Ich begreife nicht warum Silver nicht eingreift, und endlich ein wenig Defense verlangt. Ich meine mich zu erinnern das früher das besser war in den 90ern? Oder zumindest eine Halbzeit lang Show und die zweite Vollangriff.
So lange er Schlagzeilen bekommt wie
"Westbrook nabs back-to-back MVPs in highest-scoring All-Star Game", "West All-Stars send Kobe off with victory in high-scoring affair" und "Scoring, records abound at All-Star Game" läuft es ja (leider) gar nicht so schlecht.
Klar ist es aus sportlicher Sicht stinklangweilig, aber darum geht es (wiederum: leider) nur untergeordnet, sondern vor allem um die Show, spektakuläre Aktionen und den (angeblichen) Fan-Willen.
Schon die Auswahl der Starter ist ein schlechter Witz, aber was Kobe betrifft ist es wenigstens konsequent. Bei seinem ersten All-Star Game war er schon Starter nur wegen des Hypes (wie kann man All-Star Starter werden, wenn man bei seinem eigenen Team hinter Eddie Jones von der Bank kommt und zu dem Zeitpunkt definitiv noch nicht der bessere Spieler als dieser ist?), und bei seinem letzten jetzt auch wieder, als Leading Vote-Getter trotz einer insgesamt miesen Saison (ach, gebt ihm doch einfach in dieser Saison direkt noch einen Regular Season MVP, wenn es euch so sehr um die Würdigung seiner Karriere geht).
Aber das geht schon seit Ewigkeiten so. Siehe Iverson 2009 und erst recht 2010, oder Carter 2003, als er die zweitmeisten Stimmen im Osten bekam (sehr knapp hinter McGrady), obwohl er verletzungsbedingt bis zum All-Star Game nur 15 Spiele machte, getoppt noch von Grant Hill, der 2001 nur vier Spiele machte und trotzdem zum All-Star gewählt wurde. Rookie Yao wurde von den Fans zum All-Star Starter gewählt trotz Shaq, der damals noch der bei weitem bessere Spieler war, und so weiter und so fort.
Dass es im eigentlichen Spiel um nichts mehr geht als nur noch um die Show und Stats, ist dann einfach nur logisch. Ich habe irgendwann einfach abgestellt, weil ich keine Lust mehr auf zig Dunks hatte, bei denen die Gegenspieler sichtbar eine Gasse zum Korb frei machten, oder als zum zigsten Male ein Fast Break damit endete, dass zum Beispiel Durant sich sekundenlang an der Dreierlinie sortierte, ohne dass ein Verteidiger auch nur die Anstalten machte, ihm vielleicht das Spiel etwas schwerer zu machen, und er den Ball dann trotzdem auf den Ring setzte. Schon das Turnoverfestival ist ja meistens nervig, aber da geht es ja wenigstens noch darum, die Mitspieler spektakulär in Szene zu setzen. Aber wenn ich das Ego-Gezocke von der Dreierlinie sehe (früher auch ganz furchtbar darin: Ray Allen, der gefühlt bei jedem Ballbesitz ohne Blick auf die Mitspieler aus der Ferne abdrückte)...