Ich muss mal ein paar Worte zu Alphonso Davies schreiben. Der Junge steht mir aktuell zu sehr in der Kritik, auch, wenn die Kritik (noch?) mit Samthandschuhen betrieben wird. Der Kerl ist mit stocksoliden 19 Jahren in der letzten Saison von Null, ach, quatsch, von Minus zwanzig, auf Triple gestiegen und hat dabei eine entscheidende Rolle gespielt. Ein Jahr zuvor lief der noch, bei allem Respekt, irgendwo in Kanada durch die Gegend und war im Grunde genommen ein College-Athlet in einer Sportart, die auf der nordamerikanischen Halbkugel keinen besonders großen Wert hat. Dann kommt er, als Teenager ohne Erfahrung in der weiten Welt, zum FC Bayern München, einem der größten und erfolgreichsten Fußballclubs aller Zeiten. Und was macht er nach kurzer Eingewöhnungsphase? Spielt die ganze Liga, ja, ganz Europa, in Grund und Boden. Wenn der Junge nach all diesen Eindrücken, diesen für unmöglich gehaltenen Erfolgen, diesem Satz in den Olymp, jetzt mal einen Hänger (nichtmal ein dramatischer) in seinem Spiel hat... so what? Alles andere wäre ja beinah noch unheimlicher als die Erfolgsstory letzte Saison.
Also, Finger weg von Phonzie!