Leichtathletik


unicum

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Warner ist auch in den zweiten Tag fulminant gestartet. Er gewann die 110 m Hürden in 13,36 Sekunden, damit verbesserte er den von ihm innerhalb eines Zehnkampfs gehaltenen Weltrekord in dieser Disziplin (zuvor 13,54).
 

Gordo

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das diskuswerfen gewinnt er auch, mit einer für ihn sehr guten weite (>48 m).

jetzt kommen allerdings die letzten drei disziplinen, die ihm gar nicht liegen: stabhoch, speer und 1500. trotzdem sollten die 9000 punkte fallen.
 

Gordo

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warner ist am ende bei 8995 punkten gelandet, schade die 9000 knapp verpasst. es war damit der fünftbeste zehnkampf aller zeiten.

der speerwurf ist brutal, da ist die streuung einfach riesig.
 

Brummsel

Grumpy Old Man
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Das soll jetzt die Leistung nicht schmälern, aber er springt mit der Prothese ab und je nachdem wieviel Federkraft man damit generieren kann, desto weiter fliegt man. Leichte Wettbewerbsverzerrung gegenüber denjenigen, die sich nicht so ne High-Tech Prothese leisten können?
Oder sind die alle genormt, so dass jeder Springer quasi unter gleichen Voraussetzungen startet? Kenn mich da nicht so aus.
 

unicum

#68
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Das soll jetzt die Leistung nicht schmälern, aber er springt mit der Prothese ab und je nachdem wieviel Federkraft man damit generieren kann, desto weiter fliegt man. Leichte Wettbewerbsverzerrung gegenüber denjenigen, die sich nicht so ne High-Tech Prothese leisten können?
Oder sind die alle genormt, so dass jeder Springer quasi unter gleichen Voraussetzungen startet? Kenn mich da nicht so aus.
Da kenne ich mich zu wenig aus um mir da ein Urteil zu bilden. Mir fordert so eine Leistung trotz allem höchsten Respekt ab.
 
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Ich denke schon, dass die Prothese eine gewisse Katapult-Wirkung hat. Wie es ihn nach dem Absprung rausschnalzt sieht schon anders aus als beim Rest. Dafür wirkt der Anlauf etwas unrund und langsam. Daher könnte ich mir vorstellen, dass sich Vor- und Nachteile einigermaßen ausgleichen. Es kam ja mal der Vorschlag, dass er mit seinem gesunden Bein abspringen soll. Denke allerdings, dass Rehm genau weiß, dass er aufgrund der Anlaufphase keine Chance auf Top-Weiten hätte. Er selbst hat ja gemeint, dass man das Absprungbein nicht so leicht umstellen kann. Stimme da allerdings nur bedingt zu. Eigentlich sollte das zumindest in einer gewissen Zeit zumindest für 8,30 + reichen (angenommen die Prothese ist grundsätzlich stärker als der Fuß), womit er immer noch Medaillen holen könnte. Der Weitsprung ist technisch nicht so schwierig, um das koordinativ nicht mit dem anderen Bein hinbekommen würde. Beim Hochsprung, Dreisprung oder Stabhochsprung würde das bei den meisten Athleten schon etwas anders aussehen.
 

Ken

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Ich finde Weitsprung (also kein Schulhopsen auf 5 m) durchaus koordinativ anspruchsvoll. Anlauf und Schrittlänge, verkürzter Step, Absprungdruck, Winkel, Flugphase und Landung.
Ich finde den Gedanken einer Umstellung des Sprungbeines interessant, kann mir aber nicht vorstellen, dass man eine so lange einstudierte Bewegung ohne Niveauverluste umgestellt bekommt bzw, dass es für jeden möglich ist einen vollen Niveauausgleich zu schaffen.
 

unicum

#68
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Die DM 2021 in Braunschweig live:

TV-Zeiten
Freitag, 4.6.
ARD: 19:15 - 19:35 Uhr
Samstag, 5.6.
ZDF: 13:35 - 14:05 Uhr
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Sonntag, 6.6.
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Freitag, 4.6.
zdf.de/sport: ab 15:10 Uhr Stabhochsprung Frauen
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Sonntag, 6.6.
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Ich finde Weitsprung (also kein Schulhopsen auf 5 m) durchaus koordinativ anspruchsvoll. Anlauf und Schrittlänge, verkürzter Step, Absprungdruck, Winkel, Flugphase und Landung.
Ich finde den Gedanken einer Umstellung des Sprungbeines interessant, kann mir aber nicht vorstellen, dass man eine so lange einstudierte Bewegung ohne Niveauverluste umgestellt bekommt bzw, dass es für jeden möglich ist einen vollen Niveauausgleich zu schaffen.
Nein, verglichen mit den meisten anderen Disziplinen definitiv nicht...der Weitsprung hängt zu 95 Prozent von zwei Komponenten ab. Sprintschnelligkeit und Sprungkraft. Wer das mitbringt kann mit der absurdesten Technik trotzdem wesentlich weiter springen, als jemand der das nicht so drinnen hat.
Ich selbst habe verletzungsbedingt als Dreispringer zwei Wochen vor den bayerischen Meisterschaften verletzungsbedingt mein Absprungbein gewechselt...gekostet hat es 20-30 Zentimeter..und da hat man koordinativ mehr zu tun. Na gut, das geht vielleicht bei jedem Springer nicht gleich gut und dennoch würden es 95% der Weitspringer schaffen, ein Jahr nach der Umstellung nicht mehr als 40 Zentimeter verlieren. Rehm wäre also locker noch immer ein 8 Meter Springer...bzw. wäre er es nur wegen dem Prothesen-Vorteil nicht und nicht wegen der Umstellung.
Rehm hat aber halt auch nur eine 100 Meter-Bestzeit von 11,44. Das ist zwar nicht schlecht, aber für einen Weitspringer dennoch dürftig. Gehe mal davon aus, dass fast jeder Weltklasse-Mann locker ne 10 vorne stehen hat. Habe auch gelesen, dass er gemäß biomechanischen Testes im Weitsprung unmittelbar vor dem Absprung an Speed verliert. Das bestätigt mich in der Annahme, dass die Prothesen im Anlauf einen Nachteil bringen, beim Absprung einen Vorteil. Meiner Meinung nach kann man ihn aber nicht mit den gesunden Athleten in eine Wertung bringen. Der Weitsprung besteht nun mal zu einem großen Teil aus Sprungkraft. Wenn genau den wichtigsten Teil dann zum Teil ein künstliches Hilfsmittel übernimmt finde ich einen Vergleich schwierig.
 
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