Es gibt Niemanden hier, der sich über die Posse an sich freut. Ich bin glücklich darüber, weil es eine Bestätigung für Tuchels Abgang ist, ansonsten hätte man sich das sparen können. Allerdings fand ich Watzkes Worte deutlich weniger offensiv als das Vorgehen von Tuchel zuvor. Ich kann Akis Position auch verstehen. Was hätte er machen sollen? Dabei zuschauen, wie sich Tuchel Woche für Woche durch Manipulation und Unwahrheiten selbst profiliert, bis zu seinem Punkt, an dem eine Trennung kaum noch zu verkaufen gewesen wäre?
Ende Januar war das Tischtuch bereits zerschnitten. Man hatte eine Winterpause Zeit sich Gedanken zu machen, ob dieser Trainer der Richtige ist. Hier eines meiner Kommentare dazu:
http://sportforen.de/threads/borussia-dortmund-2016-2017-der-große-schwarz-gelbe-umbruch.62694/page-248#post-50984306 (ein anderes Kommentar von mir: "Tuchel soll seine Fresse halten und liefern").
So.. es war also nicht unbekannt, dass Tuchel über die Presse sein Missfallen mit bestimmten Dingen klärt. Dann vergeigt man Darmstadt und Tuchel spricht von einem "einzigen Defizit". Wann ist der Punkt erreicht, an dem der Verein es nicht mehr aushalten kann? Wieso nicht nach Darmstadt trennen, wenn alles so schlimm ist?
Wie gesagt, alles auf Basis der Vermutung, dass es insbesondere Tuchels Öffentlichkeitsarbeit und Verhältnis zu Mannschaft ist, was bei Watzke dazu geführt hat, dass er Tuchel öffentlich absägt.
Nein, denn der Kamm schwillt erst, nachdem Tuchel sich öffentlich auf Kosten von Watzke persönlich profiliert und die Deutungshoheit einer Lappalie, die öffentlich kaum so wahrgenommen wurde: Tuchel das Opfer beim Anschlag, Watzke der keinen Arsch in der Hose hat und mit der UEFA in den Ring steigt. Gab es dazu überhaupt Resonanz in der Presse? Es hieß doch lediglich: "die arme Mannschaft, der arme Trainer" und nicht "der schlimme Aki".
Tja, und dann geht nochmal Zeit ins Land und man besiegt überraschend Bayern und hat plötzlich richtig positiv Fahrt aufgenommen und dann das Interview? Was soll mir das sagen? Was hat das Fass zum Überlaufen gebracht?
Nochmal: Tuchel ist Angestellter und Watzke ist der Boss. Diese Kampagne in der Öffentlichkeit zeugt leider nur von massiver Charakterschwäche. Und am Ende eigentlich, dass es Watzke erst zu viel wurde, als Tuchel gut in der Öffentlichkeit stand.