Deutsche Nationalmannschaft

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Dank Lodda Matthäus erfahren wir einen weiteren Grund für das Ausscheiden:

Matthäus lastete Bierhoff auch wie schon 2018 in Russland eine schlechte Quartierwahl an. Die Entscheidung, die Spielerfrauen und Familien früh zu den Spielern zu lassen, habe zudem die „Grüppchenbildung gefördert“ und „viel zu viel Ablenkung“ geschaffen. Dem DFB sei die Harmonie „vielleicht zu wichtig“.

 
Möller spielte als klassicher 10er, also offensiver Spielmacher. Anfang der 90er spielte er auf der Position bei Juve führte die Mannschaft zum UEFA Pokal. Bei Dortmund war er dann ebenfalls der 10er, wurde zweimal Meister und CL-Sieger. Bei der EM 96 spielte er meistens auch die 10er-Position und stand bei allen Spielen bis zum Finale in der Startelf.
Juve hatte die beiden Baggios, Conte und Vialli, Möller war ein guter Spieler, hat sie aber sicher nicht "zum UEFA-Cup geführt".
 
Es stimmte doch nicht in der Mannschaft... die Interviews nach dem Spiel machen das doch deutlich. Bei Kimmich hört man doch durch, dass diese Protestaktion jetzt auch nicht so der Knaller war. Wenn das nicht von der Mannschaft kam, sondern vielmehr vom DFB, muss die komplette sportliche Leitung zurücktreten.

🤓
 
Die Mund-zu-Geste war natürlich ein Schuss in den Ofen. Da würde ich der Mannschaft aber in Schutz nehmen. Sie konnten am Ende sowieso nur als Verlierer dastehen. Wenn sie nichts machen, stehen sie als ignorante Fussballmillionäre da, denen die Menschenrechte sonst wo vorbei gehen. Gleichzeitig war die Situation extrem dynamisch mit sich ändernden Rahmenbedingungen, gleichzeitig Zeitdruck. Da steht für mich wirklich Bierhoff in der Verantwortung. Der muss da den Deckel drauf kriegen, die ganze Verantwortung übernehmen und der Mannschaft sagen: „Ihr kümmert Euch um Fußball. Die Öffentlichkeitsarbeit mache ich.“

Aber schön für den qualitativ hochwertigen deutschen Sportjournalismus, dass man sich jetzt jetzt noch auf ein paar Sündenböcke einschießen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kann die Spieler verstehen, die da kein Bock darauf hatten. Einen Tag vorm Spiel, willst dich auf den Fußball konzentrieren und musst dann da eine stunde sitzen und über so ein Thema diskutieren. Kein Wunder, dass einige Spieler genervt die Sitzung verlassen haben.
 
Gut, die waren natürlich auch fast alle in Topf 1. Die Nations League war dann wohl doch wichtiger als man beim DFB dachte.
Sogesehen ist das Ausscheiden die logische Kette.
Und Flick hat natürlich auch seinen Anteil. Müller noch zur WM mitnehmen -> is ok. Müller spielt jedes Spiel -> What? Müller spielt 3x 90 Minuten auf einer Position, die er nie konnte -> Noooooooooo

Aber ja, stimme ich zu, alle anderen Favoriten sind nicht besser, aber in der Abwehr organisierter oder vorne effizienter. Wir waren beides nicht.
Das gehört beim Fußball dazu, also doch besser :D
Ich nehme es mal hier rüber ...

Sehr gut. (y) Ich habe diese Lücke in der Argumentation bewusst offen gelassen, ob ein cleveres Kerlchen das erkennt. :D
Du hast recht, aber ich denke es handelt sich um Nuancen.
Zum Einen sind Mannschaften im Achtelfinale mit chaotischerer Defensive und weniger Offensivpower, also etwas Pech war auch dabei.

Aber lass bei der EM Müller raus und stell einen Mittelstürmer rein, dann steigt die Effizienz, weil auch andere Offensivkräfte nicht mehr out of position spielen.
Schaffe vor der EM eine eingespielte Abwehrformation und du hast mit den gleichen Spielern zwar immer noch das Risiko von brainfarts, aber dies sinkt.
Das reicht vermutlich schon, um erstmal ins Viertelfinale vorzustoßen.
 
Ihr kümmert Euch um Fußball. Die Öffentlichkeitsarbeit mache ich.“

Das stimmt. Da hätte Bierhoff schon früher (2021) durchgreifen müssen als die Spieler anfingen zu versuchen sich mit Humanrightswashing Trikots und grossmäuligen Ankündigungsinterviews quer durch die Medienlanschaft zu profilieren.


und musst dann da eine stunde sitzen und über so ein Thema diskutieren.

In der Zeit hätte man locker seinen Friseur einfliegen lassen können.
 
Musiala war bei der EM Chancentod und hat in der Bundesliga bei größerer Sample Size besser geknipst als Moukoko oder Füllkrug. Das war bei Deutschland einfach Pech.

Rein statistisch betrachtet, ja. Man muss aber schon auch anmerken, dass eine WM eine andere Drucksituation als ein Bundesliga-Spiel ist. Auch das kann natürlich ein Faktor sein. Als Bayern-Spieler kann man in der Bundesliga viel befreiter aufspielen: Selbst wenn man die Chance nicht macht, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man trotzdem gewinnt und falls man nicht gewinnt, ist die Wahrscheinlichkeit trotzdem hoch Meister zu werden.

Den Druck, zu vermeiden, dass man das zweite Mal hintereinander bei einem WM als große Fußballnation eine Blamage erleidet, kann jeden Spieler belasten und ist natürlich eine grundsätzlich andere Situation. Was nicht heißt, dass Musiala nicht einer der besten oder gar der beste deutsche Spieler war, das sehe ich nämlich auch so.

Trotzdem glaube ich nicht, dass die Chancenwertung nur Pech war: Es macht auch was mit einem, wenn man aus vielen guten Chancen kein Tor macht, das zieht am Selbstvertrauen.
 

Leon ❤
So Menschenrechte sind aber auch ein lästiges Thema, das kann schon mal nerven im harten Fußballeralltag.
 
Kann die Spieler verstehen, die da kein Bock darauf hatten. Einen Tag vorm Spiel, willst dich auf den Fußball konzentrieren und musst dann da eine stunde sitzen und über so ein Thema diskutieren. Kein Wunder, dass einige Spieler genervt die Sitzung verlassen haben.

Ich bin überzeugt davon, dass einige/viele kein Bock auf die Sitzung und auf dieses Thema hatten. Aber ich bin mir ebenso sicher, dass sie in der Stunde nicht dachten "ich will mich jetzt auf Fußball konzentrieren", sondern lieber am Handy rumgedaddelt, zum Friseur gegangen wären oder xy gemacht hätten. Als ob die Spieler nur 24/7 auf den Fußball konzentrieren würden - auch ein Tag davor nicht und dafür "verurteile" ich sie auch nicht, aber man muss nicht denken, dass alle ohne dieses Thema immer total fokussiert sind...
 
https://www.kicker.de/928201/artike...deutschen-scheiterns-alarmglocken-aus-italien
Ab 2008 sank meine Identifikation mit der NM mehr und mehr ab. 2002 habe ich den Vize-Weltmeister mehr abgefeiert wie den WM Titel 2014. Stimme den Schlusssätzen in dem Artikel zu. Tugenden, Verteidigen mit Herz und Leidenschaft, Stolz, etc. das tausche ich gerne gegen hohe spielerische Fussballkunst und die Bierhoff-Marketing-Schei.ße ein.
 
ich bin ja auch eher auf der seite, die dieses "es ist doch fussball-wm, der rest ist egal", eher so semigeil findet.... das ganze nimmt aber so langsam wirklich groteske züge an.

zum einen sind wir jetzt also soweit, dass das ausscheiden nach der vorrunde im grunde vier gründe hat 1) bierhoff und flick 2) die bindendebatte und die mund zu- geste 3) die spanier haben uns verraten und 4) neuer und müller

auf der anderen seite laufen die debatten/diskussionen völlig aus dem ruder.
weg von den eigentlich ursprünglichen sachen (z.b. das die fifa ein absolut erschreckender sauhaufen ist, oder das eine wm in katar immer noch ein schlechter witz ist), hin zu unzähligen nebenschauplätzen.

wenn ich nur an die bela rethy sache von vorgestern denke, oder die bademantel aussage von wagner. :crazy:




zum glück plant die fifa schon den nächsten geniestreich. sechzehn dreiergruppen bei der wm 2026 sind im gespräch.
das wird suuuuper!
 
Ich bin überzeugt davon, dass einige/viele kein Bock auf die Sitzung und auf dieses Thema hatten. Aber ich bin mir ebenso sicher, dass sie in der Stunde nicht dachten "ich will mich jetzt auf Fußball konzentrieren", sondern lieber am Handy rumgedaddelt, zum Friseur gegangen wären oder xy gemacht hätten. Als ob die Spieler nur 24/7 auf den Fußball konzentrieren würden - auch ein Tag davor nicht und dafür "verurteile" ich sie auch nicht, aber man muss nicht denken, dass alle ohne dieses Thema immer total fokussiert sind...

sehr gut. (y)
 
Bzgl. Mund zu etc. wollte man halt irgendwie anecken, aber möglichst ohne Konsequenzen davonzutragen. Funktioniert so leider oft halt nicht.

Das Ganze wirkt jetzt dadurch bisschen unehrlich und mehr als Versuch positive PR mitzunehmen, statt sich wirklich für etwas einzusetzen, was einem wichtig ist. So relevant sind die Menschenrechte dann doch nicht, als dass man dafür ein Opfer bringen würde.
 
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Classic. Statt sich auf die sportlichen Ding zu konzentrieren, die schief gelaufen sind bzw. schlecht waren. Wie zum Beispiel die anscheinend völlig naive und für eine Weltmeisterschaft unbrauchbare Taktik, wird diese Diskussion vorgeschoben. Welcome Stammtisch.
Wer wirklich glaubt, dass eine ein stündige Diskussion am Vortag dafür verantwortlich, dass man nach der 55 Minute ******e spielt, dem ist nicht zu helfen. Was ergibt das für einen Sinn?
Aber dem Hansi und der "die Mannschaft" ist das bestimmt ganz Recht. Hat man einen einfachen Grund und kann sich in der Opferrolle der von der Öffentlichkeit, den Medien und den linksgrünverschwulten Gutmenschen verursachten Diskussion suhlen.
 
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Dank Lodda Matthäus erfahren wir einen weiteren Grund für das Ausscheiden:



Mit der Quartierwahl hat er doch recht. Alles bei Bierhoff ist auf Harmonie angelegt. Kein Kontakt zu den Fans (was erwarten die?), möglichst weit Weg von Medien und kritischen Stimmen.
"NM Bierhoff = geschlossener Zirkel" bringt es gut auf den Punkt.
Für die One Love Aktion und den Umgang damit in Katar sind in erster Linie Neuendorf und Bierhoff verantwortlich, damit liegt Matthäus nicht falsch.
 
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