann nicht mehr leisten können oder wollen. Das normale Leben wird ja auch immer teurer und Norwegen ist sehr teuer. Zum allgemeinen Stellenwert von Sport in dem Land kann uns vielleicht
@Kirsten etwas sagen.... ich habe es immer schon für einen sehr großen Nachteil gehalten, dass das Land keine Sportförderung über staatliche Institutionen hat wie in Deutschland und Österreich.
Nach Olympia 2026 wird es vermutlich allgemein einen gravierenden Generationswechsel geben.
Ich glaube, das tut der Szene gut, dass die Karten dann neu gemischt werden. So gern ich die Alten habe.... einige sind so fix in den Teams, dass jüngere Springer keine Chance haben, mal Weltcupluft zu schnuppern. Bei Polen wird "rotiert" zwischen Kot/Kubacki/Zyla/Stoch. Für den polnischen Meister (Joniak) war die ganze Saison kein Platz. Wie sollen junge Springer da lernen und sich entwickeln? Deswegen finde ich es auch richtig, dass Norwegen jetzt trotzdem Springer nach Lahti schickt. Vielleicht ist man noch auf diese Leute angewiesen, falls das WM Team länger gesperrt wird.