Skisprung-News: Neuigkeiten aller Art


Lazergirl

EFF #3
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Der einzige Weltcup, wo das gemeinsame Konzept noch am besten funktioniert ist Willingen würde ich sagen. TV Präsenz UND Zuschauer vor Ort. Allerdings sind die Leistungsunterschiede innerhalb des schon reduzierten Starterfeldes noch sehr groß zur Zeit. Was man gestern wieder klar gesehen hat. Und nein, ich meine nicht die Besten, die hatten tolle Weiten. Das spricht für mich weiter dagegen, die NS schon komplett rauszunehmen. Einige Damen brauchen diese Wettbewerbe im Weltcup noch. Ich finde es gut, dass die Verbände sich gegenüber der FIS gegen die geplante Zusammenlegung wehren.
 

FoxyRose

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Red Bull hat eine Idee

Anfang April wird es in Zakopane einen Show-Wettkampf geben


20 Springer sollen daran teilnehmen, im Februar werden Namen bekannt gegeben
Die Teilnehmer für diesen Show-Wettkampf stehen jetzt fest:

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Aus diesen 4 Gruppen werden dann die endgültigen Teams ausgelost (wenn die Übersetzung aus dem Polnischen so stimmt).
 

torben74

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Von "Falko Weißpflog" zu "Rock me Amadeus" und zurück

Ist aber ein alter Hut bzw. schon länger bekannt.
Die alte Aufnahme aus Oberstdorf zu Beginn ist interessant.
Wie hoch der damals war!
 

sj44

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In Lahti auf der Großschanze hatte er auch noch 1978 Bronze geholt. Hatte ich gar nicht so am Schirm. Stand auch im Schatten des Duells zwischen Tapio Räisänen und Alois Lipburger, das der Finne mit 0,3 Punkten Vorsprung gewann. Den Finnen wurde, wohl nicht ganz zu Unrecht, eine kreative Weitenmessung vorgeworfen, was dann Tapio Räisänen zum Sieg verhalf. Damals gabs ja noch keine elektronische Weitenmessung. War eine ziemliche Aufregung damals. Wer sich aber am wenigsten aufgeregt hat, war Lipburger selbst.
Selbe WM und auch irgendwo DDR: Beim Normalschanzenbewerb hatte der "Republikflüchtling" Claus Tuchscherer einen Ski verloren. Gerüchte, dass hier manipuliert wurde, sind nie verstummt. Aber Beweise gab es keine.
 

Myrtle Groggins

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Gerade gesucht weil ich 2000 beim World Cup am Pine Mountain erst dachte dass das der Copper Peak wäre: Der 2023 angekündigte Umbau wurde abgebrochen wegen Kosten. Jetzt gibt es einen Neustart, der im Frühling losgehen soll. Das sieht konkret aus (Schanzenprofil, auch wie das gebaut wird, Aufzug und Wartezimmer), braucht aber noch ausstehende Finanzierungen. Das soll 2 bis 3 Jahre ab jetzt dauern.

 

Benjamin

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Gerade gesucht weil ich 2000 beim World Cup am Pine Mountain erst dachte dass das der Copper Peak wäre: Der 2023 angekündigte Umbau wurde abgebrochen wegen Kosten. Jetzt gibt es einen Neustart, der im Frühling losgehen soll. Das sieht konkret aus (Schanzenprofil, auch wie das gebaut wird, Aufzug und Wartezimmer), braucht aber noch ausstehende Finanzierungen. Das soll 2 bis 3 Jahre ab jetzt dauern.

Strenggenommen wird darüber ja sogar seit 2011 diskutiert. ;)

 

Hakuba

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Wie skijumping.pl schreibt, endete gestern die Amtszeit von Yoshida als Renndirektorin bei den Damen. (Mir war das, ehrlich gesagt, neu.) Sie hatte diese Aufgabe seit Beginn des Damen-WC inne und wurde nach dem Springen verabschiedet. Nach der WM übernimmt Pertile als gemeinsamer Renndirektor für den Rest der Saison.
In der kommenden wird für die getrennten Termine ein zweiter Renndirektor bei den Damen unter Pertiles Regie eingesetzt (eventuell Yoshida), bevor dann ab 26/27 alle Termine gemeinsam stattfinden sollen.

 

actaion

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Ein Artikel über das Aussterben des Skispringens in Norwegen auch ganz unabhängig vom aktuellen Skandal.

ok, das ist schon krass:

Der Trend ist klar erkennbar, seit der norwegische Skiverband vor 42 Jahren, also im Jahr 1983, das Lizenzierungssystem einführte. Der Höhepunkt wurde 1987 erreicht, seitdem ist er jedoch rückläufig:


1987: 3122 norwegische Springer.

1994: 1497 norwegische Springer.

1999: 884 norwegische Springer.

2010: 383 norwegische Springer.

2020: 315 norwegische Springer.

2025: 212 norwegische Springer.
 

Stefan82

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Der Trend ist schon ziemlich krass. Die großen Talente sind aktuell auch nicht zu sehen. Unabhängig vom Anzugs-Skandal ist der A-Kader seit Jahren nahezu unverändert. Die personelle Situation in Norwegen ähnelr der in Deutschland, außer dass beim DSV der Altersdurchschnitt noch ein paar Jahre höher ist. In Polen ist das noch stärker ausgeprägt. Da haben die Slowenen aktuell einen Vorteil. Deren Spitzenspringer sind jünger und decken hier ein gewisses Leistungsloch im Nachwuchs zu. Mittelfristig ist im Skispringen eine österreichische Dominanz zu erwarten. Nach Olympia 2026 wird es vermutlich allgemein einen gravierenden Generationswechsel geben.
 

Lazergirl

EFF #3
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Der Trend ist schon ziemlich krass. Die großen Talente sind aktuell auch nicht zu sehen. Unabhängig vom Anzugs-Skandal ist der A-Kader seit Jahren nahezu unverändert
Das aber eigentlich bei allen Nationen. Den Vorteil bei den Slowenen sehe ich nicht... auch da kommt aus dem COC Bereich nichts hoch. Der letzte junge Springer, der den Übergang zur Weltklasse geschafft hat war Timi (2018). Seit dem wurden Masle und Bartolj hochgehandelt, aber von einem Einsatz im Weltcup über den 6. Startplatz sind sie momentan weit weg. Die scheinen zu stagnieren.

Ich denke man muss bei der Situation von Norwegen auch einfach berücksichtigen, dass Skispringen generell ein sehr teurer Sport ist. Bis da ein Jugendlicher in die höheren Kader berufen wird, wo er Ausrüstung gestellt bekommt und Trainingskurse muss doch erst einmal selbst von den Eltern kräftig investiert werden. Kann mir schon vorstellen, dass es Eltern gibt die sich so ein Hobby für die Kinder irgendwann nicht mehr leisten können oder wollen. Das normale Leben wird ja auch immer teurer und Norwegen ist sehr teuer. Zum allgemeinen Stellenwert von Sport in dem Land kann uns vielleicht @Kirsten etwas sagen.... ich habe es immer schon für einen sehr großen Nachteil gehalten, dass das Land keine Sportförderung über staatliche Institutionen hat wie in Deutschland und Österreich.

Nach Olympia 2026 wird es vermutlich allgemein einen gravierenden Generationswechsel geben.
Ich glaube, das tut der Szene gut, dass die Karten dann neu gemischt werden. So gern ich die Alten habe.... einige sind so fix in den Teams, dass jüngere Springer keine Chance haben, mal Weltcupluft zu schnuppern. Bei Polen wird "rotiert" zwischen Kot/Kubacki/Zyla/Stoch. Für den polnischen Meister (Joniak) war die ganze Saison kein Platz. Wie sollen junge Springer da lernen und sich entwickeln? Deswegen finde ich es auch richtig, dass Norwegen jetzt trotzdem Springer nach Lahti schickt. Vielleicht ist man noch auf diese Leute angewiesen, falls das WM Team länger gesperrt wird.
 

Kirsten

Moderator Wintersport
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Sport hat schon einen hohen Stellenwert in Norwegen, wenn man alleine sieht, dass sie bereits im Kindergarten mit den Kids Skilanglauftouren machen. Wenn ich an die Grundschule denke, an der eine Freundin arbeitet, dann haben die ein eigenes Schwimmbad. Im Winter legen sie an der Schule eine Eisbahn an, Skilaufen findet da auch statt. Generell sind die Norweger ziemlich sportlich. Aber es ist eben "normaler" Sport, Alltagssport. Wie es da mit Unterstützung und Leistungssport aussieht, weiß ich nicht.
 

Marti

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ich habe es immer schon für einen sehr großen Nachteil gehalten, dass das Land keine Sportförderung über staatliche Institutionen hat wie in Deutschland und Österreich.
Hatte bezüglich Norwegen auch immer den Eindruck, dass sie dies mit der besseren Integration von Sport in den generellen Alltag durch Schulen und die Familien ein bisschen auffangen. Dazu gibt es dann doch auch sehr viele Sportvereine in Norwegen die so gut wie alle (den äußersten Süden und Südwesten vielleicht mal ausgenommen) auch Wintersport anbieten können. Die besten Kinder/Jugendlichen aus den Vereinen kommen dann eben auch auf die 7 staatlichen oder die 6 privaten Sportschulen im Land.
Wer es dann nicht in die Nationalkader schafft, wird im Idealfall durch Privatteams oder eben wieder die Vereine aufgefangen, die durch die generell vorhandene Kompetenz eben doch einiges bewirken können in Sachen sportlicher Entwicklung.

Und ein gewisses staatliches Fördersystem und Stipendien gibt es ja auch, halt nicht durch Instutionen wie die Polizei, den Zoll oder das Militär, was natürlich grundsätzlich dazu führt, dass die Sportler:innen für ihre eigene finanzielle Sicherheit mehr auf Sponsoren und Preisgelder angewiesen sind und das berufliche Leben nach der Sportkarriere eventuell unsicherer ist.
 
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Biathlon-Fan

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Sport hat schon einen hohen Stellenwert in Norwegen, wenn man alleine sieht, dass sie bereits im Kindergarten mit den Kids Skilanglauftouren machen. Wenn ich an die Grundschule denke, an der eine Freundin arbeitet, dann haben die ein eigenes Schwimmbad. Im Winter legen sie an der Schule eine Eisbahn an, Skilaufen findet da auch statt. Generell sind die Norweger ziemlich sportlich. Aber es ist eben "normaler" Sport, Alltagssport. Wie es da mit Unterstützung und Leistungssport aussieht, weiß ich nicht.
Davon kann man hier nur träumen was die Kids schon in der Schule für Sportunterricht haben.
In Oslo oder Molde liefen ständig Schulklassen aufm Sportplatz rum und haben sogar Bergläufe gemacht. Sowas ist hier undenkbar, da muss man froh sein wenn 3/4 überhaupt mitmachen 😅.
 
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