Dinge die keinen eigenen Thread verdienen


Blayde

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Talent allgemein und Athletik genetisch muss man auch nochmal trennen. Wieviel Talent ist wirklich Talent und wie viel reine Übung? Keine Ahnung. Aber Athletik hat man halt zu einem großen Anteil von Natur aus.

Landen Sprinter bein Sprinten weil man das in ihrem Umfeld halt so macht? Oder landen sie dort weil sie von klein an immer allen anderen davon laufen und sich denken Sprinten passt für sie?
Warum gibt es mehr weiße Fußballer als schwarze aber die schnellen athletischen sind fast alle schwarz?

Dass die bisherigen Forschungen so nichts aussagend sind, war mir aber echt neu. Ich dachte immer die hatten die allgemeine Bevölkerung untersucht und nicht nur die Top Athleten.
Der Aspekt mit dem Körperteil zwischen den Beinen ist doch übrigens etwas was sehr wohl stimmt und auch genauer untersucht wurde? Oder hab ich das auch falsch im Kopf?
 

Clueso

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Gibt es das Spiel der Frankfurter eigentlich heute irgendwo zu sehen?
 

Francois

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@Chef_Koch wie erklärst du dir bitte die Gewichtung in Sportarten wie Basketball oder Football oder auch jetzt der eindeutige Trend im Fußball? Ich hätte gerne von dir eine Erklärung warum diese athletischen Sportarten von dunkelhäutigen dominiert wird (in erster Linie mal Basketball und Football)?
Gerade diese Gewichtung auf bestimmte Sportarten sollte dir erklären das es sehr wenig mit Biologie und sehr viel mit soziokultureller Gewichtung zu tun hat.

Ich erinnere mich noch als das "schwarze Wundergen ACTN3" als Ursache herausgefunden wurde für die überlegene Bildung weißer Muskelfasern (eine Ansicht die du dir ja auch zusammengegoogelt hast) bis klar war das ebenfalls 80% der Europäer dieses "Sprintergen" besitzen. Äthiopier sind genetisch Europäern näher als Westafrikanern. Der Enorme Unterschied rührt gerade bei Afrika aus dem sozialen Faktor und geographisch der Hochlandlage bei Langstreckenläufern. Genetische Differenz ist innerhalb von Ethnien weitaus größer als zwischen Hautfarben selbst bei speziellen sogenanten Wunderethnien wie den Kalenjin. Es existiert keine genetische Disposition welche schwarze und weiße Sportler grundsätzlich unterscheidet hinsichtlich Leistungsfähigkeit.

Die enorme Differenz liegt im sozialen Kontext.
  1. soziales Umfeld: Afrikanische Kinder bewegen sich annähernd 10x so viel / Tag wie in Europa. Bez. USA bevorzugte Sportarten je nach sozialem Umfeld.
  2. Motivation: Wer sich in Afrika / Jamaica /USA Ghetto für Sport entscheidet und in eine entspr. Trainingsgruppe geht macht dies um der Armut zu entfliehen. Die Leidens und Leistungsbereitschaft ist statistisch gesehen weitaus höher.
  3. Trainingsbedingungen / Selektion: Hier wird u.a. in Afrika nach dem Prinzip do or die trainiert (oder China mit Tischtennis) . Schon in jungen Jahren brutale Trainingsumfänge welche auch hier die wenigsten verarbeiten können. Auf jeden Spitzenathleten kommen dutzende ruinierte Sportler. Einfach mal den Aufstieg der Langstreckenspezialisten nachlesen. Man kann auch als Deutscher gegen entspr. Zahlung dort mittrainieren und das live erleben. Derartige Bedingungen sind in Deutschland schlicht nicht mehr umsetzbar. Hier muss man sich dagegen zunehmend mit Helikoptereltern herumschlagen die bei geringster Belastung ihres Wunderkindes sofort Burnout schreien und Kindern die extrem verweichlicht sind. Eine Entwicklung die imo äußerst problematisch in die Gegenrichtung ist.
Nettes Beispiel Julian Wanders. Ein Schweizer der nach Kenia ging um mit den dortigen Spitzenathleten zu trainieren seit seinem 18ten Lebensjahr. Mittlerweile einer der weltbesten Langstreckenläufer der dieses Jahr z.B. im Ras Al Khaimah Halbmarathon 4ter wurde mit 59.13h. Noch nie waren derart viele Läufer unter 1 Stunde. Er hat dabei einige fantastische afrikanische Läufer geschlagen. Übrigens eine Zeit die unter dem ehemaligen Weltrekord des Kenianers Paul Tergats liegt ( für Laufinteressierte). Für 2019 die 6tbeste Zeit aller Läufer.


Einfach mal Yannis Pitsiladis Forschungen aufarbeiten. Ein Physiologe der über ein Jahrzehnt diesem Thema gewidmet hat und zur Schlussfolgerung kam das eben Hautfarbe kein relevanter Aspekt ist. Reines googlen hilft hier nicht weiter und sofern man beruflich nicht in das Thema zumindest am Rande eingebunden ist sollte man sich hier etwas zurücknehmen und mal sich selbst hinterfragen weshalb man eine derartige Agenda fährt.
 
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Mahoney_jr

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Sehr gut argumentiert. Ich hänge zwar auch teilweise der Gen-Theorie an, finde es aber sehr interessant, dass sie komplett widerlegt sein soll. Ich kannte dazu noch die Theorie, dass der afrikanische Gen-Pool als Wiege der Menschheit deutlich vielschichtiger, also diverser, ist und es dementsprechend mehr Ausreißer nach oben oder unten geben kann (typische Glockenkurven-Thematik; die afrikanische Glockenkurve soll demnach einfach viel größer sein, als die anderer Völker). Im Sport sieht man dann natürlich nur die Ausreißer nach oben. Ich weiß aber nicht, inwiefern diese Theorie noch aktuell ist.
 

Francois

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Sehr gut argumentiert. Ich hänge zwar auch teilweise der Gen-Theorie an, finde es aber sehr interessant, dass sie komplett widerlegt sein soll. Ich kannte dazu noch die Theorie, dass der afrikanische Gen-Pool als Wiege der Menschheit deutlich vielschichtiger, also diverser, ist und es dementsprechend mehr Ausreißer nach oben oder unten geben kann (typische Glockenkurven-Thematik; die afrikanische Glockenkurve soll demnach einfach viel größer sein, als die anderer Völker). Im Sport sieht man dann natürlich nur die Ausreißer nach oben. Ich weiß aber nicht, inwiefern diese Theorie noch aktuell ist.
Man kann natürlich weit mehr ins Detail gehen. Z.B. sind Äthiopier klassisch afrikanische Athleten? Wissenschaft bedeutet auch immer Zweifel zuzulassen. Eine "komplette Widerlegung" würde ich nicht behaupten. Im Grunde ist mein Post die imo momentan stimmigste These. Das erweitern über Kritik begrüße ich aber denke das uns hier im Forum gewisse fachliche Grenzen gesetzt sind. Ich habe beruflich Physiologie vertieft jedoch nicht Genetik.

Die Wissenschaft dient der Menschheit am besten, wenn sie sich vorbehält, alle Thesen anzuzweifeln.
Meine persönliche Überzeugung/ Erfahrung ist das selbstverständlich genetische Differenzen existieren im Hinblick auf alle körperlichen / geistigen Parameter aber die Aktivierung dieser "Vorteile" über soziale & fremd/eigenmotivatorische Aspekte einen weitaus größeren Raum einnimmt auch bei Weltklasseathleten.

Momentan sehe ich das Problem eben darin das große Teile der Fraktion der schwarzen Genübersportler an einem Diskurs weniger interessiert ist.
 

L-james

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Momentan sehe ich das Problem eben darin das große Teile der Fraktion der schwarzen Genübersportler an einem Diskurs weniger interessiert ist.
Nein, nur dass die wirklichen Ursachen am eigentlichen Thema vorbeigehen bzw. im aktuellen Tagesgeschehen uninteressant sind.

Auf 6 dunkelhäutige Speed-Winger folgt 1 Weißer, so sieht die Realität aus und wo da der Ursprung herkommt, ist ein eigenes Thema für sich.
Wäre ich Vereinsverantwortlicher, wüsste ich bei welchen Spielern ich überwiegend gucken muss um bestimmte Skills zu bekommen und darum geht es mir und sonst nichts anderes.

Welche Ursachen das hat, dass Football (auf Skill-Positionen) oder Basketball von 90% dunkelhäutiger Spieler dominiert wird, ändert ja nichts am Ist-Zustand. Fußball wird immer athletischer und auf den Positionen wo entsprechende Skills immer mehr gefragt werden, ist das Übergewicht dunkelhäutiger Spieler klar ersichtlich.
Ob das jetzt an den Genen, dem Umfeld oder was auch immer liegt, ändert nichts daran. Nur weil man das weiß, stehen in einigen Jahren nicht 7-8 weiße im 100m Olympia-Finale.
 

Francois

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@L-james
In deinen Beiträgen gehst du regelmäßig auf die "überlegene Veranlagung" schwarzer Athleten ein als Ursache für deren sportlichen Erfolg. Das sind DEINE WORTE und die sind nun einmal schlicht falsch. Muss man das jetzt wirklich heraussuchen und dir zitieren? Darum geht es in meinem Beitrag.

Hier jetzt mit "Ursachen gehen am Thema vorbei" zu argumentieren wenn du eben dazu davor ellenlange Beiträge geschrieben hast auf die sich mein Post bezieht nimmt ja schon autistische Züge an.

Ein einfaches "ich habe mich geirrt" genügt ja. Was du beschreibst ist ein völlig anderes Thema.

Wäre ich Vereinsverantwortlicher, wüsste ich bei welchen Spielern ich überwiegend gucken muss um bestimmte Skills zu bekommen und darum geht es mir und sonst nichts anderes.
Soll das bedeuten du würdest nach Hautfarbe selektieren? Hallelujah zum Glück bist du kein "Vereinsverantwortlicher" wenn das so ist. Deine Beiträge haben einen sehr theoretisierenden Beiklang.
Machst du denn selbst Sport? Das klingt alles wie von jemand geschrieben der selbst im Bereich Sport nichts macht.
 

L-james

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Machst du denn selbst Sport? Das klingt alles wie von jemand geschrieben der selbst im Bereich Sport nichts macht.
Diese Frage stellt nur jemand der hier so gut wie nie mitliest.

Ein Geh-Legastheniker bin ich und schaffe es kaum meinen Kadaver vom Sofa zu bekommen. :rolleyes:
 

Hans A. Jan

zu gut für die 3. Liga
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Das Gefasel der genetischen Überlegenheit ist unfassbar... Überlegt euch mal, was in der Evolution nötig ist, um genetische Veränderungen und Anpassungen auszulösen und wie lange das dauert. Auch wenn es angeblich "positiver Rassismus" sein soll, hat auch dieser Irrsinn mal Grenzen.
 

Francois

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Mit der letzten Frage hast du was losgetreten :popcorn1:
Ja das war zu scharf und persönlich formuliert. Nehme ich zurück. Im Grunde geht es um Wissensaustausch und einige grundlegende Denkfehler auszuräumen bei Personen die daraus eine Art Glaubensdoktrin machen. Wenn jemand in anderem Bezug von "unathletischen Weißen" schreibt stimmt da bei ihm etwas generell ganz und gar nicht und ist im Grunde nichts anderes als die Rassenlehre von früher mit umgekehrten Vorzeichen.

Abgesehen davon halte ich es tatsächlich für wichtig wenn man sich für Sport interessiert selbst regelmäßig diesen auszuüben. Das rückt Leistungssportler in Bezug darauf was sie leisten eher in Perspektive und lässt einen i.d.R. entspannter und respektvoller argumentieren. Pro Post 10min Sport :D
 

tennisfun

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Hab mir heute mal wieder im zdf das aktuelle Sportstudio reingezogen. Echt top Qualität was die da abliefern. Tolle Gäste mit Daniel Farke, Cacau und auch Emanuel Buchmann.
Themen: DFB-Pokalspiele, Norwich City, Tönnies Aussagen und Radsport.
Hat sich echt gelohnt das anzusehen. Gute Interviews, gute Aussagen. Zum Schluss das Torwandschießen auch Klasse. Farke beginnt macht gleich zwei von drei unten rein, dann kommt Cacau und macht unten alle drei rein.
:lol:

Weiter so zdf.
:daumenhoch:

https://www.zdf.de/sport/das-aktuelle-sportstudio/das-aktuelle-sportstudio-vom-10-august-2019-100.html

btw. nach dem Interview und der Zusammenfassung von Farke und Norwich bin ich fast gezwungen mir die PL doch anzusehen. Drmic, Fährmann, Tim Klose, Pukki, etc. und dann dieser offensivfreudige Trainer Farke da kann ich schlecht nein sagen...
:oops:
 

Punisher

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Wobei ich fand, dass Buchmann nicht in diese Medienwelt reinpasst, gefühlt ist es dem eher recht wenn er seine Ruhe hat. Ein Lautsprecher ist der jetzt eher nicht, aber würde irgendwie auch nicht zu ihm passen. Soll seinen Weg so weitergehen und sich nicht verstellen
 

tennisfun

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Ja Buchmanns Antworten fallen immer etwas knapp aus. Eine Herausforderung für die Journalisten.:D
Aber das macht ihn nicht unsympathisch.
 

Punisher

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Nein, absolut nicht. Passt ja zu ihm - fände es eher unpassend wenn er jetzt einen auf Sagan machen würde
 
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